Steini Zündung

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Bernd Hünten
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Steini Zündung

Beitrag von Bernd Hünten »

Wer kann von Erfahrungen/Problemen mit der Steini- Zündung berichten?
Meine Zündung ist mit der Messuhr korrekt eingestellt, der Motor ( rund 4000 km gelaufen) erreicht im dritten Gang plötzlich nur noch 6000 Umdrehungen und im 4. Gang 5300 Umdrehungen und das bei Rückenwind. Vor zwei Wochen erreichte er noch gut 100 km/h bei normalen Verhältnissen, drehte aber auch bei Rückenwind nicht höher.
Gruß
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
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Gregor
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Beitrag von Gregor »

Wir haben bei den HAInkel 2-Taktern auch Steini-Zündungen drin und keinerlei Probleme damit, auch nicht bei Drehzahlen um 8000 U/min.

Ich stelle allerdings den Zündzeitpunkt mit einer Gradscheibe ein, halte ich für genauer als mit der Meßuhr (jedenfalls bei 2-Takter).
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Bernd Hünten
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Sachen gibt's

Beitrag von Bernd Hünten »

Die Steini war es natürlich nicht, aber der Fehler ist kurios und zunächst nicht nachvollziehbar.
Eine Kontrolle mit der Zündpistole ergab, dass sich der Zündzeitpunkt überhaupt nicht verstellte! Vor 4000 km hatte ich den Motor neu aufgebaut, den Selbstversteller entrostet, gesäubert und mit neuen Federn versehen.

Der Nocken des Selbstverstellers saß fest! Ursache war das Deckblech (Tafel 6 Bild 34), das sich nach innen Richtung Kurbelwelle gewölbt hatte und die Nocke blockierte. Wie ist so etwas möglich?? Zufällig traf das mit dem Einbau des größeren Krümmers zusammen und ich hatte immer den Vergaser und den Krümmer in Verdacht.

Jetzt beginne ich mit den Versuchen mit dem großen Krümmer und dem 22 er Vergaser neu.

Eine Erfahrung reicher.
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
Blondchen

Re: Steini Zündung

Beitrag von Blondchen »

Bernd Hünten hat geschrieben:Wer kann von Erfahrungen/Problemen mit der Steini- Zündung berichten?
Hm, wieder so ein Problem mit dem wir uns auseinandersetzen müssen.
Diese Zündanlage, so habe ich mal gegoogelt, ist doch lediglich die Ersetzung des Unterbrechers durch modere Elektronik.
Also das schließen und öffnen eines Kontaktes durch einen elektronischen Kontakt. Der elektronische Kontakt ist dabei allerdings verschleisfrei, was bei einem Heinkel mit einer Laufleistung von 15000km pro Kontakt wohl vernachlässigt werden könnte.
Nun was ist sonst besser an so einer Zündanlage.
Wir haben das in der Uni mal Ossziloghrapiert. Ein mechanicher Kontakt öffnet genau so schnell oder machmals schneller als ein Transistor.
Es wird nichts an der Zündspannung ausmachen, wobei dies ja nicht wichtig ist, wie wir gleich sehen.

Was ist wichtig für den Zündfunken. Nun wohl die Energie die den Funken auslöst. Wo ist diese Energie gespeicht?
Die Zündspule nimmt die Energie wärend des schließens des Unterbrechers auf. Beim öffnen wird diese abgegeben.
Öffnen und Schließen des Unterbrechers, oder einer Transistorzündanlage, macht doch der alten Zündspule nichts aus.
Die Zündspannung übrigens wird an der Kerze bestimmt, denn je weiter der Elektrodenabstand, je höher muss die Spannung ansteigen, bis der Funken springt.

Aber bei allem, mehr als zünden kann ein Gemisch nicht. Die Autoindustrie hat vieles probiert, aber mit dem zünden des Gemischs wurde wohl kaum Energie gespart.

Beim Heinkel wird mit der alten Zündspule mit Sicherheit nicht mehr Zündenergie freigesetzt wie bei einer normalen Unterbrecherzündung.
Aber selbst mein Onkel träumt vom Transistor.!!

Blondchen
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Stephan Tödt
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Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Jungs,
der wirkliche Vorteil liegt darin, daß diejenigen die viel fahren nicht mehr die Haube zur Wartung abnehmen müssen, da die Zündung vernachlässigt werden kann oder wer es sich nicht zutraut oder will, läßt sich die Zündung einbauen und hat seine Ruhe.
Meine „Steini“ hat leider nach einem Jahr den Geist aufgegeben, so daß ich wieder mit der guten alten Kontaktplatte unterwegs bin. Harald hat mir zwar zugesichert eine neue Zündung zu schicken, wartet im Moment jedoch nach eigenen Angaben nach auf Vergussmasse. Er weiß es allerdings schon seit ein paar Monaten.

Ich hätte gerne wieder eine „Steini“ in meinem Roller, wo ich jetzt zum Nordkap will, aber ich werde jetzt wohl unterwegs die Kontakte nachstellen müssen. Schade, die Arbeit hätte ich mir gerne erspart.

