Hallo Heinkelfreunde,
meine Motorrrevision geht dem Abschluß entgegen. Das letzte noch offene Problem ist der Austausch und danach das Aufreiben der Pleuelbuchse.
An dieser Stelle hängt es jetzt leider. Ich kenne den Thread zum "Hunger Werkzeug" (viewtopic.php?p=14066#p14066), konnte aber auch nach monatelanger Suche so etwas nirgends finden (geschweigedenn käuflich erwerben).
Da bleibt für mich nur: selbst bauen oder ausleihen. Da ein Eigenbau zwar grundsätzlich für mich möglich aber doch schwierig und aufwendig scheint, wage ich erst einmal die Frage an Euch: könnte mir evtl. einer das Werkzeug leihweise überlassen?
Ja ich weiß: Werkzeug und Zahnbürste verleiht man nicht. Aber vielleicht kann ich ja trotzdem jemanden erweichen?
Pfand, Übernahme der Versandkosten, Leihgebühr - das wäre selbstverständlich alles möglich.
Ich freue mich auf jede Antwort,
Viele Grüße,
Bernd
[Gelöst] Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
[Gelöst] Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Zuletzt geändert von BerndSt am 12.04.2025, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
SNAFU!
Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Hallo,
das Werkzeug ist schwer zu bekommen. Wenn man nicht nach Hunger, sondern z.B. nach Fichtel Sachs sucht, hat man bessere Aussichten auf Erfolg. Es wurde auch von Sachs unter eigenem Namen vertrieben. Das kann aber trotzdem eine Ewigkeit dauern das irgendwo mal zu finden.
Guido
das Werkzeug ist schwer zu bekommen. Wenn man nicht nach Hunger, sondern z.B. nach Fichtel Sachs sucht, hat man bessere Aussichten auf Erfolg. Es wurde auch von Sachs unter eigenem Namen vertrieben. Das kann aber trotzdem eine Ewigkeit dauern das irgendwo mal zu finden.
Guido
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Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Im Idealfall wird die Pleuelbuchse bei ausgebautem Pleuel gehont und anschließend das Pleuel ausgewinkelt:
Man kann die Pleuelbuchse aber auch mittels normaler Reibahle in eingebautem Zustand auf Maß reiben und anschließend das Pleuel auswinkeln.
Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen.
Man kann die Pleuelbuchse aber auch mittels normaler Reibahle in eingebautem Zustand auf Maß reiben und anschließend das Pleuel auswinkeln.
Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen.
Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Hallo ILO-Dienst,
danke für die wertvollen Tipps. Mein Motor ist frisch gelagert, mit einigen Neuteilen versehen und abgedichtet. Ich denke nicht, das ich ihn in diesem Zustand wieder auseinandernehmen werde (zumal das Zerlegen der Kurbelwelle meine Möglichkeiten übersteigt).
Ich dachte mir schon, dass Hunger nicht der einzige Hersteller des Werkzeuges war - in der Montageanleitung steht ja "handelsüblich".

Video Grüße,
Bernd
danke für die wertvollen Tipps. Mein Motor ist frisch gelagert, mit einigen Neuteilen versehen und abgedichtet. Ich denke nicht, das ich ihn in diesem Zustand wieder auseinandernehmen werde (zumal das Zerlegen der Kurbelwelle meine Möglichkeiten übersteigt).
Ich dachte mir schon, dass Hunger nicht der einzige Hersteller des Werkzeuges war - in der Montageanleitung steht ja "handelsüblich".
Das beruhigt mich. Ich denke mir auch oft: "9,5 PS bei 6.000 Umdrehungen - da muss es hoffentlich nicht ganz so genau gehen wie bei einem Rennmotor..."Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen.
Video Grüße,
Bernd
SNAFU!
Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
@Bernd: Du hast eine PN von mir hier im Forum.
Ich habe starke Bedenken, dass Lager freihändig nach Augenmaß ausgerichtet aufzureiben. Ein Versuch, den ein Heinkelfreund aus Ungeduld durchgeführt hat, führte nach ca. 15km zu einem katastrophalen Kolbenfresser.
@ILODienst: Hast du auch einen Namen?
Eine Wissenschaft ist das Winkeln des Kolbens nicht - Wissenschaft ist anders.
Handwerkliches Wissen und Geschick/Erfahrung sind aber erforderlich. Vorrichtungen oder Maschinen mit winkeligen Betten braucht man ebenfalls. Wenn die Kurbelwelle zerlegt werden soll, ist es immer noch keine wissenschaftliche Arbeit. Weitere Vorrichtungen und handwerkliches Wissen sind dann aber auch wieder notwendig.
Die Vorrichtung von Hunger o.a. (handelsüblich) ist wohl doch die einfachste Methode, das Pleuelauge in beiden Ebenen gleichzeitig parallel zur Kurbelwellenachse ausgerichtet aufzureiben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans
Ich habe starke Bedenken, dass Lager freihändig nach Augenmaß ausgerichtet aufzureiben. Ein Versuch, den ein Heinkelfreund aus Ungeduld durchgeführt hat, führte nach ca. 15km zu einem katastrophalen Kolbenfresser.
