Stellungnahme des ADAC zu Plänen einer jährlichen HU
Verfasst: 15.05.2025, 13:57
Stellungnahme zur
jährlichen Hauptuntersuchung für Fahrzeuge älter als 10 Jahre
im Rahmen der Revision der Richtlinie 2014/45/EU über die regelmäßige
technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern
Hintergrund und Argumente aus der Folgenabschätzung der EU-
Kommission
(Den vollständigen Text findet ihr hier: https://www.adac.de/news/auto-eu-aeltere-autos-hu/ )
Am 24. April 2025 hat die EU-Kommission einen Legislativvorschlag zur Änderung der Richtlinie
2014/45/EU über die regelmäßige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahr-
zeuganhängern vorgelegt. Die verschiedenen Maßnahmen des Legislativvorschlags sollen die Ver-
kehrssicherheit erhöhen und übermäßige Luftschadstoff- sowie Lärmemissionen reduzieren.
Dabei geht die EU-Kommission davon aus, dass sicherheitsrelevante Mängel sowie Defekte und
Manipulationen der Abgasnachbehandlung mit höherem Fahrzeugalter zunehmen. Dadurch seien
die EU-Bürger nicht nur einem höheren Verkehrssicherheitsrisiko durch unsichere Fahrzeuge, son-
dern auch vermeidbaren Luftschadstoffemissionen ausgesetzt. Die EU-Kommission schlägt daher,
wie bereits in einzelnen Mitgliedsstaaten geregelt, eine jährliche Hauptuntersuchung für Fahr-
zeuge vor, die älter als 10 Jahre sind.
Die EU-Kommission verfolgt mit dem Vorschlag das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle und der
Unfallopfer mit der Einführung jährlicher Prüfungen um ein Prozent zu senken. Als weiteres Ar-
gument führt sie auf, dass ältere Fahrzeuge pannenanfälliger und häufiger in Unfälle verwickelt
seien. Pkw-Unfälle seien für den weitaus größten Teil der Todesfälle im Straßenverkehr verant-
wortlich. Obwohl technische Defekte nur einen geringen Anteil an den Unfallursachen ausmachen,
spricht sich die Kommission für jährliche Untersuchungen aus mit der Begründung, dass diese ei-
nen erheblichen Unterschied machen könnten.
Die EU-Kommission geht weiter davon aus, dass im Rahmen der Abgasuntersuchung als Bestand-
teil der Hauptuntersuchung die meisten Fahrzeuge mit defekter sowie ein Teil der Fahrzeuge mit
manipulierter Abgasnachbehandlung entdeckt werden. Durch die frühzeitige Entdeckung und Be-
hebung dieser Mängel könne ein signifikanter Teil der übermäßig ausgestoßenen NOx-, Partikel-
und weiterer Luftschadstoffemissionen vermieden werden. Die jährliche Abgasuntersuchung
würde laut EU-Kommission daher erheblich zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.
Position des ADAC
Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist seit Jahrzehnten ein Kernanliegen des ADAC. Die
Hauptuntersuchung ist etabliert und gesellschaftlich anerkannt. Für ihre Weiterentwicklung im
Sinne der Verkehrssicherheit, des Umweltschutzes, der Datensicherheit und des Daten-
schutzes ist ihre Effizienz unabdingbar. Andernfalls könnte die gesellschaftliche Akzeptanz
gefährdet werden.
jährlichen Hauptuntersuchung für Fahrzeuge älter als 10 Jahre
im Rahmen der Revision der Richtlinie 2014/45/EU über die regelmäßige
technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern
Hintergrund und Argumente aus der Folgenabschätzung der EU-
Kommission
(Den vollständigen Text findet ihr hier: https://www.adac.de/news/auto-eu-aeltere-autos-hu/ )
Am 24. April 2025 hat die EU-Kommission einen Legislativvorschlag zur Änderung der Richtlinie
2014/45/EU über die regelmäßige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahr-
zeuganhängern vorgelegt. Die verschiedenen Maßnahmen des Legislativvorschlags sollen die Ver-
kehrssicherheit erhöhen und übermäßige Luftschadstoff- sowie Lärmemissionen reduzieren.
Dabei geht die EU-Kommission davon aus, dass sicherheitsrelevante Mängel sowie Defekte und
Manipulationen der Abgasnachbehandlung mit höherem Fahrzeugalter zunehmen. Dadurch seien
die EU-Bürger nicht nur einem höheren Verkehrssicherheitsrisiko durch unsichere Fahrzeuge, son-
dern auch vermeidbaren Luftschadstoffemissionen ausgesetzt. Die EU-Kommission schlägt daher,
wie bereits in einzelnen Mitgliedsstaaten geregelt, eine jährliche Hauptuntersuchung für Fahr-
zeuge vor, die älter als 10 Jahre sind.
Die EU-Kommission verfolgt mit dem Vorschlag das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle und der
Unfallopfer mit der Einführung jährlicher Prüfungen um ein Prozent zu senken. Als weiteres Ar-
gument führt sie auf, dass ältere Fahrzeuge pannenanfälliger und häufiger in Unfälle verwickelt
seien. Pkw-Unfälle seien für den weitaus größten Teil der Todesfälle im Straßenverkehr verant-
wortlich. Obwohl technische Defekte nur einen geringen Anteil an den Unfallursachen ausmachen,
spricht sich die Kommission für jährliche Untersuchungen aus mit der Begründung, dass diese ei-
nen erheblichen Unterschied machen könnten.
Die EU-Kommission geht weiter davon aus, dass im Rahmen der Abgasuntersuchung als Bestand-
teil der Hauptuntersuchung die meisten Fahrzeuge mit defekter sowie ein Teil der Fahrzeuge mit
manipulierter Abgasnachbehandlung entdeckt werden. Durch die frühzeitige Entdeckung und Be-
hebung dieser Mängel könne ein signifikanter Teil der übermäßig ausgestoßenen NOx-, Partikel-
und weiterer Luftschadstoffemissionen vermieden werden. Die jährliche Abgasuntersuchung
würde laut EU-Kommission daher erheblich zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.
Position des ADAC
Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist seit Jahrzehnten ein Kernanliegen des ADAC. Die
Hauptuntersuchung ist etabliert und gesellschaftlich anerkannt. Für ihre Weiterentwicklung im
Sinne der Verkehrssicherheit, des Umweltschutzes, der Datensicherheit und des Daten-
schutzes ist ihre Effizienz unabdingbar. Andernfalls könnte die gesellschaftliche Akzeptanz
gefährdet werden.