Gruß Stephan
Typenreferent für die Modelle 103A0 bis A2. Im Auftrag des Heinkel-Club Deutschland e.V.! ;-)
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Hauke
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Beitrag von Hauke »

Hallo Heinkler,

und ein weiterer Vorteil ist für Leute die mit Siba Anlagen unterwegs sind: man braucht nicht mehr nach Kontakten suchen, denn die sind mittlerweile selten und dementsprechend teuer geworden, und noch schlimmer sind die Nocken (da wo der Kontakt drauf läuft), die sind meistens so was von eingelaufen (Fettmangel) und an Ersatz ist wohl nicht zu denken....

Gruß

Hauke
Meine Heinkel sind nun leider alle weg...... :cry:
Technik ist nichts Geheimnisvolles, auch wenn schlechte Techniker ein gelehrtes Gehabe an den Tag legen.
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Bernd Hünten
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wieder das Deckblech

Beitrag von Bernd Hünten »

Eigentlich wollte ich mir ja Arbeit sparen und habe das Deckblech gelöst und gerichtet ohne den Motor auszubauen, nur die Steini hatte ich noch draußen. Der Versteller geht butterweich.
Zündung eingestellt, FP kontrolliert und der Roller lief wie die Feuerwehr - gut 4 km, dann war nichts mehr mit verstellen.
Das Deckblech blockiert wieder. Hat jemand eine Idee wie das passieren kann??

Morgen werde ich nun den Motor doch noch ausbauen und außerdem, zum Fahren ist es sowieso zu heiß und in der Garage schön schattig.
Gruß
Bernd
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Stefan64
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Steini-Zündung

Beitrag von Stefan64 »

Hallo zusammen,

da ich aktuell ähnliche Probleme mit der Steini-Zündung und dem Fliehkraftregler habe, kommt mir dieses Thema gut gelegen, um meinen ersten Beitrag hier ins Forum zu stellen. Ich habe meinen 103/A2 vor ca. 1½ Jahren gekauft und ihn über den letzen Winter komplett restauriert.

Vor einigen Wochen habe ich mich entschlossen eine Steini-Zündanlage einzubauen. Die Madenschrauben des Rotors habe ich nicht zu fest angezogen und mit Loctite gesichert. Der Roller lief auf Anhieb zufriedenstellend. Da ich z.Z. dabei bin den Roller einzufahren (neuer Kolben/Zylinder) muss ich mich in Bezug auf Höchstgeschwindigkeit noch zurückhalten!

Nun habe ich nach ca. 250km die Zündeinstellung noch einmal kontrolliert und festgestellt, dass sich die Zündung verstellt hat, weil sich offensichtlich der Rotor
auf dem Nocken geringfügig verdreht hat. Also habe ich die Zündung bzw. den Rotor wieder genau eingestellt. Von dem Moment an lief der Roller so wie Bernd es beschrieben hat. Bei der Fehlersuche habe ich mit einer geliehenen Stroboskoplampe festgestellt, dass die Frühverstellung nicht funktioniert, weil ich diesmal die Madenschrauben wohl etwas zu fest angezogen habe. Nach dem lösen der Schrauben habe ich festgestellt, dass sich der Unterbrechernocken bzw. der Fliehkraftregler nicht mehr bewegen lies. Nach ca. 1 Stunde hatte ich ihn wieder gangbar und den Rotor so festgeschraubt, dass er sich, zumindest bei der Probefahrt, nicht verstellt hat und die Frühverstellung funktioniert.

Wie kann ich den Rotor langfristig fest an dem Nocken befestigen, sodass
der Fliekraftregler funktioniert und trotzdem in der Lage bleiben ihn jederzeit zu wieder verstellen zu können?

Gruss,
Stefan
manfred030

Steini Zündung

Beitrag von manfred030 »

Moin,
einmal sauber die Steini Zündung eingestellt und fettfrei die Madenschraube mit Loctite gesichert, gibt es keine Probleme.
Habe jezt ca. 13.000 Km runter ohne die Steini Zündung einmal "anzufassen".
Das alles mit 64er Kolben, 25er Einlaßkrümmer, Sportnocke, großem Vergaser etc. mit Drehzahl bis 6.400.
Ein weiterer Roller mit der gleichen Umrüstung hat über 5000 Km ohne Probleme runter. Ergo: an der Steini Zündung liegt es nicht....
manfrec 030[/b]
Blondchen

Re: Steini Zündung

Beitrag von Blondchen »

manfred030 hat geschrieben: Habe jezt ca. 13.000 Km runter ohne die Steini Zündung einmal "anzufassen".
Ich habe diese Disskussion mal mitverfolgt. Ja, wenn nur auf die Verschleisfreiheit Wert gelegt wird, dann kann man sagen eine elektr. Zündung macht sich irgendwann im Rollerleben mal bezahlt.
13000km ohne was zu tun. Nun solange muss man bei Unterbrecher auch nichts tun, falls er mal nach Montagevorschrift eingebaut wurde. Die Haltbarkeit ist wohl wesentlich länger. Ich rede hier sogar von Prüfverfahren, die mit vierzylinder ausgeführt werden, was die doppelte Funkenzahl benötigt.

Sinn würde aber das alles machen, wenn eine Leistungsmäßig stärkere Zündspule eingebaut würde, dann wäre auch ein stärker Funken vorhanden.
Ach übrigens zu den Drehzahlen am Zweitakter. Nicht der Unterbrecher bestimmt die Menge der Funken pro sec, sondern wieder die Zündspule, wieviele Ladungen und Endladungen sie kann.

Euer Blondchen
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