Lima noch fahrbar?
Lima noch fahrbar?
Hallo Schrauberexperten,
ich bin gerade an einem Kohlenwechsel an einem Motor. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: am Rotor hat eine "Lasche" einen Einbrand. Kann diese Lima so weitergefahren werden? Oder falls nein, wie kann ich dies reparieren?
Gruess aus der Schweiz
Curdin
ich bin gerade an einem Kohlenwechsel an einem Motor. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: am Rotor hat eine "Lasche" einen Einbrand. Kann diese Lima so weitergefahren werden? Oder falls nein, wie kann ich dies reparieren?
Gruess aus der Schweiz
Curdin
Re: Lima noch fahrbar?
Autoelektriker nennen das eine Brandstelle. Als ich noch Anlasser und Gleichstrom Lichtmaschinen repariert habe waren solche Anker Ausschuss. Abdrehen bringt da nichts das kommt wieder. Wie es sich bei der Dynastartanlage verhält weiß ich nicht da das Ding ja offenbar vorher gelaufen hat. Ich bin aber skeptisch
Versuch macht klug.
Versuch macht klug.
Re: Lima noch fahrbar?
hallo Werner
danke für die Rückmeldung.
dann werde ich's mal versuchen und beten
curdin
danke für die Rückmeldung.
dann werde ich's mal versuchen und beten
curdin
Re: Lima noch fahrbar?
In der kommenden Heinkel-Info wird ein Artikel publiziert, der vor der unsachgemäßen "Reparatur" von Limas warnt. Seit der letzten Info (1/2016), in dem ein Artikel über die Instandsetzung von Limas beschrieben wurde, sind leider etliche Limas durch "Selbstversuche" unwiederbringbar zerstört worden. Beten hilft nicht!
Re: Lima noch fahrbar?
diese Lima lief nach einem Kohlenwechsel tadellos. Beim Verbauen der neuen Kohlen hatte ich das Gefühl, dass die Federn etwas stärker sind. Auch habe ich nach dem Ausfall und Ausbau relativ starken Verschleiss an den Kohlen festgestellt. Ich habe diese peinlichst genau verbaut mit neuen Isolierscheiben. Den Rotor habe ich mit einer feinen Glasbürste gereinigt - daran kann es nicht liegen!
Mich wunder einfach, dass der Motor ca. 40 km lief und danach leuchtete plötzlich die Ladekontrollleuchte auf. Am nächsten Tag hatte ich keinen Saft mehr an der Batterie und EINEN Startversuch gemacht.
Ich kann mir das nicht erklären. Für Tipps wäre ich sehr dankbar - kann auch per PM sein um dem Heinkelinfo nicht vorzugreifen.
Gruess curdin
Mich wunder einfach, dass der Motor ca. 40 km lief und danach leuchtete plötzlich die Ladekontrollleuchte auf. Am nächsten Tag hatte ich keinen Saft mehr an der Batterie und EINEN Startversuch gemacht.
Ich kann mir das nicht erklären. Für Tipps wäre ich sehr dankbar - kann auch per PM sein um dem Heinkelinfo nicht vorzugreifen.
Gruess curdin
Re: Lima noch fahrbar?
Also bei mir passiert ab und an, dass während der Fahrt dir rote Ladekontroll-Lampe leuchtet (richtig hell, nicht nur glimmend) und nach Drücken des Starters während der Fahrt wieder ausgeht. Solange die Batterie weiterhin geladen wird kann ich damit leben.
VG Ulli
VG Ulli
Re: Lima noch fahrbar?
Salut curdin,
mh, also die Ursache der beschädigten Stelle auf dem Kollektor, kenne ich auch nicht. Aber: ich kann mir nicht vorstellen, dass sie zum Totalausfall der LIMA führen kann. Möglicherweise erzeugt die raue Stelle einen höheren Verschleiß der Kohlen. Daher schon möglich, dass man den Rotor so nicht mehr verwenden kann. Aber trotzdem, einen Totalausfall erklärt das nicht. Wenn ich mir Dein Bild genau anschaue, dann sieht es so aus, als hätte da was an den Zuleitungen zum Kollektor geschliffen. Möglicherweise die Zuleitungen zu den Kohlen? Wenn die Isolierung der Kohlenzuleitungen beschädigt ist und diese mit den Windungen des Rotors in Kontakt kommen, dann hast Du allerdings einen Totalausfall der LIMA.
Ich hatte auch gerade große Probleme mit meiner LIMA… Zweimal alles zusammen und wieder auseinander… Jetzt habe ich alle Fehler gefunden und behoben. Ich verstehe Deinen Kummer daher gut.
Nur interessehalber: hast Du eine SIBA oder eine Bosch?
Herzliche Grüße, volker
mh, also die Ursache der beschädigten Stelle auf dem Kollektor, kenne ich auch nicht. Aber: ich kann mir nicht vorstellen, dass sie zum Totalausfall der LIMA führen kann. Möglicherweise erzeugt die raue Stelle einen höheren Verschleiß der Kohlen. Daher schon möglich, dass man den Rotor so nicht mehr verwenden kann. Aber trotzdem, einen Totalausfall erklärt das nicht. Wenn ich mir Dein Bild genau anschaue, dann sieht es so aus, als hätte da was an den Zuleitungen zum Kollektor geschliffen. Möglicherweise die Zuleitungen zu den Kohlen? Wenn die Isolierung der Kohlenzuleitungen beschädigt ist und diese mit den Windungen des Rotors in Kontakt kommen, dann hast Du allerdings einen Totalausfall der LIMA.
