Radbolzenreparatur Murks?

Fahrwerk-Rahmen-Karosserie-Räder-Bremsen
Antworten
Benutzeravatar
Klavel61
Beiträge: 5
Registriert: 19.04.2024, 14:24
Wohnort: Nürnberg

Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Klavel61 »

Hallo zusammen,

war bisher passiver Konsument des Forums und möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin 63 Jahre alt, seit 1993 Heinkel-Club Mitglied, fahre einen 1961er A2 und hab ... endlich ein bisserl mehr Zeit.
Der Roller wurde 1993 komplett restauriert, Motor und Antrieb durch Hr. Schnieders in Ingolstadt, der Rest bis auf die Lackierung durch mich.
Seither läuft er, früher mehr, zuletzt weniger… 57.000km ohne echte Probleme.
Alle bisherigen „Problemchen“ konnte ich mit Hilfe des Clubs, der Info und nicht zuletzt durch so „neuzeitliche“ Dinge wie die tollen Videos und des Forums (lesend) lösen. Da die direkte Nachfrage bei der GmbH (Wolfgang Kurz) aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr möglich ist bin ich jetzt hier.

Zum Betreff: Ein Bolzen der Hinterradnabe dreht ab 25NM mit. Scheinbar ist er in der Nabe gerissen. Die Vernietung dreht sich nicht mit, der Bolzen hat eine Länge von 38,4mm im Gegensatz zu den anderen 3 mit 36,7-37,4mm. Im Forum fand ich die Verlinkung von Gundolf auf die Reparaturbeschreibung durch Horst Glaser. Ich gehe davon aus das mit „nachsenken“ ein Flachsenker gemeint ist. Im Netz finde ich nur Flachsenker mit 18mm Ø bei 22-23mm Ø der Bolzenaufnahme der Nabe. Ohne vernünftige Standbohrmaschine mit Maschinenschraubstock wird das bei mir nix.

Daher meine Frage anstelle der normalen Innensechskantschraube eine 90° Flachkopfschraube zu nehmen. Gute 90° Senker sind vorhanden, M10 Helicoil Gewindeeinsätze ebenfalls. Einigermaßen gerade bring ich es auch hin. So hätte ich etwas mehr Futter.
Wäre diese Lösung denkbar oder würde ich unwiderruflich ins Forum „MURKS“ aufgenommen?

Grüßla aus Franken

Norbert
Benutzeravatar
Werner
Beiträge: 1136
Registriert: 14.12.2005, 19:40

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Werner »

Ich kenne die Reparaturlösung von Horst Glaser nicht aber deine Idee klingt recht ordentlich. Einmal wird die Schraube durch das Helicoil gehalten und der große Senkkopf hindert die Schraube daran sich herauszudrehen. Wenn du das ganze dann noch mit Loctite einsetzt hab ich da keine Bedenken
Benutzeravatar
Klavel61
Beiträge: 5
Registriert: 19.04.2024, 14:24
Wohnort: Nürnberg

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Klavel61 »

Hallo Werner,

ich dank Dir, Ihr seit vielleicht schnell hier.
Loctite ist vorhanden, hat Horst Glaser auch so beschreiben, werd ich verwenden.
Die Schraube bekomme ich sogar in 12.9, sollte dann schon halten.

Grüßla aus Franken
Norbert
Benutzeravatar
Klavel61
Beiträge: 5
Registriert: 19.04.2024, 14:24
Wohnort: Nürnberg

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Klavel61 »

Hallo Werner,

kleiner Nachtrag. Bin mir nicht sicher ob es funktioniert.
Hier der Link zur Reparaturanleitung, falls es Dich interessiert.
viewtopic.php?t=57&hilit=Stehbolzen+Bremstrommel

Danke noch mal, Rückenwind ist nie verkehrt.

Grüßla aus Franken
Norbert
Benutzeravatar
Klavel61
Beiträge: 5
Registriert: 19.04.2024, 14:24
Wohnort: Nürnberg

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Klavel61 »

Hallo Werner,

erledigt, mit einer Bohrschablone von der Felgenseite sogar leichter als gedacht. :D
Dateianhänge
Radbolzen.pdf
(371.87 KiB) 218-mal heruntergeladen
Benutzeravatar
Werner
Beiträge: 1136
Registriert: 14.12.2005, 19:40

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Werner »

Respekt,
perfekt gemacht
Benutzeravatar
Olinger123
Beiträge: 195
Registriert: 18.12.2005, 09:11
Wohnort: Herten

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Olinger123 »

Hallo!

Sauber, sehr saubere Lösung und gut gemacht.
Das wäre doch etwas für die Rubrik "Technik - Tipps und Tricks".
Grüße aus dem Ruhrgebiet
Olaf
Benutzeravatar
Klavel61
Beiträge: 5
Registriert: 19.04.2024, 14:24
Wohnort: Nürnberg

Re: Radbolzenreparatur Murks?

Beitrag von Klavel61 »

Hallo Olaf danke.

Diese Lösung entstand Aufgrund einer kaum vorhandenen Metallwerkstatt. Beim Thema Holz bin ich wesentlich besser aufgestellt. Die Position der Bohrung bestimmte ich mit einer gebastelten Holzschablone. Die Zentrierung der Fräsung für den Senkkopf mit einem Bolzen den ich in die Oberfräse mit 10mm Spannzange einspannte, alles fixierte und dann durch den Senker tauschte. Ich denke die meisten Heinkelschrauber sind eher mit einer Tischbohrmaschine ausgestattet und können die Lösung von Horst Glaser umsetzen.

Grüßla aus Franken
Norbert
Antworten