Hallo liebe Heinkelfahrer,
aus zuverlässiger Quelle habe ich für meinen 103 A1 einen überholten A2 Austauschmotor erworben, montiert und ca. 100 km zurückgelegt.
Gestern funktionierte der Anlasser nicht mehr, dass heisst, beim Starten war ein deutliches Klacken des Anlasserschütz zu hören, aber der Anlasser drehte nicht. In ziemlich kurzer Zeit (nicht mehr als 4 - 5 Startversuche war die Batterie auch schon so weit runter, dass die Ladekontrollleuchte nur noch schwach am Glimmen war und letztlich garnichts mehr ging.
Nach der Montage des Motors war die Batterie voll geladen, und trotzdem war es von Anfang so, dass beim Starten das Klacken des Anlasserschütz zu hören war, und sich anschliessend der Anlasser scheinbar jedes Mal überlegte, ob er das schwere Rotieren der Kurbelwelle gegen den Druck der Kompression auf sich nehmen soll. Die Batterie ist zwei Jahre alt, die Anlasserkohlen sind neu, Zylinder und Kolben neu, Zylinderkopf überholt.
Heute nach Aufladen der Batterie genau die gleiche Reaktion des Starters: Nach dreimal "nur" Klacken dann doch die Entscheidung, das Ding in Rotation zu versetzen.
Da ich keine Lust habe, bei jedem Start zusätzlich zum Zündschlüssel auch die Daumen drücken zu müssen, das alles gutgeht, würde ich mich über Beistand in Form von Ratschlägen freuen.
Viele Grüße, Nippes
Anlasserschwächeln
-
Rollerchris
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- Registriert: 08.02.2007, 20:52
- Wohnort: Bielefeld
Re: Anlasserschwächeln
Hallo Nippes
Das was du an Syptomen beschreibst hört sich das nach zu wenig Batterie leistung an. Versuch mal mit einer zweiten Batterie Starthilfe zu geben. Wenn es dann funktioniert, hat die Batterie keine Leistung mehr. Sollte der Fehler gleich bleiben, wird vermutlich es an deinem Lichtmaschinenanker liegen.
Mit bestem Rollergruß
Rollerchris
Das was du an Syptomen beschreibst hört sich das nach zu wenig Batterie leistung an. Versuch mal mit einer zweiten Batterie Starthilfe zu geben. Wenn es dann funktioniert, hat die Batterie keine Leistung mehr. Sollte der Fehler gleich bleiben, wird vermutlich es an deinem Lichtmaschinenanker liegen.
Mit bestem Rollergruß
Rollerchris
Re: Anlasserschwächeln
Servus Nippes,
wie Rollerchris schon schreibt, klingt das nach zu wenig Leistung der Batterie !
Eine "schwache" Batterie ist leider mit einem einfachen Spannungsmessgerät nicht zu erkennen !
Sie kann im vollen Zustand über 13V erreichen, bricht aber bei Belastung schnell zusammen !
Du kannst jederzeit eine 12V-Autobatterie mittels Starthilfekabeln an die Batterieklemmen des Rollers
anschließen und ihn so starten. Es ist egal wieviel Kapazität (mind. 7Ah bis unendlich ) die Batterien haben,
wichtig ist die Spannung von 12V (Betriebsspannung 12V, Batterie voll geladen ca.13V) !
Wenn der Anlasser damit die gleichen "Zicken" macht, sollte die dicke Leitung vom Regler zur Lichtmaschine
auf eine gute Verbindung geprüft werden ! Das gleiche gilt für die Batterie-Anschlüsse und den Anschluß des
Massekabels am Motorgehäuse !
Auch ein Isolationsschaden am Anlasserkabel (dicke Leitung vom Regler zur LIMA) kann einen Kriechstrom
zum Rahmen und damit zur Masse verursachen, wodurch zu wenig Strom am Anlasser ankommt !
Neue Kohlen in der Lichtmaschine bedeuten nicht, daß die Lichtmaschine damit funktionsfähig ist !
(Siehe Beitrag von Arno Fritz in der neuen Heinkel-Info)
Wenn aber die Lichtmaschine genug Ladestrom bringt
(Nach dem Regler, bei erhöhter Drehzahl mind. 13,5 V, max. 14,5 V), dann scheint damit alles in Ordnung zu sein !
Ich hoffe für Dich, daß es "nur" an der Batterie liegt
und wünsche viel Erfolg !
wie Rollerchris schon schreibt, klingt das nach zu wenig Leistung der Batterie !
Eine "schwache" Batterie ist leider mit einem einfachen Spannungsmessgerät nicht zu erkennen !
Sie kann im vollen Zustand über 13V erreichen, bricht aber bei Belastung schnell zusammen !
Du kannst jederzeit eine 12V-Autobatterie mittels Starthilfekabeln an die Batterieklemmen des Rollers
anschließen und ihn so starten. Es ist egal wieviel Kapazität (mind. 7Ah bis unendlich ) die Batterien haben,
wichtig ist die Spannung von 12V (Betriebsspannung 12V, Batterie voll geladen ca.13V) !
Wenn der Anlasser damit die gleichen "Zicken" macht, sollte die dicke Leitung vom Regler zur Lichtmaschine
auf eine gute Verbindung geprüft werden ! Das gleiche gilt für die Batterie-Anschlüsse und den Anschluß des
Massekabels am Motorgehäuse !
Auch ein Isolationsschaden am Anlasserkabel (dicke Leitung vom Regler zur LIMA) kann einen Kriechstrom
zum Rahmen und damit zur Masse verursachen, wodurch zu wenig Strom am Anlasser ankommt !
Neue Kohlen in der Lichtmaschine bedeuten nicht, daß die Lichtmaschine damit funktionsfähig ist !
(Siehe Beitrag von Arno Fritz in der neuen Heinkel-Info)
Wenn aber die Lichtmaschine genug Ladestrom bringt
(Nach dem Regler, bei erhöhter Drehzahl mind. 13,5 V, max. 14,5 V), dann scheint damit alles in Ordnung zu sein !
Ich hoffe für Dich, daß es "nur" an der Batterie liegt
und wünsche viel Erfolg !
Viele Grüße aus dem schönen Oberfranken B I M S
-
Heinkelholgi
Re: Anlasserschwächeln
Moin,
Nippes könnte auch testhalber mal ein Voltmeter zu den Batterieanschlüssen parallel schalten und dann einen Anlassversuch machen. Dabei auf die angezeigte Spannung achten. Wenn sie unter Last auf deutlich weniger als 11 V absinkt, ist die Batterie sulfatiert und hat einen zu hohen Innenwiderstand aufgebaut. Folge: der maximal entnehmbare Strom sinkt so weit, dass der Anlasser nicht mehr gegen die Kompression anarbeiten kann.
Ich empfehle aus eigener Erfahrung immer eine Blei-Gel-Batterie. Die vom Club sind zwar teuer, können aber ohne Änderung der Halter eingebaut werden. Man sollte aber, wenn man öfter Langstrecken fährt, seinen Regler auf eine maximale Ladespannung von 13,8-13,9 V einstellen, um einen vorzeitigen Tod der Gelakkus zu vermeiden. Normal halten die 8-10 Jahre, und zwar ohne Ausbauen und Nachladen im Winter!
Ich fahre einen 12V/17 Ah-Akku für 2 Euro (gebraucht aus der Bucht) in geänderter Halterung, der ist jetzt 7 Jahre alt und ist noch nie außerhalb des Rollers nachgeladen worden. Nach jedem Winter in der (ungeheizten) Garage springt mein A-1 bei der zweiten Umdrehung an.
Aber das ist jetzt schon wieder ein Propaganda-Posting für die Bleigel-Technologie geworden...
Tschuldigung!
Holgi
Nippes könnte auch testhalber mal ein Voltmeter zu den Batterieanschlüssen parallel schalten und dann einen Anlassversuch machen. Dabei auf die angezeigte Spannung achten. Wenn sie unter Last auf deutlich weniger als 11 V absinkt, ist die Batterie sulfatiert und hat einen zu hohen Innenwiderstand aufgebaut. Folge: der maximal entnehmbare Strom sinkt so weit, dass der Anlasser nicht mehr gegen die Kompression anarbeiten kann.
Ich empfehle aus eigener Erfahrung immer eine Blei-Gel-Batterie. Die vom Club sind zwar teuer, können aber ohne Änderung der Halter eingebaut werden. Man sollte aber, wenn man öfter Langstrecken fährt, seinen Regler auf eine maximale Ladespannung von 13,8-13,9 V einstellen, um einen vorzeitigen Tod der Gelakkus zu vermeiden. Normal halten die 8-10 Jahre, und zwar ohne Ausbauen und Nachladen im Winter!
Ich fahre einen 12V/17 Ah-Akku für 2 Euro (gebraucht aus der Bucht) in geänderter Halterung, der ist jetzt 7 Jahre alt und ist noch nie außerhalb des Rollers nachgeladen worden. Nach jedem Winter in der (ungeheizten) Garage springt mein A-1 bei der zweiten Umdrehung an.
Aber das ist jetzt schon wieder ein Propaganda-Posting für die Bleigel-Technologie geworden...
Tschuldigung!
Holgi
Re: Anlasserschwächeln
Danke für die Ratschläge. Es war tatsächlich (nur) die Batterie.
Gruss, Nippes
Gruss, Nippes