2. Gang springt raus + Geräusche beim Schalten

Motor-Vergaser-Antrieb
Gerd von Häfen

2. Gang springt raus + Geräusche beim Schalten

Beitrag von Gerd von Häfen »

Hallo liebe Heinkelfreunde. Ich fahre einen 103 A2und habe die Antriebseinheit gerade überholen lassen. Das Ergebnis ist, dass beim Schalten "krätschende" Geräusche entstehen, so als würde die Kupplung nicht genug trennen und die Zahnradspitzen aneinander hakeln. Zusätzlich springt manchmal der 2. Gang wieder raus. Zu den Geräuschen beim Schalten sagt mir der "Überholer" , ich müsse mit mehr Drehzahl schalten, denn ein Heinkel bräuchte Feuer. Ich selbst bin noch recht unerfahren weil neu beim heinkeln und erbitte Rat von Euch.
Liebe Grüsse von Gerd
Erich-alt

Beitrag von Erich-alt »

Es ist natürlich immer schwer eine Ferndiagnose zu stellen. Somit weis ich nicht ob deine Schaltung richtig eingestellt ist.
Auch ist es schade nicht zu wissen wer den Motor überholt hat, denn wenn es erfahrene Leute waren liegt der Fehler sicher an der Einstellung.
Bei einer einigermaßen richtig eingestellten Schaltung springt kein Gang raus, falls das Getriebe in Ordnung ist. Das dazu.

Die Aussage "Du musst mit mehr Drehzahl schalten" finde ich etwas lachhaft. Gerade ein unsynronisiertes Getriebe wie beim Heinkel schaltet sich am besten wenn die Drehzahl bei den beiden zu schaltenden Zahnrädern fast gleich ist. Das ist aber meist nicht bei hohen Drehzahlen der Fall. Jedenfalls je langsamer ich schalte um so ruhiger geht die Sache von statten, sprich also nicht mit hoher Drehzahl.

Zu deiner Kupplung: Ganz Kraftunschlüssig wird diese Kupplung nie sein, denn schließlich läuft diese in einem Ölbad. Aber sie sollte doch so weit öffnen dass ein normales Schalten möglich ist.
Ohne die Einstellung der Schaltung zu kennen, kann ich leider nicht mehr sagen, denn es wäre gegen den Überholer, falls die Einstellung nicht stimmt.
Sollte das aber alles stimmen, so wäre mit Sicherheit das Getriebe Murks.

Versuch zu jemand zu gehen der sich mit Heinkel auskennt, der merkt sofort ob es am Getriebe oder an der Einstellung hängt.

Tut mir leid Dir nicht mehr helfen zu können.
Erich
Gerd von Häfen

Beitrag von Gerd von Häfen »

Hallo Erich. Erstmal herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Überholung hat ein mir aus Heinkelkreisen als sehr erfahren beschriebener Heinkler gemacht. Leider ist der Mann wenig reflektionsfähig und konnte selbst erwiesene Fehler nicht zugeben. Deshalb hatte ich auch hier im Forum nachgefragt. Mit Deinen Aussagen komme ich sicher schon ein Stück weiter.
Vielen Dank
Gerd
Bernd Hünten

Beitrag von Bernd Hünten »

Hallo Gerd,
zunächst wäre es interessant zu wissen, ob die Geräusche beim Hochschalten, also vom ersten in den zweiten Gang usw., oder beim Runterschalten entstehen. Beim Runterschalten kann es daran liegen, dass du nicht genug Zwischengas gibst. Du sagst ja selbst, dass du Heinkelneuling bist; also beim Runterschalten auskuppeln, Zwischengas geben und den neuen Gang einlegen.
Dann würde ich die Schaltung wegen des zweiten Ganges noch einmal einstellen. Zwei Steine unter die Schwinge, dass das Rad frei dreht. Das Rad mit einer Hand drehen und dabei in den zweiten Gang schalten. Man kann dabei hören, ob der Gang richtig einrastet.
Falls das nicht hilft, müsste man neu überlegen.
Gruß Bernd
Gerd von Häfen

Beitrag von Gerd von Häfen »

