Reifen Empfehlung 103-A1

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Tungsten
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von Tungsten »

Danke an Heinkel-Bernd für die klaren Ausführungen.

Nach einigen informellen Gesprächen in den letzten Jahren mit ein paar Prüfingenieuren fasse ich es mal so zusammen:

1. Andere Reifengröße:
Jeder darf ohne nachfragen am Tourist einen 4.00-10 aufziehen, weil Heinkel die Übersetzung des Tachos so gemacht hat, dass bei den (für Reifen-Hersteller) erlaubten Toleranzen der Tacho immer noch mindestens einen Tacken zu viel anzeigt, und damit niemand zu schnell fährt, es sei denn er will es oder er hat nicht aufgepasst. (Also wäre es dann ein persönlicher Fehler -> Bußgeld für den Fahrer).

Wer einen Reifen mit größerem Abrollumfang aufzieht, kann das auch gerne tun, er muss halt nur „gerichtsfest“ nachweisen, dass der (eigene) Tacho unter allen Betriebsbedingungen immer noch nicht zu wenig anzeigt, zB auf einem geeichten Rollenprüfstand. Und leider ist dieser offizielle Nachweis so aufwändig und teuer, dass man schon sehr, sehr viele Reifen braucht, um das Geld reinzuholen. (Metzeler aus dem Shop sind da für meine persönliche Restlebensdauer viel billiger.)

Das Thema Reifenbreite habe ich jetzt mal außen vor gelassen.

2. Mutige Ingenieure:
TÜV-Prüfer (und auch die von GTÜ, Dekra usw.) haften persönlich für ihre Fehler (bzw. Mutigkeiten), und auch die Firma (TÜV, GTÜ, Dekra …) haftet, wenn sie ihre MitarbeiterInnen zu oft eigenmächtig großzügig sein lassen.
Darum verbietet es die Firma (TÜV, GTÜ, Drkra …) ihren MitarbeiterInnen. Und wenn’s verboten ist, zahlt die Berufs-Haftpflicht des Ingenieurs auch nicht, wenn was schief geht (die zahlt bei „Vorsatz“ nie). Außerdem fliegt er, wenn die Firma (TÜV, GTÜ, Drkra …) Ärger bekommt.
Also sind immer weniger Ingenieure mehr „mutig“.

(Dass die Firma haftet, ist keine Bürokratie, sondern das haben findige Rechtsanwälte von irgendwelchen Geschädigten mal so hinbekommen. Zb. bei Silikonimplantaten oder Staudämmen oder Herzklappen, oder …; und „alle“ haben sich dann aufgeregt, dass der TÜV/GTÜ/Dekra so eine riesige Schlamperei/Skandal zugelassen hat.)

Wer trotzdem einen „vernünftigen“ Prüfer findet, der hat Glück, und ich gönne es ihm/ihr.
Tungsten (Wolfram) vom Bodensee
wasserbuschi
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von wasserbuschi »

Ja, schön soweit - ist aber ganz schön off-topic hier geworden....

Es ging mir in erster Linie um ErFAHRungen zu unterschiedlichen Reifen und nicht darum, wie und ob man das legalisiert bekommt.

Wäre schön, wenn hier ab jetzt nur noch Bericht zu unterschiedlichen Reifen Fabrikaten auf Heinkel kommen würden.

Danke,
viele Grüße,


Al.
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heinkel-bernd
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Al.,

betrifft im Folgenden nur die Reifengröße 4.00-10
Aufgrund meiner umfangreichen Tätigkeiten an "fremden" Touristen bekam ich folgenden Eindruck:
Der meistgefahrene Reifen ist wohl der CONTI K62, dessen Profilbild der ursprünglichen Werksausstattung
nachempfunden ist.
Meine eigene Erfahrung und andere Meinungen hier im Forum lassen das Urteil zu, dass dieser Reifen auf
trockener Fahrbahn recht gut haftet, bei Nässe aber mit sehr viel Gefühl zu fahren ist.

Dem METZELER Block C, der neben dem CONTI auch zur Werksausstattung zählte und heute noch noch mit dem
ursprünlichen Profil gebacken wird, begegnet man nicht mehr so häufig obwohl ich ihn wegen seiner guten
Nässeeigenschaften dem CONTI vorziehen würde.

Der MITAS, der auch mit zufriedenstellende Eigenschaften gefahren wird, weicht trotz gleicher Größenbezeichnung
in der Breite und Höhe zum CONTI und METZELER nach unten auffällig ab.

Zum Schluss noch zum ökologischen Aspekt :
CONTI made in KOREA
METZELER made in GERMANY
MITAS made in TSCHECHIEN
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
wasserbuschi
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von wasserbuschi »

Super,
vielen Dank für Dein wertvolles Feedback.
Der Conti ist Grade offenbar europaweit nicht lieferbar.
Dann wäre der Mitas wohl - in Original Größe - wohl Grade die einzige Alternative, schnell an neue Reifen zu kommen.
Hast Du zufällig die genauen Maßabweichungen ggü. Conti/Metzler?

