Hallo an alle er-„fahrenen“ Heinkel -Fahrer,
nach Abschluss eines Vater-Sohn-Projektes mit Wiederbelebung eines 103A2 über einen Zeitraumes ca 1 Jahres war heute nach erfolgter Straßenverkehrzulassung die erste Überlandfahrt. Es war von Seiten des Rollers absolut problemfrei, nur hatte ich beim Runterschalten häufig/regelmäßig das Problem ,dass ich den Leerlauf getroffen habe, nichts hat gekracht, die Kupplung hat sauber getrennt usw.
Eher noch nicht optimale Einstellung der Schaltzüge oder eher mangelndes Können.
Habt Ihr „ fahrerische“ Tipps ,oder Selbige für die optimale Einstellung der Züge.
Ich hoffe Ihr könnt mit meiner Frage etwas anfangen. Jahrzehnte kein Motorrad mehr gefahren, da war das heute eine echt tolle Erfahrung.
Gruß Axel
Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3473
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
Servus Axel,
beim Übergang in den nächsten Gang immer eine Leerlaufstellung.
Der Kupplungs-Handhebel hat jedoch eine Nase, die nur zwischen dem 1. und 2. Gang das Einkuppeln des Motors
in Leerlaufstellung erlaubt.
Das Segment verhindert, dass beim Schieben oder Verladen des Rollers unabsichtlich ein Gang eIngelegt wird.
Ist das jedoch der Fall, ist entweder ein falscher Kupplungs-Handhebel montiert (Z.B. Handbremshebel)
oder das Segment, das diese unbeabsichtigte Drehung verhindert, fehlt ganz einfach
Kegelschraube und Bohrung im Lenkerrohr sind für diesen Beitrag nicht relevant.
Natürlich muss diese Arretierung mit der Einstellung am Getriebe übereinstimmen !
Wenn sich trotz dieser "Verdrehsicherung" nach jedem Gangwechsel der Motor in eine Leerlaufstellung einkuppeln lässt (außer 1.-2.),
kann es nur an falscher Einstellung oder übermäßigem Spiel in der Schaltmechanik liegen
Wenn man das Getriebe mit freihängendem Hinterrad und ausgehängten Schaltzügen direkt am Motor schaltet, findet mannur hatte ich beim Runterschalten häufig/regelmäßig das Problem ,dass ich den Leerlauf getroffen habe,
beim Übergang in den nächsten Gang immer eine Leerlaufstellung.
Der Kupplungs-Handhebel hat jedoch eine Nase, die nur zwischen dem 1. und 2. Gang das Einkuppeln des Motors
in Leerlaufstellung erlaubt.
Das Segment verhindert, dass beim Schieben oder Verladen des Rollers unabsichtlich ein Gang eIngelegt wird.
Ist das jedoch der Fall, ist entweder ein falscher Kupplungs-Handhebel montiert (Z.B. Handbremshebel)
oder das Segment, das diese unbeabsichtigte Drehung verhindert, fehlt ganz einfach
Wenn sich trotz dieser "Verdrehsicherung" nach jedem Gangwechsel der Motor in eine Leerlaufstellung einkuppeln lässt (außer 1.-2.),
kann es nur an falscher Einstellung oder übermäßigem Spiel in der Schaltmechanik liegen
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
Hallo Bernd,
Vielen Dank für Deinen Tipp. Muss ich erst nachschauen, wie das bei uns aussieht.
Gruß Axel
Vielen Dank für Deinen Tipp. Muss ich erst nachschauen, wie das bei uns aussieht.
Gruß Axel
-
wasserbuschi
- Beiträge: 11
- Registriert: 27.04.2026, 22:06
- Wohnort: Lkr. Dachau
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
Hammer - dann muss es das auch bei meinem der Fall sein (sofern das auch für den 103-A1 gilt)...
Runterschalten ist die pure Katastrophe und 3 -> 2 Rückschaltung nahezu nicht möglich.
Werde das mal kontrollieren.
Grüße,
Al.
