154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

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Stephan Tödt
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Michael,
ok, wenn der Motor schon so lange läuft würde ich ihn mir auch mal genauer ansehen und in Deinem Fall austauschen.

Nichts desto trotz, wirst Du das Problem sehr wahrscheinlich mit dem Vergaser zum nächsten Motor mitnehmen.

Gruß Stephan
Typenreferent für die Modelle 103A0 bis A2. Im Auftrag des Heinkel-Club Deutschland e.V.! ;-)
mich-man2k8
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo Jürgen, hallo Stephan.
Ich habe noch 3 Pallas und 2 Bing Vergaser hier liegen. Ich werde zunächst einmal den Vergaser tauschen, falls das helfen sollte wäre das prima. Wenn nicht, muss mal der ganze Motor gewechselt werden... Wie lange braucht man für so einen Motorenwechsel bei der Kabine ca?

Gruß, Michael
mich-man2k8
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo zusammen!

Wir haben heute einen anderen, generalüberholten Vergaser eingebaut und ihn ordentlich eingestellt. Das Problem ist schon besser geworden, die Kabine hört sich schon besser an, geht auch nicht mehr so schnell aus. Allerdings läuft sie immer noch nicht gut, sie "verschluckt" sich andauernd, sprich, sie hat immer kleine Zündaussetzer, fängt sich dann aber, wenn das Standgas entsprechend hoch eingestellt ist.
Ich denke das liegt an der Zündung? Hat jemand eine Idee?

Gruß, Michael
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Stephan Tödt
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Michael,
dann seit Ihr ja schon mal etwas weiter.
Wenn er sich im Standgas verschluckt, dann würde ich weiter auf Vergaser tippen und zwar ist er dann zu mager eingestellt. Jetzt beginnt das Spiel mit der Einstellung. Es bedarf schon etwa Geduld und Einfühlung, bis man die richtige Einstellung gefunden hat.

So wie es aussieht muß die Gemischschraube etwas weiter reingedreht werden. Du regulierst dabei die Luftzufuhr. Wenn du die Luftzufuhr reduzierst, dann bekommt er ein fetteres Gemisch. Allerding darf es auch nicht zu weit sein, sonst nimmt er nach einer Minute Standgas das Gas beim Gasgeben nicht mehr sauber an. Hier muß probiert werden und wenn alles nicht hilft die Schiebernadel versetzt werden und das Spiel beginnt von vorn.

Ich wünsche Dir viel Geduld und Erfolg, es wird schon.
Gruß Stephan
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mich-man2k8
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo Stephan,

also an der Einstellung liegt es nicht, wir haben es ewig versucht, das klappt nicht. Bei eigentlich richtiger Einstellung läuft er halt gut, aber hat halt die nervigen Zündaussetzer. Haben eventuell verstellte Ventile etwas damit zu tun? Oder eine verstellte Zündung?

Gruß, Michael
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Stephan Tödt
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Michael,
auch ein „generalüberholter“ Vergaser kann seine Macken habe. Ist er denn schon mal auf einer anderen Kabine richtig gelaufen und ist es der richtige Vergaser? Wenn man einen Vergaser reinigt, durchbläst und mit neuen Teilen versieht, dann ist er nicht gleichzeitig funktionstüchtig. Das schlimmste wäre z.B. wenn man einen neuen Schieber in einen alten Vergaser einbaut. So etwas funktioniert zu 90% nicht. Außerdem gibt es noch diverse andere Gegebenheiten, die überprüft werden müssen.
Wenn es nicht mit einstellen funktioniert, dann kann es natürlich auch daran liegen dass das Vergasergehäuse schon sehr alt und „ausgelutscht“ ist. Solche Vergaser kann man kaum noch mit einem normalen Aufwand und Möglichkeiten wieder funktionstüchtig bekommen. In so einem Fall würde ich den neuen Alternativ-Vergaser vom Club empfehlen, den es inzwischen, so weit ich weiß, auch für die Kabine gibt.
Wenn der Motor ruckelt kann es daran liegen, dass er so mager eingestellt ist, dass das Gemisch nicht mehr optimal verbrennen kann und ein „Magerrucken“ an den Tag legt. Wenn er das Gas, nach einer Minute Standgas) nicht richtig annimmt und schwarz aus dem Auspuff räuchert (mehr oder weniger), dann wäre er zu fett eingestellt. Es ist ein Geduldsspiel, welches schwer zu gewinnen ist, wenn man nicht genau weiß wie der Vergaser funktioniert und reagiert.

Die Ventile müssen natürlich richtig eingestellt und dicht sein und die Steuerzeiten müssen stimmen. Das heißt nicht mehr als dass die Steuerräder mit den Markierungen richtig eingebaut sein müssen. Ich würde aber davon ausgehen, dass es stimmt, sonst hätte er sicherlich noch andere Probleme.

Wenn der Kontaktabstand nicht richtig eingestellt ist (zu kein), dann gibt es Aussetzer bei höherer Drehzahl, während der Motor bei niedriger Drehzahl sauber läuft.
Bei zu großem Abstand weiß ich es nicht, da es eigentlich nicht vorkommen kann.
Wenn die Zündung zu spät zündet, dann läuft der Motor rund, sanft aber mit verminderter Leistung.
Bei zu früher Zündung läuft er härter, da der Kolben zu früh ein auf die Mütze bekommt. Der Motor hat aber auch etwas mehr Leistung, die sich schon bemerkbar macht. Allerdings setzt es auch die Haltbarkeit der Kurbelwelle um einiges herab.
Manchmal passiert es auch, dass die bei den Kontakten der Hammer (das bewegliche Teil) auf der Achse etwas schwer läuft, etwas klemmt und nicht sauber schließt. Dies macht sich schon eher bei niedrigen Drehzahlen bemerkbar und wäre ein möglicher Grund. Glaub ich aber nicht wirklich.

Bei Zündspule und Kondensator weiß ich nicht so gut bescheid, da hatte ich noch nie Probleme. Ich glaube aber nicht, dass es sich dort Defekte nur auf das Standgas begrenzen würden.

Deine erwähnten Symptome passen meiner Meinung nach am besten zum nicht korrekt eingestellten oder arbeitenden Vergaser. Ich würde sagen zu 80%. Ist aber schwer zu sagen, wenn man nicht selbst sein Ohr vor Ort hat.

Damit die Maschine wirklich gut uns sauber läuft muss natürlich alles stimmen und es sind natürlich auch mehrere kleine Fehler möglich, was einen dann zum Wahnsinn treiben kann.

Nicht aufgeben und viel Erfolg!
Stephan
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chri

Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von chri »

Hallo liebe Heinkler,

nun auch mein erster Beitrag hier im Heinkel Forum. Ich heiße Christian und bin Michaels Bruder ich beschäftige mich jetzt ungefähr seit 3 Jahren mit Oldtimern und habe unter anderem eine Simson Schwalbe und eine Kreidler Flory instand gesetzt. Leider hänge auch ich an dem Standgasproblem der Kabine fest. Ich aber tippe eher auf ein Problem der Zündung. Ich versuche euch den Stand noch einmal zu verdeutlichen. Wir hatten also den Vergaser gewecheslt, natürlich kenne ich das Spielchen schon von meinen Mopeds und deshalb haben wir sicherlich auch daran gedacht den Vergaser von Grund auf zu kontrollieren und haben die Düsenbestückung sowie die Einstellung der Teillastnadel genauestens überprüft. Dann haben wir den Motor warmgefahren um eine falsche Einstellung des Leerluftgemisches sowie des Standgases zu vermeiden. Wir begonnen nun damit erst einmal die von Heinkel genauen Einstellungen vorzunehmen und haben diese dann minimal angepasst denn wie wir alle wissen ticken alle Motoren doch ein wenig anders und funktionieren meist nicht nach den punktgenau angegebenen Einstellungen. Jetzt haben wir die Kabine aber schon einmal so weit das sie nicht mehr ausgeht. Jetzt sieht es halt so aus, dass der Motor sauber startet und auch nicht mehr ausgeht. Aber die Drehzahl sinkt und steigt immer, und das ganze im Zyklischen (!) Abstand. Deshalb würde ich aus meiner Erfahrung das Problem eher an der Zündung festlegen. Mein Problem ist nun halt, dass ich mich immer nur mit Zwei-Takt-Motoren auseinandergesetzt habe und leider garnicht über Sachen wie Ventlieinstellungen informiert bin und ich mich auch nicht damit auskenne was nun passiert wenn sie nicht richtig eingestellt sind und was dies für Folgen haben kann. Ein weiterer Aspekt ist, wie ich finde, dass wenn die Kabine im Leerlauf, oder auch während der Fahrt, auf hohen Drehzahlen läuft und man das Gaspedal loslässt. tuckert sie trotzdem mit dem oben gennanten Problem weiter, aber geht nicht aus(!). Ich hatte bei meinen Mopeds immer die Erfahrung gemacht, dass wenn der Vergaser falsch eingestellt war, bzw. zu fettig lief, dass der Motor sich nach bei hoher Drehzahl und anschließendem sofortigen loslassen des Gaszuges, sich der Motor stets verschluckte und sofort ausging.

So meine Ansicht. Wie gesagt ich habe noch nicht viel mit der Heinkel und Vier-Takt-Motoren allgemein zutun gehabt und lasse mich gerne belehren wenn ich falsch liege.

Gruß Christian
heinkeladdict
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von heinkeladdict »

Hallo Michael

bin neu im Forum, also eine späte Antwort: ich habe einen 22er Vergaser am Tourist, verschiedene Düsen und wohne in Düsseldorf. Melde dich, falls ich mal gucken soll.

Grüße Bernd
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