Kohlen in der Dynastartanlage

Motor-Vergaser-Antrieb
BMW Schrauber
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Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von BMW Schrauber »

Hallo

jetzt werd ich wohl doch Dauergast hier.

Hab grad den lima Rotor runtergebaut.

Da war scho mal jemand drin. sieht man an den Abdrückmarken an der Limarotorschraube.

Wenn ich schon mal dran bin, Kohlen der Dynastartanlage. Die die ich drinne hab sind so 15mm lang (Gesamtlänge).

Wie lange sind denn die Kohlen als Neuteil? Kann man an dem Verschleiss der Kohlen etwa die Laufzeit festmachen, also wie lange die schon drin sind?

Mein Tourist hat jetzt 75tkm drauf.

Gruss

Dieter
Stephan
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von Stephan »

Hallo Dieter
15mm sind "fast" neu, 16mm sind original Länge. Schau mal unter Technik auf der Homepage, da steht ein sehr guter Artikel zum Kohlentausch.
Die Lebensdauer ist sehr vom Fertigungsdatum abhängig, alte Kohlen halten sehr lange, dann gab es Ende der 80er Kohlen, die hielten sehr kurz, die heutigen geschätzt vielleicht 25000km.
Suche mal im Forum, da steht noch mehr ;-).
Die Perfektionisten und diejenigen, die den kostbaren Anker schützen wolle, bauen Kohlebegrenzer ein, damit bei verschliessenem Kohlen nichts passiert , suche auch mal danach im Forum, es gibt verschiedene Varianten.
Viel Erfolg.
Stephan
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heinkel-bernd
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Dieter,

da bring ich doch gleich ein paar Fotos :wink:

Aber:
Im neuen Startpost solltest Du auch Dein Rollermodell angeben.
In diesem Fall reicht aber BOSCH oder SIBA.
Ich gehe jetzt mal von den meistgefahren Touristen mit BOSCH-Anlage aus.
Dann:
Die Gesamtlänge nützt zur Beurteilung des Verschleißes gar nichts, wenn die Musterkohle
nicht aus der gleichen Produktion kommt wie die betroffene Kohle !
Deshalb habe ich die nutzbare Länge einer neuen Kohle angegeben :
.
BOSCH-Kohle nutzbare Länge 1.JPG
BOSCH-Kohle nutzbare Länge 2.JPG
.
Diese Länge sollte aber nicht ausgenutzt werden, da die Gefahr besteht, dass die Kupferlitze dann
schon am Kollektor schleift und diesen beschädigt :x
Dagegen gib es aber neuerdings sogen. "Kohlebegrenzer", die jedoch einer gewissen "Geheimhaltung"
unterliegen. Dabei handelt es sich nicht um die Kupferdrähte, die über die offene Litzenführung
gelötet werden, sondern um eine bessere, geschraubte Konstruktion :wink:

Habe gerade gesehen, dass Stefan auch schon geantwortet hat und schreibe deshalb nur noch
grundsätzlich zur Lebensdauer:
Diese ist natürlich auch von der Aufnahmeleistung der Verbraucher abhängig :idea:
Der Abnehmer der permanent den meisten Strom braucht, ist die Beleuchtung !

Früher fuhr man tagsüber ohne Licht, das war für die Kohlen kein Problem :D
Dann kam die Pflicht, tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. 35 W Bilux oder 35 W Halogen HS2+
Armaturenbeleuchtung und Rückleuchte ziehen permanent ca. 45 W. Das schränkt die Lebensdauer
der Kohlen schon etwas mehr ein :?
Es werden inzwischen aber schon H4-Scheinwerfer eingebaut, die mind. 55 W ziehen ! Mit der Restbeleuchtung
kommt man dann auf ca. 65 W, was die Nutzungsdauer der Kohlen natürlich weiter herabsetzt :(
LED-Scheinwefer, die vereinzelt in Touristen schon Verwendung finden, brauchen bei voller Leuchtstärke
(Abblend- zus. mit Fernlicht und Standlicht) ca. 22 W :D . Zusammen mit der restl. Beleuchtung werden dann
nur noch 32 W benötigt, was natürlich auch die Kohlen enorm schont :D
(Zu den obigen Rechnungen muss noch ein geringer Strombedarf für Zündung, Bremslicht, Blinker, usw. addiert werden)
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BMW Schrauber
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von BMW Schrauber »

Hallo

Danke für eure Infos. Ich revanchiere mich mal wenn jemand von euch ne alte /5 pder /6 BMW restaurieren will ;-)

Nun ich werde die Kohlen trotzdem wechseln müssen, weil an ein paar stellen sind die Ecken ausgebrochen. Wahrscheinlich waren die beim Einbau nicht angefast. Wer weiss.

Das mit der Leistungsaufnahme verstehe ich auch so, viel Strom = Viel Verschleiss. Hat man bei vielen Lichmaschinen so die als Nebenschlussläufer oder Reihenschlussläufer gebaut sind oder eben auch die Lichtmaschinen mit stromdurchflossenem Klauenpolanker (Gummikuh)

Nun ich lasse meine 25W Funzel im Roller, so schlecht ist das Licht übrigens gar nicht. Mein Nachbar fährt ne alte Gilera und hat die gleichen Lampen.
Da haben wir noch einiges an Reserve bevor wir auf LED umrüsten.

