Einlassventil undicht

Motor-Vergaser-Antrieb
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Gleiter2

Einlassventil undicht

Beitrag von Gleiter2 »

Hallo zusammen,

jetzt brauche ich aber wieder mal wirklich mal Hilfe und Meinungen:

mein EINLASS-Ventil ist zum achten mal undicht.

Beim ersten mal habe ich nur die Sitze fräsen lassen, aber falsch, wie sich `rausgestellt hat.

Zuletzt habe ich - zum wiederholten Mal - den Sitz fräsen lassen UND ein neues Ventil eingebaut - und das hat weniger als 100 km gehalten.
Vorher, mit dem alten Ventil im überarbeiteten Sitz, bin ich schon mal ein paar Tausend Kilometer gekommen.

Bitte erkläre mir einer, was ich tun kann, was die Ursache sein kann. Der Sitz ist anscheinend nicht lose, trägt aber beim Fräsen anfangs ungleich, scheint sich also verformt zu haben.

Der letzte Schaden ist auch, glaube ich, erst aufgetreten nachdem ich kurz über "Tacho 70" gefahren bin.

Hilfe !
Danke!

stefan
manfred030

Einlaßventil undicht

Beitrag von manfred030 »

Moin transexl,
schleift Du die Ventile denn nicht ein?
Ventile werden erst mit grober und dann mit feiner Ventilschleifpaste auf den Sitzring eingeschliffen. An den Schleifspuren kann ich dann ganz genau sehen, ob das Ventil überall gleichmäßig anliegt.
Um sicher zu sein, werden die Ventile eingebaut, Kerze eingeschraubt und Sprit eingefüllt... sie sollten dicht sein.
Viel Spaß beim schleifen
Manfred
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64krokodil
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Beitrag von 64krokodil »

Hallo Stefan,Du hast ja üble Probleme.Habe ich es so verstanden,das Du den Ventilsitz nur hast nachfräsen lassen? Mir kommt es so vor,wie beim schiefen Turm von Pisa.Dieser ist ja in sich schon schief gewesen,dann hat ein anderer weitergebaut und zwar noch schiefer ( so kenn ich das ).Ich habe den Eindruck,das dein Ventilsitz gegen einen neuen getauscht werden müßte.Ich kenne das so, das bei der Montage des neuen Ventilsitzes,der Kopf Erwärmt wird ( die Aufnahme dehnt sich aus ) und der neue Ventilsitz kommt,glaube ich ,in ein Stickstoffbehältniss ( tierisch kalt ,der Sitz zieht sich zusammen ).Dann wird der Sitz einfach in die Aufnahme gelegt,Er fällt sozusagen förmlich hinein und wenn alles wieder auf Normaltemparatur ist,sitz der Ventilsitz Bombenfest.Dann kann Er normal ( evtl .) nachgefräßt werden.Dann wohl nochmal ein neues Ventil ( das andere hat sich wohl ein wenig gekrümmt ).Mit Einschleifpaste ( erst grobe und dann feine ) und einem Ventilsitzeinschleifer ( Hazet ) wird das Ventil auf dem Sitz dann eingeschliffen.Nach Reinigung und Montage des Ventils muß die Dichtheit geprüft werden.Ich kenne das so ,das der Zylinderkopf auf den Tisch gelegt wird und in den Einlass und Auslasskanal Benzin geschüttet wird.Läuft Benzin unten raus ist das jeweilige Ventil undicht.Kommt nichts raus ( das Benzin bleibt im Kanal ) ist das Ventil absolut dicht.Du kannst jetzt schon beim ausgebauten Zylinderkopf testen ,ob deine Ventile dicht sind oder nicht.Du hast wahrscheinlich immer nur den Sitz nachschleifen lassen,das ist aber keine Garantie dafür,das es dann auch dicht ist.Du mußt auf jeden Fall das Ventil gegen den Sitz einschleifen.Das Ventil darf hinten nicht einfach in eine Bohrmaschine eingespannt werden und ständig gedreht werden.Es muß vielmehr hin und her gedreht ( links / rechts ) werden.Dann ist es normalerweise dicht.Gruß,Jürgen.
Zuletzt geändert von 64krokodil am 25.09.2006, 20:21, insgesamt 1-mal geändert.
Gleiter2

Beitrag von Gleiter2 »

Schon mal Danke !

Es stimmt, das Ventil ist nie eingeSCHLIFFEN worden.