Mit den "modernen Größen" habe ich noch gedankliche Schwierigkeiten: da müsste man ja erst ca. 100€ in ein Muster investieren um damit mal beim TÜV vorstellig zu werden, ob eine Eintragung möglich wäre. Wenn nicht (und da ich in Bayern zum TÜV muss, kein unwahrscheinlicher Fall) habe ich das Geld zum Fenster raus geschmissen....

Aber wahrscheinlich werde ich den Weg gehen müssen....
Stephan
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von Stephan »

Oder besser: vorher mit dem TÜV reden, so habe ich es und diverse andere gemacht...
By the way, könntest auch den Metzeler 4.00 10 nehmem...
wasserbuschi
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von wasserbuschi »

Ja, reden ist das eine - der wird dann aber das Objekt montiert sehen wollen....
Ich werde mal einen Reifen bestellen und ihn ausmessen.
Damit dann zum TÜV und Vorhaben mit Argumenten und Fakten unterlegen und wenn er dann sagt, können wir uns mal anschauen, das mal mongktieren :-)

Metzeler find ich optisch jetzt nicht sooooo dolle..... :mrgreen:
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Achim65
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von Achim65 »

Ich fahre auf beiden A2 den Heidenau K59 (mit Schlauch) in 120/90-10 66M und bin mit dem Fahrverhalten sehr zufrieden.
Eintragung mit Gutachten ging bei meiner lokalen TÜV-Prüfstelle ohne Probleme, ist allerdings herstellergebunden.
Verschleiß kann ich nicht wirklich sagen, dazu fahre ich zu wenig. Luftdruck könnte er besser halten.

Viele Grüße
Achim
Er kann nicht fliegen, er hat keine Strahlturbine, aber er ist trotzdem von Heinkel.
Stephan
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von Stephan »

Warum willst Du erst bestellen und ausmessen ? Nimm die Unbedenklichkeitsbescheinigung, wenn Du umrüsten möchtest und sprich mit dem TÜV Prüfer. Wenn er nicht abgeneigt ist, wird er natürlich die Vorführung im montierten Zustand fordern. Dann kannst Du bei positiver Indikation und " gutem Gefühl" bestellen und montieren, den TÜV wechseln oder es lassen. Kosten ca. 50€ Gutachten und ca. 15€ für neuen Kfz Schein.
Viel Erfolg
Stephan
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velorex350
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von velorex350 »

Hab Heute mal nachgeschaut, mein K59 hat 1.5mm. Also wird dieser Beitrag interessant.
Ich würde gerne wieder auf den 4.00-10 zurück. Eins muß ich schon sagen, den Heidenau auf die einteiligen Felgen zu montieren war echt ein ziemliches Gewürge. Auch in warme Zustand war das echt schwierig. Gehen die 4.00-10 leichter zum montieren?
Grüße Hans
103A2 von 1964, mein erster Viertaktroller! Cezeta, Vespa, Velorex und Co haben blaue Fahnen
#9656
Um nicht umzufallen reichen drei Räder, drum gibt's den Velorex :lol:
wasserbuschi
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Re: Reifen Empfehlung 103-A1

Beitrag von wasserbuschi »

Stephan hat geschrieben: 30.09.2026, 20:11 Warum willst Du erst bestellen und ausmessen ? Nimm die Unbedenklichkeitsbescheinigung, wenn Du umrüsten möchtest und sprich mit dem TÜV Prüfer. Wenn er nicht abgeneigt ist, wird er natürlich die Vorführung im montierten Zustand fordern. Dann kannst Du bei positiver Indikation und " gutem Gefühl" bestellen und montieren, den TÜV wechseln oder es lassen. Kosten ca. 50€ Gutachten und ca. 15€ für neuen Kfz Schein.
Viel Erfolg
Stephan
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist es in dem Sinne einer ABE leider nicht. Heidenau sagt nur, dass sich die Reifen auf den originel Felgen montieren lassen, und dass sich keine negativen Auswirkungen auf das Fahr-/Bremsverhalten ergeben haben.
Es ist KEIN Gutachten, dass die Eintragung problemlos ermöglicht - lediglich eine Hilfe für die Argumentation beim TÜV.
Einzelabnahme musst Du trotzdem machen.

So, und wenn der Prüfer nun den genauen Radumfang montiert auf der Felge haben/wissen will um abzuschätzen, ob man sich damit noch innerhalb der Tachotoleranz bewegt, wäre eine Maßangabe doch schon sinnvoller als sagen zu müssen: "öh - keine Ahnung?", oder?
Somit erhöht das die Chance auf die - wie Du schön sagst: "positive Indikation" wenn man gleich mit messbaren Fakten da antanzt :wink:
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