Anfangsschwierigkeiten und andere Kleinigkeiten
Verfasst: 20.06.2012, 22:05
Hallo erstmal an alle die es lesen,
mein Name ist Thomas ich 50 Jhre alt und ich wohne in Berlin.
Ich habe einen 103A2, den ich von meinem Vater geeerbt habe.
Das gute Stück stand nun gute 12 Jahre im Gartenhaus und ist von mir vor ein paar Wochen wieder auf die Straße geholt worden. Ich fahre seit 34 Jahren Motorrad, aktuell eine Moto Guzzi LeMans 2, die nun auch schon seit 25 Jahren. Ein Heinkel war mein erstes 1'er Motorrad (Roller), den ich hatte. Ich habe ihn als zuverlässigen, problemlosen Roller im Gedächtnis. Den Ersten Heinkel habe ich nachdem ich mir größeres Motorrad leisten konnte meinem Vater geschenkt. Der Gute wurde von mir dadurch mit einem Heinkel Virus infiziert, der darin endete, das er zwischenzeitlich bis zu 3 Roller hatte, die er aufbaute. Der letzte aus dieser Reihe ist nun der den ich habe. Er sieht aus wie neu und ist seit der Überholung gerade mal 234Km gelaufen, denke ich.
Das es nicht leicht sein würde das Teilchen nach 12 Jahren Gartenhaus wieder zu reaktivieren war klar.
Nachdem ich ihn in meiner Werkstatt hatte, gings erstmal ganz optimistisch zur Sache. Neues Öl (SAE30 Castrol), neue Batterie (Umgebaut auf eine 12V Batterie ist er bereits), Tank entrostet und von irgendwelchen Teerschleim befreit.
Dann ein bischen ohne Kerze drehen lassen, das sich das Öl schön verteilt, Kerze rein, Benzin dazu und ....., das Rollerchen springt doch tatsächlich sofort an und läuft einwandfrei im Leerlauf. Alle Gänge lassen sich durchschalten. Er raucht ein bischen aber das liegt wohl an der langen Standzeit, dachte ich.
Also dann neue Reifen bestellt und montiert um ihn zum TÜV zu fahren und anschl. zuzulassen.
Bei der Reifenmontage bemerke ich ein merkliches Spiel am Hinterrad (nicht TÜV tauglich), nach mehrmaligem Ein- und Ausbau, komme ich endlich drauf das da eine Stahlbuchse in der Alunabe eingegossen ist, die nicht mehr fest ist. Also Nabe auf die Fräse und vier Senkkopfschrauben M4x30mm lang gesetzt, mit Loctite eingeklebt und Köpfe übergefräst.
Hinterrad hat kein Spiel mehr. Also ab zum TÜV, war auch kein Problem. Auf dem Wege zum TÜV, fällt auf, das der Tageskilometerzähler am Tacho stur bei 234Km bleibt. Also Tacho ausgebaut geöffnet und die Antriebsmechanik vom Aluminiumoxid befreit. Alles wieder zusammen gebaut und geölt,... funktioniert auch wieder einwandfrei.
Dann fällt auf, daß das Teilchen immer mehr qualmt (Öl), also doch mal den Zylinder runter. Alles durch gemessen.
Kolbenringstoßspiel 0,8mm. Zylinder leichte Riefen, Kolben hatte auch schon gelitten. Also da ich Roller benutzen möchte habe ich gleich in einen Austauschzylinder (Ø61,5mm) mit Mahle Kolben und neuen Ringen investiert.
Alles von Herrn Kress, ich denke der dürfte hier bekannt sein.
Die Teile kamen prompt, schnell alles eingebaut und los gings. Qualmt immer noch! Also nochmal alles auseinander. Der Ölabstreifring war falsch montiert. Alles wieder zusammen gebaut und .... qualmt immer noch.
Wieder alles auseinander und den Zylinderkopf überprüft, hätte ich ja auch gleich machen können, kam aber bei den anderen offensichtlichen Fehlern nicht gleich darauf. Die Auslassventilführung war ausgeleiert, also schnell mal eine neue gedreht und montiert (eingeschrumpft mit 0,07mm Übermaß), Ventil eingeschliffen, alles zusammen gebaut und .....qualmt immer noch.
Nochmal alles auseinander gerissen, ich lass mich doch nicht weichkochen, dachte ich.