Nur der Sitz ist gefräst worden. Aber "mein Motorenmann" behauptet, dass nach dem Fräsen das Schleifen nicht notwendig ist... .
Die Dichtigkeit ist ohne Federn etc. per Unterdrucktester festgestellt worden, war OK, ich war bei Allem dabei !!!

Inzwischen denke auch ich, dass der Sitz neu gemacht werden muss, damit wenigstens eine potentiell Fehlerquelle weg ist - damit der Turm nicht noch weiter schief gebaut wird.
Heißt aber, dass der Kopf in Ordnung sein muss, sich also nicht verzieht oder so - kann ich das feststellen ?

Mal sehen wer noch etwas weiß !

stefan
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Rolf
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Ventil undicht

Beitrag von Rolf »

Hallo Stefan,

wie Jürgen bereits geschrieben hatte sollte eventuell der Ventilsitz komplett getauscht werden. Falls der Kopf nicht bereits auf bleifrei umgebaut ist bietet es sich vielleicht an dies in diesem Zuge gleich mit zu machen.
Des weiteren sollte die Veltilführung mal geprüft werden. Eventuell ist diese oval eingelaufen, was dann dazu führen kann, dass sich das Ventil leicht verkantet und undicht wird.
Man sollte unbedingt auch sicherstellen, dass der Kopf keinen Riss hat und die Aufnahme des Ventilsitzes nicht oval ist.
Rolf
Gleiter2

Beitrag von Gleiter2 »

Hallo Rolf,

DANKE !

...also, die Führung hat schon Spiel...

Kann ein Motoren-Überholer feststellen, ob es einen Riss gibt oder die Aufnahme des Sitzes OK ist ?

Bis dann

stefan

Das klingt nach Saisonende und Winterschrauberei....
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Stephan Tödt
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Ventil undicht!

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Stephan,
ich glaube du solltest dringend deinen "Motorenmann" wechseln! Da läuft es einem ja kalt den Rücken runter! Man kann doch kein Ventilsitz fräsen und das alte Ventil nicht einschleifen, abgesehen davon daß es seine Form dem alten Sitz angepaßt hat und beim nachgefrästen Sitz nur noch punktuell trägt. Eigentlich kann es gar nicht dicht gewesen sein, daß hätte ich gerne gesehen. Ich hoffe du hast nicht acht mal den Sitz nachfräsen lassen, sonst kommt daß Ventil langsam oben durch, außerdem läst die Ventilfederspannung nach!
Warum fräst man den Ventilsitz nach? Weil es nicht mehr dicht ist? Weil sein Sitz sich geändert hat? Weil die Dichtfl......, oh man, ich glaube wir müssen mal wieder telefonieren!!!
Tu dir und dem Roller was Gutes und laß den Kopf mal komplett richtig machen, dann hast du für fast alle Zeiten mit diesem Teil keinen Ärger mehr. Wenn nur ein Teil gemacht wird kommt das Nächste und Nächste und Nächste!

Es ist ja schön wenn du gerne schraubst, aber das Verhältnis sollte doch mehr beim Fahren liegen (Dein Frauchen wird es dir Danken)!

Bis dann
Stephan

P.S. Mir fröstelts immer noch!
Typenreferent für die Modelle 103A0 bis A2. Im Auftrag des Heinkel-Club Deutschland e.V.! ;-)
Gleiter2

Beitrag von Gleiter2 »

Hallo Stephan !

Mist, schon peinlich wenn jemand so offensichtlich Recht hat... .

Ich realisiere auch langsam, dass hier der große Aufwasch nötig ist.
Mein Frauchen dankt es mir bestimmt !

Aber erst mal Dir vielen Dank - und ich rufe Dich an !

Stefan
Gleiter2

Beitrag von Gleiter2 »

...OK, OK, OK, je länger ich darüber nachdenke, desto peinlicher wird es mir: klar, das der "Halbe Kram", den ich gemacht habe, dazu beiträgt, dass der Roller nicht läuft.

Aber eins möchte ich noch wissen: glaubt Ihr, dass das (eventuell mangelhafte ?) Bewegungsspiel der Kipphebel auf ihren Achsen (mit) Schuld an der Undichtigkeit haben kann ?

Habe noch nicht nachgelesen, also: wie leicht müssen die Kipphebel gehen, wie stramm dürfen die Achsen in den Buchsen stecken ?

Danke mal wieder !

stefan
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