Leistungsverlust , schwarzer Qualm

Motor-Vergaser-Antrieb
Antworten
Frogman

Leistungsverlust , schwarzer Qualm

Beitrag von Frogman »

Problembeschreibung : Ich hab letzten Sonntag eine schöne Landpartie gemacht, ca. 120 km und als ich dann wieder nach Berlin reinfuhr war stopandgo über mehrere Kilometer, alles staute sich auf den Einfallstrassen. Es war sowieso sehr heiss, aber in dem Stau merkte ich wie der Motor richtig heiss wurde und er ging öfters aus. Ich kam aber noch einigermassen nach Hause. Am nächsten Tag wollte ich wieder fahren und nun gabs folgende Probleme : Angesprungen gut aber sobald man mehr Gas gab, verschluckte sich der Motor,ruckelte und im 2,3,4 Gang kam er nicht mehr auf Leistung. Ausserdem spuckte er unregelmässig schwarzen Qualm hinten raus und aus dem Entlüfterschlauch vom Zylinderkopfdeckel kam grauer Rauch. Den Vergaser hab ich auseinander genommen,gereinigt ,aber nix endeckt.
Was kann es denn nun sein, was muss ich tun, ist es was ernstes ?
Für Tipps wär ich sehr dankbar.....Gruss aus Berlin......Frank
Benutzeravatar
Rolf
Beiträge: 38
Registriert: 10.07.2006, 21:56
Wohnort: Mögglingen

Beitrag von Rolf »

Hallo,
die von dir geschilderten Probleme deuten auf eine "durchgeblasene" Zylinderkopfdichtung hin.
Wenn du den Deckel am Zylinderkopf abnimmst müßte es etwas nach Benzin riechen.
Hatte ich auch schon mal. Der Motor läuft eigentlich normal, zieht aber nicht mehr.
Wenn dies das Problem ist, dann nimm bitte eine Zylinderkopfdichtung aus Alu oder Kupfer.

Rolf
Benutzeravatar
Bernd Hünten
Beiträge: 500
Registriert: 19.01.2006, 20:02
Wohnort: 28844 Weyhe

Dichtung

Beitrag von Bernd Hünten »

Hallo Frogmann,
wenn du den Verschluß des Zylinderkopfdeckels abnimmst und den Motor anläßt, kannst du sofort merken, ob die Dichtung durch ist. Denke bitte daran, dass die Kopfschrauben nach 250 bis 500 km nachgezogen und eventuell die Ventile neu eingestellt werden müssen!
Gruß
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
Gast

Beitrag von Gast »

Danke erstmal für die Ratschläge. Was sehe ich denn, wenn ich den Deckel abnehme und starte ? Könnte es trotzdem noch was anderes sein, Zündung ,Kohlen, Kolbenringe ? Da ich selber keine Möglichkeit habe zu schrauben, was ist ein angemessener Preis für die Reparatur?
Gruss Frank
Frogman

Beitrag von Frogman »

Anonymous hat geschrieben:Danke erstmal für die Ratschläge. Was sehe ich denn, wenn ich den Deckel abnehme und starte ? Könnte es trotzdem noch was anderes sein, Zündung ,Kohlen, Kolbenringe ? Da ich selber keine Möglichkeit habe zu schrauben, was ist ein angemessener Preis für die Reparatur?
Gruss Frank

Hallo,hallo, lasst doch nochmal einen Kommentar ab...... :cry:

Gruss Frank
Sushimoto

Beitrag von Sushimoto »

Die überhitzung kann verschieden ursachen haben.
das gabs ja auch schon in anderen threads...

Der graue rauch aus dem entlüfterschlauch ist in geringen maßen normal
und im prinzip auch gewollt. heisses öl dehnt sich aus und
der druckausgleich muss sein. Wie gesagt, rauch in geringen maße und normalerweise kaum sichtbar und eher nur als "dampf".
Wenns extrem viel ist, dann wird das gesamte system zu heiss.
(siehe ganz oben)

Sporadisch schwarze rauchwolken aus dem auspuff sind bei "oldies" auch üblich.
Das ist dann ruß. also bereits komplett verbranntes öl und irgendwoher gelöste ablagerungen, die gelegendlich ausgestossen werden.
Meistens aber nach längeren Fahrpausen.

Wenn der rauch bläulich ist (mehr als normale Abgase) oder vielleicht sogar ölig, gelangt (zuviel) motoröl in den brennraum.
Entweder am kolben und an den kolbenringen vorbei
(Kolben, Zylinder prüfen),
über den steg zwischen brennraum und stößelstangen
(Kopf auf Risse, Kopfdichtung, Kopfschrauben prüfen) oder
durch die ventilbuchsen (Ventile prüfen).
Dazu gibts noch tausend allgemeine und sicher -zig heinkel-spezifische
Ansagen, die du auch hier im forum findest.

Aber wenn du überhaupt nicht schrauben kannst,
gehst du am besten mal zu jemandem,
der etwas ahnung von motoren hat.
Der heinkel-motor ist herrlich einfach aufgebaut,
das sollte jemand zum normalen stundenlohn (1-3 stunden) vor ort diagnostizieren können.

Wenn das dann grundsätzlich geklärt ist,
wird dir bei der reparatur hier sicher gern geholfen.
Benutzeravatar
Frogman
Beiträge: 4
Registriert: 31.07.2006, 19:18

Danke nochmal für die Tipps...

Beitrag von Frogman »

Es war die Kopfdichtung, und jetzt sinds die Kohlen...... :evil:
Antworten