Loch im Auslassventil
Loch im Auslassventil
Hallo,
jetzt weiß ich, warum ich nur ca . 4 bar Kompression habe, ein ordentliches Loch im Auslassventil.
Könnte die Ursache eine falsche Zündkerze (falscher Wärmewert) sein?
Der Kopf ist nicht bleifrei umgestellt, ich tanke bleifrei mit Bleizusatz.
Ansonsten nix modifiziert.
Welche Zündkerzen wären problemlos?
Hab' jetzt schon einige Zeit in den Forenthemen gesucht, aber keine eindeutige Info gefunden.
Lieben Dank für Eure Hilfe
Ulli
jetzt weiß ich, warum ich nur ca . 4 bar Kompression habe, ein ordentliches Loch im Auslassventil.
Könnte die Ursache eine falsche Zündkerze (falscher Wärmewert) sein?
Der Kopf ist nicht bleifrei umgestellt, ich tanke bleifrei mit Bleizusatz.
Ansonsten nix modifiziert.
Welche Zündkerzen wären problemlos?
Hab' jetzt schon einige Zeit in den Forenthemen gesucht, aber keine eindeutige Info gefunden.
Lieben Dank für Eure Hilfe
Ulli
Re: Loch im Auslassventil
Hallo,
solche Schäden entstehen wenn das Ventil nicht genügend Spiel hat und dadurch zu heiß wird.
solche Schäden entstehen wenn das Ventil nicht genügend Spiel hat und dadurch zu heiß wird.
Re: Loch im Auslassventil
Hallo Werner,
lieben Dank für den Hinweis. Dachte ja an sich, ich hätte das Ventispiel richtig eingestellt, wahrscheinlich dann wohl nicht.
Zündkerze kann ich also als Verursacher ausschließen? Aktuell benutze ich NGK B7HS.
Der Kopf geht demnächst an den Club oder an Glaser zum "wieder ganz machen".
Noch eine andere Frage:
Gibt es einen Trick zum Montieren des Zylinders bzgl. der Kolbenringe?
Habe mir heute mangels Spezialwerkzeug einen abgequält (Motor war nicht ausgebaut).
LG Ulli
lieben Dank für den Hinweis. Dachte ja an sich, ich hätte das Ventispiel richtig eingestellt, wahrscheinlich dann wohl nicht.
Zündkerze kann ich also als Verursacher ausschließen? Aktuell benutze ich NGK B7HS.
Der Kopf geht demnächst an den Club oder an Glaser zum "wieder ganz machen".
Noch eine andere Frage:
Gibt es einen Trick zum Montieren des Zylinders bzgl. der Kolbenringe?
Habe mir heute mangels Spezialwerkzeug einen abgequält (Motor war nicht ausgebaut).
LG Ulli
Re: Loch im Auslassventil
Es gibt ein Kolbenringspannwerkzeug beim Club, ich selbst habe mir einen Ring mit 2 Griffen aus Blech-Paketspannband gebogen. Einfach um eine Spraydose rollen(1-2mm kleiner als der Kolben) und die Enden 90° nach außen abwinkeln, so dass es etwa aussieht wie ein Omega ohne die Füsse, damit geht es gut.
Re: Loch im Auslassventil
Hallo Ulli,
die von Dir verwendete NGK Zündkerze ist schon in Ordnung - ich fahre damit seit einigen tausend Kilometern problemlos.
Was Dir passiert sein könnte ist, dass Du das Ventilspiel am "falschen OT" eingestellt hast. Du musst darauf achten, dass beide Ventile im OT entlastet sind - das kannst Du an der Stellung der Stösselstangen recht gut erkennen. Beim "falschen OT" sind die Stösselstangen unterschiedlich hoch, beim "richtigen OT" stehen sie gleichauf.
Falls Dir das passiert sein sollte, könnte sich dadurch das Loch im Ventil erklären.
Viele Grüße,
Bernd
die von Dir verwendete NGK Zündkerze ist schon in Ordnung - ich fahre damit seit einigen tausend Kilometern problemlos.
Was Dir passiert sein könnte ist, dass Du das Ventilspiel am "falschen OT" eingestellt hast. Du musst darauf achten, dass beide Ventile im OT entlastet sind - das kannst Du an der Stellung der Stösselstangen recht gut erkennen. Beim "falschen OT" sind die Stösselstangen unterschiedlich hoch, beim "richtigen OT" stehen sie gleichauf.
Falls Dir das passiert sein sollte, könnte sich dadurch das Loch im Ventil erklären.
