Stehbolzen - kein schöner Anblick

Motor-Vergaser-Antrieb
HenningW
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von HenningW »

LIeber Stefan,
ich kenne das von Dir erwähnte "Qualitäts-Werkzeug", das ist China-Schrott!
Nimm Böllhoff, das ist Qualität!
Bedenke: Aufbohren geht nur einmal, zubohren geht nicht!
Senkrecht ausrichten und dann mit Hand bohren ist grenzwertig, kann senkrecht sein, muss es nicht. Eigentlich gehört der Motor auf einer Ständerbohrmaschiene festgebratzt = Befestigt und ausgerichtet, dann klappt es. Alles andere ist Lotterie!
Ich kann mich nur zu 100 % Bernds Worten anschliessen.
Gruß Henning
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ILO-Dienst
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von ILO-Dienst »

HenningW hat geschrieben: 20.02.2019, 09:54 Ich kann mich nur zu 100 % Bernds Worten anschliessen.
Und ich ebenso, besser kann man es nicht ausdrücken!
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Tapir62
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von Tapir62 »

Ihr macht mich echt fertig :?
Ich hab so dermaßen keinen Bock, den Motor wieder auszubauen...
Am Samstag geht’s erstmal in Urlaub, dann ist Karneval und vielleicht ist das dann mein Projekt für die Fastenzeit.
Oder für nächsten Winter...
Heinkel Tourist 103 A2, Aprilia 660 Tuareg, BMW R 80 ST, Vespa GTS 250 i.e., Honda NC 750 S
Heinkelcruiser
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von Heinkelcruiser »

Moin moin,
man kann auch mit Kanonen aus Spatzen Schießen...einfach eine Bohrschablone anfertigen und ca 5,00 cm über dem Zylinderfuss befestigen. Du hast ja schließlich noch drei intakte gerade Stehbolzen zum ausrichten einer Schablone.
Gruß
Christian
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heinkel-bernd
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von heinkel-bernd »

Tapir62 hat geschrieben: 18.02.2019, 22:18 Dabei stellte ich fest, dass sich die in Fahrtrichtung liegenden Muttern nicht festziehen lassen. Stattdessen dreht sich der Stehbolzen in Fahrtrichtung links raus.Stefan
Also, ich verstehe das so, dass sich die beiden vorderen Zuganker gelöst haben :?

Der Tip mit dem gebohrten Führungsblech ist aber auch nicht schlecht :D
Heinkelcruiser hat geschrieben: 20.02.2019, 19:19 mit Kanonen aus Spatzen Schießen...
Sind das dann eine Art bewaffneter "Drohnen" ? :lol: :lol: :lol:
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
Heinkelcruiser
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von Heinkelcruiser »

Moin moin,
hab mir beinahe schon gedacht das da was wegen der Spatzen kommt :wink: aber zurück zum Thema auch mit zwei Zugankern ist das kein Problem wenn man nicht gerade ein Grobmotoriker ist.
Gruß
Christian
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velorex350
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von velorex350 »

Stehbolzen sind schon eine diffizile Sache, aber auch keine unlösbare Thematik. Hatte mal Sachsmotor einen ausgerissenen Stehbolzen auf der Werkbank. Da waren Vollprofis am Werk, die hatten einen Helicoil unsachgemäß gesetzt und wieder ausgerissen. Als Zuckerl haben die Deppen dann schräg von der Seite reingebohrt und wollten den Stehbolzen mit einer Querschraube fixieren. Ein klarer Fall für die Murksgalerie. Damals hab ich noch im Werkzeugbau gearbeitet und wir haben das Loch ausgegossen und neu gebohrt.
Klar ist auch, dass da ordentliches Equipment gefragt ist. Mit dem Akkuschrauber brauchst da nicht reinbohren. Aber mit einer Standbohrmaschine wird das schon was. Sauber ausrichten, fixieren, guter frisch geschliffener Bohrer und alles mit Gefühl machen. Das Loch muss passen, rumeiern und wackeln mit der Handbohrmaschine erzeugt ein zu großes Loch und dann geht der Murks weiter. Bedenkt, das Material ist sehr weich, Aludruckguß ist nicht mehr als im weitesten Sinne ein Schwamm und an dicken Stellen oft voll mit Lunkern.
Der Sachsmotor lief übrigens in einem KTM-Mokick noch X-Tausend Kilometer bis er zu Tode frisiert wurde und das Pleuel beim Gehäuse rauskam. Aber so waren wir damals, da konnte ein Moped nicht schnell genug sein :roll:
Grüße Hans
103A2 von 1964, mein erster Viertaktroller! Cezeta, Vespa, Velorex und Co haben blaue Fahnen
#9656
Um nicht umzufallen reichen drei Räder, drum gibt's den Velorex :lol:
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Hans
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von Hans »

Hi!
@HenningW:
Henning, bei welcher Anwendung des preiswerten Gewindereparatursatzes hast du denn die konkret schlechten Erfahrungen gemacht und welcher Art waren die, so dass du das als "Chinaschrott" einordnest? Lass uns an deinen diesbezüglichen Erfahrungen teilhaben.
heinkelige Grüße
Hans
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Tapir62
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von Tapir62 »

Der Stehbolzen vorne links in Fahrtrichtung ist schon rausgedreht. Der vorne rechts war nicht mehr fest zu ziehen - ist aber noch drin. Für eine Bohrschablone sollte das noch reichen, zumal die beiden hinteren noch einwandfrei waren. Das klingt mir nach einer ziemlich guten Idee, zumal die sich ja dann per Wasserwaage perfekt ausrichten lässt, wenn Motor und Schablone absolut parallel sind. Und wenn ich dann vorne links den Stehbolzen wieder drin habe, kann ich die gleiche Prozedur nochmal mit vorne rechts durchziehen.

Eigentlich brauche ich doch nur ein Blech mit der gleichen Lochanordnung wie die Zylinderkopfdichtung - richtig?

Schönen Gruß aus Bonn

Stefan
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Heinkelcruiser
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Re: Stehbolzen - kein schöner Anblick

Beitrag von Heinkelcruiser »

Moin moin,
ich hab jetzt letzte Woche bei ner Honda CB 500 four von 1976 die hälfte aller Gewinde im Zylinderkopf zur Befestigung des
Ventildeckels repariert und alle freihändig gebohrt und geschnitten (Mit einem sehr guten Accuschrauber gebohrt) . Ist also keine Hexerei...Und Du braucht die Bohrschablone auch nicht mit einer Waage ausrichten. Schieb einfach 5-6 gleiche 12mm Muttern als Distanzstücke auf die Anker dann Deine Bohrschablone und dann füllst Du wieder mit Muttern bis an das obere Gewinde auf und klemmst alles fest. Das arbeiten mit der Standbohrmaschiene ist zwar sehr professionel aber die Ausrichtung muss auch 100% gerade sein und das geht nicht mit ner Standbohrmaschiene vom Discounter. Also keine Angst wird schon klappen.
Und noch was, es gibt diese Gewindespiralen in verschiedenen Längen, ich hab immer die längeren genommen.
Gruß
Christian
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