Tank innen entrosten

Motor-Vergaser-Antrieb
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Angelhardy
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Tank innen entrosten

Beitrag von Angelhardy »

Halo zusammen,

für diesen Winter habe ich mir vorgenommen meinen 103A2 nochmal von Grund auf zu optimieren.
Zwischenzeitlich ist der alte Knabe in seine Einzelteile zerlegt und harrt der Dinge die da kommen sollen.
Bei der Teile Durchsicht ist mir aufgefallen, dass der Tank innen angerostet ist. Der Rostbefall ist deutlich, wenn auch nicht (soweit man das mit der Taschenlampe ausleuchten kann) wirklich schlimm.

Nun stehe ich vor der Entscheidung, alles so zu lassen wie es ist oder versuchen den Rost zu entfernen. Ich möchte aber auch nicht "verschlimmbessern".
Im Internet gibt es viele Ideen wie dem Rostfraß beizukommen ist. (Mit Split oder Bleikugeln gefüllt in den Betonmischer, oder mit WC-Reinger :shock: durchspülen).

Wer hat mit sowas schon Erfahrung? Muß der Tank nachher innen beschichtet werden? oder reicht es einfach, immer einen Schuß Öl ins Benin zu geben und den Tank über die Wintermonate immer befüllt zu lassen?

Welche Farbqualität empfehlt ihr für die Aussenoberfläche?

Ich wäre bereit auch etwas zu investieren und die ganze Beschichtung machen lassen. Werr kennt zuverlässige Lieferanten?
Ich freue mich schon auf Eure Antworten.
Grüße Angelhardy
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Bernd Hünten
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Re: Tank innen entrosten

Beitrag von Bernd Hünten »

Ich setze meinem Heinkel immer die von http://www.pteng.de empfohlene Menge Zweitaktöl hinzu. Seit Jahren kein Rost im Tank, der beim Überwintern allerdings ziemlich voll ist.
Gruß
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
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Werner
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Re: Tank innen entrosten

Beitrag von Werner »

Hallo,
Öl reicht da nicht. Mein 2 Takter hat trotz Öl nach einiger Zeit wieder gerostet. Bei den meisten mechanischen Methoden bleiben immer mikofeine Rostnester zurück und es gammelt irgendwann weiter wenn man nicht versiegelt. Eine schonende Methode ist das Spülen mit Phosphorsäure wenn der Rostbefall nicht zu stark ist. Danach ausschütten und mit Wasser neutralisieren. Das Wasser bekommst du wieder aus dem Tank wenn du mit Alkohol spülst. Nach dem trocknen muß der Tank versiegelt werden z.b. mit Epoxydharz. Ich muß nun aber gestehen dass ich das selbst so noch nicht gemacht habe aber ein Bekannter von mir kennt sich da sehr gut aus und hat das schon oft gemacht. Wenn du willst frag ich ihn mal ob er bereit ist dir am Telefon ein paar mehr Tipps zu geben.
Gruß Werner
Nansen
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Re: Tank innen entrosten

Beitrag von Nansen »

Hej Angelhardy,

... doch, das habe ich schon einige Male gemacht.

Entrosten:
WC-Reiniger - getestet, aber mit mäßigem Erfolg

Betonmischer:
Das funktioniert ausgezeichnet; paßt der Tank in (oder halb in) den Mischer, schön mit alten Decken polstern und mit Spannband befestigen. Einfach nur feinen Kies in den Tank (2-3 Hände voll) und arbeiten lassen.
Es ist vielleicht keine dumme Idee, den Tank nach einer Weile mal in einem anderen Winkel zu befestigen.
Natürlich kann man mangels Mischer auch schütteln - den losen Rost (und das ist entscheidend) wird man so in jedem Falle los.

Bleikugeln:
Damit habe ich keine Erfahrung; bisher wurde jeder Tank von mir versiegelt und da sehe ich im Einsatz von Blei keinen Sinn.

