Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Motor-Vergaser-Antrieb
Ulli_kln
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von Ulli_kln »

Hallo Jungs,
ich weiß, ich wiederhole mich, aber Eure spontane Hilfe und Hilfsangebote sind unglaublich!
Ab und zu ärgere ich mich ja über mein altes Schätzchen, aber allein diese eingeschworene Heinkel-Gemeinschaft ist Grund genug, dem Heinkel treu zu bleiben (hab' das gute Stück seit 74).
Meine aktuelle Reparaturstrategie:
Plan 1: einen neuen Helicoil Einsatz in das bestehende Gewinde eindrehen und Zuganker mit 30
nm anziehen. Wenns hält, den Kopf drauf und auch mit 30 nm anziehen.
Wenns dann immer noch hält, drauf hoffen, dass sich das im Fahrbetrieb nicht ändert :-).
Plan 2: Doch noch mal mit Werner überlegen, ob die Würth-Variante doch klappen könnte.
Man könnte doch den Zuganker ca. 3 mm versenken, um den oberen "ausgeleierten"
Bereich auszulassen. Da die Bohrung 24 mm tief ist, das Gewinde des Zugankers 20 mm
hat, sollte das doch möglich sein.
Plan 3: Die 12 mm Variante, wobei ich da aber nicht sicher bin, ob 12 mm möglich sind (es ist der
vordere rechte Zuganker). Auch traue ich mir nicht zu, exakt senkrecht zu bohren. Also
werde ich dem Fall wohl Profis dran lassen müssen.
Viele Grüße Ulli
A2Koeln
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von A2Koeln »

Hallo Ulli,
den originalen Zuganker 3 mm zu versenken ist nicht gut. Die Mutter, die oben das volle Drehmoment bekommt trägt dann nicht mehr vollständig. Die rappelt sich lose. Bei mir nach ca. 8 Tkm so passiert. Also müsste ein entsprechend längerer Zuganker her, der in der Länge mit den Originalen oben aufschließt. Dann sollte es klappen!
Gruß
A2Köln
Heinkelgrüße von
A2Köln
Ulli_kln
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von Ulli_kln »

Hallo A2Köln,

längerer Zuganker wäre auf jeden Fall eine gute Option.
Wobei doch bei den Originalen auch mindestens 10 mm oben Luft ist, d.h. die Mutter nicht bündig abschließt. Über die Ostertage geht jetzt eh nichts, also hab ich noch Zeit zum grübeln :-).
Viele Grüße Ulli
manfred030

Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von manfred030 »

Moin,
normalerweise schaut der Zuganker oberhalb der Mutter noch ein-zwei Windungen raus. Wenn ein oder mehrere Zuganker oberhalb der Mutter noch 1 cm rausschauen, sollte man unbedingt prüfen, ob die Zuganker fest eingedreht sind! Sollte man bei Neuaufbau grundsätzlich prüfen. Das ist nämlich häufig der Grund, dass der Zuganker beim festziehen mit rauskommt und damit das Gewinde "rausgerissen/ beschädigt" wird.
Manfred
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heinkel-bernd
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von heinkel-bernd »

GENAU !

Ein komplett eingeschraubter und fest sitzender Zuganker am Zylinder verträgt auch leicht ein
Anzieh-Drehmoment von 35 Nm, wie ich es bei der Verwendung von Massiv-Kupferdichtungen
am Zylinderkopf immer handhabe ! :wink:
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
Ulli_kln
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von Ulli_kln »

Hallo Jungs,
bin noch nicht dazu gekommen, die Sache anzugehen.
Noch eine Idee:
Falls das mit dem Reparaturgewinde (Helicoil oder Würth) mit der bestehenden Bohrung nicht klappt: spricht was dagegen, einen Zuganker zu benutzen, der an einer Seite ein M10 Gewinde hat?
Das bestehende "Loch" hat in den oberen ca. 5mm 9,5 mm Durchmesser ("ausgeleiert" wg. des herausgezogenen Helicoil-Einsatzes). Insofern wäre das Schneiden eines 10 mm Gewindes doch eine Alternative.
Gibt es so einen Zuganker fertig oder muss der angefertigt werden?
Schon unglaublich, wie lange man sich mit so einem doofen "Loch" beschäftigen kann :-).
Vg Ulli
Gundolf 5530
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von Gundolf 5530 »

