Stellungnahme zur
jährlichen Hauptuntersuchung für Fahrzeuge älter als 10 Jahre
im Rahmen der Revision der Richtlinie 2014/45/EU über die regelmäßige
technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern
Hintergrund und Argumente aus der Folgenabschätzung der EU-
Kommission
(Den vollständigen Text findet ihr hier: https://www.adac.de/news/auto-eu-aeltere-autos-hu/ )
Am 24. April 2025 hat die EU-Kommission einen Legislativvorschlag zur Änderung der Richtlinie
2014/45/EU über die regelmäßige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahr-
zeuganhängern vorgelegt. Die verschiedenen Maßnahmen des Legislativvorschlags sollen die Ver-
kehrssicherheit erhöhen und übermäßige Luftschadstoff- sowie Lärmemissionen reduzieren.
Dabei geht die EU-Kommission davon aus, dass sicherheitsrelevante Mängel sowie Defekte und
Manipulationen der Abgasnachbehandlung mit höherem Fahrzeugalter zunehmen. Dadurch seien
die EU-Bürger nicht nur einem höheren Verkehrssicherheitsrisiko durch unsichere Fahrzeuge, son-
dern auch vermeidbaren Luftschadstoffemissionen ausgesetzt. Die EU-Kommission schlägt daher,
wie bereits in einzelnen Mitgliedsstaaten geregelt, eine jährliche Hauptuntersuchung für Fahr-
zeuge vor, die älter als 10 Jahre sind.
Die EU-Kommission verfolgt mit dem Vorschlag das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle und der
Unfallopfer mit der Einführung jährlicher Prüfungen um ein Prozent zu senken. Als weiteres Ar-
gument führt sie auf, dass ältere Fahrzeuge pannenanfälliger und häufiger in Unfälle verwickelt
seien. Pkw-Unfälle seien für den weitaus größten Teil der Todesfälle im Straßenverkehr verant-
wortlich. Obwohl technische Defekte nur einen geringen Anteil an den Unfallursachen ausmachen,
spricht sich die Kommission für jährliche Untersuchungen aus mit der Begründung, dass diese ei-
nen erheblichen Unterschied machen könnten.
Die EU-Kommission geht weiter davon aus, dass im Rahmen der Abgasuntersuchung als Bestand-
teil der Hauptuntersuchung die meisten Fahrzeuge mit defekter sowie ein Teil der Fahrzeuge mit
manipulierter Abgasnachbehandlung entdeckt werden. Durch die frühzeitige Entdeckung und Be-
hebung dieser Mängel könne ein signifikanter Teil der übermäßig ausgestoßenen NOx-, Partikel-
und weiterer Luftschadstoffemissionen vermieden werden. Die jährliche Abgasuntersuchung
würde laut EU-Kommission daher erheblich zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.
Position des ADAC
Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist seit Jahrzehnten ein Kernanliegen des ADAC. Die
Hauptuntersuchung ist etabliert und gesellschaftlich anerkannt. Für ihre Weiterentwicklung im
Sinne der Verkehrssicherheit, des Umweltschutzes, der Datensicherheit und des Daten-
schutzes ist ihre Effizienz unabdingbar. Andernfalls könnte die gesellschaftliche Akzeptanz
gefährdet werden.
Stellungnahme des ADAC zu Plänen einer jährlichen HU
Stellungnahme des ADAC zu Plänen einer jährlichen HU
1. Vorsitzender Heinkel-Club Deutschland e.V.
Re: Stellungnahme des ADAC zu Plänen einer jährlichen HU
Also:
Viel geredet, nix gesagt, genau wie viele Politiker. Ne klare Pro oder Kontra aussage sehe ich da nicht. Oder sehe ich das falsch?
Viel geredet, nix gesagt, genau wie viele Politiker. Ne klare Pro oder Kontra aussage sehe ich da nicht. Oder sehe ich das falsch?
Re: Stellungnahme des ADAC zu Plänen einer jährlichen HU
hallo,
ist halt einfach wieder eine abzocke der „ärmeren“ arbeitnehmer und rentner, die sich kein neues fahrzeug leisten können. diese können sich halt leider nicht wehren und haben keine lobby!
diese gruppe wurde schon immer geknechtet und ausgenommen.
ist halt einfach wieder eine abzocke der „ärmeren“ arbeitnehmer und rentner, die sich kein neues fahrzeug leisten können. diese können sich halt leider nicht wehren und haben keine lobby!
diese gruppe wurde schon immer geknechtet und ausgenommen.
mfg & have a nice day
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Re: Stellungnahme des ADAC zu Plänen einer jährlichen HU
Hallo zusammen,
meine Meinung dazu: ich würde vom ADAC erwarten, in der Stellungnahme wenigstens einen Unterschied zwischen irgendwelchen alten Schrottkisten und "echten" Oldtimern hervorzuheben. Wie viele tödliche Unfälle gehen in Europa auf das Konto gut gepflegter und selten sowie meist vorsichtig bewegter Oldtimer (prozentual betrachtet)?
