Hallo Indy!
Keine Kompression? Öffne den Verschluss des Zylinderkopfdeckels, lasse den Motor an und höre dabei auf Geräusche. Wenn du eine Art Zischen hörst, ist die Kopfdichtung am Stößelkanal durch.
Mit Heinkelgruß
Bernd
Heinkel Tourist A 103-2
- Bernd Hünten
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Re: Heinkel Tourist A 103-2
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
- heinkel-bernd
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Re: Heinkel Tourist A 103-2
Servus Hauke,
ich glaube nicht, dass Du bei der Kompressionsmessung so viel falsch gemacht hast, dass das Manometer
überhaupt nicht reagiert
Bei Ventil- oder Dichtungsschaden wird nicht nur kein Kompressionsdruck erzeigt, es fehlt im Ansaugtakt auch
der nötige Unterdruck, um das Gasgemisch aus dem Vergaser zu saugen
Deshalb auch die trockene Zündkerze
Wenn Du dem Tester nicht vertraust, weil er "keinerlei Kompression" anzeigt, dann verschließe doch einfach
mal das Zündkerzenloch mit einem Lappen und drücke ihn bei Anlasserdrehzahl mit dem Daumen oder
Schraubenziehergriff etwas fest.
Wird im Brennraum so wenig Druck erzeugt, dass das Kerzenloch verschlossen bleibt, muss über Zündung,
Vergaser, Beschleunigerpumpe Kontensator usw. nicht weiter überlegt werden.
Um den Grund der fehlenden Kompression zu finden, hilft eine Druckverlustprüfung
viewtopic.php?p=16483#p16483
SEHR WICHTIG auch dieser Beitrag:
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ich glaube nicht, dass Du bei der Kompressionsmessung so viel falsch gemacht hast, dass das Manometer
überhaupt nicht reagiert
Noch eine Sache, die bei den bisherigen Vorschlägen nicht bedacht wurde :Sollte die Zündkerze nach den ständigen Startversuchen nicht eigentlich nass sein?
Meine ist ziemlich trocken.
Bei Ventil- oder Dichtungsschaden wird nicht nur kein Kompressionsdruck erzeigt, es fehlt im Ansaugtakt auch
der nötige Unterdruck, um das Gasgemisch aus dem Vergaser zu saugen
Deshalb auch die trockene Zündkerze
Wenn Du dem Tester nicht vertraust, weil er "keinerlei Kompression" anzeigt, dann verschließe doch einfach
mal das Zündkerzenloch mit einem Lappen und drücke ihn bei Anlasserdrehzahl mit dem Daumen oder
Schraubenziehergriff etwas fest.
Wird im Brennraum so wenig Druck erzeugt, dass das Kerzenloch verschlossen bleibt, muss über Zündung,
Vergaser, Beschleunigerpumpe Kontensator usw. nicht weiter überlegt werden.
Um den Grund der fehlenden Kompression zu finden, hilft eine Druckverlustprüfung
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Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Heinkel Tourist A 103-2
Hallo an alle Helfenden,
hier ein kleines Update:
Am Luftkompresser zeigt das Kompressionsmessgerät Werte an.
Den Schlauch habe ich mit Gewebeband umwickelt und das ganze an einem funktionierenden Fahrzeug ausprobiert.
Es wurde etwas angezeigt, wobei die Werte schlecht waren und ich nicht weiß, ob dem Gerät nicht zu trauen ist oder sich eine neue Baustelle ankündigt.
Beim Heinkel gab es kaum sichtbare Messergebnisse. Beim Entlüften des Manometers hat es aber kurz gezischt.
Dann habe ich den Tipp von Heinkel-Bernd ausprobiert.
Der Lappen wird herausgedrückt.
Als nächstes habe ich Hailes Vorschlag versucht, Benzin über das Kerzenloch in den Brennraum zu geben.
Irgendetwas ist da schon anders gewesen. Kein Startversuch des Motors, aber ansatzweise.
Dafür gab es kleine Explosionen im Luftfilter.
Bernd Hüntens Tipp scheint mir auch in die richtige Richtung zu gehen. Zischgeräusche sind deutlich zu hören. Ich habe sie bisher nur nicht beachtet, da ich nicht mehr weiß wie sich der Motor normal anhört.
Nehme ich den Zylinderkopfdeckel ab sind diese Geräusche viel lauter und es raucht heraus.
Was meint Ihr?
Einlassventil und/oder Zylinderkopfdichtung?
Viele Grüße
Hauke
hier ein kleines Update:
Am Luftkompresser zeigt das Kompressionsmessgerät Werte an.
Den Schlauch habe ich mit Gewebeband umwickelt und das ganze an einem funktionierenden Fahrzeug ausprobiert.
Es wurde etwas angezeigt, wobei die Werte schlecht waren und ich nicht weiß, ob dem Gerät nicht zu trauen ist oder sich eine neue Baustelle ankündigt.
Beim Heinkel gab es kaum sichtbare Messergebnisse. Beim Entlüften des Manometers hat es aber kurz gezischt.
