Schaltet nicht mehr richtig runter.
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Heinkel-Holger
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- Wohnort: Göttingen
Schaltet nicht mehr richtig runter.
Hallo liebe Forummitglieder,
zuerst möchte ich mich hier mal vorstellen. Ich komme aus Göttingen und fahre seit meinem 18. Geburtstag Heinkel 103 A2.Seit letztem Jahr ist auch ein 103 A0 dazugekommen.
Bei meinem 103 A2 habe ich die Dichtung der Abdeckung vom Schaltdeckel erneuert. Dies habe ich vor einigen Jahren schon mal gemacht. Jetzt habe ich das Problem, dass der Roller sich während der Fahrt nicht mehr runterschalten lässt.
Ob es wirklich im Zusammenhang mit dem Austausch der Dichtung steht, kann ich nicht sagen. Aber seit dem ist es so. Hochschalten funktioniert präzise und problemlos. Im Stand gehen auch alle Gänge präzise beim Runterschalten rein.
Nur leider nicht im Fahrbetrieb. Einzige Möglichkeit im Fahrbetrieb runterzuschalten ist, wenn ich die Leerlaufdrehzahl sehr sehr sehr stark beschleunige. Quasi Zwischengas (Zwischenvollgas). Vorher war das nicht nötig.
Hat vielleicht wer eine Idee, wie ich wieder einen normalen Schaltbetrieb erreichen kann??
Danke
Gruß Holger
zuerst möchte ich mich hier mal vorstellen. Ich komme aus Göttingen und fahre seit meinem 18. Geburtstag Heinkel 103 A2.Seit letztem Jahr ist auch ein 103 A0 dazugekommen.
Bei meinem 103 A2 habe ich die Dichtung der Abdeckung vom Schaltdeckel erneuert. Dies habe ich vor einigen Jahren schon mal gemacht. Jetzt habe ich das Problem, dass der Roller sich während der Fahrt nicht mehr runterschalten lässt.
Ob es wirklich im Zusammenhang mit dem Austausch der Dichtung steht, kann ich nicht sagen. Aber seit dem ist es so. Hochschalten funktioniert präzise und problemlos. Im Stand gehen auch alle Gänge präzise beim Runterschalten rein.
Nur leider nicht im Fahrbetrieb. Einzige Möglichkeit im Fahrbetrieb runterzuschalten ist, wenn ich die Leerlaufdrehzahl sehr sehr sehr stark beschleunige. Quasi Zwischengas (Zwischenvollgas). Vorher war das nicht nötig.
Hat vielleicht wer eine Idee, wie ich wieder einen normalen Schaltbetrieb erreichen kann??
Danke
Gruß Holger
- Bernd Hünten
- Beiträge: 500
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Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Laut Betriebsanleitung muss mit Zwischengas runter geschaltet werden, es sei denn, man will das Getriebe ruinieren. Die Drehzahl der Zahnräder muss angeglichen werden!!
Bernd
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
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Heinkel-Holger
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- Wohnort: Göttingen
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Danke für die Antwort.
Das ist ja richtig.
Aber ich muß quasi immer Vollgas geben.
Das ist ja richtig.
Aber ich muß quasi immer Vollgas geben.
- Bernd Hünten
- Beiträge: 500
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Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Wenn du im Leerlauf den Gasgriff schnell voll aufreißt, dreht der Motor sofort hoch? Wenn nicht, hast du hier ein Problem, das zuerst beseitigt werden muss. Je höher der Drehzahlunterschied desto mehr Zwischengas.
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3409
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Servus Holger,
wenn Du die flache Gummischeibe, die nur als Staubschutz dient, getauscht hast, musstest Du ja auch
den Schalthebel anziehen.
Vielleicht hast Du diesen bei der Montage etwas zu fest auf die Verzahnung geschoben, sodass er jetzt
zu "straff" sitzt und sich der Hebel deshalb etwas schwerer bewegen lässt !
