Hallo,
die Probleme am Tourist 103A2 gehen weiter...
Nachdem die Elektrik durchrepariert ist und der Motor läuft, beschäftigt mich jetzt die Schaltung:
Über den Schaltgriff läßt sich kein Gang einlegen. Der Schaltgriff ist nur sehr wenig zu bewegen. Es fühlt sich an, als wenn der Schalthebel im Getriebe "klemmt".
Gibt es da irgendwelche "Standardprobleme"?
Macht es Sinn, die Schaltzüge auszuhängen und versuchsweise unten am Getriebe zu schalten?
Der Roller steht vermutlich über 10 Jahre. Ob die Getriebeprobleme vorher schon vorhanden waren, ist mir nicht bekannt.
Gruß Knaudel
Getriebe lässt sich nicht schalten
- soundjunkie
- Beiträge: 10
- Registriert: 17.02.2014, 14:50
- Wohnort: 56566 Neuwied
Re: Getriebe lässt sich nicht schalten
Um der Ursache auf den Grund zu gehen würde ich schauen, ob es am Schaltgriff / Züge liegt oder im Motor selbst.
Nach 10 Jahren Standzeit wäre es nicht verkehrt, die Züge zu ölen und im Schaltgriff die Gängigkeit prüfen, d.h.Verzahnung reinigen und frisch fetten. Wenn die Bowdenzughüllen beschädigt sind, den kompletten Zug wechseln.
Zunächst am Schaltgriff unten die Schraube der Abdeckung lösen, Abdeckung entfernen und dann die Bowdenzugenden leicht nach unten ziehen, die Rolle lässt sich nach unten schieben.
Jetzt sind die Züge ohne Spannung, der richtige Zeitpunkt am Motor Schalthebel von Hand versuchen, ob sich die Gänge schalten lassen. Wenn der Schalthebel schwergängig ist, kann das an einem verzogenen Kupplungsdeckel liegen, der auf der Schalthebel Achse aufliegt (kommt von Deckel zu fest anschrauben), oder krumme Schalthebel Achse. Krumme Schaltgabel im Getriebe ist eher unwahrscheinlich aber nicht auszuschließen. Wenn der Schalthebel leicht zu drehen ist und die Gänge einrasten, liegt es an den Zügen oder dem Schaltgriffsegment am Lenker.
Idealerweise den Schaltgriff zum reinigen demontieren, dazu den Lichtschalter abbauen.
Beim Zusammenbau auf die Markierung der Rolle mit dem Gehäuse achten, Griff auf 3. Gang stellen. Wie die Gänge eingestellt werden, dazu gibt es genügend Infos im Forum.
Nach 10 Jahren Standzeit wäre es nicht verkehrt, die Züge zu ölen und im Schaltgriff die Gängigkeit prüfen, d.h.Verzahnung reinigen und frisch fetten. Wenn die Bowdenzughüllen beschädigt sind, den kompletten Zug wechseln.
Zunächst am Schaltgriff unten die Schraube der Abdeckung lösen, Abdeckung entfernen und dann die Bowdenzugenden leicht nach unten ziehen, die Rolle lässt sich nach unten schieben.
Jetzt sind die Züge ohne Spannung, der richtige Zeitpunkt am Motor Schalthebel von Hand versuchen, ob sich die Gänge schalten lassen. Wenn der Schalthebel schwergängig ist, kann das an einem verzogenen Kupplungsdeckel liegen, der auf der Schalthebel Achse aufliegt (kommt von Deckel zu fest anschrauben), oder krumme Schalthebel Achse. Krumme Schaltgabel im Getriebe ist eher unwahrscheinlich aber nicht auszuschließen. Wenn der Schalthebel leicht zu drehen ist und die Gänge einrasten, liegt es an den Zügen oder dem Schaltgriffsegment am Lenker.
Idealerweise den Schaltgriff zum reinigen demontieren, dazu den Lichtschalter abbauen.
Beim Zusammenbau auf die Markierung der Rolle mit dem Gehäuse achten, Griff auf 3. Gang stellen. Wie die Gänge eingestellt werden, dazu gibt es genügend Infos im Forum.
- Bernd Hünten
- Beiträge: 495
- Registriert: 19.01.2006, 20:02
- Wohnort: 28844 Weyhe
Re: Getriebe lässt sich nicht schalten
Auf dem Schaltgriff befindet sich eine Regulierschraube (Tafel 16 Pos. 35), die über eine Feder eine Kugel auf den Schaltgriff drückt. Wenn diese Regulierschraube zu weit eingeschraubt ist, dreht sich der Schaltgriff nicht mehr!
Bernd
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3401
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Getriebe lässt sich nicht schalten
Servus Knaudel,
überprüfen kannst !