@ILODienst: Hast du auch einen Namen?
Eine Wissenschaft ist das Winkeln des Kolbens nicht - Wissenschaft ist anders.
Handwerkliches Wissen und Geschick/Erfahrung sind aber erforderlich. Vorrichtungen oder Maschinen mit winkeligen Betten braucht man ebenfalls. Wenn die Kurbelwelle zerlegt werden soll, ist es immer noch keine wissenschaftliche Arbeit. Weitere Vorrichtungen und handwerkliches Wissen sind dann aber auch wieder notwendig.
Die Vorrichtung von Hunger o.a. (handelsüblich) ist wohl doch die einfachste Methode, das Pleuelauge in beiden Ebenen gleichzeitig parallel zur Kurbelwellenachse ausgerichtet aufzureiben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans
Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Servus Hans,
Danke für die PN - sie ist noch nicht eingegangen. Ich antworte Dir darauf, sobald sie in meinem Posteingang erscheint.
Ich hatte nicht vor, die Pleuelbuchse ohne jede Führung "von Hand" aufzureiben. Das erscheint auch mit zu riskant (zumal Kolben und Ringe als Neuteile in den frisch überarbeiteten Zylinder kommen werden und schon allein deshalb anfangs etwas Schonung bekommen sollen).
Bis später,
Bernd
Danke für die PN - sie ist noch nicht eingegangen. Ich antworte Dir darauf, sobald sie in meinem Posteingang erscheint.
Ich hatte nicht vor, die Pleuelbuchse ohne jede Führung "von Hand" aufzureiben. Das erscheint auch mit zu riskant (zumal Kolben und Ringe als Neuteile in den frisch überarbeiteten Zylinder kommen werden und schon allein deshalb anfangs etwas Schonung bekommen sollen).
Bis später,
Bernd
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Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Hier noch der Vollständigkeit halber eine Möglichkeit, das Pleuel in ausgebautem Zustand mittels Umschlagmethode auszuwinkeln:
Natürlich ist das Werkzeug von Hunger die beste Variante, aber was tun, wenn man es nicht hat?
Man kann die Kolbenbolzenbuchse auch in eingebautem Zustand reiben und anschließend das Pleuel neu winkeln und genau so würde ich das machen.
Natürlich ist das Werkzeug von Hunger die beste Variante, aber was tun, wenn man es nicht hat?
Man kann die Kolbenbolzenbuchse auch in eingebautem Zustand reiben und anschließend das Pleuel neu winkeln und genau so würde ich das machen.
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Re: Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Wissenschaft ist per Definition die methodisch geordnete Suche nach Erkenntnis. Sie beobachtet, misst, stellt Hypothesen auf, überprüft sie und zieht daraus allgemeingültige Schlüsse. Das kann im Labor geschehen oder in einer Garage.Hans hat geschrieben: 09.04.2025, 16:41 Eine Wissenschaft ist das Winkeln des Kolbens nicht - Wissenschaft ist anders.
Wenn ich also sage „man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen“, dann meine ich damit: Manchmal reicht eben auch gesunder Menschenverstand, Erfahrung und handwerkliches Können.
Aber: Wenn jemand genau, gewissenhaft und mit fundiertem Wissen arbeitet – dann ist das auch eine Form von angewandter Wissenschaft.
(KI generierte Antwort)
Re: [Gelöst] Werkzeug zum Aufreiben der Pleuelbuchse gesucht
Hallo Heinkelfreunde,
ich bedanke mich bei allen, die mir zu meiner Frage weitergeholfen haben.
Danke insb. an Guido und Hans, die mir beide anboten, meinen Motor zu ihnen zu bringen, um dort die Pleuelbuchse aufzureiben.
Besonderer Dank aber an Werner, der mir das Original-Werkzeug leihweise überlassen wird. Damit kann ich dann in der heimischen Werkstatt und in aller Ruhe diese (hoffentlich
) letzte Arbeit an meinem neu aufgebauten Motor selber machen.
Vielleicht stelle ich ja davon der Vollständigkeit halber noch ein Foto ein.
Beste Grüße und bis zum nächsten mal,
Bernd
ich bedanke mich bei allen, die mir zu meiner Frage weitergeholfen haben.
Danke insb. an Guido und Hans, die mir beide anboten, meinen Motor zu ihnen zu bringen, um dort die Pleuelbuchse aufzureiben.
Besonderer Dank aber an Werner, der mir das Original-Werkzeug leihweise überlassen wird. Damit kann ich dann in der heimischen Werkstatt und in aller Ruhe diese (hoffentlich
Vielleicht stelle ich ja davon der Vollständigkeit halber noch ein Foto ein.
Beste Grüße und bis zum nächsten mal,
Bernd
SNAFU!