Nachdem ich alles nochmal überprüft habe stelle ich fest, das die neuen Kolbenringe schon mit 0,4mm Stoßspiel an der Verschleißgrenze sind. Teile bei Herrn Kress reklamiert, Austauschringe eingebaut mit 0,3mm Stoßspiel.
Und er qualmt !!!! Oh Mann so langsam macht der mich doch fertig!!!
Aber aufgeben ist nicht. Als nächstes dachte ich bei mir:,, vielleicht müßen sich die Ringe erstmal so richtig einschleifen.''
Rauf auf den Roller und mal eine schöne gemächliche Tour über den Stadring, wäre meine Vorstellung gewesen,
wenn da nicht plötzlich exakt hinter der Stadtgrenze der Vierte Gang rausspringt. Der Motor läuft normal weiter,
nur der Gang ist rausgesprungen, ohne irgendwelche mechanischen Geräusche oder ähnliches.
Blinker gesetzt, rauf auf den Standstreifen zum ausrollen. Bei langsamer Geschwindigkeit lies sich dann wenigstens der dritte Gang wieder einlegen, so das ich die nächste Ausfahrt erreichte.
Man Man Man, dat kostet Nerven.
Fazit nach kurzem Gefummel auf der Landstraße. Zweiter und Dritter gang lassen sich einlegen, Vierter, Erster und Lerrlauf nicht!!! Und er qualmt!!!!!!!!!!!!!
Also im Dritten Gang mit sechzig zurück in die Werkstatt. So da steht er nu.
Nach dem nun alle die dies gelesen haben, sich vom Lachkrampf erholt haben, wäre ich für Rückmeldungen, Komentare und Tips dankbar. Diesmal frage ich vorher mal jemanden der sich mit Heinkel auskennt, bevor ich wieder alles x-mal zerlege, um vielleicht gleich den richtigen Fehler zu beheben.
Ich habe mich schon ein bischen in ,,das rollende Sofa'' verliebt und möchte ihn unbedingt fahren. Da er mir als Alltagstauglich in Erinnerung gebleiben ist, hoffe ich daß das nur ,,leichte '' Startschwierigkeiten sind.
Grüße aus Berlin , Tommy
mein Name ist Thomas ich 50 Jhre alt und ich wohne in Berlin.
Ich habe einen 103A2, den ich von meinem Vater geeerbt habe.
Das gute Stück stand nun gute 12 Jahre im Gartenhaus und ist von mir vor ein paar Wochen wieder auf die Straße geholt worden. Ich fahre seit 34 Jahren Motorrad, aktuell eine Moto Guzzi LeMans 2, die nun auch schon seit 25 Jahren. Ein Heinkel war mein erstes 1'er Motorrad (Roller), den ich hatte. Ich habe ihn als zuverlässigen, problemlosen Roller im Gedächtnis. Den Ersten Heinkel habe ich nachdem ich mir größeres Motorrad leisten konnte meinem Vater geschenkt. Der Gute wurde von mir dadurch mit einem Heinkel Virus infiziert, der darin endete, das er zwischenzeitlich bis zu 3 Roller hatte, die er aufbaute. Der letzte aus dieser Reihe ist nun der den ich habe. Er sieht aus wie neu und ist seit der Überholung gerade mal 234Km gelaufen, denke ich.
Das es nicht leicht sein würde das Teilchen nach 12 Jahren Gartenhaus wieder zu reaktivieren war klar.
Nachdem ich ihn in meiner Werkstatt hatte, gings erstmal ganz optimistisch zur Sache. Neues Öl (SAE30 Castrol), neue Batterie (Umgebaut auf eine 12V Batterie ist er bereits), Tank entrostet und von irgendwelchen Teerschleim befreit.
Dann ein bischen ohne Kerze drehen lassen, das sich das Öl schön verteilt, Kerze rein, Benzin dazu und ....., das Rollerchen springt doch tatsächlich sofort an und läuft einwandfrei im Leerlauf. Alle Gänge lassen sich durchschalten. Er raucht ein bischen aber das liegt wohl an der langen Standzeit, dachte ich.
Also dann neue Reifen bestellt und montiert um ihn zum TÜV zu fahren und anschl. zuzulassen.
Bei der Reifenmontage bemerke ich ein merkliches Spiel am Hinterrad (nicht TÜV tauglich), nach mehrmaligem Ein- und Ausbau, komme ich endlich drauf das da eine Stahlbuchse in der Alunabe eingegossen ist, die nicht mehr fest ist. Also Nabe auf die Fräse und vier Senkkopfschrauben M4x30mm lang gesetzt, mit Loctite eingeklebt und Köpfe übergefräst.
Hinterrad hat kein Spiel mehr. Also ab zum TÜV, war auch kein Problem. Auf dem Wege zum TÜV, fällt auf, das der Tageskilometerzähler am Tacho stur bei 234Km bleibt. Also Tacho ausgebaut geöffnet und die Antriebsmechanik vom Aluminiumoxid befreit. Alles wieder zusammen gebaut und geölt,... funktioniert auch wieder einwandfrei.
Dann fällt auf, daß das Teilchen immer mehr qualmt (Öl), also doch mal den Zylinder runter. Alles durch gemessen.
Kolbenringstoßspiel 0,8mm. Zylinder leichte Riefen, Kolben hatte auch schon gelitten. Also da ich Roller benutzen möchte habe ich gleich in einen Austauschzylinder (Ø61,5mm) mit Mahle Kolben und neuen Ringen investiert.
Alles von Herrn Kress, ich denke der dürfte hier bekannt sein.
Die Teile kamen prompt, schnell alles eingebaut und los gings. Qualmt immer noch! Also nochmal alles auseinander. Der Ölabstreifring war falsch montiert. Alles wieder zusammen gebaut und .... qualmt immer noch.
Wieder alles auseinander und den Zylinderkopf überprüft, hätte ich ja auch gleich machen können, kam aber bei den anderen offensichtlichen Fehlern nicht gleich darauf. Die Auslassventilführung war ausgeleiert, also schnell mal eine neue gedreht und montiert (eingeschrumpft mit 0,07mm Übermaß), Ventil eingeschliffen, alles zusammen gebaut und .....qualmt immer noch.
Nochmal alles auseinander gerissen, ich lass mich doch nicht weichkochen, dachte ich.
Nachdem ich alles nochmal überprüft habe stelle ich fest, das die neuen Kolbenringe schon mit 0,4mm Stoßspiel an der Verschleißgrenze sind. Teile bei Herrn Kress reklamiert, Austauschringe eingebaut mit 0,3mm Stoßspiel.
Und er qualmt !!!! Oh Mann so langsam macht der mich doch fertig!!!
Aber aufgeben ist nicht. Als nächstes dachte ich bei mir:,, vielleicht müßen sich die Ringe erstmal so richtig einschleifen.''
Rauf auf den Roller und mal eine schöne gemächliche Tour über den Stadring, wäre meine Vorstellung gewesen,
wenn da nicht plötzlich exakt hinter der Stadtgrenze der Vierte Gang rausspringt. Der Motor läuft normal weiter,
nur der Gang ist rausgesprungen, ohne irgendwelche mechanischen Geräusche oder ähnliches.
Blinker gesetzt, rauf auf den Standstreifen zum ausrollen. Bei langsamer Geschwindigkeit lies sich dann wenigstens der dritte Gang wieder einlegen, so das ich die nächste Ausfahrt erreichte.
Man Man Man, dat kostet Nerven.
Fazit nach kurzem Gefummel auf der Landstraße. Zweiter und Dritter gang lassen sich einlegen, Vierter, Erster und Lerrlauf nicht!!! Und er qualmt!!!!!!!!!!!!!
Also im Dritten Gang mit sechzig zurück in die Werkstatt. So da steht er nu.
Nach dem nun alle die dies gelesen haben, sich vom Lachkrampf erholt haben, wäre ich für Rückmeldungen, Komentare und Tips dankbar. Diesmal frage ich vorher mal jemanden der sich mit Heinkel auskennt, bevor ich wieder alles x-mal zerlege, um vielleicht gleich den richtigen Fehler zu beheben.
Ich habe mich schon ein bischen in ,,das rollende Sofa'' verliebt und möchte ihn unbedingt fahren. Da er mir als Alltagstauglich in Erinnerung gebleiben ist, hoffe ich daß das nur ,,leichte '' Startschwierigkeiten sind.
Grüße aus Berlin , Tommy