Winterkleidung zum Rollerfahren

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heinkel-bernd
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus BerndSt,

war also doch nicht so gut ! :cry: Na-ja, ich werd`s überleben !!

Nachdem ich Deine Stellungnahme gelesen habe, gefällt mir Dein letzter Vorschlag bis jetzt auch am besten ! :D

Ich treffe heute Abend am Heinkelstammtisch meinen Freund Gerhard, seines Zeichens Textil-Ingenör und
Produktionsberater in der gleichen Sparte. Vielleicht fällt Ihm dazu etwas gescheites ein ! :idea:
Du weißt ja, "Einem Ingenör ist nichts zu schwör" ! :lol:

Wenn ich Neuigkeiten habe, melde ich mich wieder !

Bis dahin Fröhliche Winterzeit und
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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oldbiker
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von oldbiker »

..hier sind die selbst gemachten
..hier sind die selbst gemachten
BerndSt hat geschrieben:Hallo Dietmar,

10W pro Handschuh? Das erklärt ja dann wohl auch, warum man mit einer 9V-Blockbatterie nicht besonders weit kommt. Eine billige 9V Blockbatterie bring ja gerade mal um die 300mAh und selbst eine Alkali-Mangan Batterie hat "nur" max. 600mAh. Für den längeren Betrieb von batteriebetriebenen Handschuhen mit einer vergleichbaren Leistungsaufnahme wie Deine selbst gebauten müsste man dann mindestens auf Lithium-basierte Hochleistungs-9V-Blockbatterien ausweichen. Die bringen immerhin um die 1200mAh.

Ich gehe zwar davon aus, dass moderne Handschuhe keine 10W benötigen, um halbwegs warm zu werden, aber ich vermute, es ist letztlich so ähnlich wie beim Hubraum (Du weißt ja: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, höchstens durch mehr Hubraum :wink: ) - Leistung ist eben auch nur durch mehr Leistung zu ersetzen. :lol:

Wie regelst Du das denn mit den Drähten zum Bordnetz? Ich stelle mir vor, dass die relativ lang sein müssen, damit man die Handschuhe beide anstecken kann (ohne einen "Ansteckgehilfen" zu benötigen). Hast Du die Drähte lose baumeln (ich würde ja in diesem Fall darüber nachdenken, eine selbstaufrollende Konstruktion zu realisieren, so ähnlich wie bei manchen Staubsaugern)? Und welche Stecker verwendest Du? Ich vermute, man sollte schon eine "Sollbruchstelle" vorsehen, an der die Leitung schnell und sicher abtrennt, falls man einmal unbeabsichtigt vom Roller "absteigt", oder?

Hallo Bernd, ich habe sog. Spiralkabel verwendet.
Mittlerweile gibt es natürlich alle möglichen elektrisch beheizten Kleidungsstücken angefangen bei Heizsohlen, Heizsocken, Westen usw. alle diese Sachen werden bei Motorrad Verwendung über entsprechende Kabel / und an die Steckdose mit Spiralkabel angeschlossen. Ich hatte mir auch Heizsohlen gebaut wobei die Kabel durch die Hosenbeine geführt werden und am Hosenbund mit einem Stecker an das Bordnetz angeschlossen werden. Mein selbst gebauter elektronischer Regler tacktet je nach Einstellung mehr oder weniger lange Ein- Ausschaltimpulse. Habe nochmal nachgerechnet: der Widerstand eines Handschuhs ist ca. 10 Ohm. bei 12 V Versorgungsspannung ergibt das 14,5 W. Ist die Spannung 14 V (was ja am Heinkel durchaus normal sein kann) dann steigt die Leistung auf 19,6 W. Auch aus diesem Grund muß ein Regler dazwischen sonst fangen die Hände oder Füße nach den ersten 5-10 min an zu kochen. Die Abgebildeten Handschuhe passen ohne zu drücken in meine Leder- Winterhandschuhe
Meine Erfahrung ist, dass man mit etwas Übung die Sachen schnell angerödelt bekommt. Wobei die Heizsohlen etwas fummelig sind da sie erst durch das Hosenbein müssen und in die Stiefel/Schuhe bevor man einsteigt. Beim Fahren hindern die Kabel überhaupt nicht. Beim Absteigen zieht man einen oder zwei Stecker bzw. zieht die Handschuhe aus wie normalerweise auch.
Gruß
Dietmar
PS habe noch was gefunden http://www.conrad.de/ce/de/product/5328 ... Detail=005

Der Anschluss an das Bordnetz stellt ja tatsächlich keine Herausforderung dar (vgl. meinen Beitrag zur 5V-USB-Stromversorgung für das Navi) - einfache Spannungswandler mit 9V und 3A (nach Adam Riese 27W, was locker für zwei Handschuhe reichen sollte) gibt es bereits für (sehr) wenige Euros.

Ansonsten tendiere ich mittlerweile aber tatsächlich zu den von heinkel-bernd erprobten und für gut befundenen Lenkerstulpen. Allerdings würde ich die am liebsten zusätzlich noch beheizen (könnte man entweder elektrisch über eine Festverdrahtung ans Bordnetz machen, oder sogar "klassisch-mechanisch" realisieren, indem man mit einer Schlauchkonstruktion und einem kleinen Gebläsemotor die Abluft vom Motor anzapft - da reift doch gerade eine Idee in meinem kältegeplagten Hirn :lol: ).

Viele Grüße aus dem tief verschneiten Südbayern,
Bernd
Zuletzt geändert von oldbiker am 13.12.2012, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
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BerndSt
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von BerndSt »

Servus Bernd,

machbar ist alles - fragt sich eben nur mit welchem Aufwand :( Die Idee war nicht übel, der Umsetzungsaufwand scheint mir aber die Mühe nicht wert.

Da investiere ich meine Zeit doch lieber in die Entwicklung beheizbarer Lenkerstulpen (zumal ich ja noch eine "Eisfahrt" vor mir habe und dafür eine schnelle Lösung brauche). :) ich habe mir gestern die von Dir empfohlenen Lenkerstulpen bei Polo bestellt (aktueller Listenpreis nur noch 24,95€, sind also billiger geworden).

Und nun bin ich auf der Suche nach geeigneten elektrischen Heizelementen. Am liebsten wären mir "elektrische Heizkissen" oder eine beheizbare Textilie, die ich mit 5V betreiben kann, weil ich dafür bereits eine Steckdose am Tourist habe. Ich fürchte aber, dass 5V eine etwas zu niedrige Spannung ist - da müsste ordentlich Strom fließen, um auf die gewünschte Leistung zu kommen (und 5V wären auch untypisch, vermutlich findet sich eher etwas für 12V, wenn man auf fertige Heizelemente los geht).

Falls Dein Ingenieur-Kumpel eine Idee hat, wäre ich für jeden Tipp dankbar.

Merci und viele Grüße,
Bernd
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BerndSt
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von BerndSt »

Hallo Dietmar,

hmmmm - das sieht deutlich einfacher aus, als ich es mir dachte. Da komme ich doch gleich auf ganz neue Ideen zur Realisierung der beheizbaren Lenkerstulpen. :D

Kannst Du mir zu Deiner Eigenkonstruktion bitte noch ein paar Fragen beantworten?

- In Deinem Beitrag schreibst Du auch, Du hättest noch einen "elektronischen Regler" zur Taktung des Stroms vorgeschaltet. Kannst Du mir dazu bitte noch Genaueres sagen (evtl. Teilebezeichnung oder Schaltplan)? Und warum hast Du Dich für eine Taktung des Stroms entschieden? Wäre nicht eine Lösung mit einem schlichten Potentiometer einfacher gewesen?
- Welchen Draht hast Du dafür verwendet?
- der Draht ist - sofern ich das Bild richtig verstehe - einfach nur auf den Stoff aufgenäht, oder?
- Spürt man in etwas Entfernung vom Draht noch Wärmeabstrahlung, oder überträgt sich die Wärme "nur" auf den Stoff?

