Servus Rainer,
Für die Überholung Deines Heinkel-Motors solltest Du schon etwas Schraubererfahrung mitbringen !
Der Motor ist zwar simpel aufgebaut, es gibt aber einige Punkte , denen man besondere Aufmerksamkeit
schenken muß !!!! Sonst entsteht daraus ein tropfendes und alles versiffendes Triebwerk.
Es gibt beim Club eine relativ gute Montageanleitung die selbst erfahrene Heinkel-Schrauber noch
zur Hand nehmen müssen. Trotzdem würde ich einen "Fachmann" zu Rate ziehen, der damit schon
Erfahrung hat. Es gibt bestimmt in Deiner Nähe einen Regional-Club, an den Du Dich wenden kannst !
(findest Du unter Heinkelclub Deutschland e.V.)
Teile, die gerne verschleißen, findest Du im Heinkelmotor zur Genüge: Ist natürlich abhängig von der Km-Leistung !
Ventile mit Führungen, Zylinder mit Kolben und -ringen, Kurbelwellenlager mit Radialdichtring, Nockenwelle
mit Schlepphebel, Getriebe-Klauenrad 2.Gang, sämtliche andere Lager mit Radialdichtringen, Kupplungsbeläge
mit Kupplungskorb und Führungswelle, Primär- und Antriebskette, Schwingenlager mit Dichtringen, Ritzel und
Kettenräder, usw., usw.!
Das ist natürlich eine Aufzählung der Teile, die MÖGLICHERWEISE verschlissen sind.
Genaueres kann man erst durch eine Sichtung im ausgebauten Zustand feststellen !
Deshalb einen versierten Heinkelschrauber bemühen, keinen "Kfz-Mechatroniker",da habe ich schon tolle
Sachen erlebt !
Einige Spezialwerkzeuge werden auch noch benötigt, die nicht so einfach in jeder Kfz-Werstatt herumhängen !
Also, bevor Du dich mit Deinem "Neuen Motor" jahrelang herumärgerst, investiere lieber etwas mehr Zeit
und Geld in Deinen Heinkel ! Er wird es Dir mit guter Leistung und Zuverlässigkeit danken !!!
Viel Erfolg beim Schrauben und Freude am Heinkelfahren