Du könntest auch mal die Rastkugel (mit Feder) aus dem Schaltgehäuse am Lenker nehmen und dann das
Herunterschalten während der Fahrt probieren.
Es kommt schon mal vor, dass der Sitz der Rastkugel schon recht ausgeleiert ist und diese sich dann beim
Schalten "verkantet" !
Siehe Skizzen:
Und jetzt nochmals zum Zwischengas :
In gewisser Weise hat Bernd Hünten zwar recht damit, dass empfohlen wird, beim Herunterschalten
zwischen den Gängen kurz kräftig Gas zu geben !
Dieses "Zwischengas" hat aber so gut wie keinen Einfluss auf einen schonenden Gangwechsel !
Ich habe Anfang der 1970er Jahre bei der Bundeswehr meinen LKW-Führerschein auf einen alten MAN 5-Tonner
gemacht und dabei bis zur Blasenbildung an den Händen das Schalten eines unsynchronisierten Getriebes
geübt (Lenkhilfe war auch nicht vorhanden !)
Ein schonendes Schalten dieses Getriebe ist nur möglich, wenn sich zwischen allen Vorwärtsgängen eine Leerlauf-
Stellung im Getriebe befindet ! Diese gerastete Leerlaufstellung ist beim Heinkel nur zwischen dem 1. und 2. Gang
vorhanden. Hier macht es auch Sinn, beim Herunterschalten auf den 1. Gang im Leerlauf Gas zugeben, dabei aber gleichzeitig kurz einzukuppeln (Kupplung kurz loslassen).
Der Sinn des Gasgebens ist, die antreibenden Getriebeteile des niedrigen Ganges mit dem anderen Getriebeteil das noch vom Rad angetrieben wird auf gleiche Drehzahl zu bringen (synchronisieren).
Das funktioniert aber nur, wenn wenn das Getriebe durch den Motor auf eine bestimmte Drehzahl gebracht wird und
das geht nunmal nur im eingekuppelten Zustand und nur in Leerlaufstellung !
Beim Hochschalten funktioniert das genauso, nur dass dabei die Drehzahl des Motors abfallen sollte, um sich dem
nächst höherem Gang anzupassen. Also kein Zwischengas aber im Leerlauf kurz einkuppeln !
Beim Herunterschalten meines Heinkels in den ersten Gang habe ich diese Schalttechnik von Anfang an praktiziert
und es funktioniert hervorragend ohne verschleißfördernde Geräusche !
Das (nur)Zwischengas beim Herunterschalten in die anderen Gänge hat eigentlich nur den Vorteil, dass der Motor
(und nur der Motor) schon mal auf Drehzahl gebracht wird, damit das Antriebsrad beim anschließenden Einkuppeln
nicht ruckartig abgebremst wird ! Insbesondere beim Schalten in Kurven und glitschiger Fahrbahn !
Ich bin auch schon so weit, das Gas beim Herunterschalten etwas "stehen" zu lassen. Somit habe ich (theoretisch)
eine geringe Kraftstoffersparnis, da durch das "Pumpen" aus der niedrigen Motordrehzahl wieder zusätzlicher
Kraftstoff eingespritzt würde !
Und zu guter Letzt:
Die Moderneren Kfz-Getriebe sind mit "Synchronringen" ausgestattet, die die einzelnen Getriebeteile entsprechend
abbremsen und somit in der Drehzahl zueinander anpassen (synchronisieren) !
Puhhhhh !!!
Alles Verstanden ?
Wenn nicht, auch nicht so schlimm !
Wichtig beim Heinkel ist, den ersten Gang im Stand bei möglicht niedriger Motordrehzahl einzulegen !
Auch leichtes Vorwärtsschieben wirkt schon Wunder !
Und beim Verschalten Ruhe bewahren und erst einmal die Gänge sortieren !
wenn Du die flache Gummischeibe, die nur als Staubschutz dient, getauscht hast, musstest Du ja auch
den Schalthebel anziehen.
