Benzinleitung leckt

Motor-Vergaser-Antrieb
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heinkel-bernd
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Re: Benzinleitung leckt

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Heinkel-Gemeinde,

ich nehme schon seit vielen Jahren, auch für meine Kunden und in meinen anderen KFZ,
den Gewebe-Gummischlauch als Kraftstoffleitung.
Den kaufe ich als Meterware im KFZ-Teilehandel.
Damit das Gewebe nicht ausfranst, schiebe ich einen ca. 3cm langen Schrumpfschlauch
über beide Enden, lasse ihn ca. 2mm überstehen und wärme ihn an.
Das sieht gut aus und gibt den Schlauchenden noch etwas Spannung.
Schlauchbinder verwende ich natürlich keine, wenn die Anschlussnippel schön
blank und einigermaßen rund sind bleibt das ganze auch dicht.

Nebenbei bemerkt:
Habe seit ca.4 Wochen einen Versuch laufen
-Verträglichkeit E10 mit Gewebe-Gummischlauch, Pallas-Vergasergehäuse,
Bing-Vergasergehäuse und ein Alu-Drehteil-
das alles habe ich in dem o.g. Kraftstoff liegen.
An den Gehäusen und dem Alu-Teil sieht man noch keine Auflösungserscheinungen,
der Gummischlauch allerdings ist im Vergleich zu einem "Trockenem" schon
etwas aufgegwollen.
Ich werde es noch längere Zeit beobachten und wieder mal darüber berichten.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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Stephan Tödt
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Re: Benzinleitung leckt

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Bernd,
die Idee mit dem Schrumpfschlauch ist sehr simpel aber genauso gut. Werde ich mir merken! :P

Über einen solchen E10 Test habe ich auch schon nachgedacht. Des Gummi kann man einlegen, aber beim Aluminium geht es ja um die Korrosion, und dafür wird Sauerstoff benötig. Ich meine man müsste es entweder bedampfen oder auf einem Klotz über dem Sprit lagern und gelegentlich etwas benetzen! Schön, dass aber schon jemand dabei ist!

Nur so als Gedankenanstoß! Eigentlich aber anderes Thema! :!: :idea:


Gruß Stephan
Typenreferent für die Modelle 103A0 bis A2. Im Auftrag des Heinkel-Club Deutschland e.V.! ;-)
Staplermechaniker
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Re: Benzinleitung leckt

Beitrag von Staplermechaniker »

Wir haben das Problem mit undichten Gewebeschläuchen schon desöfteren beobachtet. An einem Mercedes älteren Baujahres haben wir die kraftstoffschläuche erneuert weil sie Knochenhart waren, eher wie Rohre (aber dicht!!!). WIr haben dann Gewebe-ummantelte Schläuche von Hansa-Flex auf die Armaturen pressen lassen. Sah schön und professionell aus. Ansonsten muss ich ja auch sagen dass ich mit den übrigen Produkten von Hansa-Flex zufrieden bin (sonst regnets hier Proteste). Nach einem Jahr standzeit haben wir das Auto dann mal wieder bewegt und während der Fahrt hat mich die schnelle Bewegung der Tankuhrnadel verwundert. Nach dem Öffnen der Motorhaube war dann das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Einige neue Schläuche haben sich fast aufgelöst und ich hatte eine sprudelnde Quelle.

Ich führe das Problem der Kraftstoffschläuche nicht auf minderwertige Materialien zurück, vielmehr auf die minderwertige Qualität der Kraftstoffe durch zahlreiche Bio-Beimengungen und sonstige Grütze. Ich denke das hält das Material einfach nicht aus.
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Ralf
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Re: Benzinleitung leckt

Beitrag von Ralf »

Ich habe mal beim KFZ'ler meines Vertrauens nachgefragt, was er denn bei den "Mopeds" als Benzinschlauch einsetzt. (Habe ja schon irgendwo oben geschrieben, dass ich die Kunststoffschläuche von einem Vespa-Händler nehme.)
Er hat mir einen aus Silikon gezeigt. Vorteil ist, wie auch bei den Gewebeummandelten, das Teil geht um jede Ecke und knickt nicht ab - das kann bei den Kunststoffschläuchen
schon mal passieren. Zudem können keine Ecken ausfranzen und ist sauber abwaschbar. Und das Teil wird nicht hart!
Ich habe mir auf alle Fälle mal was fuer meinen Heinkel mitgenommen und eingebaut. Obwohl die Dichtigkeit bei mir nie ein Problem war - das Teil ist auch dicht.

Gruesse aus Franken
Ralf
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