Hej Angelhardy,
... doch, das habe ich schon einige Male gemacht.
Entrosten:
WC-Reiniger - getestet, aber mit mäßigem Erfolg
Betonmischer:
Das funktioniert ausgezeichnet; paßt der Tank in (oder halb in) den Mischer, schön mit alten Decken polstern und mit Spannband befestigen. Einfach nur feinen Kies in den Tank (2-3 Hände voll) und arbeiten lassen.
Es ist vielleicht keine dumme Idee, den Tank nach einer Weile mal in einem anderen Winkel zu befestigen.
Natürlich kann man mangels Mischer auch schütteln - den losen Rost (und das ist entscheidend) wird man so in jedem Falle los.
Bleikugeln:
Damit habe ich keine Erfahrung; bisher wurde jeder Tank von mir versiegelt und da sehe ich im Einsatz von Blei keinen Sinn.
Entfetten vor der Versiegelung:
Auch wenn noch feiner Rost vorhanden ist, das ist nicht so schlimm, aber die Tankinnenseite muss vollkommen fettfrei werden.
a)
Sehr, sehr gründlich in der Badewanne mit Spülmittel (fettlösend) möglichst ohne Zusatzstoffe (Duftmittelchen) und viel heißem Wasser durchspülen.
Benzinhahn rein (oder einen Stopfen - der wird später sowieso gebraucht), Spülmittel und richtig heißes Wasser, zunächst so oft füllen, schwenken (natürlich mit Deckel) bis das "Grobe" weg ist. Man merkt, wie es bei jeder Füllung mehr schäumt.
Zwischenspülungen.
Gerne auch mal länger Randvoll (mal normal liegend, mal Kopfüber) stehen lassen, solange das Wasser Temperatur hat.
b)
Sehr, sehr gründlich, ganz ohne Spülmittel nachspülen. Spülmittel löst zwar alle Fette, hinterlässt aber selber oftmals eine Art Schicht, die Nachbars Gläser glänzen lassen sollen und Wasserfleckenbildung verhindert - mit reichlich klarem, heißen Wasser entfernt man diese.
Den Tank Lufttrockenen (Föhn, Kompressor, Heizung, Wind...)
c)
Cellulose Verdünnung ist das Mittel der Wahl für die Abschlussvorbehandlung.
Aber Vorsicht - den Raum gut Belüften oder besser gleich draußen arbeiten.
Der Farbenhandel hält zwar Entfetter bereit, Cellulose-Verdünnung ist aber wirksamer; dummerweise auch recht giftig und Umweltschädlich. Dennoch: wenn es bei bestimmten Arbeiten wirklich "drauf ankommt" ziehe ich Cellolose vor.
Einen halben Liter einfüllen, Deckel drauf, ein paar mal um alle Achsen schwenken und ablassen - in ein verschließbares Glas mit Deckel zu Weiterverwendung.
Versiegeln:
Es gibt verschiedene Zweikomponentige Brenstofftank Beschichtungen auf Epoxidbasis, die von mir mit sehr gutem Erfolg beim Bau neuer Tanks eingesetzt werden. (Bootsbau - verschraubbare Tanks, oder auch beim Bau einer Kompostierungs-Toilette). Die müssen aber gestrichen werden und taugen wenig für die fließende Versiegelung.
Das Mittel meiner Erfahrung ist U.S. STANDARD FUEL TANK SEALER von "Por15".
Die Seite des Generalimporteurs für Deutschland:
http://www.hoeseler-por15.de
Menüpunkt: Tankrestaurationsprodukte
Hier sind auch Angaben über die benötigten Mengen zu finden.
Es mag sein, daß in Deutschland andere, gute Tanksealer erhältlich sind (Custom - Bike -Handel ...etc.) aber damit habe ich keine Erfahrung, jedenfalls nicht in den letzten 20 Jahren.
Abdichten des Benzinhahnflansches:
Ein Stück Gummi (alter Reifenschlauch) oder gute Kunststofffolie zurechtschneiden, um das Aussengewinde legen und eine passende Schlauchschelle drüberstülpen, verschrauben.
Tankdeckel:
Dichtung aus selbigem entfernen, ein, zwei Lagen Kunststofffolie zwischen Tank und Deckel legen und den Deckel einsetzen. Das muss stramm sitzen - ansonsten Anzahl der Lagen Folie erhöhen.
Verarbeitung:
Genau so, wie es in dem Beipackzettel zu lesen ist. Temperatur, Menge, Trockenzeit etc... alles nach Angabe.
Wenn Du das einmal so machst, hast Du zeitlebens Ruhe mit dem Tank.
Außenbeschichtung:
Hier kann man (wenn es perfekt sein soll) sehr gut Zweikomponentige Brenstofftank Beschichtungen auf Epoxidbasis einsetzen (im Bootbauhandel). Grau, sehr schlagfest und natürlich hundertprozent resistent gegen alle Arten von Brennstoffen.
Grüsse, Ralf