Viele Grüße,
Bernd
SNAFU!
Re: Loch im Auslassventil
Hallo Bernd,
ich musste ja heute nach dem Kopftausch die Ventile wieder einstellen.
Das mache ich bei herausgenommener Zündkerze.
OT ist bei mir, wenn der Kolben oben steht, was ist denn ein falscher OT?
Steht der Kolben beim Falschen "OT" auch oben?
Muss ich auf jeden Fall morgen direkt kontrollieren.
Viele Grüße
Ulli
ich musste ja heute nach dem Kopftausch die Ventile wieder einstellen.
Das mache ich bei herausgenommener Zündkerze.
OT ist bei mir, wenn der Kolben oben steht, was ist denn ein falscher OT?
Steht der Kolben beim Falschen "OT" auch oben?
Muss ich auf jeden Fall morgen direkt kontrollieren.
Viele Grüße
Ulli
Re: Loch im Auslassventil
Hallo Ulli,
Viertakter: Zündung - einmal nach unten, Arbeitstakt (UT1), einmal nach oben, Ausstoß ("falscher OT"), einmal nach unten, Ansaugtakt (UT2), einmal nach oben, Kompression ("richtiger OT", beide Ventile zu).
Viele Grüße ,
Bernd
P. S. : Sorry für die kn appe Ab twort, mein e Tastatur gib t gerade ihren. Geist auf u Bd das tippen. Is mühsam m.
Viertakter: Zündung - einmal nach unten, Arbeitstakt (UT1), einmal nach oben, Ausstoß ("falscher OT"), einmal nach unten, Ansaugtakt (UT2), einmal nach oben, Kompression ("richtiger OT", beide Ventile zu).
Viele Grüße ,
Bernd
P. S. : Sorry für die kn appe Ab twort, mein e Tastatur gib t gerade ihren. Geist auf u Bd das tippen. Is mühsam m.
SNAFU!
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3428
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Loch im Auslassventil
Servus Ulli,
ich hätte zum Thema "falscher" O.T. noch ein paar Fotos beizusteuern und hoffe, BerndSt nimmt es mir
nicht übel, wenn ich ihn ausnahmweise etwas verbessere.
Beim "falschen O.T." liegen die Schlepphebel schon am Anfang, bzw. noch am Ende der Nocken auf !
(Überschneidung der Ventile zwischen dem Ausstoßtakt und dem Ansaugtakt =
Auslaßventil noch nicht ganz geschlossen, Einlaßventil schon leicht geöffnet )
Das heißt, bei Drehung der Nockenwelle wir das Spiel zwischen Schlepphebel und Grundkreis der Nockenwelle
und somit auch das Ventilspiel größer als vorher eingestellt !
Das schadet zwar nicht dem Motor, vermindert aber die Füllung des Zylinders und somit auch dessen Leistung !
Den "richtigen O.T." zum Einstellen der Ventile habe ich, wenn sich ein paar Grad vor und nach dem O.T.
des Kolbens beide Schlepphebel und somit auch die Stösselstangen in ihrer Höhe nicht bewegen !
Der Grund dafür ist, daß sich bei einer Umdrehung der Nockenwelle die Kurbelwelle zweimal dreht !
(Viertakter, 2xauf und 2xab)
ich hätte zum Thema "falscher" O.T. noch ein paar Fotos beizusteuern und hoffe, BerndSt nimmt es mir
nicht übel, wenn ich ihn ausnahmweise etwas verbessere.
Beim "falschen O.T." liegen die Schlepphebel schon am Anfang, bzw. noch am Ende der Nocken auf !
(Überschneidung der Ventile zwischen dem Ausstoßtakt und dem Ansaugtakt =
Auslaßventil noch nicht ganz geschlossen, Einlaßventil schon leicht geöffnet )
Das heißt, bei Drehung der Nockenwelle wir das Spiel zwischen Schlepphebel und Grundkreis der Nockenwelle
und somit auch das Ventilspiel größer als vorher eingestellt !
Das schadet zwar nicht dem Motor, vermindert aber die Füllung des Zylinders und somit auch dessen Leistung !
Den "richtigen O.T." zum Einstellen der Ventile habe ich, wenn sich ein paar Grad vor und nach dem O.T.
des Kolbens beide Schlepphebel und somit auch die Stösselstangen in ihrer Höhe nicht bewegen !
Der Grund dafür ist, daß sich bei einer Umdrehung der Nockenwelle die Kurbelwelle zweimal dreht !
