Doch eine Frage bleibt trotz allem: Eine Sitzbank wird bei Regen nass und durch die Nähte dringt Wasser ein – das ist doch ein Standardproblem. Liebe Heinkelgemeindemitglieder, warum habt Ihr dieses Problem nicht? Und sagt jetzt nicht, dass Ihr nur bei schönem Wetter fahrt…
Natürlich haben viele dieses Problem! Ich auch. Als ich meinen A-1 (der hat auch noch das Holzbrett) bei der Restaurierung mit einer neuen Sitzbank versehen habe, bin ich folgendermaßen vorgegangen: Die Nähte des Bezuges habe ich von innen gut mit Silikonkautschuk eingestrichen. Da außer durch die Nähte das Wasser auch durch den seitlichen unteren Spalt zwischen Brett und Blech ins Polster eindringt (Kapillarwirkung!) habe ich, bevor ich das Brett auf das Grundblech geschraubt habe, ringsum eine dicke Raupe aus Silikon gelegt, die sich dann beim Zusammenschrauben breitgedrückt hat (nicht ganz am Rand, sonst quillt zuviel raus)! Das Sperrholzbrett habe ich vorher fünf mal mit Bootslack lackiert.
Bis jetzt funktioniert das ganz gut, etwas dringt aber bei heftigem Regen immer noch ein, so dass ich beim Abstellen des Rollers bei Regen lieber eine Plastikfolie um die Bank lege.
Übrigens: die Schrauben, um das Brett am Grundblech festzumachen, sind im Original ja in (meist kurz und klein gerosteten) Blechlaschen gelagert, die am Sperrholz angenagelt sind. Ich hab diese Bleche durch Einschlagmuttern M5 ersetzt (gibt es im Baumarkt), die auf der Oberseite eingeschlagen sind, und dann die Schrauben von unten nach oben eingedreht. Das ist eine solide Sache und die Einschlagmuttern rosten garantiert nicht kurz und klein!
Natürlich runzeln jetzt die Originalitätsfanatiker wieder die Stirn: das ist ja garnich orginool! Da sieht man ja jetzt die Schraubenköpfe statt der Muttern, wenn man die Bank aufklappt... Sch... drauf

!!
Gruß Holgi