Ich bekomme die Kurbelwelle mit dem Lager beim meinem 103A2 nicht ganz in das Motorgehäuse.
Ich bin sorgfältig nach dem Handbuch auf Seite 35 vorgegangen, habe die Gehäusehälfte auf ca. 90 Grad erhitzt und darüber hinaus die Kurbelwelle mit Lager vorher gekühlt. Die Lagerschale selbst habe ich vorher sauber gemacht und mit mit einem Schmiermittel versehen, damit das Lager besser rein rutscht.
Leider ist das Lager (mit Kurbelwelle) nur zum Teil rein gegangen. es fehlen noch ca. 5 mm.
Bemerken muss ich noch, dass ich schon beim Ausbau Probleme hatte und sich das Lager nur mit kräftigen Hammerschlägen austreiben ließ.
Kann mir jemand weiter helfen. Gibt es Vorrichtungen, um die Kurbelwelle mit Lager einzupressen?
Geht vielleicht die Alternative, das Lager ohne Kurbelwelle einzupressen (da kann man mehr Kraft anwenden) und dann erst die Kurbelwelle aufzuschieben?
Wer weiß Rat?
Danke schon mal für die Hilfe!
Gerhard
Problem beim Einbau der Kurbelwelle 103A2
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Rollerchris
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- Registriert: 08.02.2007, 20:52
- Wohnort: Bielefeld
Re: Problem beim Einbau der Kurbelwelle 103A2
Hallo Gerhard M
Vom Prinzip hast du fast alles richtig gemacht. Du musst die Gehäusehälft nur noch weiter erhitzen. Die Welle muß von alleine in den heißen Lagersitz ,hereinfallen'. Wenn du da Gewalt anwendest beschädigst du das Motorgehäuse. Das Lager darf auch nicht gefettet werden, da es sonst nicht fest ist und in Gehäuse arbeitet. Beim Einbau bitte auch den Hinweis Seite 35 Punkt 9 beachten.
An die Innenseite der Gehäusehälfte, oberhalb der Bohrung für
das Lager, einen Blechstreifen 65/1 (180 x 25 x 0,3 mm) legen
Wenn du den Motor jetzt zerlegt hast solltest du auch die Schwingenlager auf Spiel prüfen. Das Lager der Abtriebswelle auf jeden Fallmit erneuern wenn der Motor 'warm' ist. Leiber jetzt noch mal 8 € investieren als demnächst den Motor wieder zerlegen.
Mit besten Rollergrüßen
Rollerchris
Vom Prinzip hast du fast alles richtig gemacht. Du musst die Gehäusehälft nur noch weiter erhitzen. Die Welle muß von alleine in den heißen Lagersitz ,hereinfallen'. Wenn du da Gewalt anwendest beschädigst du das Motorgehäuse. Das Lager darf auch nicht gefettet werden, da es sonst nicht fest ist und in Gehäuse arbeitet. Beim Einbau bitte auch den Hinweis Seite 35 Punkt 9 beachten.
An die Innenseite der Gehäusehälfte, oberhalb der Bohrung für
das Lager, einen Blechstreifen 65/1 (180 x 25 x 0,3 mm) legen
Wenn du den Motor jetzt zerlegt hast solltest du auch die Schwingenlager auf Spiel prüfen. Das Lager der Abtriebswelle auf jeden Fallmit erneuern wenn der Motor 'warm' ist. Leiber jetzt noch mal 8 € investieren als demnächst den Motor wieder zerlegen.
Mit besten Rollergrüßen
Rollerchris
Re: Problem beim Einbau der Kurbelwelle 103A2
Danke Rollerchris für die Antwort.
Ich hatte es mir auch so vorgestellt: Die Gehäusehälfte gut erhitzen (habe ich im Backofen gemacht bei 100 Grad), Kurbelwelle gut gekühlt in Tiefkühlschrank und dann geht es leicht rein und muss nur mit dem Blechstreifen gehindert werden, ganz anzustoßen. Hat halt leider nicht geklappt und nun steckt sie (die Kurbelwelle mit Lager) zu ca 2/3 in der Lagerschale fest.
Wie soll ich weiter vorgehen? Nochmal raustreiben und von vorne anfangen? Oderdas Ganze erhitzen und versuchen die Kurbelwelle doch noch ganz rein zu bekommen?
Oder gibt es noch eine andere Lösung?
Im Moment weiß ich noch keinen Rat.
Gerhard
Ich hatte es mir auch so vorgestellt: Die Gehäusehälfte gut erhitzen (habe ich im Backofen gemacht bei 100 Grad), Kurbelwelle gut gekühlt in Tiefkühlschrank und dann geht es leicht rein und muss nur mit dem Blechstreifen gehindert werden, ganz anzustoßen. Hat halt leider nicht geklappt und nun steckt sie (die Kurbelwelle mit Lager) zu ca 2/3 in der Lagerschale fest.