Ansonsten: ich bin relativ oft im europäischen Ausland unterwegs. Wenn man bedenkt, welche unaussprechlichen Schrottkübel z.B. in Spanien (insb. auf den Inseln) im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden - da denkt man sich oft "ein deutscher TÜV-Prüfer würde in Schnappatmung übergehen".
Dazu muss man wissen: Spanien ist eines der EU-Länder, die die jährliche Prüfung (ITV) bereits eingeführt haben.
Und a propos Spanien: "Im Alter von 30 bis 39 Jahren muss das Fahrzeug alle zwei Jahre bestanden werden [sic], während im Alter von 40 bis 44 Jahren der TÜV alle drei Jahre durchgeführt wird. Autos im Alter von 45 bis 60 Jahren und Motorräder werden alle vier Jahre einer technischen Inspektion unterzogen." (https://de.escuderia.com/estos-son-los- ... or-espana/). Das meinte ich mit dem Hinweis auf den Unterschied zwischen abgerockten Schrotteimern und Oldtimern, den ich gerade vom ADAC erwarten würde.
Und noch als "Fun-Fact" zum Thema: in Griechenland (auch ein EU-Land) gibt es ebenfalls eine Pflicht zur technischen Prüfung von Fahrzeugen (KTEO, alle 2 Jahre). Dazu ein schöner Beitrag aus der Frankfurter Rundschau: "Rund 45 Prozent der Halter schwänzen die fällige Vorführung. Die Polizei schaut einfach weg." (https://www.fr.de/panorama/griechen-sch ... 80360.html). Das ist dann wohl die "griechische Lösung des Problems": Vorschrift machen und einfach ignorieren.
Und das merkt man auch, wenn man dort unterwegs ist. Ich habe (auf dem Festland, bei Athen) Autos ohne Scheinwerfer und Rücklichter gesehen. Lastwagen mit durchhängenden (weil abgerosteten) Ladebrücken. Motorräder ohne Beleuchtung, ohne Schutzbleche, ohne Auspuff. Glatte Reifen bei denen die Karkasse zu sehen ist sind kein Grund zur Beunruhigung. Und vieles mehr dieser Art - da bekäme ein deutsche TÜV-Prüfer nicht nur Schnappatmung, sondern direkt einen Herzinfarkt. (Und wenn alles zu spät ist schraubt man einfach das Nummernschild ab und fährt trotzdem - auf dem Land scheint das zu funktionieren - habe ich mehrfach beobachtet, in der Stadt konnte ich es aber in dieser Form noch nicht sehen; könnte was mit "Kontrolldichte" zu tun haben, oder damit, ob man mit dem Dorf-Gendarm verwandt ist
).
Portugal, Madeira, Azoren? So ähnlich. Italien? Bisserl (bis deutlich - je nach "Stadt" oder "Land") besser, aber auch so manches "nicht ganz TÜV-konform"...
Und dann noch der Kostenaspekt (jeweils PKW, Basis ist eine schnelle und nicht sehr vertiefte Google-Suche) - von wegen "Abzocke".
Spanien ITV: ca. 40€
Griechenland KTEO: zwischen 30 und 40€
Portugal: ca. 40€
Italien: 70-80€
Frankreich: ca. 90€
Deutschland: 155€
Für die jährliche Hauptuntersuchung werden wir uns hier in Deutschland sicherlich wieder eine sehr deutsche Lösung mit sehr hohen Kosten und Strafen ausdenken. Und der ADAC findet das dann bestimmt gut.
Und als letzter Gedanke zum Thema: es ist mir wurscht, ob ich von einem nagelneuen Tesla/Audi/Mercedes/Opel/BMW... oder einem 20 Jahre alten Schrottkübel überfahren werde. Das Ergebnis ist das gleiche.
Kann mal bitte jemand herausfinden, wie viele Verkehrstote durch technische Mängel verursacht werden und wie viele durch schlechte, abgelenkte, überforderte oder am Handy daddelnde Fahrer?
Will sagen: die technische Prüfung von Fahrzeigen ist alles andere als unwichtig, aber möglicherweise nicht der wichtigste Aspekt beim Versuch, die Zahl der im Straßenverkehr getöteten oder verletzten Menschen zu minimieren.
