Bremsschlüssel richtig schmieren
Bremsschlüssel richtig schmieren
Hallo,
wie schmiert man den Bremsschlüssel richtig, außer die Nabe auseinander zu machen?
Ich fahre schon lange, oft und viel, aber ich habe noch nicht herausbekommen wie man die Bremsschlüsselachse richtig schmiert. Normalerweise nehme ich alle paar Jahre die Nabe aus einander, den Bremsschlüssel heraus und packe möglichst dickes Schmierfett drauf, ev. auch das Kupferhaltige, ebenso den Schlüssel selbst. Dass der Schlüssel ganz trocken ist sehe ich selten und nicht als Problem, aber an der Schlüsselachse gibt es ja Verschleiß und die Bremswirkung ist auch deutlich beeinträchtigt. Zuletzt war es bei meinem A0 an der Hinterradbremse sogar so, dass sich am Ende einer langen Ausfahrt die Bremse nach dem Stehen an einer Kreuzung nicht löste, also der Bremsschlüssel blockiert hat, der Bowdenzug leer durch hing und sich die Bremse erst nach etwas Rütteln löste. Unterwegs hilft ja nur mit der Ölkanne etwas drauf zu drühlen und zu hoffen, dass etwas in den Spalt rein krabbelt.
Wie macht Ihr das? Womit schmiert Ihr?
Viele Grüße aus dem heue trüben Unterland
Reiner
wie schmiert man den Bremsschlüssel richtig, außer die Nabe auseinander zu machen?
Ich fahre schon lange, oft und viel, aber ich habe noch nicht herausbekommen wie man die Bremsschlüsselachse richtig schmiert. Normalerweise nehme ich alle paar Jahre die Nabe aus einander, den Bremsschlüssel heraus und packe möglichst dickes Schmierfett drauf, ev. auch das Kupferhaltige, ebenso den Schlüssel selbst. Dass der Schlüssel ganz trocken ist sehe ich selten und nicht als Problem, aber an der Schlüsselachse gibt es ja Verschleiß und die Bremswirkung ist auch deutlich beeinträchtigt. Zuletzt war es bei meinem A0 an der Hinterradbremse sogar so, dass sich am Ende einer langen Ausfahrt die Bremse nach dem Stehen an einer Kreuzung nicht löste, also der Bremsschlüssel blockiert hat, der Bowdenzug leer durch hing und sich die Bremse erst nach etwas Rütteln löste. Unterwegs hilft ja nur mit der Ölkanne etwas drauf zu drühlen und zu hoffen, dass etwas in den Spalt rein krabbelt.
Wie macht Ihr das? Womit schmiert Ihr?
Viele Grüße aus dem heue trüben Unterland
Reiner
- heinkel-bernd
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- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Servus Reiner,
Meine Feststellung ist, dass viele Schmierfette im Laufe der Zeit "austrocknen"
Dabei fiel mir das Graphitfett besonders auf, das ich am Anfang meiner Schrauberei gerne
verwendet habe. Auch die Kupferpaste verhält sich so, was sich aber auf dem Bremsschlüssel und
den Gleitplatten der Backen nicht so bemerkbar macht. Die Welle des Bremsschlüssels würde
ich damit aber nicht einfetten.
Ich habe durch einen Bekannten Landmaschinenmechaniker ein Schmierfett gefunden, das in Sachen
Schmierfähigkeit, Haftvermögen und Alterung mein besonderes Vertrauen besitzt
Außer die Gleitflächen am Bremsschlüssel verwende ich dieses Fett überall am Fahrzeug:
Drehgriffe und Schaltmechanik am Lenker, Lenkungslager,Tachoantrieb, Bowdenzugnippel, Achse vom
Bremspedal und Hauptständer, Bremsschlüsselachse, Vorderradlager, Kupplungssstift und -schnecke,
Wediring am Schaltsegment u.v.m.
Bei Wellen mit einer Ausdrehung sollte auch dieser Hohlraum mit Fett aufgefüllt werden (Reservoir).
Von außen zu ölen kann nur ein Notbehelf sein !
Ich möchte hier niemanden von seinem vertrauten Schmiefett abbringen, wer sich aber nicht schlüssig ist,
könnte mal das "Top 2000" von AUTOL nehmen
Nochmals zu Deiner Bremse:
Wenn die Rückholfedern es nicht mehr schaffen den Bremsschlüssel zurückzudrehen, lässt sich vielleicht
durch Verschleiß von Bremsbelag / Bremstrommel der Schlüssel zu weit verdrehen, sodass der Schlüssel
schon beinahe quer steht
Ist mir im Gebirge mal passiert ! (Asche auf mein Haupt
)
Meine Feststellung ist, dass viele Schmierfette im Laufe der Zeit "austrocknen"
Dabei fiel mir das Graphitfett besonders auf, das ich am Anfang meiner Schrauberei gerne
verwendet habe. Auch die Kupferpaste verhält sich so, was sich aber auf dem Bremsschlüssel und
den Gleitplatten der Backen nicht so bemerkbar macht. Die Welle des Bremsschlüssels würde
ich damit aber nicht einfetten.
Ich habe durch einen Bekannten Landmaschinenmechaniker ein Schmierfett gefunden, das in Sachen
Schmierfähigkeit, Haftvermögen und Alterung mein besonderes Vertrauen besitzt
Außer die Gleitflächen am Bremsschlüssel verwende ich dieses Fett überall am Fahrzeug:
Drehgriffe und Schaltmechanik am Lenker, Lenkungslager,Tachoantrieb, Bowdenzugnippel, Achse vom
Bremspedal und Hauptständer, Bremsschlüsselachse, Vorderradlager, Kupplungssstift und -schnecke,
Wediring am Schaltsegment u.v.m.