Dann habe ich den Tipp von Heinkel-Bernd ausprobiert.
Der Lappen wird herausgedrückt.
Als nächstes habe ich Hailes Vorschlag versucht, Benzin über das Kerzenloch in den Brennraum zu geben.
Irgendetwas ist da schon anders gewesen. Kein Startversuch des Motors, aber ansatzweise.
Dafür gab es kleine Explosionen im Luftfilter.
Bernd Hüntens Tipp scheint mir auch in die richtige Richtung zu gehen. Zischgeräusche sind deutlich zu hören. Ich habe sie bisher nur nicht beachtet, da ich nicht mehr weiß wie sich der Motor normal anhört.
Nehme ich den Zylinderkopfdeckel ab sind diese Geräusche viel lauter und es raucht heraus.
Was meint Ihr?
Einlassventil und/oder Zylinderkopfdichtung?
Viele Grüße
Hauke
Re: Heinkel Tourist A 103-2
Oder der Zündzeitpunkt ist so verstellt, dass der Motor bei geöffnetem Einlaßventil zündet.
Das wäre mir, glaube ich am Liebsten.
Viele Grüße
Hauke
Das wäre mir, glaube ich am Liebsten.
Viele Grüße
Hauke
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3488
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
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Re: Heinkel Tourist A 103-2
Eine Druckverlust-Prüfung, wie ich sie oben verlinkt habe, würde den Schaden recht zuverlässig lokalisierenWas meint Ihr?
Einlassventil und/oder Zylinderkopfdichtung?
Diese wäre bei geschlossenen Ventilen (beide Kipphebel bei Kolben U.T. komplett entspannt) durchzuführen !
Je nachdem wo man dabei Zisch-oder Blasgeräusche hört, befindet sich eine Undichtigkeit.
- Auspuffendrohre betrifft Auslassventil
- Vergaser bei offenem Gasschieber betrifft Einlassventil
- Stosselkanal in Höhe der Zylinderkopfdichtung. Kanal weiter nach unten mit Lappen verschlossen, betrifft ZyKo-Dichtung
- Blasgeräusch aus dem Kurbelgehäuse über Stösselkanal ist bis zu einer gewissen Stärke unbedenklich (blowby-Gase googlen)
Ich hatte mal den Fall, dass ein Motor urplötzlich keine Kompression mehr erzeugte.
Eine Druckverlustprüfung hat gezeigt, dass das Einlassventil nicht mehr dicht schloss.
Um vor dem Abbau des Zylinderkopfes erst alle anderen Möglichkeiten der Abdichtung zu versuchen, baute ich den
Kipphebel des E-Ventils aus und setzte den Brennraum über den Zündkerzen-Adapter mit ca.8-9 bar unter Druck.
Mit einem Harthozstück und Hammer klopfte ich ein paar mal von oben auf den Schaft des Einlassventils,was immer
mit einem lauten Knallgeräusch eiher ging, bis urplötzlich das Ventil am Ventilsitz wieder dicht abschloss
Die Ursache für die Undichtigkeit des Ventils war bestimmt ein kleiner Ölkohlepartikel, der sich urplötzlich zwischen
den Dichtfklächen des Ventils festgesetzt hatte
Jedenfalls sprang der Motor nach dem Einstellen des Ventilspiels sofort wieder an und läuft bis heute,
als ob nichts gewesen wäre
Diese unwarscheinliche Möglichkeit schließe ich aus, was aber auch ganz einfach und schnell zu prüfen wäre.Oder der Zündzeitpunkt ist so verstellt, dass der Motor bei geöffnetem Einlaßventil zündet.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Heinkel Tourist A 103-2
Hallo Heinkel-Bernd,
zu Deiner letzten Anmerkung, genau so ein Verhalten hatte ich bei meiner NSU.
Circa 10 mal am Vergaser und an den Ventilen hantiert usw.
Am Ende des Tages, neuer Kondensator und neuen Unterbrecherkontakt verbaut und dann hat es funktioniert.
Grund war, dass der Zündfunke mal da war und mal nicht, dies dann mit einem ausgelullten Unterbecher gepaart.
Aber wie Du schon schreibst, auch das wäre einfach zu prüfen.
Ich habe mir dazu ein Teil zur Zündfunkenlängen Messung gekauft.
Grüße
Marcus
zu Deiner letzten Anmerkung, genau so ein Verhalten hatte ich bei meiner NSU.
Circa 10 mal am Vergaser und an den Ventilen hantiert usw.
Am Ende des Tages, neuer Kondensator und neuen Unterbrecherkontakt verbaut und dann hat es funktioniert.
Grund war, dass der Zündfunke mal da war und mal nicht, dies dann mit einem ausgelullten Unterbecher gepaart.
Aber wie Du schon schreibst, auch das wäre einfach zu prüfen.
Ich habe mir dazu ein Teil zur Zündfunkenlängen Messung gekauft.
Grüße
Marcus