ich bin gerade dabei meinen 103A1 von 1960 komplett zu revidieren.
Ich habe nun eine neue Nockenwelle vom Club bekommen und beidseitig die Lagerluft vermessen.
Die Vermessung ergab:
Linke Seite
Zapfendurchmesser der NW: 13,973mm
Gleitlagerbohrung: 14,02mm
Rechte Seite
Zapfendurchmesser der NW: 13,972mm
Gleitlagerbohrung: 14,02mm
Beide Seiten sind also quasi gleich und haben ein Lagerspiel von grundet 0,047mm.
Im Maschinenbau berechnet man das Lagerspiel u. a. auf Drehzahl.
Bei 500U/min (Standgas=1.000U/min) wäre das ein Lagerspiel von 0,007mm bis 0,011mm.
Bei 3.000U/min wäre das ein Lagerspiel von 0,01mm bis 0,017mm.
Die "Überschneidung" beider Bereiche liegt bei 0,011mm.
Somit ist das vorhandene Lagerspiel 4x größer, als die Berechnung vorgibt
Zur Sicherheit habe ich die alte NW vermessen, die ist im Zapfendurchmesser noch kleiner als die Neue vom Club.
Kann es sein, daß bei vertikal geteilten Motorgehäusen das Gleitlagerspiel größer sein muß um Kantenpresseng und dgl. zu vermeiden?
Kennt hier jemand Toleranzwerte von Heinkel?
Gibt es evtl. anderweitige Erfahrungen zum Thema?
Danke & Gruß
Wolfram