(Viertakter, 2xauf und 2xab)
Zuletzt geändert von heinkel-bernd am 02.04.2016, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Loch im Auslassventil
Hallo Bernd,
Hallo Ulli,
ooops - da habe ich gestern Nacht offenbar mehr mit meiner Tastatur gekämpft, als mein Hirn anzustrengen.
Sorry - die Korrekturen zur Stellung von Nockenwelle, Schlepphebeln und Stösselstangen sind natürlich richtig und absolut berechtigt!
Bleiben zumindest zwei richtige Aussagen in meinen Beiträgen (na immerhin...
): 1. es gibt einen "falschen" und einen "richtigen" OT. Und 2. Der Grund dafür ist, dass die Kurbelwelle beim Viertakter zweimal "rum" muss, bis alle vier Takte abegarbeitet sind (und es beim Heinkelmotor - wie heinkel-bernd schön beschreibt - eine "Ventilüberschneidung" gibt).
@Bernd: wie sollte ich Dir übel nehmen, wenn Du falsche Aussagen von mir verbesserst? Ganz im Gegenteil! Ist doch wichtig, dass einem Heinkelfreund mit einem Problem kein Unfug erzählt wird. Also: Danke dafür.
@Ulli: wenn die Ventileinstellung am "falschen OT" nicht der Grund für das Loch im Ventil ist, dann musst Du die Ursache leider an anderer Stelle suchen. Werners Beitrag könnte den Weg zeigen (überhitztes Ventil aufgrund von zu wenig Ventilspiel). Oder schlicht ein Materialfehler? Ich weiß es nicht.
Viele Grüße,
Bernd
Hallo Ulli,
ooops - da habe ich gestern Nacht offenbar mehr mit meiner Tastatur gekämpft, als mein Hirn anzustrengen.
Bleiben zumindest zwei richtige Aussagen in meinen Beiträgen (na immerhin...
@Bernd: wie sollte ich Dir übel nehmen, wenn Du falsche Aussagen von mir verbesserst? Ganz im Gegenteil! Ist doch wichtig, dass einem Heinkelfreund mit einem Problem kein Unfug erzählt wird. Also: Danke dafür.
@Ulli: wenn die Ventileinstellung am "falschen OT" nicht der Grund für das Loch im Ventil ist, dann musst Du die Ursache leider an anderer Stelle suchen. Werners Beitrag könnte den Weg zeigen (überhitztes Ventil aufgrund von zu wenig Ventilspiel). Oder schlicht ein Materialfehler? Ich weiß es nicht.
Viele Grüße,
Bernd
SNAFU!
Re: Loch im Auslassventil
Jungs - Ihr seid klasse!!!
So schnelle, sehr informative und aufwändige Feedbacks sind unglaublich.
Das mit dem falschen OT habe ich auf jeden Fall verstanden.
Ich glaube, ich hab's in der Vergangenheit (immerhin fahre ich mein gutes Stück seit 1974 ununterbrochen) intuitiv richtig gemacht - den Kolben so nach oben "gefahren", dass beim leichten vor- und zurückdrehen die Ventile geschlossen bleiben.
Wobei ich aber nicht ausschließe, dass ich im Tran nicht doch den falschen OT genommen habe.
Auf die Zündkerzen-Frage komme ich, weil ich immer mal wieder gelesen und gehört habe, dass ein falscher Wärmewert den Motor ruinieren könne.
Könnte auch das Verkrusten des Auslassventils Schadensursache sein?
Da es mit hoher Wahrscheinlichkeit aber noch das 1. Ventil ist ( Bj.1960) war es wahrscheinlich einfach fällig.
Viele Grüße
Ulli
So schnelle, sehr informative und aufwändige Feedbacks sind unglaublich.
Das mit dem falschen OT habe ich auf jeden Fall verstanden.
Ich glaube, ich hab's in der Vergangenheit (immerhin fahre ich mein gutes Stück seit 1974 ununterbrochen) intuitiv richtig gemacht - den Kolben so nach oben "gefahren", dass beim leichten vor- und zurückdrehen die Ventile geschlossen bleiben.
Wobei ich aber nicht ausschließe, dass ich im Tran nicht doch den falschen OT genommen habe.
Auf die Zündkerzen-Frage komme ich, weil ich immer mal wieder gelesen und gehört habe, dass ein falscher Wärmewert den Motor ruinieren könne.
Könnte auch das Verkrusten des Auslassventils Schadensursache sein?
Da es mit hoher Wahrscheinlichkeit aber noch das 1. Ventil ist ( Bj.1960) war es wahrscheinlich einfach fällig.
Viele Grüße
Ulli