Vielen Dank schon mal im voraus und viele Grüße,
Bernd

P.S.: vielen Dank für den Link zur Heizfolie! Dadurch bin ich auch noch auf andere Ideen gekommen. Zum einen wäre die Verwendung eines Peltier-Elements ein möglicher Ansatz (die sind aber vergleichsweise teuer und erfordern Elektronik zur Temperaturüberwachung). Zum anderen werde ich das PTC-Heizelement von Conrad mal prüfen, wenn ich die Lenkerstulpen vor mir liegen habe - falls das (evtl. gemeinsam mit eine sehr kleinen Laptop-Lüfter) rein passt, könnte das eine gute Lösung werden...
SNAFU!
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oldbiker
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von oldbiker »

BerndSt hat geschrieben:Hallo Dietmar,

hmmmm - das sieht deutlich einfacher aus, als ich es mir dachte. Da komme ich doch gleich auf ganz neue Ideen zur Realisierung der beheizbaren Lenkerstulpen. :D

Kannst Du mir zu Deiner Eigenkonstruktion bitte noch ein paar Fragen beantworten?

- In Deinem Beitrag schreibst Du auch, Du hättest noch einen "elektronischen Regler" zur Taktung des Stroms vorgeschaltet. Kannst Du mir dazu bitte noch Genaueres sagen (evtl. Teilebezeichnung oder Schaltplan)? Und warum hast Du Dich für eine Taktung des Stroms entschieden? Wäre nicht eine Lösung mit einem schlichten Potentiometer einfacher gewesen?
- Welchen Draht hast Du dafür verwendet?
- der Draht ist - sofern ich das Bild richtig verstehe - einfach nur auf den Stoff aufgenäht, oder?
- Spürt man in etwas Entfernung vom Draht noch Wärmeabstrahlung, oder überträgt sich die Wärme "nur" auf den Stoff?

Vielen Dank schon mal im voraus und viele Grüße,
Bernd

P.S.: vielen Dank für den Link zur Heizfolie! Dadurch bin ich auch noch auf andere Ideen gekommen. Zum einen wäre die Verwendung eines Peltier-Elements ein möglicher Ansatz (die sind aber vergleichsweise teuer und erfordern Elektronik zur Temperaturüberwachung). Zum anderen werde ich das PTC-Heizelement von Conrad mal prüfen, wenn ich die Lenkerstulpen vor mir liegen habe - falls das (evtl. gemeinsam mit eine sehr kleinen Laptop-Lüfter) rein passt, könnte das eine gute Lösung werden...
Hallo Bernd, es handelt sich um sog. "widerstandsdraht (bei mir mit 0,5 mm D) den man überall (Conrad, Reichelt) bekommt. Meinen Draht hatte ich seinerzeit aus dem Heizbloch eines elektrischen Durchlauferhitzers rausgeholt. Frag mal einen Installateur nach so einem (defekten) Teil, den bekommst du vermutlich geschenkt, da das Sondermüll ist.
Getakteter Strom weil diese Regler keine Verlustleistung haben. Siehe mal hier, meine Schaltung habe ich nicht mehr http://wiki.bmw-bike-forum.info/index.p ... riffregler
Nein den Draht spürt man nicht und es stellt sich schnell ein gleichmäßiges Wärmegefühl auf der Hand ein, da ja die Energie sofort in deine Handoberfläche abgegeben wird was ja Sinn der Übung ist. Anfangs lässt man den Regler auf volle Leistung und wenn es dann doch zu warm wird dreht man etwas runter. Den Widerstandsdraht habe ich mit "Sternchenzwirn" auf solchen einfachen Industrie Schutzhandschuhen fixiert.
Wie gesagt, das ist schon einige Jahre her und es funktioniert immer noch prima...
Gruß
Dietmar
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BerndSt
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von BerndSt »

Servus Dietmar,

perfekte Antwort - herzlichen Dank dafür!