Entfetten vor der Versiegelung:
Auch wenn noch feiner Rost vorhanden ist, das ist nicht so schlimm, aber die Tankinnenseite muss vollkommen fettfrei werden.

a)
Sehr, sehr gründlich in der Badewanne mit Spülmittel (fettlösend) möglichst ohne Zusatzstoffe (Duftmittelchen) und viel heißem Wasser durchspülen.
Benzinhahn rein (oder einen Stopfen - der wird später sowieso gebraucht), Spülmittel und richtig heißes Wasser, zunächst so oft füllen, schwenken (natürlich mit Deckel) bis das "Grobe" weg ist. Man merkt, wie es bei jeder Füllung mehr schäumt.
Zwischenspülungen.
Gerne auch mal länger Randvoll (mal normal liegend, mal Kopfüber) stehen lassen, solange das Wasser Temperatur hat.

b)
Sehr, sehr gründlich, ganz ohne Spülmittel nachspülen. Spülmittel löst zwar alle Fette, hinterlässt aber selber oftmals eine Art Schicht, die Nachbars Gläser glänzen lassen sollen und Wasserfleckenbildung verhindert - mit reichlich klarem, heißen Wasser entfernt man diese.
Den Tank Lufttrockenen (Föhn, Kompressor, Heizung, Wind...)

c)
Cellulose Verdünnung ist das Mittel der Wahl für die Abschlussvorbehandlung.
Aber Vorsicht - den Raum gut Belüften oder besser gleich draußen arbeiten.
Der Farbenhandel hält zwar Entfetter bereit, Cellulose-Verdünnung ist aber wirksamer; dummerweise auch recht giftig und Umweltschädlich. Dennoch: wenn es bei bestimmten Arbeiten wirklich "drauf ankommt" ziehe ich Cellolose vor.
Einen halben Liter einfüllen, Deckel drauf, ein paar mal um alle Achsen schwenken und ablassen - in ein verschließbares Glas mit Deckel zu Weiterverwendung.

Versiegeln:
Es gibt verschiedene Zweikomponentige Brenstofftank Beschichtungen auf Epoxidbasis, die von mir mit sehr gutem Erfolg beim Bau neuer Tanks eingesetzt werden. (Bootsbau - verschraubbare Tanks, oder auch beim Bau einer Kompostierungs-Toilette). Die müssen aber gestrichen werden und taugen wenig für die fließende Versiegelung.

Das Mittel meiner Erfahrung ist U.S. STANDARD FUEL TANK SEALER von "Por15".

Die Seite des Generalimporteurs für Deutschland:
http://www.hoeseler-por15.de

Menüpunkt: Tankrestaurationsprodukte
Hier sind auch Angaben über die benötigten Mengen zu finden.

Es mag sein, daß in Deutschland andere, gute Tanksealer erhältlich sind (Custom - Bike -Handel ...etc.) aber damit habe ich keine Erfahrung, jedenfalls nicht in den letzten 20 Jahren.

Abdichten des Benzinhahnflansches:
Ein Stück Gummi (alter Reifenschlauch) oder gute Kunststofffolie zurechtschneiden, um das Aussengewinde legen und eine passende Schlauchschelle drüberstülpen, verschrauben.

Tankdeckel:
Dichtung aus selbigem entfernen, ein, zwei Lagen Kunststofffolie zwischen Tank und Deckel legen und den Deckel einsetzen. Das muss stramm sitzen - ansonsten Anzahl der Lagen Folie erhöhen.

Verarbeitung:
Genau so, wie es in dem Beipackzettel zu lesen ist. Temperatur, Menge, Trockenzeit etc... alles nach Angabe.

Wenn Du das einmal so machst, hast Du zeitlebens Ruhe mit dem Tank.



Außenbeschichtung:
Hier kann man (wenn es perfekt sein soll) sehr gut Zweikomponentige Brenstofftank Beschichtungen auf Epoxidbasis einsetzen (im Bootbauhandel). Grau, sehr schlagfest und natürlich hundertprozent resistent gegen alle Arten von Brennstoffen.


Grüsse, Ralf
Matzi75
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Re: Tank innen entrosten

Beitrag von Matzi75 »

Also ich hab meinen Tank so entrostet.

Hab ca 2-3 Liter Sprit rein gemacht, dann ca 200-300 VA-Muttern (M5 oder M6) rein und dann hin und her schuckeln... bzw ich hab den tank mit Gummis auf unserer Bügelhubsäge in der Firma gefestigt und hab schuckeln lassen.

danach immer übern Winter voll bis obenhin tanken. Hab nie wieder rost gehabt
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vienna-ernie
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Re: Tank innen entrosten

Beitrag von vienna-ernie »

für die Versiegelung empfehle ich Kreem Rot: http://www.ammon-technik.de/

lg aus wien!

ernst
Heinkel 103 A2, Vespa Faro Basso, Yamaha XJ 900 S, KTM Hobby, Nissan Figaro & RL125 Puch - huuuuuch! ;-)
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