Hallo Berd.
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Die geräusche entstehen meineserachtens beim Rauf- wie Runterschalten gleichermassen.Werde das aber noch genauer beobachten und auch die Einstellung prüfen. Das dauert sicher ein bisschen. melde mich dann wieder.
Gruss Gerd
HRT

Schaltprobleme nach Teilüberholung und 2. Gang

Beitrag von HRT »

Hallo,
Heinkelgetriebe benötigen eine niedrige Drehzahl und sollten von der Antriebs- ( Kupplung ) und Abtriebsseite ( Getriebeausgang ) Drehmomentenfrei sein, um den Gangwechsel leicht durchzuführen.

Deshalb muß der Vergaser schnell wieder schließen / Drehzahlabfall, und
deshalb lassen sich Wettbewerbsroller mit leichtem Kurbeltrieb, das
heißt z.B. weglassen der Dyna-startanlage, leichter und präziser schalten.

Das der 2. Gang rausspringt, liegt an den Ecken der Zahnradklauen. Diese sind dann rund, das Zahnrad muß erneuert werden, bzw. die Klauen müssen nachgeschliffen ( idealerweise hinterschliffen werden / Ulli Winter ) werden.

Wenn dein Getriebe nach Teilüberholung bei jedem Gangwechsel "rätscht", dann frage deinen "Überholer" ob er die Schwingenlagerung überprüft und ausgetauscht hat, oder nur das innere Kugellager ( jenes, an dem Radialdichtring der schon mal verkehrt herum eingebaut wird ) erneuert hat ( Laufspielgruppe C 3 ).
Hat er nur das Kugellager erneuert, und die Schwingenlager sind verschlissen und haben ein zu großes Radial und Axialspiel, so führt
dieser Zustand zu einem Drehmoment vom Hinterrad, rückwärts in das Getriebe, und darunter leidet die Schaltbarkeit.
Der Getriebewellezapfen ist in der Getriebeausgangswelle gelagert. Bei belastetem Hinterrad kippt dann der Schwingarm in der Lagerung.
Dies führt dazu das die Mittelachse der Getriebewelle nicht mehr koaxial
zur Mittelachse der Getriebeausgangswelle verläuft, und sich somit
ein Mitnahme-Effekt in der Zapfenlagerung einstellt.

Ist aber leicht zu überprüfen:
Setz dich einfach auf einer ebenen Fläche ( Garagenboden in Wasserwaage ) auf den Roller ( ich hoffe er rollt leichtgängig, das heißt es schleift nichts und die Vorder- und Hinterrad-Lager sind richtig ausdistanziert ), und lass den Motor im Leerlauf laufen.
Spürst du nun ein leichtest "Gieren" des Rollers vorwärts zu streben, so
passt das Spiel deiner Schwingenlagerung nicht zum neuen Kugellager.
Gast

Re: Schaltprobleme nach Teilüberholung und 2. Gang

Beitrag von Gast »

HRT hat geschrieben:Hallo,
Heinkelgetriebe benötigen eine niedrige Drehzahl und sollten von der Antriebs- ( Kupplung ) und Abtriebsseite ( Getriebeausgang ) Drehmomentenfrei sein, um den Gangwechsel leicht durchzuführen.

Deshalb muß der Vergaser schnell wieder schließen / Drehzahlabfall, und
deshalb lassen sich Wettbewerbsroller mit leichtem Kurbeltrieb, das
heißt z.B. weglassen der Dyna-startanlage, leichter und präziser schalten.

Das der 2. Gang rausspringt, liegt an den Ecken der Zahnradklauen. Diese sind dann rund, das Zahnrad muß erneuert werden, bzw. die Klauen müssen nachgeschliffen ( idealerweise hinterschliffen werden / Ulli Winter ) werden.

