Gangschaltung funktioniert nicht mehr

Motor-Vergaser-Antrieb
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Ralf Bock

Gangschaltung funktioniert nicht mehr

Beitrag von Ralf Bock »

Hallo liebe Heinkelfreunde !

Gestern war ich hier in Aachen beim TÜV zur Vollabnahme.
Kurz am Rande: Als ich beim TÜV vorfuhr wurde gerade ein 103 A2 vollabgenommen, der zufällig auch noch fast die gleiche Farbkombination hatte wie meiner. Ich mußte diesmal zum ersten Mal beim TÜV lange warten, was, wie sich nachher herausstelte, daran lag, daß mich unbedingt der gleiche Prüfer prüfen wollte. Wie geasagt nur am Rande.

Auf dem Rückweg nach Hause wollte ich dann nach einem Ampelstop anfahren und merkte, daß es kurz im Getriebe rupfte und dann ging kein Gang mehr rein. Also absteigen und an die Seite schieben und nachgucken. Was ich sah schien mir schlüssig und zunächst auch kein größeres Problem. Die Schraube der Schaltklaue hatte sich gelöst und entfernt, die Klaue selbst war nach vorne gerutscht und wie ich vermute habe ich beim Schalten sie dann um ein paar Zähne verdreht, so daß die Schaltung nicht mehr stimmte. Also Roller nach Hause geholt, Schaltklaue befestigt und beim Versuch die Gänge einzustellen, stelle ich dann fest, daß das gar nicht mehr möglich ist. Wie auch immer ich die Klaue bewege kann ich das Rad durchdrehen. Ich kann zwar den Leerlauf identifizieren, weil es dann besonders leicht dreht, aber auch in allen anderen Stellungen dreht es. Mir scheint als würde die Kupplung kleben, habe auch das Kupplungsseil ausgehängt und versucht zu schalten, dennoch keine Veränderung. Ich merke schon beim RAd drehen, daß die Gänge schalten, aber wie gesagt das Rad dreht durch.
Liege ich richtig mit der klebenden Kupplung, und was für Möglichkeiten der Behebung habe ich ohne den Motor ausbauen zu müssen?

Viele Grüße aus Aachen

Ralf
Andreas Fingerle-alt

Beitrag von Andreas Fingerle-alt »

Hallo Ralf,
Das mit der klebenden Kupplung glaube ich nicht, denn dann würde diese nicht trennen und das Rad blockieren. Entlaste das Hinterrad das dieses sich drehen läßt. Wärend du das Hinterrad drehst, schalte die Gänge durch und kontrolliere ob sich der Kraftaufwand beim drehen verändert. Wenn dieser sich verändert funktioniert die Schaltung normal. Ist dies nicht der Fall wäre mein Tip
"Schaltgabelbruch". Die Kupplungsbetätigung würde ich auch noch testen, indem ich diese am Hebel der Schnecke in Betätigungsrichtung drehe, um festzustellen ob diese sich innen bewegt oder hart
blockiert. Wenn das alles nichts hilft, Motor raus, kupplungsseitig öffnen und suchen.
VieL Erfolg

Andreas
Wolfgang 103a1

Beitrag von Wolfgang 103a1 »

Hallo
Ich vermute mal das der Keil vom vorderen Antriebsritzel abgeschert ist und dadurch das Rad frei beweglich ist . Das würde auch erklären das du den Leerlauf findest . Die Mutter ist noch drauf aber lose . Dadurch dreht das Ritzel auf der Achse und beim Leerlauf ebend leichter .
Viel Spass beim Schrauben .
Gruß Wolfgang 103a1
Ralf-alt

Beitrag von Ralf-alt »

Sorry,daß ich mich erst jetzt melde, war aber aus beruflichen Gründen nicht anders zu machen.

>Andreas: Das Gefühl ist ungefähr so: Wenn ich das Rad drehe, merke ich den UNterschied zwischen Leerlauf und keinem Leerlauf, weil im zweiten Fall das RAd etwas schwerer dreht. Ich meine, daß das Gefühl ungefähr so ist, als wenn Du einen Gang einlegst und dann das Rad bei gezogener Kupplung drehst. Daher meine Vermutung, die Kupplung könnte im gezogenen Zustand kleben. Ich meine aber sicher, daß die Schaltung funktioniert. Bei einem Schaltgabelbruch, müßte sich doch trotzdem noch ein Gang (von Hand) einlegen lassen, da es ja wohl 2 Schaltgabeln gibt, oder ?

>Wolfgang: Hast Du so einen Fall schon einmal gehabt? Kann man das ohne Auseinanderbauen irgendwie feststellen? Mir scheint das, was Du schreibst bisher als wahrscheinlichstge Möglichkeit. Demnach wäre das Rupfen das Abscheren des Keils gewesen. Das müßte dann aber beim Einlegen des Ganges, also bei gezogener Kupplung passiert sein. Ist das wahrscheinlich?

Viele Grüße
Ralf
Erich-alt

Beitrag von Erich-alt »

Also die Vermutung von Wolfgang dass das der Keil vom Ritzel abgeschert ist wäre wohl eine Erklärung, die aber sehr unwahrscheinlich ist.
Der Keil ist nur eine Aretierung, die Kraft nimmt der Konus auf, deswegen gehen die Ritzel ja auch so schwer abzuziehen.
Dass eine Schaltgabel gebrochen ist, ist auch unwahrscheinlich, da sich ja der Leerlauf finden lässt. Folglich muss anders ja ein Gang eingelegt sein.
Da es im Getriebe kurz "rupfte" wird der Fehler wohl auch darin zu finden sein. Also den Motor raus und nachsehen, alles andere ist doch nur Spekulation.
Sicher es konnte die Primärkette zur Kupplung gerissen sein, oder, der Keil, oder usw. Was heist das aber alles: Motor raus und nachsehen.
Auch viel Spass beim schrauben.

Erich
Ralf-alt

Beitrag von Ralf-alt »

Hallo alle zusammen !

Also..........................


Hier die Auflösung !::::::::::::


Das mit dem Rad drehen bei gezogener Kupplung nehme ich zurück..........

Das mit dem Rupfen im Getriebe auch

..und überhaupt...


Es war die Hinterradnabe. Eigentlich sitzt sie mit IHrer Verzahnung auf der Verzahnung der Hinterradachse und wird mit der Kronenmutter und einem Splint gehalten.
Bei mir allerdings nicht, da ich die Scheibe darunter wohl falsch herum montiert hatte und diese beim Aufbringen des Drehmomentes (16mkg) gebrochen war. dadurch war die Mutter lose und die Verzahnung der Hinterradnabe hat sich in nichts aufgelöst. Das war wohl das Rupfen.

Gemerkt habe ich es, weil ich die Idee hatte, daß möglicherweise die Kette des Schwingarms gerissen sein könnte. Als ich den Deckel geöffnet habe, habe ich gesehen, daß die Kette wohl o.k war, beim eingelegten Gang das Hinterrad zwar drehte, das Ritzel aber stillstand.

Jedenfalls jetzt läuft er wieder !


Viele Grüße aus Aachen


Ralf
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