Moin Moin

Wenn dir auf Grund deiner angegebenen Daten erfahrene Leute empfehlen es mit M 12 zu probieren wird das schon seinen Grund haben !
Für M 10 dürfte wohl dein Kernloch schon jetzt oben etwas zu groß sein. Außerdem mußt du auch da,senkrecht bohren und schneiden.
Du solltest auch nicht auf die Idee kommen als Zuganker eine Stück Gewindestange oder so aus dem Baumarkt zu nehmen, etwas spezieller ist son Zuganker schon ( Gewinde gerollt denke ich, Stahl nicht gerade 4.8 oder so...) )
Auch solltest du dein neues Gewinde und oder die neue Kernbohrung nicht tiefer bohren als Original, schon gar nicht ganz durch. Ich würde auch Gewindebohrer für Sacklöcher empfehlen, die sind vorne stumpf was sicherlich auch noch einen Gewindegang bringt.

Gruß Gundolf
Ulli_kln
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von Ulli_kln »

Hallo Gundolf,
vielen Dank für deine Tipps. Ich fahre zwar mein Schmuckstück seit 1974 ununterbrochen und habe schon viele Stunden dran geschraubt, kenne aber meine handwerklichen Grenzen.
Und ich habe großen Respekt vor der Kompetenz der Spezialisten :wink: .
Von gerollten Gewinden hatte ich bisher z.B. noch nie was gehört,Baumarkt-Material kommt aber natürlich nicht zum Einsatz.
Hab mir vom Club einen neuen Satz Zuganker bestellt, suche aber noch nach einem vergleichbaren Zuganker, der ca. 5 mm länger ist, um ihn etwas tiefer in die Bohrung versenken zu können.
VG Ulli
manfred030

Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von manfred030 »

Moin Ulli,
wenn es Dir weiter hilft, kannst Du auf einen Zuganker vom Käfer zurück greifen, denn da stimmt die Festigkeit.
Käfermaße: Gewinde 8 mm, Gewindelänge oben und unten 25 mm, Länge des Zugankers 235 mm, müßte also gekürzt werden und mit neuem Gewinde versehen werden.
Für den Käferzuganker gibt es eine Gewinde Stahlbuchse mit Innengewinde 8 mm und Außengewinde mit 12mm, Länge 28 mm, unten geschlossen, da die Anker auch beim Käfer öfters ausgerissen sind.
Heinkelmaße: Gewinde 8mm, Gewindelänge unten im Block 15 mm, Gewindelänge oben 20 mm, Länge Zuganker 180 mm.
Ich hoffe, Du findest eine Lösung für Dein Problem.
Manfred
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Bernd Hünten
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Re: Zylinder Zuganker Helicoileinsatz Problem

Beitrag von Bernd Hünten »

Ich schließe mich mal an diesen Zugankerbericht an.
Ich habe vor Jahren die Zugankergewinde im Gehäuse überholen lassen, weiß aber nur, dass kein Helicoileinsatz verwendet wurde. Mein Problem ist jetzt, dass ich am Kopf nicht genug Gewindelänge habe, d. h. die Muttern schließen nicht bündig ab bzw. das Gewinde der Anker sieht nicht aus den Muttern heraus und die normale Haltbarkeit ist nicht mehr vorhanden. Entweder hält das Gewinde nicht oder die Muttern überdrehen.
Inzwischen habe ich mir einen gebrauchten Zuganker angesehen und festgestellt, dass die Gewindelänge auf beiden Seiten unterschiedlich ist. Welche Gewindelänge gehört nun ins Gehäuse, die kürzere oder die längere? Wenn ich die kürzere eindrehen würde, hätte ich im Kopf etwas mehr Gewinde zur Verfügung - vorausgesetzt der Anker lässt sich nicht weiter eindrehen.
Da der Club wieder Zuganker hat, habe ich neue bestellt.
Kann mir jemand einen Rat geben?
Danke
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
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