Wie soll ich weiter vorgehen? Nochmal raustreiben und von vorne anfangen? Oderdas Ganze erhitzen und versuchen die Kurbelwelle doch noch ganz rein zu bekommen?
Oder gibt es noch eine andere Lösung?
Im Moment weiß ich noch keinen Rat.
Gerhard
Re: Problem beim Einbau der Kurbelwelle 103A2
Hallo,
du kannst das Gehäuse ruhig stärker erhitzen dann müsste die Welle einfach so herausnehmbar sein. 150 °C sind nicht schlimm, damit beschädigst du nichts. Ich mache das immer mit einem Heißluft Fön. Dauert zwar eine Weile aber funktioniert.
du kannst das Gehäuse ruhig stärker erhitzen dann müsste die Welle einfach so herausnehmbar sein. 150 °C sind nicht schlimm, damit beschädigst du nichts. Ich mache das immer mit einem Heißluft Fön. Dauert zwar eine Weile aber funktioniert.
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3428
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Problem beim Einbau der Kurbelwelle 103A2
Servus Gerhard,
weiter einpressen solltest Du das Lager mit der Kurbelwelle auch nach Erhitzen nicht !
Beim Anwärmen im jetzigen Zustand (2/3 eingeschrumpft) wird das Lager auch warm und dehnt sich aus !
den Kurbelwellenzapfen vermeiden !
Meine Anwärm-Methode (Zum Einsetzen der KW):
Einen kleinen Gas-Heizstrahler anzünden und waagerecht stellen.
Ein feuerfestes Gitter und Gehäusehälfte auflegen.
Der Halter für den Montagebock ist natürlich aufgeschraubt und Abstützung für das Gehäuseteil liegt bereit.
Ich fühle immer wieder kurz mit den Fingerspitzen die Temperatur am blanken Metall
(Infrarot-Temperaturmesser ist mir zu umständlich und unzuverlässlich)
Bei geschätzten 150 bis 200°C schalte ich den Strahler ab, ziehe Lederhandschuhe über und stecke das Gehäuse
auf den Montagebock. (Abstützung nicht vergessen !)
Diese Methode geht recht schnell und das Gehäuse wird durch den breiten Keramik-Brenner schön gleichmäßig
angewärmt !
Beim Erkalten des Gehäuses bewege ich gelegentlich die Kurbelwelle seitlich in alle Richtungen, damit sich das
Lager beim Einschrumpfen in seinem Sitz exakt positioniert, da das einseitig liegende Distanzblech die KW durch
deren Eigengewicht schief drückt !
weiter einpressen solltest Du das Lager mit der Kurbelwelle auch nach Erhitzen nicht !
Beim Anwärmen im jetzigen Zustand (2/3 eingeschrumpft) wird das Lager auch warm und dehnt sich aus !
Zum Ausziehen solltest Du das Gehäuse, wie Werner schon schrieb, gut anwärmen und starke Schläge aufWerner hat geschrieben: 150 °C sind nicht schlimm, damit beschädigst du nichts.
den Kurbelwellenzapfen vermeiden !
Meine Anwärm-Methode (Zum Einsetzen der KW):
Einen kleinen Gas-Heizstrahler anzünden und waagerecht stellen.
Ein feuerfestes Gitter und Gehäusehälfte auflegen.
Der Halter für den Montagebock ist natürlich aufgeschraubt und Abstützung für das Gehäuseteil liegt bereit.
Ich fühle immer wieder kurz mit den Fingerspitzen die Temperatur am blanken Metall
(Infrarot-Temperaturmesser ist mir zu umständlich und unzuverlässlich)
Bei geschätzten 150 bis 200°C schalte ich den Strahler ab, ziehe Lederhandschuhe über und stecke das Gehäuse
auf den Montagebock. (Abstützung nicht vergessen !)
Diese Methode geht recht schnell und das Gehäuse wird durch den breiten Keramik-Brenner schön gleichmäßig
angewärmt !
Beim Erkalten des Gehäuses bewege ich gelegentlich die Kurbelwelle seitlich in alle Richtungen, damit sich das
Lager beim Einschrumpfen in seinem Sitz exakt positioniert, da das einseitig liegende Distanzblech die KW durch
deren Eigengewicht schief drückt !
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Problem beim Einbau der Kurbelwelle 103A2
Der Einbau hat jetzt geklappt.
Meine Erkenntnis: Die Erhitzung auf 100 Grad ist nicht ausreichend. 150 Grad sind nach meiner Einschätzung schon erforderlich. Dann geht das Lager auch ohne Gewalt in die Aufnahme rein.
Danke für die Tipps.
Gerhard
Meine Erkenntnis: Die Erhitzung auf 100 Grad ist nicht ausreichend. 150 Grad sind nach meiner Einschätzung schon erforderlich. Dann geht das Lager auch ohne Gewalt in die Aufnahme rein.
Danke für die Tipps.
Gerhard