Anker
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Martin Kricke
Eigentlich ganz einfach mit einem Ohm-Meter. Die einzelnen Kupferlamellen müßen gegenüber dem Glockenankergehäuse hochohmig sein ( >500 Kiloohm, besser >1 Megaohm ). Das ist eigentlich schon das wichtigste. Zusätzlich müssen die Lamellen entsprechend der Kohlenposition natürlich niederohmig sein. Einfach auf eine Lamelle das Ohmmeter und mit dem anderen Kontakt langsam über die anderen Lamellen fahren. Irgendwann findet man dann die zugehörigende Lamelle. Als letzte noch auf mechanische Beschädigungen achten ( Konus, Passfedernut und Höhe der Lamellen ) Sollten einzelne Lamellen deutlich höher stehen, so deutet das darauf hin, daß zulange Schrauben bei der Lüfterradmontage verwendet wurden. In diesem Fall ab in den Mülleimer! Das wars und nun viel Glück
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Erich-alt
Wicklungsüberprüfung:
Elektrische Maschinen, dazu zählt auch der Dynamostarter, werden nach VDE 0530 geprüft.
Maschinen die eine Bemessungsspannung wie der Dynamostarter haben, werden mit 2 x Betriebsspannung plus 500Volt geprüft.
Dies bezieht sich auf ein Neuteil.
In der Regel gehen die Reparaturwerkstätten hin und prüfen mit der Hälfte der Spannung bei gebrauchten Maschinen. Dies ist die Messung der Wicklung gegen Masse, also das Gehäuse.
Dies kann man leicht realisieren, indem man die Netzspannung von 230Volt benutzt und in Reihe eine Glühlampe schaltet. Falls die Lampe leuchtet, würde ein Strom von der Wicklung (Also vom Kollektor) zum Gehäuse fließen, was aussagen würde, dass der Anker defekt ist.
Gleiches gilt für die Ständerwicklung, die muss dasselbe aushalten.
Ich prüfe meine Teile nach dem reinigen und trocken mit 300Volt, allerdings steht mir ein spezielles Hochspannungsprüfgerät zur Verfügung.
Eine Prüfung mir einem Vielfachinstrument sagt gar nichts aus, denn die Prüfspannung ist meist nur max. 9Volt, also sogar weniger als die Bordspannung.
(Vergesst diese Art der Prüfung, es ist als wollte man mit einem Meter den Abstand Mond – Venus messen, denn was nützt es wenn bei 9Volt der Widerstand in Ordnung ist, bei 12 Volt aber ein Überschlag erfolgt.)
Bevor solche Messungen ausgeführt werden, ist peinlichst darauf zu achten dass der Kohlestaub ausgeblasen ist.
Diese Prüfung sagt aber lediglich aus, dass sowohl Wicklung als auch Kollektor gegenüber der Masse isoliert sind.
Bitte beachten: Solche Messungen führen Fachbetriebe aus, die auch dafür die nötigen Messgeräte und Fachausbildung besitzen. Ich möchte keinen Laien in Gefahr bringen, denn diese Messung ist für einen Fachbetrieb 5min Arbeit.
Was aber ist wenn zB. eine Lamelle mit der andern Schluss hat?
Oder ein Wicklungsdraht mit einem andern?
Dann ist der Anker auch defekt, nur das ist NICHT so leicht zu messen. Dies wird mit speziellen Hochfrequenzinduktionsprüfgeräten festgestellt. Es ist UNMÖGLICH mit einem Vielfachinstrument feststellbar.
Selbst diese Art der Prüfung benötigt einen Teil an Erfahrung, denn ist nicht leicht einen solchen Defekt zu erkennen.
Jede Lamelle ist mit der Nachbarlamelle über die Wicklung verbunden. Dies ist an Gleichstrommaschinen nun mal so, egal ob es sich um eine Schleifenwicklung oder um eine Wellenwicklung handelt.
Sollte so eine Lamelle gegenüber irgendeiner andern KEINEN Durchgang haben, so ist der Anker defekt.
(Also es ist normal dass ein Ohmmeter von Lamelle zu Lamelle 0 Ohm anzeigt, denn die paar cm Wicklungsdraht sind kaum feststellbar.)
Erkenntnis daraus:
Erste Prüfung sollte immer ausgeführt werden, diese erspart das plötzliche Auftreten eines Limaschadens.
(Angebrannte, oder abgebrannte Kohlenhalten bzw. defekte Anker.)
Die Prüfung auf einen Lamellenschluss oder Windungsschluss ist nur schwer feststellbar.
Falls also ein gereinigtes Teil die erste Spannungsprüfung besteht, so würde ich es einbauen.
Die Regel ist zu 99% so, dass an elektr. Maschinen meist die Maschine noch in Ordnung ist, solange die Basisisolation auch in Ordnung ist.
Kollektoren können übrigens nachgelötet werden, falls mal das Zinn ausgeschmissen wurde.
