Nockenwellen-Lagerung

Motor-Vergaser-Antrieb
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Wolfram
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Nockenwellen-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Hallo Zusammen,

ich bin gerade dabei meinen 103A1 von 1960 komplett zu revidieren.

Ich habe nun eine neue Nockenwelle vom Club bekommen und beidseitig die Lagerluft vermessen.

Die Vermessung ergab:

Linke Seite
Zapfendurchmesser der NW: 13,973mm
Gleitlagerbohrung: 14,02mm

Rechte Seite
Zapfendurchmesser der NW: 13,972mm
Gleitlagerbohrung: 14,02mm

Beide Seiten sind also quasi gleich und haben ein Lagerspiel von grundet 0,047mm.

Im Maschinenbau berechnet man das Lagerspiel u. a. auf Drehzahl.
Bei 500U/min (Standgas=1.000U/min) wäre das ein Lagerspiel von 0,007mm bis 0,011mm.
Bei 3.000U/min wäre das ein Lagerspiel von 0,01mm bis 0,017mm.

Die "Überschneidung" beider Bereiche liegt bei 0,011mm.
Somit ist das vorhandene Lagerspiel 4x größer, als die Berechnung vorgibt :shock:

Zur Sicherheit habe ich die alte NW vermessen, die ist im Zapfendurchmesser noch kleiner als die Neue vom Club.

Kann es sein, daß bei vertikal geteilten Motorgehäusen das Gleitlagerspiel größer sein muß um Kantenpresseng und dgl. zu vermeiden?
Kennt hier jemand Toleranzwerte von Heinkel?
Gibt es evtl. anderweitige Erfahrungen zum Thema?

Danke & Gruß

Wolfram
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heinkel-bernd
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Re: Nockenwellen-Lagerung

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Wolfram,

zuerst mal herzlich willkommen im Heinkel-Forum :D

Ich bin zwar kein "Akademiker", denke aber, dass es bei der "Lagerluft" viel auf die Art der Schmierung ankommt.

Bei der Druckumlaufschmierung, bei der das Öl mit Druck in die Schmierstellen gepresst wird, dürfte geringere
Lagerluft gefordert sein als bei Gleitlagern, in deren Spalt das Öl durch Schwerkraft und Kapillarwirkung selbstständig
eindringen muss (Schleuderschmierung).

Da ich aber auch keine Kenntnis über diese Toleranzwerte besitze, vertraue ich meinem "Gefühl" und habe
bei einer Lagerluft von 4 bis 5 Hundertstel keine Bedenken :wink:

Noch viel Spass beim Heinkelschrauben und
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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Wolfram
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Re: Nockenwellen-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Hallo Bernd,

besten Dank für deinen Willkommensgruß und deine Antwort.

Die Berechnung beinhaltet bereits die Viskosität von SAE30 bei 80°C, die Drehzahlbereiche und die hydrodynamische Schmierung.
5/100stel ist definitiv...hmmmm....sagen wir mal ungewöhnlich.
Bei so großem Spiel ist der hydrodynamische Aufbau eines Schmierkeils sehr schwierig.

Wie ich auf Grund der geringen Rückmeldungen meine, hat sich darum kaum einer ´n Kopp gemacht.
Neue NW rein und gut ist.
Dementsprechend ist das auch eine Rückmeldung, denn es scheint da keine Probleme zu geben.

Gruß

Wolfram
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