Bei Wellen mit einer Ausdrehung sollte auch dieser Hohlraum mit Fett aufgefüllt werden (Reservoir).
Von außen zu ölen kann nur ein Notbehelf sein !
Ich möchte hier niemanden von seinem vertrauten Schmiefett abbringen, wer sich aber nicht schlüssig ist,
könnte mal das "Top 2000" von AUTOL nehmen
Wenn die Rückholfedern es nicht mehr schaffen den Bremsschlüssel zurückzudrehen, lässt sich vielleicht
durch Verschleiß von Bremsbelag / Bremstrommel der Schlüssel zu weit verdrehen, sodass der Schlüssel
schon beinahe quer steht
Ist mir im Gebirge mal passiert ! (Asche auf mein Haupt
Zuletzt geändert von heinkel-bernd am 13.03.2021, 20:00, insgesamt 1-mal geändert.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Genau so.
Das liegt aber eher an Bremsbelagverschleiß, so daß die Nocke sich querstellt.ingeni hat geschrieben: 13.03.2021, 16:20...die Bremse nach dem Stehen an einer Kreuzung nicht löste, also der Bremsschlüssel blockiert hat, der Bowdenzug leer durch hing und sich die Bremse erst nach etwas Rütteln löste.
Zum schmieren ist perfekt das Fett, daß auf die Kupplungsverzahnung beim LKW/Auto kommt. Edit: siehe Bernds post. der war bei mir noch nicht geladen.
Lambr1kel!
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Und: "Kupferpaste" etc. sind keine Fette, sondern Trennmittel, nicht gut für Schmieraufgaben einzusetzen.
Meißelpaste hat zwar eine gewisse Gleitwirkung, aber nur bei extremen Druck- und Stoßbelastungen wie im Hydraulikhammer u.ä.
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Lambr1kel!
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Vielen Dank Bernd und Lambr1kel!
Also führt kein Weg am zerlegen vorbei, nach den Fetten werde ich mal schauen, mein Papa ist Landmaschinenmechaniker Meister, da steht alles da, wenn aber alles da ist beschäftigt man sich gar nicht so damit.... Ich Dachte dass vielleicht einer einen Schmiernippel gesetzt und gute Erfahrungen damit hat oder so. Demnächst zerlege ich die Naben, dann mal schauen ob es nicht tatsächlich die Beläge sind.
Viele Grüße,
Reiner
Also führt kein Weg am zerlegen vorbei, nach den Fetten werde ich mal schauen, mein Papa ist Landmaschinenmechaniker Meister, da steht alles da, wenn aber alles da ist beschäftigt man sich gar nicht so damit.... Ich Dachte dass vielleicht einer einen Schmiernippel gesetzt und gute Erfahrungen damit hat oder so. Demnächst zerlege ich die Naben, dann mal schauen ob es nicht tatsächlich die Beläge sind.
Viele Grüße,
Reiner
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Schmiernippel gibts ja an Bremswellen, aber das verleitet zum Überschmieren, finde ich. Und es bringt kein Fett auf die Nocken.
Einmal mit Hochtemperaturfett geschmiert hält das eigentlich eher Dekaden, also kein so schlimmer Wartungsaufwand.
Einmal mit Hochtemperaturfett geschmiert hält das eigentlich eher Dekaden, also kein so schlimmer Wartungsaufwand.
Lambr1kel!
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Ja, mir geht es um die Bremswelle, gibt es da schon Schmiernippel? Aber wenn du meinst das reicht alle 10 Jahre zu schmieren..
-
Rollerchris
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Hallo Ingeni
An den Bremswellen der Radnaben gibt es keine Schmiernippel. Da hilft nur zuerst die Radnaben ausbauen um dann die Bremswellen auszubauen. Dann die Wellen und die Bohrungen reinigen. Anschließend die Wellen fetten und wieder richtig rum einbauen. Die Einkerbung(lange Seite) des Bremsschlüssel muß vorne nach unten zeigen und hinten nach oben(Montageanleitung Seite 45). Der Bremsnocken an sich sollte nicht gefttet werden, den nur gründlich reinigen. Aus dem Grund weil das Fett den Bremsstaub bindet und dann das ganze wieder schwergängig ist.
Mit bestem Rollergruß
Rollerchris
An den Bremswellen der Radnaben gibt es keine Schmiernippel. Da hilft nur zuerst die Radnaben ausbauen um dann die Bremswellen auszubauen. Dann die Wellen und die Bohrungen reinigen. Anschließend die Wellen fetten und wieder richtig rum einbauen. Die Einkerbung(lange Seite) des Bremsschlüssel muß vorne nach unten zeigen und hinten nach oben(Montageanleitung Seite 45). Der Bremsnocken an sich sollte nicht gefttet werden, den nur gründlich reinigen. Aus dem Grund weil das Fett den Bremsstaub bindet und dann das ganze wieder schwergängig ist.
Mit bestem Rollergruß
Rollerchris
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Tatsächlich tut es das so wenig, daß meiner Erfahrung nach der Vorteil leicht zu fetten überwiegt.Rollerchris hat geschrieben: 19.03.2021, 21:52 Aus dem Grund weil das Fett den Bremsstaub bindet und dann das ganze wieder schwergängig ist.
Die Betätigungskraft nimmt deutlich ab und die Modulation wird feinfühliger.
Lambr1kel!
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Re: Bremsschlüssel richtig schmieren
Danke für die Tipps, muss ich mich also demnächst doch ans zerlegen machen