Dann aber auf beiden Seiten, denn der Anker lässt sich teilen.
Eingelaufene Kollektoren können nachgefertigt werden und eine Wicklung kann auch erneuert werden.
Ob sich das lohnt, solange noch brauchbare Teile auf dem Markt sind will ich nicht beurteilen, denn so eine Wicklung anzufertigen ist reine Handarbeit.
Falls so ein Teil aber mal weggeschmissen ist, so ist es auch nicht mehr reparabel.
Erich
Elektrische Maschinen, dazu zählt auch der Dynamostarter, werden nach VDE 0530 geprüft.
Maschinen die eine Bemessungsspannung wie der Dynamostarter haben, werden mit 2 x Betriebsspannung plus 500Volt geprüft.
Dies bezieht sich auf ein Neuteil.
In der Regel gehen die Reparaturwerkstätten hin und prüfen mit der Hälfte der Spannung bei gebrauchten Maschinen. Dies ist die Messung der Wicklung gegen Masse, also das Gehäuse.
Dies kann man leicht realisieren, indem man die Netzspannung von 230Volt benutzt und in Reihe eine Glühlampe schaltet. Falls die Lampe leuchtet, würde ein Strom von der Wicklung (Also vom Kollektor) zum Gehäuse fließen, was aussagen würde, dass der Anker defekt ist.
Gleiches gilt für die Ständerwicklung, die muss dasselbe aushalten.
Ich prüfe meine Teile nach dem reinigen und trocken mit 300Volt, allerdings steht mir ein spezielles Hochspannungsprüfgerät zur Verfügung.
Eine Prüfung mir einem Vielfachinstrument sagt gar nichts aus, denn die Prüfspannung ist meist nur max. 9Volt, also sogar weniger als die Bordspannung.
(Vergesst diese Art der Prüfung, es ist als wollte man mit einem Meter den Abstand Mond – Venus messen, denn was nützt es wenn bei 9Volt der Widerstand in Ordnung ist, bei 12 Volt aber ein Überschlag erfolgt.)
Bevor solche Messungen ausgeführt werden, ist peinlichst darauf zu achten dass der Kohlestaub ausgeblasen ist.
Diese Prüfung sagt aber lediglich aus, dass sowohl Wicklung als auch Kollektor gegenüber der Masse isoliert sind.
Bitte beachten: Solche Messungen führen Fachbetriebe aus, die auch dafür die nötigen Messgeräte und Fachausbildung besitzen. Ich möchte keinen Laien in Gefahr bringen, denn diese Messung ist für einen Fachbetrieb 5min Arbeit.
Was aber ist wenn zB. eine Lamelle mit der andern Schluss hat?
Oder ein Wicklungsdraht mit einem andern?
Dann ist der Anker auch defekt, nur das ist NICHT so leicht zu messen. Dies wird mit speziellen Hochfrequenzinduktionsprüfgeräten festgestellt. Es ist UNMÖGLICH mit einem Vielfachinstrument feststellbar.
Selbst diese Art der Prüfung benötigt einen Teil an Erfahrung, denn ist nicht leicht einen solchen Defekt zu erkennen.
Jede Lamelle ist mit der Nachbarlamelle über die Wicklung verbunden. Dies ist an Gleichstrommaschinen nun mal so, egal ob es sich um eine Schleifenwicklung oder um eine Wellenwicklung handelt.
Sollte so eine Lamelle gegenüber irgendeiner andern KEINEN Durchgang haben, so ist der Anker defekt.
(Also es ist normal dass ein Ohmmeter von Lamelle zu Lamelle 0 Ohm anzeigt, denn die paar cm Wicklungsdraht sind kaum feststellbar.)
Erkenntnis daraus:
Erste Prüfung sollte immer ausgeführt werden, diese erspart das plötzliche Auftreten eines Limaschadens.
(Angebrannte, oder abgebrannte Kohlenhalten bzw. defekte Anker.)
Die Prüfung auf einen Lamellenschluss oder Windungsschluss ist nur schwer feststellbar.
Falls also ein gereinigtes Teil die erste Spannungsprüfung besteht, so würde ich es einbauen.
Die Regel ist zu 99% so, dass an elektr. Maschinen meist die Maschine noch in Ordnung ist, solange die Basisisolation auch in Ordnung ist.
Kollektoren können übrigens nachgelötet werden, falls mal das Zinn ausgeschmissen wurde.
Dann aber auf beiden Seiten, denn der Anker lässt sich teilen.
Eingelaufene Kollektoren können nachgefertigt werden und eine Wicklung kann auch erneuert werden.
Ob sich das lohnt, solange noch brauchbare Teile auf dem Markt sind will ich nicht beurteilen, denn so eine Wicklung anzufertigen ist reine Handarbeit.
Falls so ein Teil aber mal weggeschmissen ist, so ist es auch nicht mehr reparabel.
Erich