Hallo zusammen ,
Kann es sein , dass Öl ins unterbrechergehäuse läuft? Mein restaurierter A1 mit ungeöffneten Motor läuft ordentlich , nach 400 km habe ich schaltbowdenzüge nachgestellt und den unterbrecherkontakt kontrolliert. Im Unterbrechergehäuse war ziemlich viel Öl - kann mich nicht erinnern , dass ich da soviel geschmiert habe ..
unten am limagehäuse hängt auch immer ein Tropfen , von Öl Verlust kann man aber nicht sprechen .
Hatte das jemand schon mal ?
Viele Grüße aus der Oberpfalz
Thomas
Öl im Unterbrechergehäuse
- heinkel-bernd
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Re: Öl im Unterbrechergehäuse
Servus Thomas,
ist wohl ein ungewöhnliches "Ereignis", wie man an der (fehlenden) Reaktion der Experten sieht
Wie das Öl aus dem Motor über einen undichten Kurbelwellen-Dichtring in das Gehäuse des Unterbrechers findet,
ist mir auch ein Rätsel !
M.E. anhand der Schnittzeichnung technisch nicht möglich.
Rot = KW-Dichtring
Blau = Fliehkraftregler
Gelb = Motoröl
ist wohl ein ungewöhnliches "Ereignis", wie man an der (fehlenden) Reaktion der Experten sieht
Wie das Öl aus dem Motor über einen undichten Kurbelwellen-Dichtring in das Gehäuse des Unterbrechers findet,
ist mir auch ein Rätsel !
M.E. anhand der Schnittzeichnung technisch nicht möglich.
Rot = KW-Dichtring
Blau = Fliehkraftregler
Gelb = Motoröl
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Öl im Unterbrechergehäuse
hallo,
bin auch bernds meinung.
evlt. läufts vom zylinderfuss runter und dann zwischen dem blechdeckel bzw. dem unterbrecherkabel hinein. gummiring und tülle in ordnung?
bin auch bernds meinung.
evlt. läufts vom zylinderfuss runter und dann zwischen dem blechdeckel bzw. dem unterbrecherkabel hinein. gummiring und tülle in ordnung?
mfg & have a nice day
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Re: Öl im Unterbrechergehäuse
... oder der Schmierfilz für die Kontakte wurde etwas zu sehr mit Öl geschmiert.
Gruß
Hans
Gruß
Hans
-
Tomgibtgas
- Beiträge: 7
- Registriert: 30.12.2021, 10:02
Re: Öl im Unterbrechergehäuse
Hallo zusammen ,
Danke für die Infos .
Vielleicht doch Zuviel geölt .. das sich dann im Unterbrechergehäuse verteilt hat .
Beim nächsten öffnen seh ich ich’s ja , ob der unterbrecher wieder so verölt ist .
Grüße aus der Oberpfalz
Thomas
Danke für die Infos .
Vielleicht doch Zuviel geölt .. das sich dann im Unterbrechergehäuse verteilt hat .
Beim nächsten öffnen seh ich ich’s ja , ob der unterbrecher wieder so verölt ist .
Grüße aus der Oberpfalz
Thomas
-
Tomgibtgas
- Beiträge: 7
- Registriert: 30.12.2021, 10:02
Re: Öl im Unterbrechergehäuse
Danke für die Schnittzeichnung , ganz hilfreich .
Öl ist bei mir halt an mehreren stellen , aber nicht so sehr viel . Ganz trocken wird man einen Heinkel wohl nie bekommen ( müssen)
VG
Thomas
Öl ist bei mir halt an mehreren stellen , aber nicht so sehr viel . Ganz trocken wird man einen Heinkel wohl nie bekommen ( müssen)
VG
Thomas
- Erdgeschoss
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- Registriert: 13.08.2020, 22:12
Re: Öl im Unterbrechergehäuse
"Doch."Tomgibtgas hat geschrieben: 10.06.2022, 17:47 ... Ganz trocken wird man einen Heinkel wohl nie bekommen ...
Oben anfangen, das oberste (und einfachste) was ich auf Deinen Photos sehe ist die undichte Ventildeckeldichtung.
Lambr1kel!
Schnell - zuverlässig - billig. Such zwei aus.
Schnell - zuverlässig - billig. Such zwei aus.
-
Tomgibtgas
- Beiträge: 7
- Registriert: 30.12.2021, 10:02
Re: Öl im Unterbrechergehäuse
Ok - danke , dann fang ich da mal an 
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3411
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Re: Öl im Unterbrechergehäuse
Servus Thomas,
An meinen Heinkelmotoren beginnen viele Schraubenkopfe zu rosten, weil das "Verlust-Öl" fehlt
Hier mal ein paar Tipps für einen öldichten Motor:
- Ventildeckel:
Durch höhere Laufleistung des Motors schwindet das Material des Zylinderkopfes im Bereich der Zündkerze.
Die Dichtfläche zum Zylinder lässt sich problemlos maschinell planschleifen. Zum Ventildeckel gibt es aber Probleme durch
die Gewindestifte und die Kipphebelböcke
Deshalb lege ich auch eine neue Ventildeckeldichtung im Bereich der Zündkerze
mit etwas Dichtmittel (beidseitig) auf.
