Hallo liebe Community,
Ich habe seit knapp einem Monat einen Heinkel 103 a0 und es ist sehr viel an ihm zu tun.
Die Aufarbeitung von deinem ewig stehenden Roller macht mir so viel Spaß.
Ich habe nach etwas Arbeit den Motor tatsächlich zum laufen gebracht zwar nur mit 6,5 bar Kompression aber er läuft schonmal.
Erstmal zu meiner Frage:
Die Gänge lassen sich im Stand nur mit sehr viel Kraft (manchmal 2 Hände nötig) und einer weiteren Person die das Rad dreht schalten.
Mir fehlt leider ein Endschalldämpfer deshalb habe ich es noch nicht im laufenden Betrieb versucht.
Über Vermutung oder Sachen nach denen ich schauen soll würde ich mich sehr freuen. (4 Gang falls das von Wichtigkeit ist)
Freue mich über Rückmeldungen.
Danke und schöne Pfingsten
Sterlix
Handschaltung
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3409
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Handschaltung
Servus Sterlix,
bevor Du unnötig Teile tauscht, die nicht nötig sind, solltest Du Dir die Schaltmechanik des 103 A-0 verinnerlichen
(auch entspr.Montageanleitung im Club)
Hier mal eine grobe Beschreibung, die sich in vielen Bereichen von den Nachfolgemodellen unterscheidet :
Die Drehgriffschaltung betätigt über eine Seilrolle die beiden Schaltzüge, die in einem Schaltkasten unter der Trittplatte enden.
In diesem Schaltkasten werden die Zugbewegungen der Bowdenzüge an eine Schaltwippe übertragen.
Diese Schaltwippe betätigt die Schub- /Zugstange die mittels Winkelgelenk mit dem einseitigen Schalthebel motorseitig verbunden ist.
Voraussetzung für eine gute Funktion dieser Mechanik ist nstürlich die Leichtgängigkeit aller dieser Teile !!
Um Die Ursache einer schwergängigen Schaltung zu finden, sollte die Kugelpfanne der Schubstange vom Kugelkopf des Schalthebels
abgezogen werden. ACHTUNG: Vor dem Abziehen der Kugelpfanne unbedingt den Sichrungsstift entfernen ! Da sich das Getriebe i.d.R. durch leichte Drehung am Hinterrad leicht schalten lässt, am hinteren Schwingenende das Hinterrad etwas
anheben und unterbocken.
Zur Erleichterungder Schaltvorgänge das Kupplungsseil am motorseitigen Kupplungshebel aushängen.
Das Drehen des Schaltgriffes am Lenker ist nur möglich, wenn derKupplungshebel am Lenker zum Drehgriff gezogen ist.
(Arretierung im Schaltgehäuse)
Am motorseitigen Schalthebel müssen sich, unterstützt durch leichte Drehung des Hinterrades, alle Gänge relativ leicht schalten lassen.
Dabei wird die getriebeseitige Schaltrastung spürbar, die mit der Zeit gerne durch angesammelten Ölschlamm gehemmt wird und das
Schalten erschweren kann.
Der Raststift mit Feder befindet sich über dem Verschlussstopfen neben der Ölablassschraube (im Original mit Inbus 9 mm) Nach entfernen deses Stopfens kann die Feder mit Raststift herausgenommen werden und dessen Führung von Ölschlamm gereinigt
werden.
Die Leichtgängigkeit der restlichen Schaltmechanik lässt sich nun ohne Verbindung zum Getriebe leicht prüfen.
(Schaltrolle und Schaltrastung im Drehgriff, Bowdenzüge, Schaltkasten unter Trittplatte)
Viel Erfolg und bei speziellen Fragen gerne wieder
bevor Du unnötig Teile tauscht, die nicht nötig sind, solltest Du Dir die Schaltmechanik des 103 A-0 verinnerlichen
(auch entspr.Montageanleitung im Club)
Hier mal eine grobe Beschreibung, die sich in vielen Bereichen von den Nachfolgemodellen unterscheidet :
Die Drehgriffschaltung betätigt über eine Seilrolle die beiden Schaltzüge, die in einem Schaltkasten unter der Trittplatte enden.
In diesem Schaltkasten werden die Zugbewegungen der Bowdenzüge an eine Schaltwippe übertragen.
Diese Schaltwippe betätigt die Schub- /Zugstange die mittels Winkelgelenk mit dem einseitigen Schalthebel motorseitig verbunden ist.
Voraussetzung für eine gute Funktion dieser Mechanik ist nstürlich die Leichtgängigkeit aller dieser Teile !!
Um Die Ursache einer schwergängigen Schaltung zu finden, sollte die Kugelpfanne der Schubstange vom Kugelkopf des Schalthebels
abgezogen werden. ACHTUNG: Vor dem Abziehen der Kugelpfanne unbedingt den Sichrungsstift entfernen ! Da sich das Getriebe i.d.R. durch leichte Drehung am Hinterrad leicht schalten lässt, am hinteren Schwingenende das Hinterrad etwas
anheben und unterbocken.
Zur Erleichterungder Schaltvorgänge das Kupplungsseil am motorseitigen Kupplungshebel aushängen.
Das Drehen des Schaltgriffes am Lenker ist nur möglich, wenn derKupplungshebel am Lenker zum Drehgriff gezogen ist.
(Arretierung im Schaltgehäuse)
Am motorseitigen Schalthebel müssen sich, unterstützt durch leichte Drehung des Hinterrades, alle Gänge relativ leicht schalten lassen.
Dabei wird die getriebeseitige Schaltrastung spürbar, die mit der Zeit gerne durch angesammelten Ölschlamm gehemmt wird und das
Schalten erschweren kann.
Der Raststift mit Feder befindet sich über dem Verschlussstopfen neben der Ölablassschraube (im Original mit Inbus 9 mm) Nach entfernen deses Stopfens kann die Feder mit Raststift herausgenommen werden und dessen Führung von Ölschlamm gereinigt
werden.
Die Leichtgängigkeit der restlichen Schaltmechanik lässt sich nun ohne Verbindung zum Getriebe leicht prüfen.
(Schaltrolle und Schaltrastung im Drehgriff, Bowdenzüge, Schaltkasten unter Trittplatte)
Viel Erfolg und bei speziellen Fragen gerne wieder
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Handschaltung
Vielen lieben Dank ich Fuchs mich mal rein und schaue wie es aussieht.
Gruß Sterlix
Gruß Sterlix