Die Lima ist übrigens eine Bosch, keine Siba.

Mit der KOhlensicherung, das kenne ich auch von anderswo dass man da einen Sicherungsdraht über die Messingführung lötet, damit die Kolhe nicht zum Draht hin runterfährt und dann den Läufer evtl beschädgt.
Hatte ich auch so vor zu modifizieren. Mit einer gscheiten Indulstrie-Lötstation (Weller) geht das schon, mit dem alten Bratlötkolben der mehr warm macht als Lötet geht man an so eine heikle stelle eh nicht hin.

Was ist aber die gennannte "Speziallösung"?

Gruss Dieter
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heinkel-bernd
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Dieter,

Ich habe jetzt den Eindruck bekommen, dass die Lima bei Dir in guten Händen ist :wink:

Ich möchte mich nicht mit fremden Federn (und auch nicht mit den neueren Kohlebegrenzern)
schmücken :wink:
Deshalb der Hinweis auf die Heinkel-Info 1/2018 Seite 16

Wenn Du mir über PN Deine E-mail Adresse schickst, kann ich Dir auch einen Scan
zukommen lassen, falls Du diese Info nicht greifbar hast.

Die Methode mit den Drahtstegen wende ich nicht mehr an, da ich mal bei einer Demontage der LIMA
nur einen Draht am richtigen Platz wiedergefunden habe :shock:
Der Rest hat sich irgendwie in Luft aufgelöst :?
(Um den Einwand gleich zu entkräften: Ich bin Metallbauer und kann weichlöten)
Nun ich lasse meine 25W Funzel im Roller, so schlecht ist das Licht übrigens gar nicht.
BILUX 35/35W ! Gibt es auch als Halogen HS2 mit dem gleiche Sockel und bringt geringfügig etwas mehr Licht.
Bei mattem Reflektor hilft natürlich das beste Leuchtmittel wenig :idea:

Und Danke für Dein Angebot zu Revanche :D
Aber mit 68 bleibe ich lieber bei meinen Touristen. Da wird es mir mit den Kunstwerken der Improvisations-Talente
aus den letzten Jahrzehnten auch nicht langweilig :?
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BMW Schrauber
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von BMW Schrauber »

Hallo Bernd

Hat etwas gedauert bis ich antworten konnte auf Deinen Beitrag. Wir sind nebenher grad mit Stallumzug der Reitgetiere meiner Frau beschäftigt und da gibt es einige Transportfahrten die zu bewerkstelligen sind.

Nebenbei muss ich auch noch arbeiten, Altersteilzeit ist zwar in Aussicht gestellt, Beantragung erfolgt Anfang 2022. Also demnächst.

Das mit der Clubzeitung, ich hab einiges im Downloadbereich gefunden, Clubzeitungen als PDF von 81 bis 2011. Die les ich mir jetzt nach und nach mal durch, aber die angesprochene 01/18, die hab ich leider nicht gefunden im Download. Daher wäre ein Foto genial von dieser Schraubvariante.
Auch in Papierform liegt mir diese Ausgabe nicht vor.

Weichlöten Hartlöten Schweissen und sonstiges hat man mal gelernt während der Lehrzeit. Ich auch. Bin gelernter Maschinenschlosser mit Elektromechaniker Zusatzausbildung. Hab auch dann Jahre Werkzeugmaschinenreparatur, beim Boschdienst und BW Fahrzeug und Betriebsmittelinstandsetzung gearbeitet Anfang der 80 er.
Gewiss, es besteht hier keine Sicherheit dass mal so ein Kohlenhalter auch sehr warm wird (Startstrom) und dann geht die Lötstelle halt auf oder verändert die Kristallstruktur und bricht dann auf mit der Zeit. An den Bosch Schubankeranlassern kann man auch keine Kabel löten, weil da fliesst auch ordentlich Startstrom. Verschraubungen haben den Nachteil der Schock und Vibrationsbelastung. Sollten also auch irgendwie dann die Gewinde verstemmt und Gesichert werden?

Hat man den Anlasserstrom überhaupt mal gemessen, wie gross der wirklich ist? Gibts da Werte?

Mittlerweile bin ich bei der Kupplung angekommen und hab mir mal das Spannwerkzeug ausgemessen. Ja da ist so ein C Ring drin, Modell für Kolbenbolzen Deutz Grossdieselmotor. Der C Ring muss raus, braucht eine Kegelhülse zum aufsetzen, aufweiten und eine Schiebebuchse. Gibts da Konstuktionszeichnungen?
Drehmaschin hab ich im Keller, Herstellen ist da also nicht so schlimm.
Fürs Anhalten des Kupplungskorbs beim zentralschraube lösen hab ich mir eine alte Kupplungsscheibe besorgt an die ich Halter schweisse.

Im Reparaturhandbuch wird über diesen C ring nur angemerkt dass dieser mittels Schraubenzieher aufgebogen wird zur Demontage. Geht da nix Kaputt bei so einer Aktion mit aufhebeln?

An den Primärtrieb war schon mal jemand dran, der ist ähnlich wie die Kolben ca. 3000 km alt Die Kupplungssscheiben haben noch so ~2mm Belag auf jeder Seite. Ist das noch gut so?

Ja gut, customizing gabs bei den Grossrollern auch..... Drum suchte ich auch einen unrestaurierten. Etwas Sorge macht mir auf dem Gehäuseboden eine nicht unbeträchtliche Menge Ölschlammbildung.

BMW Boxer, es gab vor so 10 Jahren mal den Wahn, aus jeder alten Kuh einen Caffeeracer zu bauen oder einen Scrambler. Handwerklich waren da anfangs auch noch gute Fahrzeuge zu sehen, aber das hat schnell abgenommen. Eine gscheite Kuh in Orginalzustand hat schon heftge Preise. Verbastelte Ware, kann ich nur raten die Finger von zu lassen....

Gruss

Dieter
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heinkel-bernd
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Dieter,
Das mit der Clubzeitung, ich hab einiges im Downloadbereich gefunden, Clubzeitungen als PDF von 81 bis 2011.
Es werden auf der homepage immer nur bestimmte "Heinkel-Infos" veröffentlicht.
Ich will aber dem "Erfinder" dieser Kohlensicherung nicht in`s Handwerk pfuschen, deshalb gibt es hier von mir
auch kein Foto ! Per PS kann man keine Dateianhänge versenden, deshalb geht nur E-mail :wink:
Hat man den Anlasserstrom überhaupt mal gemessen, wie gross der wirklich ist? Gibts da Werte?
Ich glaube, mal was von 80 bis 90 A erfahren zu haben.
So viel muss jedenfalls ein Hochstrom-Relais aushalten, wenn ein defektes Starterrelais ersetzt werden muss.
Im Reparaturhandbuch wird über diesen C ring nur angemerkt dass dieser mittels Schraubenzieher aufgebogen wird zur Demontage. Geht da nix Kaputt bei so einer Aktion mit aufhebeln?
Auf dem oberen Foto siehst Du meinen selbstgefertigten Kupplungsspanner noch im entspannten Zustand.
Wird mit den Flügelmuttern der Federteller gegen das Kulu-Packet gedrückt (Unteres Foto), kann sich der Drahtsprengring
öffnen und lässt sich mit einem stabilen Schraubenzieher abhebeln :wink:
.
Kulu-Spanner.JPG
Kulu-Drahtsicherung.JPG
Die Kupplungssscheiben haben noch so ~2mm Belag auf jeder Seite. Ist das noch gut so?
Ich habe schon rutschende Außenlamellen ausgebaut (Mitnehmer am äußeren Unfang, deshalb "Außenlamelle")
und im Vergleich mit neuen Belägen festgestellt, dass sie kaum an Dicke verloren haben.
Ein Kupplungsrutschen bewirkt vielmehr die Verglasung der Reibbeläge (auch unter Öleinwirkung), deshalb sollten
bei unbekannter Laufzeit und Reibverhalten diese Außenlamellen profilaktisch erneuert werden :idea:

Hier noch eine Abbildung des Kulu-Spanners aus dem Heinkel-Shop:
Kuluspanner Shop.jpg
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BMW Schrauber
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von BMW Schrauber »

Hallo Bernd,

Die Urheberrechte will ich auf keinen Fall verletzen. Vielleicht mach ich mich da mal auf die suche nach den Heinkel Clubinfo-Heften. Ab und an werden da ganze Sammlungen angeboten.

Danke für die Bilder mit dem Kupplungsspanner. So ähnlich hab ich mir den auch angedacht.
Allerdings ist der auch gar nicht mal so teuer wenn man den beim Club bestellt. Teileliste 2021 auf der Seite 42 sagt das jedenfalls.

Hab eh einiges auf der Liste, da macht dieses Werkzeug den Kohl nicht fett.
Kupplung bestell ich mir da dann auch besser ne Neue, wenn man da schon mal dran ist.

90A Startstrom. Gut, kann die Batterie schon liefern. Da ist irgendwelches Weichlot schon kritisch. Startrelais haben aber immer noch etwas Marge bis zur Leistungsgrenze.

Gruss

Dieter
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heinkel-bernd
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Dieter,

Du hast eine E-mail von tourist.rollerschm....... :D
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
rakrenz
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Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von rakrenz »

Zum Schonen der Kohlen habe ich an meinem Roller LED Tagfahrlichter angebaut. Diese sind in Zusatzscheinwerfergehäuse eingebaut, wie sie früher verbaut worden sind. Über ein Relais gesteuert, brennen sie nur, wenn das normale Ablend- oder Fernlicht nicht eingeschaltet sind.
Dateianhänge
DSC01470k.JPG
DSC01466k.JPG
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