- Gewindestopfen:
Alu-Dichtringe verwende ich nur einmal, Kupferdichtringe kann man nach Weichglühen mehrmals verwenden.
- Muttern an Kulu-Deckel und Kurbelgehäuse:
Wo kein weiterer Halter befestigt wird, müssen Alu-Dichtringe verwendet werden. Dazu verwende ich keine selbstsichenden
Muttern sondern Hutmuttern. Wo zusätzliche Halter (Entlüftungsschlauch, Rückholfeder f. Kupplung, Batterimasse usw.)
befestigt werden kommt vorher Dichtmasse zum Einsatz.
Auch unter die NEUE selbstsichernde Gehäusemutter im Bereich des Schwingenlagers kommt ein Alu-Dichtring.
- Gewindestift im Bereich der rechten Motorlagerung:
Kurz vor dem Aufsetzen des LIMA-Deckels wird die Bohrung am Deckel motorseitig leicht angesenkt, der Bereich entfettet,
direkt am Motor Dichtmittel um den Gewindestift aufgetragen und ein 6 mm O-Ring darüber geschoben.
- Ölmessstab
Im Heinkel-Shop gibt es seit einigen Jahren Aufnahmen für den Ölmessstab des 103 A-1/A-2, die den Messstab durch
einen O-Ring am Schaft des Stabes zuverlässig abdichten.
- Kurbelgehäuse-Entlüftung:
Bei jedem Hub des Kolbens entsteht im Kurbelgehäuse abwechselnd Über-/Unterdruck.
Ist der ohnehin schon kleine Querschnitt durch einen abgeknickten/verengten Schlauch (über dem Ventildeckel) verringert,
fördert dies natürlich auch den Ölverlust an alten Flach- und Wellendichtungen.
- Zylinderkopfmuttern:
Dazu und zu den weiteren Punkten wurde hier im Forum auch schon geschrieben und mit der SUFU (ganz oben rechts),
den richtigen Begriffen und etwas Geduld auch zu finden
Da muss ich dem Erdgeschoss zustimmen:Tomgibtgas hat geschrieben: ↑10.06.2022, 16:47
... Ganz trocken wird man einen Heinkel wohl nie bekommen ...
Die Erfahrungen, die man im Laufe der Zeit am Heinkel sammelt, stehen halt nicht in der Montageanleitung"Doch."
Oben anfangen, das oberste (und einfachste) was ich auf Deinen Photos sehe ist die undichte Ventildeckeldichtung.
An meinen Heinkelmotoren beginnen viele Schraubenkopfe zu rosten, weil das "Verlust-Öl" fehlt
Hier mal ein paar Tipps für einen öldichten Motor:
- Ventildeckel:
Durch höhere Laufleistung des Motors schwindet das Material des Zylinderkopfes im Bereich der Zündkerze.
Die Dichtfläche zum Zylinder lässt sich problemlos maschinell planschleifen. Zum Ventildeckel gibt es aber Probleme durch
die Gewindestifte und die Kipphebelböcke
mit etwas Dichtmittel (beidseitig) auf.
- Gewindestopfen:
Alu-Dichtringe verwende ich nur einmal, Kupferdichtringe kann man nach Weichglühen mehrmals verwenden.
- Muttern an Kulu-Deckel und Kurbelgehäuse:
Wo kein weiterer Halter befestigt wird, müssen Alu-Dichtringe verwendet werden. Dazu verwende ich keine selbstsichenden
Muttern sondern Hutmuttern. Wo zusätzliche Halter (Entlüftungsschlauch, Rückholfeder f. Kupplung, Batterimasse usw.)
befestigt werden kommt vorher Dichtmasse zum Einsatz.
Auch unter die NEUE selbstsichernde Gehäusemutter im Bereich des Schwingenlagers kommt ein Alu-Dichtring.
- Gewindestift im Bereich der rechten Motorlagerung:
Kurz vor dem Aufsetzen des LIMA-Deckels wird die Bohrung am Deckel motorseitig leicht angesenkt, der Bereich entfettet,
direkt am Motor Dichtmittel um den Gewindestift aufgetragen und ein 6 mm O-Ring darüber geschoben.
- Ölmessstab
Im Heinkel-Shop gibt es seit einigen Jahren Aufnahmen für den Ölmessstab des 103 A-1/A-2, die den Messstab durch
einen O-Ring am Schaft des Stabes zuverlässig abdichten.
- Kurbelgehäuse-Entlüftung:
Bei jedem Hub des Kolbens entsteht im Kurbelgehäuse abwechselnd Über-/Unterdruck.
Ist der ohnehin schon kleine Querschnitt durch einen abgeknickten/verengten Schlauch (über dem Ventildeckel) verringert,
fördert dies natürlich auch den Ölverlust an alten Flach- und Wellendichtungen.
- Zylinderkopfmuttern:
Dazu und zu den weiteren Punkten wurde hier im Forum auch schon geschrieben und mit der SUFU (ganz oben rechts),
den richtigen Begriffen und etwas Geduld auch zu finden
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth