wahrscheinlich Loch im Kolben??
wahrscheinlich Loch im Kolben??
Hallo zusammen, ich heiße Rudi, wohne im Taunus, bin Herbergsvater und schreibe zum ersten mal im Forum, Mitgliedsnummer 4544.
Ich fahre nun seit ca.36 Jahren meinen 103 A1 und habe vor ungefähr 30 Jahren mal ein ähnliches Problem gehabt.
Der Roller ging während der Fahrt einfach aus und springt nicht mehr an.
Benzin, Zündfunke, Kerzenreinigung usw. alles da, habe dann mal bei der ausgebaute Zündkerze gestartet und den Daumen auf die Zündkerzenöffnung gehalten, kein Druck.
Der Roller hat nicht geklappert und nicht geklingelt (hatte ich auch mal, da war die Messingbuchse in der Pleuelstange aufgerieben).
Wenn ich mich richtig erinnere, ist ja schon ein Weilchen her, dann heißt das alles zusammen, Loch im Kolben oder Kolbenringe kaputt.
Bevor ich nun aufmache, wollte ich mal fragen, ob es auch was anderes sein könnte.
Wenn nicht, bin ich etwas aufgeschmissen, weil ich nicht mehr weiß, was ich dann alles ersetzen muss.
Früher habe ich in Aachen studiert und konnte deshalb den alten Richard Sandeck anrufen, Gott habe ihn selig.
Eigentlich müsste ich in einem sowieso mal wieder eine Inspektion machen lassen, das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.
Ich glaube das letzte Mal war ich beim Karl Spitznagel, machst du noch was oder macht der noch was??
Für Eure Antworten bedanke ich mich schon jetzt herzlich Rudi
Ich fahre nun seit ca.36 Jahren meinen 103 A1 und habe vor ungefähr 30 Jahren mal ein ähnliches Problem gehabt.
Der Roller ging während der Fahrt einfach aus und springt nicht mehr an.
Benzin, Zündfunke, Kerzenreinigung usw. alles da, habe dann mal bei der ausgebaute Zündkerze gestartet und den Daumen auf die Zündkerzenöffnung gehalten, kein Druck.
Der Roller hat nicht geklappert und nicht geklingelt (hatte ich auch mal, da war die Messingbuchse in der Pleuelstange aufgerieben).
Wenn ich mich richtig erinnere, ist ja schon ein Weilchen her, dann heißt das alles zusammen, Loch im Kolben oder Kolbenringe kaputt.
Bevor ich nun aufmache, wollte ich mal fragen, ob es auch was anderes sein könnte.
Wenn nicht, bin ich etwas aufgeschmissen, weil ich nicht mehr weiß, was ich dann alles ersetzen muss.
Früher habe ich in Aachen studiert und konnte deshalb den alten Richard Sandeck anrufen, Gott habe ihn selig.
Eigentlich müsste ich in einem sowieso mal wieder eine Inspektion machen lassen, das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.
Ich glaube das letzte Mal war ich beim Karl Spitznagel, machst du noch was oder macht der noch was??
Für Eure Antworten bedanke ich mich schon jetzt herzlich Rudi
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Schau mal auf der Homepage unter Heinkel-Club Service Partner
Der nächste ist südlich von Frankfurt
Der nächste ist südlich von Frankfurt
Andreas Nielen-Haberl (anh)
Heinkel-Fahrzeugteile GmbH
Im Vorderen Burgfeld 12
74340 Laufen
Kontakt: info@heinkel-club.de
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Im Vorderen Burgfeld 12
74340 Laufen
Kontakt: info@heinkel-club.de
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Heinkelcruiser
- Beiträge: 102
- Registriert: 28.11.2014, 07:59
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Hallo Rudi,
von einem Loch im Kolben würde ich erst einmal nicht ausgehen.
Ich tippe eher auf eine durchgebrannte Kopfdichtung oder einen Ventilschaden.
Gruß
Christian
von einem Loch im Kolben würde ich erst einmal nicht ausgehen.
Ich tippe eher auf eine durchgebrannte Kopfdichtung oder einen Ventilschaden.
Gruß
Christian
- Bernd Hünten
- Beiträge: 500
- Registriert: 19.01.2006, 20:02
- Wohnort: 28844 Weyhe
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Ventildeckel öffnen, anlassen, eine defekte Kopfdichtung merkt und hört man sofort.
Bernd
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Hallo Bernd, hallo Christian, hallo anh, 06.07.2015
vielen lieben Dank für die Tipps, werde ich alles ausprobiern und dann doch wahrscheinlich beim Service Partner landen.
Ich habe einfach im Moment überhaupt keine Zeit wegen der Hauptsaison bei uns und dies habe ich wohl etwas unterschätzt.
Darum auch erst jetzt meine Antwort.
Ist schon doof, weil ich den Roller gerade jetzt gut gebrauchen könnte.
Na ja, eine Inspektion wäre sowieso fällig gewesen und der Tacho läuft auch nicht mit (Antriebswelle in Ordnung, wahrscheinlich sind die Mitnehmerärmchen, wegen schlechter Schmierung des Antriebs im Eimer?).
Auf bald mal und ich schreib dann mal was es denn war Rudi
vielen lieben Dank für die Tipps, werde ich alles ausprobiern und dann doch wahrscheinlich beim Service Partner landen.
Ich habe einfach im Moment überhaupt keine Zeit wegen der Hauptsaison bei uns und dies habe ich wohl etwas unterschätzt.
Darum auch erst jetzt meine Antwort.
Ist schon doof, weil ich den Roller gerade jetzt gut gebrauchen könnte.
Na ja, eine Inspektion wäre sowieso fällig gewesen und der Tacho läuft auch nicht mit (Antriebswelle in Ordnung, wahrscheinlich sind die Mitnehmerärmchen, wegen schlechter Schmierung des Antriebs im Eimer?).
Auf bald mal und ich schreib dann mal was es denn war Rudi
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Heinkel-Holger
- Beiträge: 9
- Registriert: 23.06.2015, 10:59
- Wohnort: Göttingen
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Hallo zusammen,
kaum zu glauben. Mir ist gerade das Gleiche passiert. Auf dem Heimweg nach ca. 20 Kilometern gab es ein Geräusch (ähnlich einer Fehlzündung) und danach ging der Motor aus. Die erste Panne nach 24 Jahren.
Hoffentlich kein Ventil verbrannt.
Wieviel Kompression sollte mein 103 A1 haben??
Gruß Holger
kaum zu glauben. Mir ist gerade das Gleiche passiert. Auf dem Heimweg nach ca. 20 Kilometern gab es ein Geräusch (ähnlich einer Fehlzündung) und danach ging der Motor aus. Die erste Panne nach 24 Jahren.
Hoffentlich kein Ventil verbrannt.
Wieviel Kompression sollte mein 103 A1 haben??
Gruß Holger
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3409
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Servus Holger,
das ist aber große Schei.... !
Gerade jetzt, mitten in der "Heinkel-Hauptsaison" !!!
Der Motor würde mit 8 bar Kompressionsdruck noch einigermaßen laufen. Jedoch mit spürbarem Leistungsverlust.
9 bar sind das mindeste für einen leistungsfähigen Motor !
Viele bringen aber auch 10 bar und mehr auf`s Manometer, was natürlich ein Leistungs-Plus bedeutet !
Ohne Kompressionstester kann man mit der "Daumenprüfung" zumindest grob feststellen, wie es um die
Kompression bestellt ist.
Am Zündkerzenloch mit 14 mm Durchmesser müsstest Du Deinen Daumen mit ca 14 kg Gewicht aufpressen, damit
er einem Druck von 9 bar stand hält (Armer Daumen
)
Für eine "Druckverlust-Prüfung" mit Preßluft habe ich mir einen Anschlussnippel der Schnellkupplung mit
einem hohlen Kerzengewinde verlötet.
Den Kolben genau auf O.T.stellen (Ventile ohne Überschneidung, wie beim V-Einstellen)und die Kurbelwelle über
das Getriebe im 1. Gang am Hinterrad blockieren. Dazu unbedingt die Hinterradbremse durch Spannen des Bowdenzugs
am Einstellnippel festsetzen. Sicherheitshalber das Hinterrad leicht unterbocken, damit es in der Luft hängt oder eine
zweite Person beide Bremsen betätigen lassen. Anschlussnippel mit Gummidichtung in das Kerzengewinde
einschrauben und den Pressluftschlauch (Druck vorher mittels Druckminderer herabsetzen) an den Nippel ankuppeln.
Den Druck langsam erhöhen, bis ein Entweichen der Luft deutlich vernommen wird. Kommt das Geräusch bei
abgenommenem Ventildeckel aus dem Kurbelgehäuse, so entweicht die Luft entweder über eine defekte
Zylinderkopfdichtung oder über den Kolben oder dessen Ringe. Kommt es aus dem Auspuff oder dem Vergaser so
entweicht die Luft über ein defektes Aus- bzw. Einlassventil.
Wichtig bei dieser Prüfung ist, dass sich dabei die Kurbelwelle am O.T. des Kolbens nicht nennenwert verdrehen darf !
Und Holger,
Wenn Du Glück hast, dann hat es "nur" die Kopfdichtung durchgeblasen !
Viel Glück und
das ist aber große Schei.... !
Gerade jetzt, mitten in der "Heinkel-Hauptsaison" !!!
Der Motor würde mit 8 bar Kompressionsdruck noch einigermaßen laufen. Jedoch mit spürbarem Leistungsverlust.
9 bar sind das mindeste für einen leistungsfähigen Motor !
Viele bringen aber auch 10 bar und mehr auf`s Manometer, was natürlich ein Leistungs-Plus bedeutet !
Ohne Kompressionstester kann man mit der "Daumenprüfung" zumindest grob feststellen, wie es um die
Kompression bestellt ist.
Am Zündkerzenloch mit 14 mm Durchmesser müsstest Du Deinen Daumen mit ca 14 kg Gewicht aufpressen, damit
er einem Druck von 9 bar stand hält (Armer Daumen
Für eine "Druckverlust-Prüfung" mit Preßluft habe ich mir einen Anschlussnippel der Schnellkupplung mit
einem hohlen Kerzengewinde verlötet.
Den Kolben genau auf O.T.stellen (Ventile ohne Überschneidung, wie beim V-Einstellen)und die Kurbelwelle über
das Getriebe im 1. Gang am Hinterrad blockieren. Dazu unbedingt die Hinterradbremse durch Spannen des Bowdenzugs
am Einstellnippel festsetzen. Sicherheitshalber das Hinterrad leicht unterbocken, damit es in der Luft hängt oder eine
zweite Person beide Bremsen betätigen lassen. Anschlussnippel mit Gummidichtung in das Kerzengewinde
einschrauben und den Pressluftschlauch (Druck vorher mittels Druckminderer herabsetzen) an den Nippel ankuppeln.
Den Druck langsam erhöhen, bis ein Entweichen der Luft deutlich vernommen wird. Kommt das Geräusch bei
abgenommenem Ventildeckel aus dem Kurbelgehäuse, so entweicht die Luft entweder über eine defekte
Zylinderkopfdichtung oder über den Kolben oder dessen Ringe. Kommt es aus dem Auspuff oder dem Vergaser so
entweicht die Luft über ein defektes Aus- bzw. Einlassventil.
Wichtig bei dieser Prüfung ist, dass sich dabei die Kurbelwelle am O.T. des Kolbens nicht nennenwert verdrehen darf !
Und Holger,
Wenn Du Glück hast, dann hat es "nur" die Kopfdichtung durchgeblasen !
Viel Glück und
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
-
Heinkel-Holger
- Beiträge: 9
- Registriert: 23.06.2015, 10:59
- Wohnort: Göttingen
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Moin Bernd,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Heute habe ich mal den Kompressionsprüfer benutzt. Leider blieb dieser schon bei schlappen 5 bar stehen
Nun werde ich in den nächsten Tagen mal den Kopf abnehmen und nachsehen was mich dann so erwartet.
Ist ärgerlich aber 24 Jahre ohne eine einzige Panne zu fahren ist doch auch schon was
Gruß
Holger aus Göttingen
vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Heute habe ich mal den Kompressionsprüfer benutzt. Leider blieb dieser schon bei schlappen 5 bar stehen
Nun werde ich in den nächsten Tagen mal den Kopf abnehmen und nachsehen was mich dann so erwartet.
Ist ärgerlich aber 24 Jahre ohne eine einzige Panne zu fahren ist doch auch schon was
Gruß
Holger aus Göttingen
-
Heinkel-Holger
- Beiträge: 9
- Registriert: 23.06.2015, 10:59
- Wohnort: Göttingen
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Ich habe heute den Kopf abgenommen.
Ist das Loch in der Mitte des einen Ventils normal?
Ist das Loch in der Mitte des einen Ventils normal?
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3409
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: wahrscheinlich Loch im Kolben??
Servus Holger,
zumindest das Einlass-Ventil sieht nicht aus, wie ein Heinkel-Ventil
Wurden an dem Motor schon mal größere Ventile montiert und deshalb dafür "Fremdfabrikate" verwendet ?
Die Original-Ventile des 175er Motors besitzen einen Teller-Durchmesser von 28 mm(A) und 30 mm (E)
Einen Einbrand, so mitten im Ventil und noch dazu am relativ "kalten" Einlassventil würde ich ausschließen !
Bei Ventilen anderer Hersteller befinden sich schon mal Körner oder kleine Bohrungen zentrisch im Ventilteller.
Die dienen zum Zentrieren bei der Bearbeitung mittels mitlaufender Körnerspitze. Bei original Heinkelventilen habe ich das bisher noch nicht gesehen: Dieses "Sackloch" in Deinem Ventil darf aber nicht die Ursache für eine zu niedrige Kompression sein !
Hast Du schon mal die Dichtflächen der Ventile begutachtet (speziell das Auslassventil) und die
alte Kopfdichtung auf Beschädigung untersucht ?
(Guckst Du hier meinen Beitrag)
http://www.heinkel-club.de/forum/viewto ... til#p13159

zumindest das Einlass-Ventil sieht nicht aus, wie ein Heinkel-Ventil
Wurden an dem Motor schon mal größere Ventile montiert und deshalb dafür "Fremdfabrikate" verwendet ?
Die Original-Ventile des 175er Motors besitzen einen Teller-Durchmesser von 28 mm(A) und 30 mm (E)
Einen Einbrand, so mitten im Ventil und noch dazu am relativ "kalten" Einlassventil würde ich ausschließen !
Bei Ventilen anderer Hersteller befinden sich schon mal Körner oder kleine Bohrungen zentrisch im Ventilteller.
Die dienen zum Zentrieren bei der Bearbeitung mittels mitlaufender Körnerspitze. Bei original Heinkelventilen habe ich das bisher noch nicht gesehen: Dieses "Sackloch" in Deinem Ventil darf aber nicht die Ursache für eine zu niedrige Kompression sein !
Hast Du schon mal die Dichtflächen der Ventile begutachtet (speziell das Auslassventil) und die
alte Kopfdichtung auf Beschädigung untersucht ?
(Guckst Du hier meinen Beitrag)
http://www.heinkel-club.de/forum/viewto ... til#p13159
Und nach 24 Jahren könnte man den Kolben mit Ringen und den Zylinder auch mal nachschauenHeinkel-Holger hat geschrieben: Die erste Panne nach 24 Jahren.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth