154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

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mich-man2k8
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154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo Heinkel - Gemeinde.
Mein Name ist Michael, ich komme aus Düsseldorf und freue mich, dass ich nun für das Forum freigeschaltet bin.
Leider habe ich auch direkt das erste Problem mitgebracht und hoffe, dass mir jemand helfen kann. Bei unserer 1957er 154er Heinkel Kabine ist ein 204ccm Motor verbaut, der leider "keinen" Leerlauf hat. Tritt man die Kupplung geht sie aus, auch wenn kein Gang eingelegt ist, geht die Kabine in Sekunden aus. Unzählige Einstellversuche von vielen Leuten haben leider keine Besserung gebracht, ich gehe davon aus, dass etwas am Motor nicht stimmt, eventuell etwas, was man im eingebauten Zustand nicht sehen kann. Da der Sommer vor der Tür steht und die Kabine in diesem Zustand schon fast 20 Jahre bewegt wird, würde ich gerne wissen, ob es hier einen PROFI gibt, der einen neuen Motor (bzw. einen gerneralüberholten), der bei uns im Keller steht einbauen kann und ggf. den alten Motor einmal kontrollieren und vielleicht wieder instandsetzen kann.
Ich wäre über jede Antwort / Hilfe sehr dankbar und freue mich auf weiteres Schreiben im Forum.


Gruß, Michael
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64krokodil
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von 64krokodil »

Hy Michael,habt Ihr schon mal geschaut,ob der Vergaser Falschluft zieht ? Entweder am Flansch vom Vergaser zum Ansaugstutzen oder am Flansch vom Ansaugstutzen zum Zylinderkopf.Auf dem letzten Treffen war bei meinem Kollegen auch kein Standgas mehr da.Eine Überprüfung der Kompression ergab nur 5 Bar ( bei geöffnetem Schieber des Vergasers ).Da ging natürlich nix mehr,alle haben sich gefreut,man kann ja einen neuen Zylinderkopf verkaufen :mrgreen: .Ich sagte zu meinem Kollegen,Er solle den Roller zu uns hinter schieben,den Kopf können Wir selbst auch abbauen.Wenn die Zylinderkopfdichtung durchgeblasen ist,holen Wir beim Club ( :P ) eine neue und bauen Sie ein.Ist ein Ventil im Eimer,können Wir den Zylinderkopf immer noch holen.Er schob den Roller zu uns hinter und die Schrauberei ging los :wink: .Ich baute den Zylinderkopfdeckel ab um die Kipphebel zu demontieren.Da merkte ich,daß das Einlassventil überhaupt kein Spiel hat.Ich stellte erst mal das Spiel ein und auf einmal war der Leerlauf auch wieder da ( :idea: ) .Soviel zu dem Thema.Es gab auch schon Geschichten,da waren zwar die Ventile eingestellt,aber beim falschen Oberen Totpunkt ( OT ) .Der Motor soll auch noch gelaufen sein,aber eben nicht gescheit.

Mein Tipp : Vergaser nach Falschluft absuchen / Kompression überprüfen , 9 Bar bei geöffnetem Gasschieber / Ventilspiel überprüfen bei richtigem OT .

Wärst Du bei unserem Stammtisch in der Nähe,hätte man bei einem Schraubertag mal danach sehen können.Düsseldorf ist aber ein wenig weit,Sorry.Beste Grüße,Jürgen.
Udo9257

Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von Udo9257 »

Hallo Michael,

es wäre zunächst zu klären, ob der Motor generell im Leerlauf rund läuft und ob er auch das Gas bei mittleren und höheren Drehzahlen sauber annimmt.
Sollte das nicht der Fall sein, sollte eine grundlegende Motoreinstellung durchgeführt werden.
Wenn ich dich aber richtig verstehe, geht der Motor nur aus, sobald die Kupplung getreten wird und somit der Primärantrieb über die Kupplung vom Getriebe getrennt wird. Das Getriebe läuft ja bei nicht getrennter Kupplung im Leerlauf mit und hat keinen Einfluss auf die Einstellung von Ventilen, Zündung oder Vergaser sowie Kompressionsdruck. Bitte melde dich nochmal, sobald du das geklärt hast.

Heinkelgrüße aus Albstadt
Udo
mich-man2k8
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo Jürgen, hallo Udo,

vielen Dank für euere Tips. Das mit dem Vergaser wurde glaube ich schon einmal überprüft, ich werde aber noch einmal nachschauen.

Es verhält sich folgendermaßen:

Die Kabine fährt astrein, sie nimmt Gas an, läuft ihre Geschwindigkeit, alles prima. Man muss aber an der Ampel z.B. immer Gas geben, damit sie anbleibt. Dies gilt sowohl bei getretener Kupplung (auch wenn man die Kupplung tritt und auf die Ampel zurollt), als auch wenn der Schaltheben auf "0" also Leerlauf steht. Wenn man sie anmacht im Leerlauf geht sie direkt wieder aus, wenn man nicht Gas gibt. Ansonsten läuft sie. Was mir allerdings gestern auffiel, ich hatte auf 4-5km zwei Fehlzündungen (Knall)!?

Gruß, Michael
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Bernd Hoose
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von Bernd Hoose »

Ein ähnliches Problem habe ich auch,
eine saubere Lösung habe ich bisher nochtnicht gefunden.

