ich bin mitten in der Winterrevision meines A1 und "durfte" dabei feststellen, dass das hintere Schutzblech rostig geworden ist und auch einen Riss im Blech hatte.
Der Riss ist bereits mit einem aufgeschweißten Blech geflickt. Aaaaber...
Der Vorbesitzer wollte dem Schutzblech wohl vor vielen Jahren mal was Gutes tun und hat es pulverbeschichten lassen. Wenn das gut gemacht ist, ist es eine prima Lösung. Wenn aber - wie bei meinem Blech - vor der Beschichtung nicht ganz sauber gearbeitet wurde, blüht Rost unter der Beschichtung auf.
Und deshalb muss die Beschichtung jetzt erst einmal runter. Und damit beginnt mein Problem.
Hat einer von Euch (positive) Erfahrungen mit der Entfernung von Pulverbeschichtung? Kennt jemand einen Trick der funktioniert?
Bereits probiert habe ich:
- Fächerscheibe und Winkelschleifer: geht, aber nur auf den Außenflächen und nicht innen und an schwer zugänglichen Stellen. Nimmt außerdem ziemlich viel Blechmaterial ab und ist deshalb nicht optimal.
- Sandstrahlen (zwei Versuche, einmal mit Sand und einmal mit Korund): geht auch, ist mir auf Blech aber eher unsympathisch, weil die Gefahr besteht, das Blech zu schwächen und ungewollt Verzug am Blech herbeizuführen.
- Schleifen (mit Dreiecksschleifer und von Hand): kann man vergessen - das Schleifpapier setzt sich in Null-Komma-Nix zu und es dauert "ewig".
- Drahtbürste (von Hand und mit "gezopfter Topfbürste" in der Bohrmaschine): bringt so gut wie nichts.
- Abbeizer: trotz angeblicher "Profiqualität" und Auftrag über Nacht (unter Folie) rührt das kaum an.
- Ameisensäure (ein Tipp aus dem Web): kann man total vergessen, das macht die Beschichtung bestenfalls etwas matt, entfernt aber so gut wie nichts.
- Heißluftpistole und Spachtel: funktioniert halbwegs, ist aber mühsam und hilft in den Ecken und innen auch nicht so richtig, weil man dort mit dem Spachtel nur schwer arbeiten kann. Darüber hinaus ist es eine furchtbare Sauerei, weil die abgeschabten Flocken hart werden und überall in der Werkstatt rumfliegen.
Noch nicht probiert habe ich:
- Abflammen mit der Lötpistole (wird heißer als die Heißluftpistole): da habe ich etwas Bedenken, versehentlich zu heiß zu arbeiten und das Blech auszuglühen. Und die dabei entstehenden Dämpfe sind bestimmt nicht sehr gesund.
- Das ganz Schutzblech ins Lagerfeuer werfen und die Beschichtung dadurch abbrennen (ein Tipp aus dem Web): das halte ich für eine grobe Umwelt-Sauerei und vermutlich besteht auch dabei die Gefahr das Blech zu überhitzen.
- Spezial-Abbeizer mit Ameisensäure-Anteil (auch ein Tipp aus dem Web): so etwas scheint es zu geben; ist aber nicht ganz billig und bevor ich so etwas kaufe würde ich gern wissen, ob das nicht rausgeworfenes Geld ist.
- Strahlen mit anderem Strahlgut: gelesen habe ich von Glasperlen-Strahlen, aber damit habe ich keine Erfahrung. Wäre das die beste Lösung?
Hat jemand noch einen anderen Tipp oder vielleicht schon Erfahrung mit einer Methode, die funktioniert?
Falls es auf Strahlen hinausläuft: kann mir bitte jemand eine Empfehlung für das korrekte Strahlgut geben?
Danke schon mal im Voraus und beste Grüße,
Bernd