Hallo liebe Heinkelfreunde,
Frohe Weihnachten für alle und ein Gutes Jahr 2010 mit viel Freude am Heinkelfahren (und Schrauben) und vor allem Gesundheit.
Ich will mal folgenders zur Diskussion stellen:
Ich habe einen 200er Motor, den ich in einen A2 eingebaut hatte, aufgemacht, weil ich ihn nicht richtig zum Laufen bringen konnte.
Bei der Demontage stellte ich fest, dass die Kurbelwellenlager sehr locker in ihren Sitzen saßen. Nachmessen ergab: Lagersitz Festlagerseite +2/100 bis +3/100, Loslagerseite +3/100 bis +4/100 über Nennmaß 62 mm. Da die Kugellager alle eine Minustoleranz haben, heißt das, dass meine Lager alle mit Luft in ihren Sitzen saßen. Ich meine, das ist nicht der Sollzustand. Es sollte auf beiden Seiten mindestens eine leichte Presspassung vorliegen.
Ich habe bei Freunden noch zwei Gehäuse nachgemessen; die lagen im gleichen Plusbereich.
Jetzt mal meine Fragen:
- Sind bei euch alle gebrauchten Gehäuse so?
- Gibt's auch gute Gehäuse auf dem Markt?
- Kann man da reparieren (auftragschweißen, Plasma-, Laserauftragsschweißen, -spritzen, aufchromen)?
Ich meine, dass es durch die zu große Luft zu Kurbelwellenschwingungen kommen kann, die dann verhindern, dass die oberen Drehzahlen überhaupt erreicht werden.
Also, was meint die Gemeinde?
Nochmals freundliche Grüße
Hans
ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hallo Hans,
das Reparieren, mit Hilfe von Aufschweißen oder Aufchromen würde ich persönlich nicht machen.
Das Risiko beim schweißen wäre mir zu groß und auch die Nacharbeiten sind sehr aufwändig. Die Lagersitze müßten dann wieder neu ausgespindelt werden, damit sie miteinander fluchten.
Das Aufchromen ist bei Aluminium eher kritisch. Es müßte auch das restliche Gehäuse abgedeckt werden, damit der Chrom nur dort hinkommt, wo er wirklich hinsoll.
Das einfachste wäre wenn du die Lager beim Einbau mit Lagersicherungskleber von Loctite sicherst. Beim Ausbau muss mann dann mit Wärme arbeiten.
Grüße
Rolf
das Reparieren, mit Hilfe von Aufschweißen oder Aufchromen würde ich persönlich nicht machen.
Das Risiko beim schweißen wäre mir zu groß und auch die Nacharbeiten sind sehr aufwändig. Die Lagersitze müßten dann wieder neu ausgespindelt werden, damit sie miteinander fluchten.
Das Aufchromen ist bei Aluminium eher kritisch. Es müßte auch das restliche Gehäuse abgedeckt werden, damit der Chrom nur dort hinkommt, wo er wirklich hinsoll.
Das einfachste wäre wenn du die Lager beim Einbau mit Lagersicherungskleber von Loctite sicherst. Beim Ausbau muss mann dann mit Wärme arbeiten.
Grüße
Rolf
Grüße von der Ostalb
Rolf
Rolf
-
manfred030
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hallo Hans,
wie Rolf vorgeschlagen hat, klebe die Lager ein. Die sitzen danach so fest, das ein späterer Ausbau ein paar Probleme verursacht.
Erkundige Dich im Fachhandel, welcher Kleber von Loctite dafür am besten geeignet ist.
Ich habe das schon erfolgreich angewendet, weiß aber im Moment nicht mehr, welches "Loctite" ich dafür verwendet habe.
Viel Erfolg.
Manfred
wie Rolf vorgeschlagen hat, klebe die Lager ein. Die sitzen danach so fest, das ein späterer Ausbau ein paar Probleme verursacht.
Erkundige Dich im Fachhandel, welcher Kleber von Loctite dafür am besten geeignet ist.
Ich habe das schon erfolgreich angewendet, weiß aber im Moment nicht mehr, welches "Loctite" ich dafür verwendet habe.
Viel Erfolg.
