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Re: Zündung verstellt
Verfasst: 22.07.2011, 10:16
von Wolfgang_M
Schönes Moped!
Wenn der Roller allerdings Aua hat, musst Du Prioritäten setzen
Viel Spaß beim Schrauben!
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 23.07.2011, 12:27
von Wolfgang56
Moin Jörge,
schöne R100S! Hab´ich auch, nur serienmäßig. Heinkel- und BMW-Boxersound sind durch nichts zu ersetzen!
Grüße
Wolfgang
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 23.07.2011, 12:58
von heinkel-bernd
Servus Jörge,
was Werner schreibt ist natürlich richtig!
Habe aus Versehen einen Zündversteller von SIBA erwischt.
Der BOSCH-Unterbrechernocken hat am Ende einen breiteren Sockel, könnte aber möglich sein, daß
man ihn leicht anheben, um 180°verdrehen und wieder genau auf die Mitnehmer der Fliehgewichte
setzen kann. Muß ich mal ausprobieren.
Nebenbei: Die Platte des SIBA-Zündverstellers hat am Rand eine kleine Aussparung. In dem Topf der Zünd-
anlage ist ein klitzekleiner Nocken eingearbeitet der in die Ausparung greifen muß.
Mit Gewalt und als Unwissender kann man diesen Züdversteller auch falsch herum einbauen.
Hast Du schon alles im Griff ? Rollermäßig meine ich !
Würde mich freuen von einem Erfolgserlebnis deinerseits zu hören.

Re: Zündung verstellt
Verfasst: 25.07.2011, 18:04
von Stephan Roehl-Janson
Hallo Jörge,
eine Idee wäre noch das die Scheibenfeder oder der Halbmond auf der Kurbelwelle abgeschert ist (oder gar nicht mehr vorhanden ist). Die Folge ist das der Rotor keine definierte Stellung mehr auf der Kurbelwelle hat. Vielleicht daher um 180 Grad verdreht ?
Gibt es mitunter bei Zweitaktern, die laufen dann rückwärts beim Ankicken.
Passiert wenn der Rotor nicht mit Drehmoment angezogen wurde, oder Halbmond aus Nut gedrückt?..........Bastler.
Auf jeden Fall viel Spaß beim schrauben.
Gruß an alle Heinkler
Stephan
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 25.07.2011, 22:01
von Jörge
liebe gemeinde!
der kabelbaum ist repariert, kontakt + kondensator an ort + stelle,
der geultraschallte vergaser wieder angebaut.
was mich aber irritiert, ist nach wie vor das überaus "sanfte" öffnen
des kontakts... mit anderen worten: der kontakt öffnet gaaaaaaanz
langsam um wenige 1/100mm, wird erst am ende des nockens (letzte
30°) ganz auf das sollmass von 0,4mm geöffnet.
der nocken MUSS verschlissen sein!
ich seh in der ersatzteilliste des clubs alles mögliche (was schön ist),
nur leider keinen nocken, oder die komplette verstelleinheit (was nicht so
schön ist).
kann mir jemand sagen, obs das für die bosch-zündung noch gibt?
oder hat jemand so etwas herumliegen?
im zweiten fall könnte ich helfen: wenn ich die verstellplatte einbaue,
würde sie nicht mehr herumliegen, sondern herumfahren!!!
also ab in den keller mit euch, suchen gehen...
leider hab ich bisher von 2 bestellten batterien nur eine bekommen.
wenn die zweite da ist, werde ich von den ersten startversuchen
berichten. kann mir aber nicht vorstellen, einen sauberen zünd-
funken zu bekommen...
in froher erwartung, jörge
ps: danke für eure anteilnahme!
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 26.07.2011, 14:17
von heinkel-bernd
Servus Jörge,
Du kannst Deinen Unternocken mal mit dem Foto vergleichen (ist relativ unverbraucht)
Auf dem anderem Foto siehst Du den BOSCH Zündversteller (die Federn sind zum fotogr.ausgehängt)
Der Nippel am Fuß des Unterbrechernockens greift in das etwas größere Loch in der Platte, man kann
ihn also gar nicht falsch montieren. Die Befestigungslöcher der Platte sind auch asymmetrisch gebohrt!
BOSCH-Zündungsteile hat der Club zu verkaufen!
Leider hast Du die Batterien schon bestellt, sonst würde ich Dir zu einem Gel-Akku raten 12V,15Ah,
brauchst nie mehr warten und kannst immer am Erhaltungsladegerät hängen lassen. Aber das ist
ein anderes Thema.
Weiterhin viel Erfolg beim Schrauben und Freude am Heinkelfahren, wenn er denn bald fährt !
In Erwartung einer baldigen Erfolgsmeldung,
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 26.07.2011, 20:33
von heinkel-bernd
Stephan Roehl-Janson hat geschrieben:eine Idee wäre noch das die Scheibenfeder oder der Halbmond auf der Kurbelwelle abgeschert ist (oder gar nicht mehr vorhanden ist). Die Folge ist das der Rotor keine definierte Stellung mehr auf der Kurbelwelle hat. Vielleicht daher um 180 Grad verdreht ?
Gibt es mitunter bei Zweitaktern, die laufen dann rückwärts beim Ankicken.
Passiert wenn der Rotor nicht mit Drehmoment angezogen wurde, oder Halbmond aus Nut gedrückt?..........Bastler.
Servus Jörge,
kannst ja mal kontrollieren, ob der Rotor Deiner Lichtmaschine auf der Kurbewelle verdreht ist:
Montierst Du deine Messuhr für die Zündungseinstellung oder, wenn nicht vorhanden, steckst Du einen
dünnen Holz- oder Kunststoffstab möglichst senkrecht in das Kerzenloch.
Jetzt drehst Du am Lüfterrad bis der Kolben genau auf O.T. steht.
Am Lüfterrad muß jetzt die Markierung "O.T." mit der Pfeilspitze in der Luftöffnung übereinstimmen !
Kann mir zwar nicht vorstellen, daß da was verdreht ist aber man hat ja schon Pferde ko....................
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 26.07.2011, 22:13
von Jörge
liebe gemeinde,
die gute nachricht zuerst:
er läuft wieder!!!
das problem mit dem langsam öffnenden kontakt war
folgendes: der wellenstumpf auf der der nocken gelagert
ist, hatte einen schlag, er eierte sozusagen. das war kaum
zu sehen (ich muss wohl mal wieder zum augenarzt), aber
auf der messuhr, die mir sonst zum räder einspeichen dient,
klar abzulesen. leichte prellschläge auf die obere, hohe seite
des wellenstumpfs haben dafür gesorgt, dass jetzt nur noch
2/100 abzulesen waren...
an dieser stelle mögen es mir - als 2-zylinder treiber - die heinkelaner
verzeihen: er hört sich irgendwie (ich wage es hier + jetzt kaum
auszusprechen!!!) an, wie nachbars einachser...
eine sache ist noch zu erledigen. der kontakt im relais, der
den anlasserstrom durchschaltet scheint leicht malade zu sein:
von gut 12V werden nur 5V durchgeleitet, es brutzelt + funkt.
die folge davon ist, dass der anlasser es kaum schafft, den kolben
über OT zu drehen. meine idee ist nun, ein arbeitsstromrelais
einzubauen, das diesen job übernimmt.
weiss vielleicht jemand, wie hoch der anlasserstrom ist, damit
ich ein ausreichend belastbares relais verbaue??? mein messgerät
geht leider nur bis 10A, ich möchte es nicht verheizen.
und keinen weiteren kabelbrand provozieren...
tuckernde grüsse, jörge
Re: Zündung verstellt
Verfasst: 27.07.2011, 11:04
von Wolfgang_M
Moin Jörge,
wo brutzelt und funkt es denn? Das kann ja nur im Reglergehäuse sein...Wo misst Du die 5 V? Es kann ja sein, dass Dein Batteriestrom zusammenbricht und deshalb nur 5 V ankommen...Hast Du mal die Ladespannung gemessen, wenn die rote Kontrollleuchte ausgeht? Sind die Kabel alle fest angeschraubt? Auch am Zündschloss? Entsteht im Sicherungskasten ein Übergangswiderstand durch Korrosion? Wann wurden die LiMa-Kohlen zuletzt gewechselt?
Ich glaube, Du denkst zu kompliziert...Auch hab ich den Eindruck, dass der Roller Deiner Madame mal einer Komplettkur zugeführt werden sollte, zumindest was den Motor angeht. Die Heinkel-Roller laufen nämlich auch noch mit 6 bar Verdichtung und ca. 5 PS, die sind dann motormäßig aber völlig verbraucht. Die bayrischen 2-Zylinder hingegen laufen echt mies, wenn ein Zylinder keine Kompression mehr hat, dass würde man sofort merken.
Na dann noch frohes Fummeln

Re: Zündung verstellt
Verfasst: 27.07.2011, 21:07
von Jörge
moin wolfgang,
genau, im reglergehäuse funkt es...
ladespannung ist 14,3V, was in ordnung ist, die batterie fällt dann
von 13,4V auf knapp unter 10V beim starten ab, am regler kommen
diese 10V auch an, aber am ausgang, der zum starter geht, nur 5...6V,
wenn ich den zündschlüssel drücke.
das sieht mir doch stark nach einem krankem starterrelais aus.
daher meine idee, ein modernes, belastbares relais einzubauen.
das originalteil ist doch recht teuer und rückbaubar ist es ja auch.
die kompression werde ich testen, wenn ich mein verliehenes
messgerät zurückbekomme, bzw. hole. werde dann berichten.
juchhu! komme eben von der ersten testfahrt zurück:
beim gasgeben aus standgasdrehzahl qualmt es kurz schwarz aus
dem auspuff. könnte an der beschleunigerpumpe liegen, die aber
sauber + an ort + stelle ist. die nadel hängt in der 2ten kerbe von
oben, was lt. reparaturhandbuch auch so sein soll. immerhin reagiert
der motor prompt auf veränderungen an standgas- und leerlaufgemisch-
schraube.
gibts den einen, unschlagbaren, immer zum erfolg führenden tipp,
wie die einstellung der gangschaltung am besten funktioniert?
und wie "genau" lässt sich so ein rollendes kulturgut überhaupt
schalten? wie hoch sollte die kompression sein, was habt ihr für
werte?
danke vorab für eure ratschläge!!!
gruss an die gemeinde, jörge