Vielleicht hast Du diesen bei der Montage etwas zu fest auf die Verzahnung geschoben, sodass er jetzt
zu "straff" sitzt und sich der Hebel deshalb etwas schwerer bewegen lässt !
Du könntest auch mal die Rastkugel (mit Feder) aus dem Schaltgehäuse am Lenker nehmen und dann das
Herunterschalten während der Fahrt probieren.
Es kommt schon mal vor, dass der Sitz der Rastkugel schon recht ausgeleiert ist und diese sich dann beim
Schalten "verkantet" !
Siehe Skizzen:
Und jetzt nochmals zum Zwischengas :
In gewisser Weise hat Bernd Hünten zwar recht damit, dass empfohlen wird, beim Herunterschalten
zwischen den Gängen kurz kräftig Gas zu geben !
Dieses "Zwischengas" hat aber so gut wie keinen Einfluss auf einen schonenden Gangwechsel !
Ich habe Anfang der 1970er Jahre bei der Bundeswehr meinen LKW-Führerschein auf einen alten MAN 5-Tonner
gemacht und dabei bis zur Blasenbildung an den Händen das Schalten eines unsynchronisierten Getriebes
geübt (Lenkhilfe war auch nicht vorhanden !)
Ein schonendes Schalten dieses Getriebe ist nur möglich, wenn sich zwischen allen Vorwärtsgängen eine Leerlauf-
Stellung im Getriebe befindet ! Diese gerastete Leerlaufstellung ist beim Heinkel nur zwischen dem 1. und 2. Gang
vorhanden. Hier macht es auch Sinn, beim Herunterschalten auf den 1. Gang im Leerlauf Gas zugeben, dabei aber gleichzeitig kurz einzukuppeln (Kupplung kurz loslassen).
Der Sinn des Gasgebens ist, die antreibenden Getriebeteile des niedrigen Ganges mit dem anderen Getriebeteil das noch vom Rad angetrieben wird auf gleiche Drehzahl zu bringen (synchronisieren).
Das funktioniert aber nur, wenn wenn das Getriebe durch den Motor auf eine bestimmte Drehzahl gebracht wird und
das geht nunmal nur im eingekuppelten Zustand und nur in Leerlaufstellung !
Beim Hochschalten funktioniert das genauso, nur dass dabei die Drehzahl des Motors abfallen sollte, um sich dem
nächst höherem Gang anzupassen. Also kein Zwischengas aber im Leerlauf kurz einkuppeln !
Beim Herunterschalten meines Heinkels in den ersten Gang habe ich diese Schalttechnik von Anfang an praktiziert
und es funktioniert hervorragend ohne verschleißfördernde Geräusche !
Das (nur)Zwischengas beim Herunterschalten in die anderen Gänge hat eigentlich nur den Vorteil, dass der Motor
(und nur der Motor) schon mal auf Drehzahl gebracht wird, damit das Antriebsrad beim anschließenden Einkuppeln
nicht ruckartig abgebremst wird ! Insbesondere beim Schalten in Kurven und glitschiger Fahrbahn !
Ich bin auch schon so weit, das Gas beim Herunterschalten etwas "stehen" zu lassen. Somit habe ich (theoretisch)
eine geringe Kraftstoffersparnis, da durch das "Pumpen" aus der niedrigen Motordrehzahl wieder zusätzlicher
Kraftstoff eingespritzt würde !
Und zu guter Letzt:
Die Moderneren Kfz-Getriebe sind mit "Synchronringen" ausgestattet, die die einzelnen Getriebeteile entsprechend
abbremsen und somit in der Drehzahl zueinander anpassen (synchronisieren) !
Puhhhhh !!!
Alles Verstanden ?
Wenn nicht, auch nicht so schlimm !
Wichtig beim Heinkel ist, den ersten Gang im Stand bei möglicht niedriger Motordrehzahl einzulegen !
Auch leichtes Vorwärtsschieben wirkt schon Wunder !
Und beim Verschalten Ruhe bewahren und erst einmal die Gänge sortieren !
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
- Bernd Hünten
- Beiträge: 500
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- Wohnort: 28844 Weyhe
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Schaltzüge zu stramm eingestellt? Müssen sich 3 - 5 mm in der Höhe zwischen Einstellschraube und Schaltwelle bewegen lassen.
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m). Inzwischen über 150 000 Heinkelkilometer.
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Heinkel-Holger
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- Wohnort: Göttingen
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Vielen Dank für die Antworten.
Ich werde jetzt alles einmal durchprobieren.
Kurios ist halt nur, dass ich "nur" die Deckeldichtung (Schaltung(Kupplung) ausgetauscht habe.
Habe die Schaltwippe mit Zügen abgenommen. Also die Längen nicht verändert.
Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum es jetzt nicht mehr funktioniert.
Auch mit viel Zwischengas gehen die Gänge kaum rein. Problemlos nur im Stand.
Schließlich fahre ich seit 22 Jahren meinen Heinkel problemlos.
Ich werde jetzt alles einmal durchprobieren.
Kurios ist halt nur, dass ich "nur" die Deckeldichtung (Schaltung(Kupplung) ausgetauscht habe.
Habe die Schaltwippe mit Zügen abgenommen. Also die Längen nicht verändert.
Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum es jetzt nicht mehr funktioniert.
Auch mit viel Zwischengas gehen die Gänge kaum rein. Problemlos nur im Stand.
Schließlich fahre ich seit 22 Jahren meinen Heinkel problemlos.
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Heinkelcruiser
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- Registriert: 28.11.2014, 07:59
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Moin Moin Holger,
ich muss nochmal nachfragen was Du da jetzt getan hast. Hast Du die Seitendeckeldichtung
vom Motor erneuert oder hast Du eine Dichtung am Schaltgriff erneuert?
Wenn Du den Seitendeckel runter hattest, wirst Du ja auch neues Öl eingefüllt haben oder?
Liegt es vieleicht daran.
Gruß
Christian
ich muss nochmal nachfragen was Du da jetzt getan hast. Hast Du die Seitendeckeldichtung
vom Motor erneuert oder hast Du eine Dichtung am Schaltgriff erneuert?
Wenn Du den Seitendeckel runter hattest, wirst Du ja auch neues Öl eingefüllt haben oder?
Liegt es vieleicht daran.
Gruß
Christian
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manfred030
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Moin,
hänge mal beide Züge aus, schalte dann mal und prüfe, ob die Züge sich einwandfrei in beide Richtungen bewegen lassen.
Ein ähnliches Problem trat hier vor kurzem auf, Ursache war, dass ein Bowdenzug am "aufröppeln" war und deshalb beim schalten Probleme auftraten.
Schaltzug getauscht und schon ließen sich alle Gänge einwandfrei schalten.
Gruß
Manfred
hänge mal beide Züge aus, schalte dann mal und prüfe, ob die Züge sich einwandfrei in beide Richtungen bewegen lassen.
Ein ähnliches Problem trat hier vor kurzem auf, Ursache war, dass ein Bowdenzug am "aufröppeln" war und deshalb beim schalten Probleme auftraten.
Schaltzug getauscht und schon ließen sich alle Gänge einwandfrei schalten.
Gruß
Manfred
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Heinkel-Holger
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- Registriert: 23.06.2015, 10:59
- Wohnort: Göttingen
Re: Schaltet nicht mehr richtig runter.
Nochmal vielen Dank für die Antworten.
Das Öl hatte ich in diesem Zuge nicht getauscht.
Schaltzüge sind einwandfrei.
Im Stand schaltet er präzise und genau.
Im Fahrbetrieb dagegen geht das große Getriebesägen beim Runterschalten los.
Das Öl hatte ich in diesem Zuge nicht getauscht.
Schaltzüge sind einwandfrei.
Im Stand schaltet er präzise und genau.
Im Fahrbetrieb dagegen geht das große Getriebesägen beim Runterschalten los.