Hupe defekt

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xcrobo
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Hupe defekt

Beitrag von xcrobo »

Hallo zusammen,
bei der Wiederherstellung meines Heinkels (103 A2) bin auf eine "tote" Hupe gestoßen. Sie gibt keine Mucks von sich.
Ich bin zwar mit nicht allzuviel Elektrik-Fachwissen gesegnet, habe aber trotzdem die Hupe geöffnet.
IMG_1428_xs.jpg
Folgendes ist mir aufgefallen: Das Bauteil das zwischen 1 und 2 (Bild) sitzt leitet keinen Strom durch.
Dank Google vermute ich, dass es ich um den Hornkondensator (Beschriftung:HOKO 1Z1Z) handelt.
In diesem Link wird der Einbau eines ähnlichen Kondensators empfohlen:
http://forum.isetta-club.de/viewtopic.php?f=2&t=1693
Das hört sich nach Bastelstunde an.
Meine Fragen:
1. Kann der Kondensator die Ursache des Defekts sein, bzw. kann man ihn einfach prüfen?
2. Habt ihr andere Tips zur Fehlersuche bzw. Reparatur.

Schon mal viel Dank für Euere sicher wieder hilfreichen Antworten
Roland
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Werner
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Re: Hupe defekt

Beitrag von Werner »

Hallo
ich habe schon mehrmals solche Hupen repariert, es liegt meistens an korrodierten Unterbrecherkontakten. Sieh dir das Ding mal genau an da muss irgendwo ein Kontaktpaar sein. Einfach etwas sauber schmirgeln und dann geht es meist wieder
Karl
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Re: Hupe defekt

Beitrag von Karl »

Hallo,
Mit der feststellung das der Kondensator kein Strom durchlässt hast du schon mal eine Fehlerquelle ausgeschlossen.Er dient nämlich zur Funkenlöschung des Spulenkontakts .
Auf dem Teil das du abgeschraubt hast ist ein dickeres Eisenteil das von der Spule bei anlegen einer Spannung angezogen wird. Dieses Teil drückt auch beim niedergehen die Kontakte wieder auseinander und die Spule wird Stromlos das Tonblech geht nach oben und die Kontakte werden erneut geschlossen und alles geht wieder von vorne los.
Also müssten in dem Falle wie auf dem Foto die Kontakte durchgang zur Spule haben.
Nach dem Zusammenbau kannst du die Kontakte auf der Rückseite der Hupe einstellen
Bitte Rücksicht auf die Nachbarschaft nehmen !!!!!
(Darauf achten das beim zusammenbau die Kontaktnase des Tonblechs auch wieder zum Kontakt zeigt)
Das funktioniert aber bloß bei Spannung an den beiden Anschlüssen + - der Hupe.
Bitte beachten: Das Hupengehäuse ist massefrei da die Hupe fast an allen Fahrzeugen über Massetaster betätigt wird.

Gruss
Karl
xcrobo
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Re: Hupe defekt

Beitrag von xcrobo »

Danke für Eure die Tipps.
Die Hupe funktioniert.
Dank Karl ist mir jetzt so halbwegs klar wie die Hupe arbeitet und Dank Werner habe ich die Kontakte nochmal gesäubert.
So richtig sicher, ob sie auf Dauer funktioniert bin ich nicht. Denn nach nochmaligem Öffnen war sie erst mal wieder tot. Warum sie jetzt wieder funktioniert, kann ich auch nicht so genau nachvollziehen.
Hoffen wir das Beste.

Grüße Roland
JoeS103A1
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Re: Hupe defekt

Beitrag von JoeS103A1 »

Hallo Freunde,

endlich hab ich die Chance Hupenprobleme zu lösen. Bei mir war es der Halter. Kann sein, daß irgendwelche Anhäufungen von Ereignissen dazu führten die Hupe zu deaktivieren. Aber sobald ich die Hupe direkt an einen massiven Fahrwerksteil schraubte, ohne die Federbleche, kommt da kein Ton raus. Ein selbstgebogener aus 3mm Alublech vibrierte ab.

Werner oder Karl, kann das sein?? Spielt der Halter eine Rolle?
Gruß Joachim

103A1 von 1960
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Werner
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Re: Hupe defekt

Beitrag von Werner »

Hmm schwierig,
eigentlich kann/darf das nicht so sein. Die Hupe müsste eigentlich unabhängig davon ob angeschraubt oder lose oder mit Blech befestigt funktionieren. Ich habe noch ein paar originale Hupen, die funktionieren. Wenn du möchtest schenke ich dir eine gegen Porto. Schick mir einfach ne PN
Karl
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Re: Hupe defekt

Beitrag von Karl »

Hallo Joachim,
Es is tatsächlich so das der Hupenhalter also die Federbleche eine sehr grosse Rolle spielen.
Bei einer Hupe handelt es sich nähmlich um ein sogenanntes Aufschlaghorn ,durch eine feste Verbindung des Horns mit dem Chassis bzw.Karosse kommt kein reiner Ton zustande .Am besten
du besorgst dir vom Schrottplatz eine intakten Hupenhalter oder fertigst dir aus Federblech
selbst einen.Die Hupe mit dem Halter so in den Schraubstock spannen und nun die Stellschraube
auf der Rückseite so verdrehen das ein angehnemer Ton erklingt.Nachdem die Hupe an Ihrem Vorgesehenen Platz am Heinkel angeschraubt ist kommt man an diese Schraube nicht mehr ran.
Das Ding natürlich an 12V anschliessen und alle Bewohner im Umkreis von 100m vorwarnen nicht
Vergessen.
Gruss Karl
JoeS103A1
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Re: Hupe defekt

Beitrag von JoeS103A1 »

Danke für die Infos und danke für das Angebot.

Das mit der Stellschraube habe ich nicht gewusst. Das probier ich mal aus. Ansonsten hab ich ne Renault Hupe drin. Die hat den Vorteil, direkt über die Verschraubung die Masse anzuschließen. Darüberhinaus ist sie richtig laut. Mit den zusätzlichen Relais ist jetzt eine gute Huperei möglich.
Gruß Joachim

103A1 von 1960
rolzand
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Registriert: 11.05.2009, 13:10

Re: Hupe defekt

Beitrag von rolzand »

Ich hab die Hupe einer Moto-Guzzi 850T, die wegen des verrosteten Gehäuses ausgetauscht wurde. Ist ja unterm Blech nicht sichtbar.
Hier in DA ist die Prüfung der Hupe bei TÜV quasi der wichtigste Aspekt... das letzte Mal ist der Prüfer ordentlich zusammengezuckt, als er stt des erwarteten "quäk" ein unerwartetes "MÖÖÖHP" bekam ;-)

Gruß, Roland
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