Vollgas/Leerlaufprobleme

Motor-Vergaser-Antrieb
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rollermatz

Vollgas/Leerlaufprobleme

Beitrag von rollermatz »

Ich habe mehrere Probleme:
1. Woran kann es liegen, dass mein Heinkel nach kurzer Vollgasfahrt langsam einsetzend und dann ganz abstirbt, um nach kurzer Phase (eingekuppeltes Ausrollen) wieder anzulaufen (ebenfalls kurze Ruckel-/Übergangsphase)? Ich habe zuvor die Ventile und Zündung neu eingestellt, der Unterbrecher könnte verschlissen sein. Ich habe ihn auf 4mm justiert und konnte dann die Zündung statisch so eben vor SP (Spätzündung) stellen, bin dann am Anschlag der Langlöcher der Einstellschrauben angelangt.
2. Wegen des Schubaausbleibens bei Vollgas wurde der Vergaser gereinigt (Verdacht: Dreck vor Düse), dabei eine krumme Düsennadel festgestellt und diese auf die zweite Kerbe gesetzt (fetter) (noch nicht gewechselt, da er zuvor jahrelang damit scheinbar auch immer lief). Nun baute ich den gereinigten Vergaser wieder an und er läuft im Stand nicht, d.h. er rumpelt regelrecht, läuft völlig unregelmäßig, patscht, etc. und geht sukzessive aus. Gas nimmt er aber sehr willig an!
3. Darüber hinaus nimmt der Roller nach einer längeren Rotphase vor einer Ampel oftmals nur noch unwillig/stotternd Gas an bzw. verschluckt sich und geht mit den Drehzahlen erstmal in den Keller (Schwimmernadelventil?).
Also, ich möchte die Düsennadel tauschen, den Unterbrecher erneuern, soll ich auch die Düsen tauschen? Den Unterbrecher erneuere ich auf jeden Fall auch noch und stelle die Zündung nochmals ein. Was könnte die Ursache sein für die Leerlaufprobleme, das zweitweise Absterben bei Vollgas und das Verschlucken nach Standphasen?
Gruß,
Matthias
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Matthias,
zur 1.: die z.Zt. gelieferten Zündkontakte (ich hatte das gleiche Problem) lassen sich nicht ausreichend in Richtung Spätzündung einstellen. Um das zu ermöglichen, muss man die Langlöcher der Unterbrecherplatte mit der Feile etwas verlängern, damit man die Platte etwas weiter nach rechts drehen kann.
zu 2.: Könnte es vielleicht daran liegen, dass der Vergaser zu wenig Sprit bekommt? Das könnte der Fall sein, wenn im Tank ein Unterdruck entsteht, z.B. weil das Entlüftungsloch im Deckel verstopft ist, oder wenn der Querschnitt im Tankhahn zu gering ist.
zu 3.: Da tippe ich eher darauf, dass der Vergaser aus dem Standgas heraus beim Gas geben "falsche Luft" zieht (keine oder defekte Dichtungen, Schieber mit zu viel Spiel?) oder die Leerlauf-Luftregulierungsschraube nicht richtig eingestellt ist. Wenn die einmal zu stark eingedreht war, kann sie auch die Leerlaufluftdüse beschädigt haben (Riß), was die Störung verursacht haben könnte. Schließlich könnte die Beschleunigungspumpe einen Defekt haben.
Viel Erfolg bei der Fehlersuche wünscht
Gerhard
Gast

Beitrag von Gast »

So, was lange währt, ...
Ich hatte wenig Zeit, sie dann aber doch noch gefunden. Mittlerweile habe ich den Vergaser überholt, Zündkerze erneuert, Zündkerzenstecker, Zündkabel, Zündspule und das Verbindungskabel vom Kondensator zum Unterbrecher. Was letztendlich die Ursache war weiß ich nicht 100%ig. Die Vergaserüberholung hat das Ansprechverhalten auf jeden Fall verbessert. Der Ausfall dürfte aber wohl durch das originale marode Kabel vom Kondensator zum Unterbrecher gekommen sein. Der Tausch der restlichen Komponenten hat sicher auch nicht geschadet, da diese Komponenten allesamt noch original waren. Lediglich die Zündspule hätte man sich wahrscheinlich sparen können (scheinbar Missverständnis bei am Telefon durchgegebenen Messwerten), da das Neuteil die gleichen Messwerte hat, wie die alte originale.
Also, heinkelige Grüße
Matthias
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