Wenn die o.g. Tipps nicht zum Erfolg führen, gibt es jedoch noch eine Möglichkeit :
Es kann ja sein, daß in Deine A-2-Karosse ein A-0-Motor eingebaut ist !
Dieser besitzt eine Getriebe-Rastung in der Unterseite des Kurbelgehäuses.
Die Verschlußschraube dafür befndet sich neben der Öl-Ablaßschraube und besitzt i.d.R. einen
9 mm Innensechskant ( manchmal auch einen Sechskant-Kopf).
Wenn Du diesen Stopfen ausdrehst, kannst Du die Feder, den Raststift und jede Menge Schlamm
aus der Öffnung entfernen. Dieser Schlamm kann die Bewegung des Raststftes derart behindern,
daß manche Gänge gar nicht mehr zu schalten sind !
Beim Ausbau läuft hier auch Motoröl heraus !!
Mit dünnflüssigem Öl (Caramba u. dergl.) kann man diese Öffnung auch noch ewas ausspülen.
Die Teile wieder gut einölen und mit neuem Alu-Dichtring montieren (Raststift-Feder-Stopfen)
Motoröl nachfüllen nicht vergessen !
Wenn ein A-1-Motor eingebaut ist, dann hat er werksmäßig (wie auf dem Bild) nur eine Vertiefung an dieser Stelle,
es ist aber i.d.R keine Rastung montiert !
Möglich ist aber auch, daß an Deinem A-1/A-2-Motor an der gleichen Stelle nachträglich eine andere
Getriebe-Rastung eingebaut wurde, die Vorgehensweise der Reinigung ist aber die gleiche !
Auch die Rastung im Schaltgriff (wie Bernd Hünten soeben schrieb) sollte mal gereinigt, neu eingefettet
und richtig eingestellt werden !
Viel Erfolg und
Wie soundjunkie schon so toll beschrieben hat, wären das alle Möglichkeiten, die Du von "außen"soundjunkie hat geschrieben:Um der Ursache auf den Grund zu gehen würde ich schauen, ob es am Schaltgriff / Züge liegt oder im Motor selbst.
überprüfen kannst !
Wenn die o.g. Tipps nicht zum Erfolg führen, gibt es jedoch noch eine Möglichkeit :
Es kann ja sein, daß in Deine A-2-Karosse ein A-0-Motor eingebaut ist !
Dieser besitzt eine Getriebe-Rastung in der Unterseite des Kurbelgehäuses.
Die Verschlußschraube dafür befndet sich neben der Öl-Ablaßschraube und besitzt i.d.R. einen
9 mm Innensechskant ( manchmal auch einen Sechskant-Kopf).
Wenn Du diesen Stopfen ausdrehst, kannst Du die Feder, den Raststift und jede Menge Schlamm
aus der Öffnung entfernen. Dieser Schlamm kann die Bewegung des Raststftes derart behindern,
daß manche Gänge gar nicht mehr zu schalten sind !
Beim Ausbau läuft hier auch Motoröl heraus !!
Mit dünnflüssigem Öl (Caramba u. dergl.) kann man diese Öffnung auch noch ewas ausspülen.
Die Teile wieder gut einölen und mit neuem Alu-Dichtring montieren (Raststift-Feder-Stopfen)
Motoröl nachfüllen nicht vergessen !
Wenn ein A-1-Motor eingebaut ist, dann hat er werksmäßig (wie auf dem Bild) nur eine Vertiefung an dieser Stelle,
es ist aber i.d.R keine Rastung montiert !
Möglich ist aber auch, daß an Deinem A-1/A-2-Motor an der gleichen Stelle nachträglich eine andere
Getriebe-Rastung eingebaut wurde, die Vorgehensweise der Reinigung ist aber die gleiche !
Auch die Rastung im Schaltgriff (wie Bernd Hünten soeben schrieb) sollte mal gereinigt, neu eingefettet
und richtig eingestellt werden !
Viel Erfolg und
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Getriebe lässt sich nicht schalten
Hallo,
danke für die schnellen und sehr ausführlichen Antworten!
Damit sollte ich erstmal weiter kommen!
Gruß Knaudel
danke für die schnellen und sehr ausführlichen Antworten!
Damit sollte ich erstmal weiter kommen!
Gruß Knaudel
Re: Getriebe lässt sich nicht schalten
Hallo,
Dank eurer Hilfe läuft, schaltet und fährt der Roller jetzt!
Ich habe den Schaltgriff zerlegt und gefettet, die Züge gängig gemacht und geölt und dann alles zusammengebaut und neu eingestellt...
Gruß Knaudel
Dank eurer Hilfe läuft, schaltet und fährt der Roller jetzt!
Ich habe den Schaltgriff zerlegt und gefettet, die Züge gängig gemacht und geölt und dann alles zusammengebaut und neu eingestellt...
Gruß Knaudel