Runterschalten ist die pure Katastrophe und 3 -> 2 Rückschaltung nahezu nicht möglich.
Werde das mal kontrollieren.
Grüße,
Al.
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
hi Al.,
zum runterschalten vom 3. zum 2. gang lies mal meinen beitrag vom 01.05.
viewtopic.php?p=31358#p31358
zum runterschalten vom 3. zum 2. gang lies mal meinen beitrag vom 01.05.
viewtopic.php?p=31358#p31358
mfg & have a nice day
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
-
wasserbuschi
- Beiträge: 11
- Registriert: 27.04.2026, 22:06
- Wohnort: Lkr. Dachau
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
Hallo Haile,
mag sein, dass es Übung Bedarf, aber ich fahre schon seit über 35 Jahren handgeschalteten Roller und so ganz unbedarft bin ich daher wohl auch nicht.
Zwar muss ich sagen, dass mein Vater mit dem Roller wohl eher über-akribisch gewesen war und ich mir fast nicht vorstellen kann, dass es an der Sache mit dem Kupplungshebel und der Zahnscheibe liegt - denn in jeder Rasterung geht der Kupplungshebel vollständig in den Anschlag zurück, aber dennoch - in allen unterschiedlichen Varianten ( mit Zwischengas, Zwischenkupplung, langsam, schnell, von oben, von unten etc.) habe ich überall Leerläufe...
Vielleicht hat ja auch die nun völlig verschlissene Kupplung dazu beigetragen, dass sich die Gänge nicht mehr richtig einlegen ließen (hochschalten ging aber meist "problemlos"), dennoch glaube ich, dass bei mir irgendwas nicht passt und werde daher jeden Tipp aufnehmen und überprüfen!
Grüße,
Al.
mag sein, dass es Übung Bedarf, aber ich fahre schon seit über 35 Jahren handgeschalteten Roller und so ganz unbedarft bin ich daher wohl auch nicht.
Zwar muss ich sagen, dass mein Vater mit dem Roller wohl eher über-akribisch gewesen war und ich mir fast nicht vorstellen kann, dass es an der Sache mit dem Kupplungshebel und der Zahnscheibe liegt - denn in jeder Rasterung geht der Kupplungshebel vollständig in den Anschlag zurück, aber dennoch - in allen unterschiedlichen Varianten ( mit Zwischengas, Zwischenkupplung, langsam, schnell, von oben, von unten etc.) habe ich überall Leerläufe...
Vielleicht hat ja auch die nun völlig verschlissene Kupplung dazu beigetragen, dass sich die Gänge nicht mehr richtig einlegen ließen (hochschalten ging aber meist "problemlos"), dennoch glaube ich, dass bei mir irgendwas nicht passt und werde daher jeden Tipp aufnehmen und überprüfen!
Grüße,
Al.
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
Hallo an die Tippgeber,
scheint doch mehr an der fehlenden Übung zu liegen. Bei der 2. Probefahrt heute ging es schon viel,viel besser.Beim Runterschalten vom 3. in den 2. Gang hatte ich noch bei 2 von 10 Versuchen Schwierigkeiten, bei der 1. Fahrt war das Verhältnis eher umgekehrt.
Der Griff ( s. Bernds Hinweis ) ist ein Glück korrekt.
Gruß Axel
scheint doch mehr an der fehlenden Übung zu liegen. Bei der 2. Probefahrt heute ging es schon viel,viel besser.Beim Runterschalten vom 3. in den 2. Gang hatte ich noch bei 2 von 10 Versuchen Schwierigkeiten, bei der 1. Fahrt war das Verhältnis eher umgekehrt.
Der Griff ( s. Bernds Hinweis ) ist ein Glück korrekt.
Gruß Axel
Re: Gangwechsel, insbesondere Herunterschalten
Servus Axel,
dazu auch noch ein kleiner Tipp von mir: Zeit lassen beim Gangwechsel!
Diese alten unsynchronisierten Getriebe sind nicht mit modernen Motorradgetrieben zu vergleichen (aber so was von überhaupt nicht!
