WOW!
Gestern, liebe Heinkler, die erste gössere Probefahrt mit der Trojan.
Bin seitdem am grinsen wie ein Honigkuchepferd und kriege es nicht mehr weg aus dem Gesicht...
Schon mit der unrestaurierten Kabine war ich ja ein paar Runden um den Block und angenehm überrascht, aber jetzt weiss ich's sicher.
Das geht ja richtig flott um die Kurven und die Lenkung fühlt sich fast so direkt an wie beim Gespannfahren - heftig.
Ich sehe schon: Das was ich an Sprit spare, gebe ich an Reifen wieder aus, womit ich zum Thema komme:
Die Kabine scheint mir auf Asphalt bei nahezu Geradeausfahrt ab etwa 55km/h etwas seltsam - sorry - ich finde das richtige Wort nicht.
Mir fehlen Erfahrungswerte mit symmetrischen Dreirädern und so kann ich schwer beschreiben, was sich da - sagen wir: "unsicher" an fühlt.
Wäre es ein modernes Automobil, würde ich einfach nach defekten/verschlissenen Kugelköpfen suchen und das Teil auf die Vermessungsbühne schicken.
Wäre es ein Gespann, würde ich (aber nur in beschriebener Fahrsituation) behaupten: Die Lenkung fühlt sich nach zu viel Nachlauf an, verhält sich jedoch wie zu wenig Nachlauf.
Oder anders ausgedrückt: Subjektiv würde der Nachlauf mit steigender Geschwindigkeit zunehmen (minimale Lenkkorrekturen führen nicht automatisch zu einer Rückstellung und der gefühlte Lenkwiederstand erhöht sich), dennoch - bei langsamerer Fahrt, bzw. flinker Kurvennahme, scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein, was auch für das Gegenteil sprechen würde.
Ja - das klingt recht verworren und durcheinander - ich weiss.
Ich hoffe ich habe die Spur (mit Markierungen auf Besenstiel und Zollstock) richtig eingestellt, könnte es doch damit zusammenhängen?
Könnte es auch an den Reifen liegen? Die neuen sind vom Profil her leicht rundlich und auf Schotterwegen habe ich dieses Gefühl bisher nicht verspürt.
Grüsse Ralf
Edit: 5.11.08
Zwischenzeitlich habe ich die Vorspur zurückgenommen, und zwar gleich sehr stark, um den Unterschied besser fühlen zu können.
Die Kurvenfreudigkeit hat, wie erwartet, natürlich nachgelassen und das Fahrverhalten verteilt sich jetzt gleichmässiger über das Geschwindigkeitsspektrum.
Damit (oder wieder einem Tick mehr an Vorspur) könnte ich gut leben, aber:
Die Lenkung stellt sich absolut nicht zurück. Jetzt, wo wir schon so manche schönen Probefahrtkilometer hinter uns haben, ist die Spannung gewichen und man möchte sich gerne mal locker zurücklehnen und die Kabine ruhig laufen lassen. Aber leider muss ich recht konzentriert fahren, nach vorne schauen, denn die leiseste Lenkkorrektur führt zu einem Kurswechsel.
Irgendwas stimmt da nicht - müsste nicht auch die Verringerung der Vorspur, das beabsichtigte Übersteuern vermindern? Davon merke ich auf schnellem Asphalt nichts.
Bräuchte da wirklich mal Rat.
Grüsse Ralf
Edit: Freitag 21 November 2008
Ich glaube mein Radlager- bzw Hinterachsenspiel ist angewachsen.
Da hätte ich auch mal früher drauf kommen können. Meine Theorie bezüglich der Fahrwerksprobleme lautet nun, daß ein symmetrisches Dreirad auf Toleranzen an der Hinterachse sensibler reagiert, als ich es von anderen Fahrzeugen gewohnt bin.
Klar - sind hinten zwei Räder, kann sich das ausgleichen; Radlagerspiel an einem Hinterrad jedoch bewirkt eine sofortige 100%ige Lenkwirkung - das spürt man sofort.
Werde das gleich mal demontieren.
Grüße Ralf