Ich hatte auch gerade große Probleme mit meiner LIMA… Zweimal alles zusammen und wieder auseinander… Jetzt habe ich alle Fehler gefunden und behoben. Ich verstehe Deinen Kummer daher gut.
Nur interessehalber: hast Du eine SIBA oder eine Bosch?
Herzliche Grüße, volker
Re: Lima noch fahrbar?
Hallo Volker
es handelt sich um eine Bosch Lima aber mit im Stator gelagertem Wellendichtricht. (3fach gelagerte Kurbelwelle)
Rotor Nr. AZ/DAQ90/12/1700+0,2R1
Am Statur habe ich keine Schleifspuren (siehe Bilder) Die Zuleitungen von den Kohlen sind auch neu. Ich habe bei den Haltern akribisch darauf geachtet, dass die Kohlen leichtgängig sind aber sich auch nicht zu sehr verkanten.
Auf dem Bild sind die Kohlen wieder schön rechtwinklig abgezogen. Als Goldschmied habe ich Werkzeug um dies winklig hinzubekommen.
Das einzige was mir aufgefallen ist, ist wie schon erwähnt, dass die Federn der Kohlen recht stramm sind und ordentlich drücken. Auch habe ich mich etwas gewundert, dass die Kohlen etwas ausgebrochen sind und ca. 1/2 mm kürzer wurden nach 40km.
Startversuch war mittels Überbrücken erfolgt und hat höchstens Sekunden gedauert, da ich um die Empfindlichkeit der Lima weiss.
Kann mir eigentlich den Fehler nur im Regler vorstellen.
Gruess curdin
es handelt sich um eine Bosch Lima aber mit im Stator gelagertem Wellendichtricht. (3fach gelagerte Kurbelwelle)
Rotor Nr. AZ/DAQ90/12/1700+0,2R1
Am Statur habe ich keine Schleifspuren (siehe Bilder) Die Zuleitungen von den Kohlen sind auch neu. Ich habe bei den Haltern akribisch darauf geachtet, dass die Kohlen leichtgängig sind aber sich auch nicht zu sehr verkanten.
Auf dem Bild sind die Kohlen wieder schön rechtwinklig abgezogen. Als Goldschmied habe ich Werkzeug um dies winklig hinzubekommen.
Das einzige was mir aufgefallen ist, ist wie schon erwähnt, dass die Federn der Kohlen recht stramm sind und ordentlich drücken. Auch habe ich mich etwas gewundert, dass die Kohlen etwas ausgebrochen sind und ca. 1/2 mm kürzer wurden nach 40km.
Startversuch war mittels Überbrücken erfolgt und hat höchstens Sekunden gedauert, da ich um die Empfindlichkeit der Lima weiss.
Kann mir eigentlich den Fehler nur im Regler vorstellen.
Gruess curdin
-
manfred030
Re: Lima noch fahrbar?
Hallo Curdin,
überprüfe doch mal die 3 Kabel, die aus der Gummiführung kommen. Da ist oft das dicke Kabel direkt nach dem Gummi blank, d.h. keine Isoilierung mehr. Wenn bei einem weiteren Kabel das auch so ist = Kurzschluß.
Desweiteren überprüfe mal, ob die Motorverblechung richting auf dem Gummi sitzt und nicht davor, dann scheuert sie sich in das Kabel.
Habe ich bisher 2x erlebt.
Gruß
Manfred
überprüfe doch mal die 3 Kabel, die aus der Gummiführung kommen. Da ist oft das dicke Kabel direkt nach dem Gummi blank, d.h. keine Isoilierung mehr. Wenn bei einem weiteren Kabel das auch so ist = Kurzschluß.
Desweiteren überprüfe mal, ob die Motorverblechung richting auf dem Gummi sitzt und nicht davor, dann scheuert sie sich in das Kabel.
Habe ich bisher 2x erlebt.
Gruß
Manfred
Re: Lima noch fahrbar?
@mandred: Kabel habe ich überprüft - die sehen sehr gut aus. Keine Abschürfungen. Einzig das dickste Kabel hat bei der Stelle wo es an die Spulen verlötet wird einige lose Adern. Ich denke aber, dass kann's nicht sein.
Zum Rotorproblem: Habe gestern an meiner Goldschmiedestammrunde mein Problem zur Diskussion gebracht. Einer meiner Kollegen hat ein Laserschweissgerät. Wir haben dann an einem Stück Kupferblech versucht dies zu schweissen. Kupfer - Kupfer ging nicht. ABER Kupfer - Gold liess sich wunderbar verbinden. Werde nun versuchen den Kollektor mit Gold zu schweissen und anschliessend fein überdrehen lassen.
Mache Bilder wenn das klappt.
Wäre dann eine "Edelreperatur"
Gruess curdin
Zum Rotorproblem: Habe gestern an meiner Goldschmiedestammrunde mein Problem zur Diskussion gebracht. Einer meiner Kollegen hat ein Laserschweissgerät. Wir haben dann an einem Stück Kupferblech versucht dies zu schweissen. Kupfer - Kupfer ging nicht. ABER Kupfer - Gold liess sich wunderbar verbinden. Werde nun versuchen den Kollektor mit Gold zu schweissen und anschliessend fein überdrehen lassen.
Mache Bilder wenn das klappt.
Wäre dann eine "Edelreperatur"
Gruess curdin