). Kupplung ziehen und "mal eben schnell in Sekundenbruchteilen einen anderen Gang rein hauen" mag der alte Heinkel nicht so gern...
Mein Getriebe z.B. ist nach der letzten Motorrevision (mit einigen Neu- und sehr guten Gebrauchtteilen) wieder tip-top. Ich konnte aber während der Revision auch sehen, wie sehr die Getrieberäder (insb. für den zweiten Gang) und die Schaltgabeln (und die Bronzebuchsen und die Lager und die Hebelei und, und, und...) im Laufe der Jahrzehnte bei manchen Motoren gelitten haben. Da kommt dann der eine kleine Verschleiß zum anderen und die verschiedenen kleinen Schäden und Abnutzungserscheinungen summieren sich dann zu einem nur noch mit sehr viel Gefühl schaltbaren Getriebe. Das kann im Extremfall so weit gehen, dass Gänge unter Last "heraus springen" (vor allem wenn die Klauen an den Getrieberädern abgenutzt sind).
Bei "gemütlichen" Gangwechseln und bei gut eingestellter Schaltmecahnik sowie korrekt gespannten Schaltzügen kann man viele dieser Toleranzen und Verschleißerscheinungen gut und sauber umgehen. Bei schnellen Gangwechseln (vor allem unter Last, zum Beispiel beim Herunterschalten an steilen Bergen vom dritten in den zweiten, wenn es schnell gehen muss) haut man dann aber leicht mal daneben.
Also: Zeit lassen und mit Gefühl schalten (mit etwas Erfahrung spürt man dann, wenn der Gang drin ist!) und: üben, üben, üben!
Und nie vergessen: der ganze Kram ist - je nach dem Zeitpunkt der letzten Revision - über 60 Jahre alt. Da muss man mit dem einen oder anderen "Zipperlein" großzügig sein.
Viel Spaß noch mit dem Heinkel und viel Erfolg bei im Laufe der Zeit immer besser werdenden Schaltvorgängen,
Bernd
dazu auch noch ein kleiner Tipp von mir: Zeit lassen beim Gangwechsel!
Diese alten unsynchronisierten Getriebe sind nicht mit modernen Motorradgetrieben zu vergleichen (aber so was von überhaupt nicht!
Mein Getriebe z.B. ist nach der letzten Motorrevision (mit einigen Neu- und sehr guten Gebrauchtteilen) wieder tip-top. Ich konnte aber während der Revision auch sehen, wie sehr die Getrieberäder (insb. für den zweiten Gang) und die Schaltgabeln (und die Bronzebuchsen und die Lager und die Hebelei und, und, und...) im Laufe der Jahrzehnte bei manchen Motoren gelitten haben. Da kommt dann der eine kleine Verschleiß zum anderen und die verschiedenen kleinen Schäden und Abnutzungserscheinungen summieren sich dann zu einem nur noch mit sehr viel Gefühl schaltbaren Getriebe. Das kann im Extremfall so weit gehen, dass Gänge unter Last "heraus springen" (vor allem wenn die Klauen an den Getrieberädern abgenutzt sind).
Bei "gemütlichen" Gangwechseln und bei gut eingestellter Schaltmecahnik sowie korrekt gespannten Schaltzügen kann man viele dieser Toleranzen und Verschleißerscheinungen gut und sauber umgehen. Bei schnellen Gangwechseln (vor allem unter Last, zum Beispiel beim Herunterschalten an steilen Bergen vom dritten in den zweiten, wenn es schnell gehen muss) haut man dann aber leicht mal daneben.
Also: Zeit lassen und mit Gefühl schalten (mit etwas Erfahrung spürt man dann, wenn der Gang drin ist!) und: üben, üben, üben!
Und nie vergessen: der ganze Kram ist - je nach dem Zeitpunkt der letzten Revision - über 60 Jahre alt. Da muss man mit dem einen oder anderen "Zipperlein" großzügig sein.
Viel Spaß noch mit dem Heinkel und viel Erfolg bei im Laufe der Zeit immer besser werdenden Schaltvorgängen,
Bernd
SNAFU!