Sitzbankabdichtung

Fahrwerk-Rahmen-Karosserie-Räder-Bremsen
Volker Erbert

Sitzbankabdichtung

Beitrag von Volker Erbert »

Liebe Heinkelgemeinde,
da ich viel mit meinem 103-A0 unterwegs bin und das auch bei schlechtem Wetter bleibt es nicht aus, dass Sitzbank auch mal nass regnet. Das ist ja an sich kein Problem nur habe ich die Sitzbank einmal mit einem neuen vom Club bezogenen Bezug bezogen und dabei wohl mit Körperteilen gedacht, die normalerweise zum Sitzen gedacht sind... Nun hat sich die ganze Bank im Laufe der Zeit wie ein Schwamm voll gesogen und jedes Mal wenn ich mich auf den Heinkel setze habe ich eine nasse Hose, was recht unangenehm ist... :-(
Ich bin ja bereit die Polsterung noch einmal aufzumachen, doch fehlt mir der Königsweg, wie ich die Nähte von innen abdichten soll. Weiß jemand Rat?
Benutzeravatar
Hauke
Beiträge: 357
Registriert: 15.12.2005, 11:33
Wohnort: Verden

Beitrag von Hauke »

Hallo,
vielleicht funktioniert das mit einem Versiegelungs- oder Imprägniermittel für Zeltnähte, das bekommst du in jedem Freizeit- Outdoor- oder Campingladen.
Viel Erfolg,

gruß

Hauke
Meine Heinkel sind nun leider alle weg...... :cry:
Technik ist nichts Geheimnisvolles, auch wenn schlechte Techniker ein gelehrtes Gehabe an den Tag legen.
gast

Beitrag von gast »

Hallo Volker,
Wenn deine Sitzbank wirklich so viel Wasser aufnimmt wie du schreibst kann das nicht nur von den Nähten kommen.Das beste du fährst mal bei einen richtigen Autosattler vorbei und fragst was ein vernünftiger Sitzbank Bezug kostet.Der kann dich beraten und auch veränderungen am Sitzkern bei bedarf vornehmen.Manchmal ist das gar nicht so teuer wie man denkt.Bei fachgerechter Arbeit hast du viele Jahre Ruhe und dein verlängerter Rücken wirds dir danken.

Gruß an alle Heinkler
Benutzeravatar
HAL2000
Beiträge: 300
Registriert: 15.12.2005, 10:12
Wohnort: Unterhaching

Beitrag von HAL2000 »

ich hab einen A2, den ich auch bei Wind und Wetter fahr, eine komplette neue Sitzbank vom Club (fertig bezogen) und im Prinzip das gleiche Problem. Unten an den Löchern nässt es raus und obwohl das Sitzbankblech verzinkt ist, gibt es schon Rostränder. Beim A0 ist die Sitzbank doch aus Holz, das ist dann wohl eher noch schlimmer. Ich glaub tatsächlich, dass es an den Nähten liegt und werd mal den Rat von Hauke annnehmen.
Volker Erbert

Beitrag von Volker Erbert »

Tja… Heute habe ich die Sitzbank gestrippt und was soll ich sagen? Das Kissen hatte Mengen von Wasser gespeichert. Es hängt jetzt über der Wanne und tropft und tropft und tropft… Das Sperrholzbrett, welches ich beim letzten Mal angefertigt hatte, ist stockig geworden und hat sich verworfen. Der Bezug ist an sich noch gut, trotzdem werde ich ihn dazu benutzen Nahtdichtungsmittel zu testen (Merci für den Tipp, Hauke). Werde meine Erfahrungen gerne kundtun.
Doch eine Frage bleibt trotz allem: Eine Sitzbank wird bei Regen nass und durch die Nähte dringt Wasser ein – das ist doch ein Standardproblem. Liebe Heinkelgemeindemitglieder, warum habt Ihr dieses Problem nicht? Und sagt jetzt nicht, dass Ihr nur bei schönem Wetter fahrt… ;-)
Gast

Beitrag von Gast »

Moin.
Ich habe unter dem Bezug eine nahtlose Kunststofffolie über den Kunststoffkern gespannt und mit Heißkleber an die Metallplatte geklebt.
Jetzt läuft das Regenwasser zwar durch die Naht, aber der Schaumstoffkern kann sich nicht mehr vollsaugen und die Hose bleibt trocken.
Schöne Grüße,
Andreas
Benutzeravatar
Andreas Ehlers
Beiträge: 41
Registriert: 17.12.2005, 19:58
Wohnort: Kaltenkirchen

Beitrag von Andreas Ehlers »

Jetzt schreibe ich schon einmal einen Beitrag und dann werde ich, obwohl ich mich eingelogt habe als Gast dargestellt.
Übrigens klappt das mit der Folie wirklich.
Andreas
Gruß,
Andi


mit een Heinkel fohrst du beter.
Benutzeravatar
anh
Beiträge: 1860
Registriert: 16.12.2005, 03:38

Beitrag von anh »

Ich hatte bei meiner vor 20 Jahren von mir bezogenen Sitzbank eine PVC folie untergelegt. Hat gut trockengehalten. Ich hatt zusätzlich die Nähte von innen mit Nahtdicht abgedichtet. Nach und nach ist aber doch Feuchtikeit eingedrungen und hat den Sitz von innen zerstört ohne dass mein Hintern nass wurde (ok 20 Jahre sind auch schon ganz schön lang).

Die Herta Sitzbank ist professionell gefertigt und ist bei mir seit einem Jahr im Einsatz. Einige Regengüsse hat sie bereits ohne durchzunässen überlebt, allerdings bin auch ich "Schönwetterlosfahrer"

Auf Treffen sieht man ab zu Sitz"pariser", wie ich es mal nennen will.
Damit meine ich eine verschweißte Abdeckung aus dem Material wie man sie von den ortlieb Taschen her kennt.
Andreas Nielen-Haberl
Benutzeravatar
Bernd Hoose
Beiträge: 298
Registriert: 18.12.2005, 17:45
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

Beitrag von Bernd Hoose »

Ich hab mir den Regenüberzug bei Karl Mönkediek gekauft, bei schlechtem Wetter mach ich den drauf.
Wenn man den nicht ganz drüberzieht, also bis unter den Sitzrahmen, sammelt sich auch bei heißem Motor darunter kein Kondenswasser.
Ansonsten hat man da wohl die Lüftung fehlt, trotzdem einen nassen Sitz :cry:
Habt ihr Bilder von Treffen? Dann bitte her damit. Uploadzugang per Mail. Zu sehen gibts die dann unter http://home.hoose.de/dalbum
Um Kommentare zu den Bildern abzugeben Login=heinkel pass=freunde
Heinkelholgi

Beitrag von Heinkelholgi »

Doch eine Frage bleibt trotz allem: Eine Sitzbank wird bei Regen nass und durch die Nähte dringt Wasser ein – das ist doch ein Standardproblem. Liebe Heinkelgemeindemitglieder, warum habt Ihr dieses Problem nicht? Und sagt jetzt nicht, dass Ihr nur bei schönem Wetter fahrt…
Natürlich haben viele dieses Problem! Ich auch. Als ich meinen A-1 (der hat auch noch das Holzbrett) bei der Restaurierung mit einer neuen Sitzbank versehen habe, bin ich folgendermaßen vorgegangen: Die Nähte des Bezuges habe ich von innen gut mit Silikonkautschuk eingestrichen. Da außer durch die Nähte das Wasser auch durch den seitlichen unteren Spalt zwischen Brett und Blech ins Polster eindringt (Kapillarwirkung!) habe ich, bevor ich das Brett auf das Grundblech geschraubt habe, ringsum eine dicke Raupe aus Silikon gelegt, die sich dann beim Zusammenschrauben breitgedrückt hat (nicht ganz am Rand, sonst quillt zuviel raus)! Das Sperrholzbrett habe ich vorher fünf mal mit Bootslack lackiert.
Bis jetzt funktioniert das ganz gut, etwas dringt aber bei heftigem Regen immer noch ein, so dass ich beim Abstellen des Rollers bei Regen lieber eine Plastikfolie um die Bank lege.
Übrigens: die Schrauben, um das Brett am Grundblech festzumachen, sind im Original ja in (meist kurz und klein gerosteten) Blechlaschen gelagert, die am Sperrholz angenagelt sind. Ich hab diese Bleche durch Einschlagmuttern M5 ersetzt (gibt es im Baumarkt), die auf der Oberseite eingeschlagen sind, und dann die Schrauben von unten nach oben eingedreht. Das ist eine solide Sache und die Einschlagmuttern rosten garantiert nicht kurz und klein!
Natürlich runzeln jetzt die Originalitätsfanatiker wieder die Stirn: das ist ja garnich orginool! Da sieht man ja jetzt die Schraubenköpfe statt der Muttern, wenn man die Bank aufklappt... Sch... drauf :twisted: !!

Gruß Holgi
Antworten