Servus Stephan,
Die Ursache zur Rastung, wie sie Rued beschreibt, kann ich nicht bestätigen ;
Die Lenkungslager an meinem 103 A-0 wurden vor über 100.000 km und über 20 Jahren erneuert und laufen noch astrein
ich habe mir mal einen Lagerschaden am Lenkkungslager (Rued nennt es Mittelrastung) genauer angesehen
oft handelt es sich um einen Standschaden an den Lenkungslagern, wenn das Fahrzeug längere Zeit in feuchter
Umgebungaluft steht: An den Berührungspunkten der Kugeln zur Lagerschale hält sich Feuchtigkeit, die punktuell zur
zur Korrosion führen. Dadurch entstehen in den Lagerschalen im Abstand der Kugeln kleine Mulden, die sich beim Lenken
wie eine gleichmäßige Rastung anfühlen
Ein Nachstellen in diesem Zustand ist sinnlos, da sich dadurch die Rastwirkung verstärkt
Nun zu Deinem lockeren Lenklager:
Wenn nur das Lagerspiel zu groß ist, aber keine Rastung zu spüren ist sollte ein Nachstellen des Lagers zum Erfolg führen
Wenn die Lenklager erst erneuert wurden verwendet ein mitdenkender Monteur zum Kontern der Ringmutter nicht mehr die Madenschrauben
mit Flachschlitz sondern mit Innensechskant (Inbus Stiftschraube M6 x 8 ). Mit gewinkeltem Inbusschlüssel SW 3,0 mm sind diese jederzeit erreichbar
(für die originalen Madenschrauben gibt es aber auch abgewinkelte Schraubendreher)
Oft lässt sich aber diese gekonterte Ringmutter mit einem Splintentreiber (Durchschlag) 5mm, eingesteckt in die seitlichen Bohrungen, noch
verdrehen.
Dazu habe ich mir vor langer Zeit mal überlegtund das Lenklager nachzustellen, ohne die Vorderradhaube zu entfernen,
Um Arbeit und Zeit zu sparen.
Vorausgesetzt die Ringmutter lässt sich gekontert mit etwas Kraftaufwand noch drehen:
Dazu habe ich im genauen Abstand vom Lenkschloss-Gehäuse nach oben durch das Beinschild ein Loch mit 5 mm gebohrt,
durch das der 5 mm Splintentreiber in eine der 4 Bohrungen in der Ringmutter gesteckt wird.
Durch Linksdrehung des Lenkers und Festsetzen der Ringmutter mit Durchschlag wird diese nach Rechts gedreht und somit das
Lagerspiel verkleinert