Ich bin mittlerweile wild entschlossen mir eine Heizung für die Hände zu bauen (mich hat es ja schon im Oktober in die Finger gefroren...). Allerdings habe ich mich noch nicht entschieden, welche Möglichkeit ich umsetzen werde. Entweder baue ich mir beheizbare Lenkerstulpen (hier sehe ich folgende Möglichkeiten: Heizdraht, Peltierelement oder PTC-Heizelement) oder beheizbare Handschuhe (Möglichkeiten: Nachbau Deiner Konstruktion oder Verwendung moderner Heiz-Textilien - heinkel-bernd hat mir dazu ein paar hochinteressante Quellen aufgetan).

Am interessantesten wären moderne Heiz-Textilien - damit könnte man auch weitere beheizte Bekleidungsteile herstellen. Am einfachsten und schnellsten wären dagegen beheizte Lenkerstulpen mit PTC-Heizelement zu bauen. Je nach dem, wie viel Zeit und Lust ich habe, baue ich das eine oder das andere. :D

Viele Grüße,
Bernd
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BerndSt
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Re: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von BerndSt »

Kleiner Nachtrag zu meinem vorherigen Beitrag: die PTC-Elemente sind schon mal verworfen. :( Laut Montageanleitung bringt die Lichtmaschine gerade mal 90 Watt - ein einzelnes PTC-Element möchte aber schon gerne 150W haben. Da führt ja wohl kein Weg hin...

Da muss ich wohl noch ein wenig weitergrübeln. :D
SNAFU!
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BerndSt
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Gelöst: Winterkleidung zum Rollerfahren

Beitrag von BerndSt »

Hallo Heinkelfreunde,

als Initiator dieses Threads will ich ihn (für mich) jetzt mal abschließen. Ich habe mittlerweile mit den verschiedensten Winter-Accessoires experimentiert und bin dabei (zuletzt auf einer einstündigen Überführungsfahrt meines Rollers in sein Winterlager) zu diesen Ergebnissen gekommen:
  • Das "Zwiebelprinzip" bei der Kleidung ist die hilfreichste aller Methoden. Also: mehrere Schichten von Bekleidung übereinander anziehen.
  • Das bedeutet für den Oberkörper: T-Shirt (besser: langärmeliges Thermoshirt), Hemd, Pullover (dünn), Pullover (dick), Jacke, Nierengurt über die Jacke (um Zugluft zu verhindern).
  • Unten herum bedeutet das: Unterhose, lange Unterhose (besser: lange Thermounterbekleidung), Socken, zweites Paar dicke Socken, warme Stiefel, Hose, ggf. Regenkombi als zusätzlichen Windschutz über alles.
  • Für den Kopf eine Balaclava unter den Helm (für Brillenträger wie mich ist eine "Sturmhaube" mit nur einem Loch für die Augen günstiger, als eine mit zwei Löchern).
  • Wichtig beim Tragen einer Sturmhaube: Antibeschlag innen auf das Helmvisier auftragen - die Atemluft verteilt sich nämlich durch die Sturmhaube derart innen auf das Visier, dass man ohne Antibeschlag-Schutzschicht bald nur noch Nebel sieht. :( Und der eiskalte Fahrtwind im Winter kann diese Beschlagschicht (anders als im Sommer) nicht "wegpusten".
  • Schal (bei mir: dicker Wollschal, einmal vollständig um den Hals gewickelt und unten in den Kragen gesteckt).
  • Unterziehhandschuhe, Motorradhandschuhe.
  • Der beste Tipp von allen gegen kalte Finger sind Lenkerstulpen. Die sehen zwar nicht wirklich gut aus, sie helfen aber am besten gegen kalte Finger (mit Lenkerstulpen kann man auch die Unterziehhandschuhe weglassen).
  • Zusätzlich habe ich mir bei ebay noch billige (chinesische) Knieschützer besorgt. Unter die Schale für die Knie kann man prima kleine Wärmekissen stecken (sh. oben im Thread) - dadurch bleiben die Knie schön warm. (Was die Sicherheit angeht, falls es einen doch mal auf die Knie wirft: die Thermokissen sind relativ weich und passen sich der Form der Kniescheiben gut an. Falls sie platzen ist das nicht tragisch - die Füllung ist eine gesättigte Salzlösung und nicht ätzend.)
So angezogen kommt man zwar schon daher wie ein Astronaut (in Bayern sagt man: "der sieht aus wie der G'wand-Sepp" :lol: ), aber man bleibt wenigstens warm. Und die vielen Bekleidungsschichten kann man - am Ziel angekommen - leicht wieder ablegen und in einem mitgebrachten Rucksack (oder Topcase, wer so etwas hat) verstauen. Dann ist man nach der Ankunft schnell wieder in "präsentablem" Zustand. :D