Wenn dein Getriebe nach Teilüberholung bei jedem Gangwechsel "rätscht", dann frage deinen "Überholer" ob er die Schwingenlagerung überprüft und ausgetauscht hat, oder nur das innere Kugellager ( jenes, an dem Radialdichtring der schon mal verkehrt herum eingebaut wird ) erneuert hat ( Laufspielgruppe C 3 ).
Hat er nur das Kugellager erneuert, und die Schwingenlager sind verschlissen und haben ein zu großes Radial und Axialspiel, so führt
dieser Zustand zu einem Drehmoment vom Hinterrad, rückwärts in das Getriebe, und darunter leidet die Schaltbarkeit.
Der Getriebewellezapfen ist in der Getriebeausgangswelle gelagert. Bei belastetem Hinterrad kippt dann der Schwingarm in der Lagerung.
Dies führt dazu das die Mittelachse der Getriebewelle nicht mehr koaxial
zur Mittelachse der Getriebeausgangswelle verläuft, und sich somit
ein Mitnahme-Effekt in der Zapfenlagerung einstellt.

Ist aber leicht zu überprüfen:
Setz dich einfach auf einer ebenen Fläche ( Garagenboden in Wasserwaage ) auf den Roller ( ich hoffe er rollt leichtgängig, das heißt es schleift nichts und die Vorder- und Hinterrad-Lager sind richtig ausdistanziert ), und lass den Motor im Leerlauf laufen.
Spürst du nun ein leichtest "Gieren" des Rollers vorwärts zu streben, so
passt das Spiel deiner Schwingenlagerung nicht zum neuen Kugellager.
Gast

Beitrag von Gast »

Zu dem "Gieren" habe ich eine ergänzende Frage:
Mein 103A2 giert manchmal nach vorne, wenn ich in den 1. Gang schalte.
Ich gin bisher davon aus, dass die Kupplung nicht einwandfrei trennt (verklebte Lamellen).
Kann das auch mit dem angesprochenene Spiel der Schwingenlagerung zusammen hängen. Im Leerlauf ist kein Gieren fest zu stellen.
Gruß
Gerhard Müllner
Udo

Gangwechsel

Beitrag von Udo »

:?: Hallo Heinkelfreunde,
bin blutiger Anfänger, habe einen A2, endlich verstanden wie man Gänge einstellt, dies auch erfolgreich gemacht, habe aber immer noch nicht verstanden wie man ein unsynchronisiertes Getriebe fährt.
Soll heissen, Gänge 1 bis 4 lassen sich relativ prima raufschalten, leider aber nicht runter, d.h. Ampel rot, runterbremsen bis auf Schritttempo, dann in den 1. Gang und wieder hochschalten. das geht auch anders, Frage nur wie ??????
Also 4. Gang in den 3. geht nich. Was mache ich falsch ?

Danke für Eure Unterstützung.

Udo
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Bernd Hoose
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Beitrag von Bernd Hoose »

Zwischengas.
Wenn ich runterschalte mache ich es meistens :oops: so.
4 Gang Gas etwas nachlassen, schnell kuppeln, Motor will hochdrehen und im hochdrehen klickt der 3 Gang rein. Immer mit viel Gefühl!

Da ich keinerlei einbauten mehr in meiner Schaltung habe, also keine Kugel oder diese Raster am Handgriff, fühle ich ganz fein wenn der nächste Gang einrastet.
Es klickt ganz leicht im Schaltgriff. Anders kann ich es nicht beschreiben.

Dafür hatte ich als Anfänger auch arge Probleme die Gänge zu finden :roll:

Du musst also die richtige Drehzahl finden damit sich die Motor- und Antriebsseite gleichschnell drehen, dann sind sie syncron. Das was dir heute ein syncronisiertes Getriebe abnimmt.

Es ist halt Übungssache!
Da hilft nur viel fahren, Übung macht den Meister.

Am Anfang musste ich auch immer auf den Schaltgriff sehen um richtig zu schalten, jetzt gehts auch ohne.

Viel erfolg, probiers einfach mal mehrfach zwischen dem 2+3 Gang aus.
Irgendwann klappts dann.

Bernd
Habt ihr Bilder von Treffen? Dann bitte her damit. Uploadzugang per Mail. Zu sehen gibts die dann unter http://home.hoose.de/dalbum
Um Kommentare zu den Bildern abzugeben Login=heinkel pass=freunde
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