Heinkel 103 A2 - Luftabführungsblech ausbauen - Zylinderkopf freilegen

Motor-Vergaser-Antrieb
Rollerpilot
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Re: Heinkel 103 A2 - Luftabführungsblech ausbauen - Zylinderkopf freilegen

Beitrag von Rollerpilot »

Hallo zusammen,

hier mal ein kleiner Zwischenbericht:

Nach der ersten groben Reinigung stellte sich heraus, dass die Vertiefungen im „Zylinderkolbenkopf“ keine Löcher, sondern Aussparungen für die Ventilköpfe sind.

Also leider wieder keine Erklärung für den fehlenden Kompressionsdruck.

Letzten Dienstag habe ich die wesentlichen Bauteile in eine Kiste gepackt und bin damit zum Stammtisch der Heinkelfreunde Hannover gefahren, um mir dort eine Expertise einzuholen.

Die geschulten Blicke der erfahrenen Schrauber haben das Problem dann tatsächlich sofort erkannt:

Da fehlt etwas!
Aber wo?

In der mittleren Zylinderkopfdichtung fehlt ein Stück der Dichtung – und zwar direkt vor dem Schacht für die Stößelstangen.

So kann natürlich kein ausreichender Kompressionsdruck aufgebaut werden. Gleichzeitig erklärt das auch, warum die Abgase manchmal irgendwo ausgetreten sind – nur eben nicht dort, wo sie eigentlich hingehören: am Auspuffende. 😉

Jetzt geht es weiter mit der Reinigung. Anschließend werden neue Dichtungen bestellt und dann wird alles wieder zusammengebaut.
Ich bin gespannt, ob sich der Patient danach wieder zum Leben erwecken lässt.

Bericht folgt …..

Grüße
Carsten
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Stephan
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Re: Heinkel 103 A2 - Luftabführungsblech ausbauen - Zylinderkopf freilegen

Beitrag von Stephan »

Hallo,
wenn Du nicht möchtest, dass dir das noch einmal passiert, kannst Du die Kupferkopfdichtung nehmen. Dazu muss allerdings der Zylinderkopf absolut plan sein und die Dichtung vorher ausgeglüht werden.
Beim zusammenbau auf Abdichten der Kopfmutter achten.
Viel Erfolg
Stephan
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heinkel-bernd
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Re: Heinkel 103 A2 - Luftabführungsblech ausbauen - Zylinderkopf freilegen

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Carsten,

es ist korrekt, was Stephan oben schhreibt, es muss für eine massive Kupferdichtung aber auch die Dichtfläche
am Zylinder absolut plan sein !
Diese "Zylinderkopfdichtung (Kupfer)" vom Shop ist lt. Beschreibung bereits ausgeglüht, da nicht
jeder Hobbyschrauber die Möglichkeiten und Fertigkeiten dazu hat.
Nicht zu verwechseln mit der "Zylinderkopfdichtung-Kupfer einseitig", die mit einer Lage aus
organischem Material besteht und NICHT ausgeglüht werden kann :?

Da ich Deinen Thread von Anfang an verfolge, rate ich Dir dringend für die Arbeiten am Zylinderkopf und
Kurbeltrieb einen versierten Heinkel-Schrauber zur Seite zu stellen !!
Wer schon mit den allgemeinen Fachausdrücken Schwierigkeiten hat, macht für mich nicht den Eindruck,
den Motor zuverlässig und öldicht zum Laufen zu bringen :?
Z.B.: Prüfen auf Planheit der Dichtflächen, prüfen des Stoßspiels der Kolbenringe, vergewissern der Leichtgängigkeit
desKolbenbolzens im Kolbenauge und in der oberen Pleuelbuchse bzw.Verschleißerscheinung, Prüfen des
Radialspiels der Ventilschäfte in den Ventilführungen, Prüfen auf Verbindung der Kugelenden mit den Stösselstangen,
zuverlässiges Abdichten der Kopfmuttern und vieles mehr !!

Ich respektiere ja den Ehrgeiz mancher Hobbyschrauber, vermisse aber oft deren Respekt vor der irrtümlich
verkannten "primitiven Technik" des Heinkelmotors

Viel Glück und
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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