Manfred
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hallo,
der Kleber ist Loctite 648:
Zum Einkleben von Lagern. Kann nur durch erwärmen wieder gelöst werden. Reinigung der Lagerflächen, z.B. mit dem Spezial-Sprühreiniger Art.Nr. HSR50
Erhältlich z.B. bei Korrosionsschutz-Depot
der Kleber ist Loctite 648:
Zum Einkleben von Lagern. Kann nur durch erwärmen wieder gelöst werden. Reinigung der Lagerflächen, z.B. mit dem Spezial-Sprühreiniger Art.Nr. HSR50
Erhältlich z.B. bei Korrosionsschutz-Depot
Grüße von der Ostalb
Rolf
Rolf
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hi,
Festlager festkleben OK! - aber auch Loslager? Dann ist's doch kein Loslager mehr! Ich nehme an, dass bei Betriebstemperatur sich die Klebung wegen Differendehnungen von Kurbelwelle (Stahl) und Gehäuse (Alu) löst. Dann ist das zu große Spiel wieder da!
Wie sind die Erfahrungen mit festgeklebten Lagern? Längere Zeit damit gefahren? Und später den Motor auch schon wieder geöffnet? War die Klebung noch vorhanden! Ich bin da sehr skeptisch!
Ist jemand bewußt längere Zeit mit zu großen Lagersitzen gefahren? Wie war denn da die Erfahrung?
Sind eigentlich viele Lagersitze bei den Heinkelgehäusen zu groß?
Gruß
Hans
Festlager festkleben OK! - aber auch Loslager? Dann ist's doch kein Loslager mehr! Ich nehme an, dass bei Betriebstemperatur sich die Klebung wegen Differendehnungen von Kurbelwelle (Stahl) und Gehäuse (Alu) löst. Dann ist das zu große Spiel wieder da!
Wie sind die Erfahrungen mit festgeklebten Lagern? Längere Zeit damit gefahren? Und später den Motor auch schon wieder geöffnet? War die Klebung noch vorhanden! Ich bin da sehr skeptisch!
Ist jemand bewußt längere Zeit mit zu großen Lagersitzen gefahren? Wie war denn da die Erfahrung?
Sind eigentlich viele Lagersitze bei den Heinkelgehäusen zu groß?
Gruß
Hans
-
manfred030
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hallo Hans,
den neuen modernen Klebern kannst Du unbedingt vertrauen, wenn Du die Anwendung richtig machst.
Ich habe übrigens bei 2 Motoren die Lager eingeklebt und hatte bei einem ein riesiges Problem, die Lager wieder loszukriegen , um sie zu ersetzen. Noch ein anderes Beispiel: Da hat der Vorgänger beim 103/A2 Tank den Bügel für das Schutzblech unter dem Tank abgesägt. Was nun? Tank voll Wasser etc. und neuen Haltebügel anschweißen/ hartlöten ? Mein Nachbar meinte nur: alles Quatsch, den neuen Bügel klebe ich an. Das war vor ca. 6 Jahren und der hält immer noch, obwohl jeder weiß, wie heiß der Tank wird.
Ergo, die modernen Kleber leisten heute teilwiese mehr wie schweißen oder löten.
Manfred
den neuen modernen Klebern kannst Du unbedingt vertrauen, wenn Du die Anwendung richtig machst.
Ich habe übrigens bei 2 Motoren die Lager eingeklebt und hatte bei einem ein riesiges Problem, die Lager wieder loszukriegen , um sie zu ersetzen. Noch ein anderes Beispiel: Da hat der Vorgänger beim 103/A2 Tank den Bügel für das Schutzblech unter dem Tank abgesägt. Was nun? Tank voll Wasser etc. und neuen Haltebügel anschweißen/ hartlöten ? Mein Nachbar meinte nur: alles Quatsch, den neuen Bügel klebe ich an. Das war vor ca. 6 Jahren und der hält immer noch, obwohl jeder weiß, wie heiß der Tank wird.
Ergo, die modernen Kleber leisten heute teilwiese mehr wie schweißen oder löten.
Manfred
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hi,
vielen Dank Gundolf für deine Berichte darüber, wie gut heute die Metallkleber sind. Das kann man sicher für ein nicht mehr festes Festlager verwenden. Aber ein Loslager festkleben, werde ich nicht tun. Das widerspricht allen wohlbegründeten technischen Regeln
Wer kann denn von Erfahrungen mit Reparaturen des Lagersitzes berichten?
Gruß
Hans
vielen Dank Gundolf für deine Berichte darüber, wie gut heute die Metallkleber sind. Das kann man sicher für ein nicht mehr festes Festlager verwenden. Aber ein Loslager festkleben, werde ich nicht tun. Das widerspricht allen wohlbegründeten technischen Regeln
Wer kann denn von Erfahrungen mit Reparaturen des Lagersitzes berichten?
Gruß
Hans
Re: ausgeschlagene Kurbelwellen-Lagersitze
Hans