Ursprünglich war ich ja auch auf der Suche nach kostengünstigen Lösungen. Dazu die folgenden Tipps (für Menschen, die nichts gegen gebrauchte Bekleidung haben - das ist ja nicht jedermanns Sache):
  • Die Lederhose habe ich bei ebay für unter 30€ ersteigert. Jeans-Schnitt sorgt dafür, dass man sich damit auch nach der Ankunft am Ziel noch sehen lassen kann (eine "echte" Motorrad-Lederhose mit Protektoren und Polsterung wäre zwar bestimmt besser, sie ist aber erstens teurer und zweitens nicht wirklich "ausgeh-schick").
  • Die Lederjacke habe ich ebenfalls bei ebay ersteigert. Kostenpunkt ca. 60€. Sie ist lang geschnitten und geht über das Hinterteil (man sitzt dadurch auf dem unteren Teil der Jacke - das wärmt den Allerwertesten und verhindert das Eindringen von Zugluft). Innen mit echtem Lammfell gefüttert - schick und warm. :)
  • Die Knieprotektoren kosteten ca. 13€. Bestimmt nicht die beste Qualität, aber als "Halterung" für die Wärmekissen ausreichend (und allemal besser als überhaupt keine Protektoren).
  • Winterstiefel gab's neulich bei Aldi für 19,99€. Die sind wasserdicht, innen mit Fleece-Einsatz und reichen bis zu den Waden. Ich habe sie bewusst eine Nummer größer gekauft, so dass ich ein dünnes Paar Socken und ein dickes Paar Kniestrümpfe anziehen kann. ohne dass die Schuhe zu eng sind. Für besonders Verfrorene empfehle ich zusätzlich isolierende Wärmesohlen als Stiefeleinlagen.
  • Die Lenkerstulpen "Windbreaker" von Polo kosten derzeit um die 25€ (zzgl. Versand). Sie passen auch gut über den Schalenlenker von A1 und A2. Man muss sie allerdings leicht anpassen, damit sie für den Tourist taugen. Zum einen sind Löcher für die Spiegel anzubringen, und zum anderen empfiehlt es sich, sie auf der linken Seite (Schaltgriff und Kupplung) etwas auszuweiten. Dafür hat es sich bewährt, sie von außen (vorsichtig) mit der Heißluftpistole zu erhitzen und gleichzeitig von innen mit der Faust dagegen zu drücken ("walken"). Dadurch schafft man ausreichend Platz für den Kupplungshebel und die volle Drehbewegung des Schaltgriffs über alle vier Gänge. Wer es in den Stulpen gerne noch etwas wärmer hätte, kann auch hier noch ein paar Wärmekissen einlegen.
Diese Ausstattung dürfte bis zu (leichten) Minusgraden genügen. Falls es noch kälter wird, führt m.E. an beheizbarer Bekleidung kein Weg vorbei. Besonders interessant dürften hier vor allem beheizbare Handschuhe sein (ich werde bei Gelegenheit Dietmars selbstgebaute Konstruktion nachbauen - falls sich das bewährt, kann ich hier gerne eine kleine Bauanleitung einstellen, sofern es jemanden interessiert). Insgesamt muss man bei beheizbarer Bekleidung aber sehr genau auf den Stromverbrauch achten. Die Lichtmaschine am Tourist leistet nur 90 Watt - und mit Licht, Blinker, Bremslicht etc. ist die Leistungsreserve der Lichtmaschine sehr begrenzt.

Dieser Beitrag erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die vorgenannte Ausstattung genügt aber meinen Anforderungen und ich bin damit soweit zufrieden. :) Herzlichen Dank an alle, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen und meine Fragen beantworteten.

Viele Grüße,
Bernd
SNAFU!
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