So, das musste mal raus... (ich reg mich nicht auf, überhaupt nicht... ommmmm!)
Viele Grüße,
Bernd
meine Meinung dazu: ich würde vom ADAC erwarten, in der Stellungnahme wenigstens einen Unterschied zwischen irgendwelchen alten Schrottkisten und "echten" Oldtimern hervorzuheben. Wie viele tödliche Unfälle gehen in Europa auf das Konto gut gepflegter und selten sowie meist vorsichtig bewegter Oldtimer (prozentual betrachtet)?
Ansonsten: ich bin relativ oft im europäischen Ausland unterwegs. Wenn man bedenkt, welche unaussprechlichen Schrottkübel z.B. in Spanien (insb. auf den Inseln) im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden - da denkt man sich oft "ein deutscher TÜV-Prüfer würde in Schnappatmung übergehen".
Dazu muss man wissen: Spanien ist eines der EU-Länder, die die jährliche Prüfung (ITV) bereits eingeführt haben.
Und a propos Spanien: "Im Alter von 30 bis 39 Jahren muss das Fahrzeug alle zwei Jahre bestanden werden [sic], während im Alter von 40 bis 44 Jahren der TÜV alle drei Jahre durchgeführt wird. Autos im Alter von 45 bis 60 Jahren und Motorräder werden alle vier Jahre einer technischen Inspektion unterzogen." (https://de.escuderia.com/estos-son-los- ... or-espana/). Das meinte ich mit dem Hinweis auf den Unterschied zwischen abgerockten Schrotteimern und Oldtimern, den ich gerade vom ADAC erwarten würde.
Und noch als "Fun-Fact" zum Thema: in Griechenland (auch ein EU-Land) gibt es ebenfalls eine Pflicht zur technischen Prüfung von Fahrzeugen (KTEO, alle 2 Jahre). Dazu ein schöner Beitrag aus der Frankfurter Rundschau: "Rund 45 Prozent der Halter schwänzen die fällige Vorführung. Die Polizei schaut einfach weg." (https://www.fr.de/panorama/griechen-sch ... 80360.html). Das ist dann wohl die "griechische Lösung des Problems": Vorschrift machen und einfach ignorieren.
Und das merkt man auch, wenn man dort unterwegs ist. Ich habe (auf dem Festland, bei Athen) Autos ohne Scheinwerfer und Rücklichter gesehen. Lastwagen mit durchhängenden (weil abgerosteten) Ladebrücken. Motorräder ohne Beleuchtung, ohne Schutzbleche, ohne Auspuff. Glatte Reifen bei denen die Karkasse zu sehen ist sind kein Grund zur Beunruhigung. Und vieles mehr dieser Art - da bekäme ein deutsche TÜV-Prüfer nicht nur Schnappatmung, sondern direkt einen Herzinfarkt. (Und wenn alles zu spät ist schraubt man einfach das Nummernschild ab und fährt trotzdem - auf dem Land scheint das zu funktionieren - habe ich mehrfach beobachtet, in der Stadt konnte ich es aber in dieser Form noch nicht sehen; könnte was mit "Kontrolldichte" zu tun haben, oder damit, ob man mit dem Dorf-Gendarm verwandt ist
Portugal, Madeira, Azoren? So ähnlich. Italien? Bisserl (bis deutlich - je nach "Stadt" oder "Land") besser, aber auch so manches "nicht ganz TÜV-konform"...
Und dann noch der Kostenaspekt (jeweils PKW, Basis ist eine schnelle und nicht sehr vertiefte Google-Suche) - von wegen "Abzocke".
Spanien ITV: ca. 40€
Griechenland KTEO: zwischen 30 und 40€
Portugal: ca. 40€
Italien: 70-80€
Frankreich: ca. 90€
Deutschland: 155€
Für die jährliche Hauptuntersuchung werden wir uns hier in Deutschland sicherlich wieder eine sehr deutsche Lösung mit sehr hohen Kosten und Strafen ausdenken. Und der ADAC findet das dann bestimmt gut.
Und als letzter Gedanke zum Thema: es ist mir wurscht, ob ich von einem nagelneuen Tesla/Audi/Mercedes/Opel/BMW... oder einem 20 Jahre alten Schrottkübel überfahren werde. Das Ergebnis ist das gleiche.
Will sagen: die technische Prüfung von Fahrzeigen ist alles andere als unwichtig, aber möglicherweise nicht der wichtigste Aspekt beim Versuch, die Zahl der im Straßenverkehr getöteten oder verletzten Menschen zu minimieren.
So, das musste mal raus... (ich reg mich nicht auf, überhaupt nicht... ommmmm!)
Viele Grüße,
Bernd
SNAFU!