Servus Ingo,
wenn Du die Kontermutter löst und die Einstellschraube heraus drehst, kommt i.d.R.
eine kurze Feder mit heraus, die sich in dieser hohlen Schraube befindet
Wenn es mit rechten Dingen zu geht, befindet sich in der Gewindebohrung des Gehäuses
auch noch eine Kugel mit 5,5 mm Durchm.
Die Kugel klebt warscheinlich durch (verharztes) Fett in der Bohrung fest.
Mit einem Tropfen Bremsenreiniger (o.ä. Lösungsmittel) in die Bohrung und mit einem
dünnen Draht lässt sich die Kugel lockern und kann mit einem guten Magneten
herausgezogen werden

(Oder Roller überkopf

)
Am rechten Ende des Drehgriffes befinden sich 5 entsprechenden Rastmulden,
in die die Kugel einrastet.
Zum Einbau:
Sinnvoll wäre es, den Drehgriff zu demontieren, das alte Fett zu entfernen und alle
Gleitflächen neu einzufetten (natürlich auch den Gleitbereich der Rastkugel)
Traust Du Dir das nicht zu, drückst Du etwas Fett in die Gewindebohrung. Den Drehgriff
dabei vor und zurück drehen
(Hinterrad etwas hochbocken und mit dem Fuß etwas vor und zurück wg. Schaltung)
Die Kugel in die fettgefüllte Bohrung drücken und die
Regulierschraube mit Feder
wieder einschrauben.
Wenn die Federkraft schon beim Ansetzen des Gewindes zu hoch ist, ist die Feder zu lang,
die Schraube kann nicht weit genug eingedreht werden und reisst beim Kontern aus dem
Gewinde !
Die entspannte Feder muss aber noch geschätzt ca.3 mm herausragen, damit die Spannung
auf die Kugel noch optimal eingestellt werden kann.
(Neue Federn sind i.d.R. zu lang und müssen ggfs. gekürzt werden)
Die Spannung passt (Griff immer komplett vor und zurück drehen, siehe oben) bis die Kugel
gut und spürbar rastet, sie darf aber keineswegs "haken" !
Das Gewinde ist in Alu-Druckguss eingeschnitten, deshalb äußerste Vorsicht beim Kontern
der Regulierschraube !
P.S.:
Mir erscheint auf Deinem Foto das Spiel zwischen Schaltdrehgriff und Schaltgehäuse etwas groß
Wenn das so ist, kann man dieses minimieren, indem man unter die Kontermutter der Spiegelbefestigung
die entsprechende Scheibe legt, die den Drehgriff und damit auch die Verzahnung (Kegelrad) näher
an die Seilrolle (Tellerrad) rückt
Hier zählt, wie überall bei dieser Konstruktion, jeder 10tel Millimeter
Und wie immer: Zum Schluss; Gleitflächen einfetten und die Leichtgängigkeit überprüfen !