Schaltzug zu kurz

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moewe
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Schaltzug zu kurz

Beitrag von moewe »

Hi,
ich habe mich dazu entschlossen meinem 103A2 einen neuen Schaltbowdenzug zu verpassen. Also kurzerhand die Schaltklaue runter genommen, die beiden Bowdenzugenden aus dem Kupplungsdeckel gefriemelt, unter der Aluplatte am Rohr entlang nach vorne raus gezogen und zuletzt am Schaltgriff ausgehängt.
In umgekehrter Reihenfolge habe ich den neuen Zug wieder eingebaut und dann auch festgestellt, dass es am Bowdenzug ein kurzes und ein langes Ende gibt. Das habe ich nach erstmaligem falschen Zusammensetzen direkt korrigiert. Gemäß Anleitung den Drehgriff auf Nullstellung gebracht und die Bowdenzugenden auf Anschlag reingedreht um erstmal maximales Spiel zu haben.

So... jetzt will diese Schaltklaue aber immer noch nicht drauf :? Was mach ich falsch?
Gibt es einen geheimen Heinkel-Schrauber-Trick der den Zug auf magische Weise länger werden lässt? Kann es an einem schlecht gelegten Zug liegen? Aber viel knicken kann der Bowdenzug auf der Strecke ja nicht da er schön geradlinig nach unten geführt werden kann. Die Bowdenzugenden sitzen auch sauber im Schaltmechnismus am Lenker und unten am Kupplungsdeckel soweit ich das beurteilen kann.


Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Grüße!
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Hans
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Re: Schaltzug zu kurz

Beitrag von Hans »

Ist im Getriebe auch der 0-Gang eingelegt?
Gruß
Hans
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Bernd Hünten
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Re: Schaltzug zu kurz

Beitrag von Bernd Hünten »

Auszug aus der Montageanleitung:
Schaltung einstellen
Zur Beachtung:
Vorher die Arbeitsgänge durchführen siehe Seite 9 „Motor
ausbauen und einbauen", Punkt 1.
Beim Auswechseln des Schaltbowdenzuges ist auf folgendes zu
achten:
Bei Getriebestellung III. Gang muß die Einstellmarke der Seilrolle am Schaltdrehgriff mit der Gehäusemarke übereinstimmen.
Das lange Seil führt vom Schaltdrehgriff vorn zum oberen
Widerlager am Kupplungsdeckel. Das kurze Seil führt vom
Schaltdrehgriff hinten zum unteren Widerlager am Kupplungsdeckel.
1. Schaltdrehgriff am linken Lenkergriff auf Stellung 0 (Leerlauf)
bringen.
2. Die Abschlußhülsen der Bowdenzüge an den Stellschrauben auf Spiel prüfen.
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
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moewe
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Re: Schaltzug zu kurz

Beitrag von moewe »

Danke für eure Hinweise!
Ich habe nochmal alles kontrolliert. Bowdenzüge waren richtig gelegt. Schalthebel war im 3. Gang mit der Markierung übereingestanden. Allerdings waren die Bowdenzugenden bis auf 1-2 Umdrehungen nicht 100% auf Anschlag rein gedreht UND der Lötnippel der unteren Bowdenzugseele war einen Ticken zu groß, so dass dieser in der Lötnippelaufnahme nicht vollständig "eingetaucht" ist. Also den Lötnippel etwas mit Schleifpapier bearbeitet und siehe da, er saß danach deutlich tiefer in der Aufnahme. Das war tatsächlich der letzte Millimeter, der mir gefehlt hat. Hätte ich auch vorher drauf kommen können. Trotzdem nochmal herzlichen Dank für den seelische Beistand!

Gruß!
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