Meine tuckert wunderbar im Leerlauf, nach 30 Sek. will sie dann ausgehen.
Mein Problem ist das sie dann kein Gas annehmen will, sie verschluckt sich,
die justierung der Leerlaufschraube ist über einen weiten Zeitraum ohne auswirkung,
erst nach einer Zeit merkt man kleine Änderungen.
Allerdings verändern die nicht dieses Langzeitverhalten im Leerlauf.
Wenn ich dann nicht aufpasse und sie geht aus, habe ich auch Startprobleme,
Ich hatte erst ein thermisches Problem im Auge, das sich durch die geringe Saugleistung im Stand der Vergaser aufheizen würde,
bei Vollgas ist der ja sowieso eiskalt, aber dieses Verhalten ist immer da egal ob kalt oder warm.

Im Roller mit dem gleichen Vergaser merkt man jede Veränderung sofort nach dem Drehen an der Schraube,
ebenso wie die richtige Einstellung zum sauberen hochdrehen ohne Verschlucken oder Qualmen.
Wenn ich den Vergaser so am Roller einjustiert habe und ihn in die Kabine einbaue, bringt das keine Verbesserung.
Ich habe eine B0 mit 172er Motor daher sollten die Einstellungen irgendwie passen,
der einzige Unterschied ist ja der lange Ansaugkrümmer und der größere Auspuff.

Da dieses Verhalten schon von Anfang an, mal mehr mal weniger auftritt, habe ich einfach gelernt damit umzugehen :?
Habt ihr Bilder von Treffen? Dann bitte her damit. Uploadzugang per Mail. Zu sehen gibts die dann unter http://home.hoose.de/dalbum
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mich-man2k8
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo Bernd,

wie gesagt, die Kabine läuft so eigentlich sehr gut...
Ich habe ja auch einen komplett überholten Motor hier stehen, gibt es eventuell eine Heinkel - Werkstatt, die sich mit Kabinen noch auskennt. Man kann den Motor ja leider nicht einfach mal an der Werkstatt um die Ecke tauschen lassen...
Ich alleine traue mich leider nicht, den Motor ganz alleine ohne jemanden der sich richtig gut damit auskennt auszutauschen.

Gruß, Michael
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64krokodil
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von 64krokodil »

Hallo Michael,hast Du schon mal probiert die Leerlaufschraube etwas mehr hineinzudrehen,das der Leerlauf ansteigt ? Würde das was bringen oder geht der Motor dann immer noch aus ? Gruß,Jürgen.
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Stephan Tödt
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Michael,
ich verstehe nicht, warum Du so erpicht bist den Motor auszutauschen?!
Fehlt ihm etwas, z.B. Leistung, rutscht die Kupplung, meldet sich langsam die Kurbelwelle, hat er eine hohe Laufleistung und müsste mal überholt werden, bleut er oder was stimmt sonst nicht.

Dein Problem mit dem Standgas ist ganz klar ein Vergaserproblem, immer vorausgesetzt, die Zündung und die Ventile sind korrekt eingestellt und er hat ausreichend Kompression. Sehr viele Heinkelfahrer haben mit ihrem Vergaser ein Problem und wenn man es genau nimmt, die wenigsten laufen wirklich so wie sie sollen.
Ich würde nicht gleich ein neues Auto kaufen weil der Aschenbecher voll ist. Abgesehen davon, dass man sich im Auto auf das Fahren konzentrieren sollte.

Las uns lieber auf das eigentliche Problem konzentrieren. Mit dem neuen Motor und demselben Vergaser wirst Du das Problem sehr wahrscheinlich nicht los.

Hast Du die Kabine neu erworben? Hatte sie schon immer dass Problem seit dem Du sie hast? Hat sie es erst seit dem Du sie wieder in Betrieb genommen Hast?
Es kommt gelegentlich vor, dass man ein Fahrzeug zum Winter wegstellt und wenn man es wieder in Betrieb nimmt, dann läuft es nicht richtig. Ein einfacher Grund kann dafür schon Korrosion sein.

Gruß Stephan
Typenreferent für die Modelle 103A0 bis A2. Im Auftrag des Heinkel-Club Deutschland e.V.! ;-)
mich-man2k8
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von mich-man2k8 »

Hallo Leute,

mein Opa hat die Kabine Anfang / Mitte der 80er aufgebaut, kurz darauf hatte er einen Motorschaden, ein neuer Motor wurde eingebaut, das war vor rund 20 Jahren, seitdem lief der neue Motor immer schlechter und schlechter. 15 Jahre fährt er sicher schon damit rum, sprich ohne Standgas.
Siegfried Friedrich aus Lüneburg hat schon einmal versucht, den Motor einzustellen, er weiß aber anscheinend auch nicht genau woran das liegt.
Wie es mit dem Ventilspiel und der Kompression aussieht weiß ich nicht, ich persönlich bin relativ unerfahren mit der ganzen Materie. Der ganze Vergaser wurde meiner Meinung nach noch nicht ausgetauscht, das wäre eine Idee.
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64krokodil
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Re: 154er Heinkel Kabine - wer kann helfen?

Beitrag von 64krokodil »

Hallo miteinander,ich denke auch,das es am Vergaser liegt.Sind die Düsen ( Leerlaufdüse ) sauber und festgezogen ? Ich denke aber mehr,das der Vergaser über einen ausgenudelten Schieber Falschluft zieht.Besorge ( Leihen von einem Kollegen ) Dir doch mal einen funktionstüchtigen Vergaser,von dem Du weißt das Er 100 % geht.Dann müßte es eigentlich gehen,wenn die anderen Komponenten in Ordnung sind.Gruß,Jürgen.
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