Kupplung-Lagerung

Motor-Vergaser-Antrieb
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Wolfram
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Meine Güte, hier ist ja wirklich tote Hose im Forum :?

Aber egal, ich melde in Sachen Kupplung Vollzug.
Bin dann mal in den Keller gegangen und hab die Maschinen angeworfen.
Hatte erst versucht den Korb auf der Drehmaschine zu spannen, das wurde aber zu gefährlich, da es nur per Planscheibe geht und ich Weihnachten keinen Kupplungskorb durch die Gegend fliegen sehen wollte.
Also rauf auf die Fräsmaschine, Wohlhaupter Ausdrehkopf eingespannt und los geht´s.
Das ist dabei raus gekommen:

Bronzebuchse gedreht (Bundhöhe und innen nur vorgedreht, da nach dem Einpressen erst geplant/ausgespindelt wird), Mittelteil abgedreht und 50µm Hartverchromt.
Hartverchromt, weil das Mittelteil nur ca. 0,5mm tief gehärtet war...sah man deutlich am Drehbild.
1.jpg


Bohrung auf Pressmaß (-0,03mm) zur Bundbuchse ausgespindelt, Bundfläche tiefer gelegt (damit der Bund an der Bundbuchse nicht zu dünn wird) und geplant.
3.jpg


Erhitzen mit der Heißluftpistole auf ca. 150°C zum Einpressen der Bundbuchse.....ging mit 0,03mm Preßmaß bei dem Durchmesser schon streng.
4.jpg

Hmmm...kann man hier nur max. 3 Bilder einfügen?
Na gut, dann eben der nächste Post......
Zuletzt geändert von Wolfram am 27.12.2017, 11:01, insgesamt 9-mal geändert.
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Wolfram
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Weiter geht´s...

Bundbuchse eingepresst und zurück auf die Fräsmaschine.
Bohrung der Bundbuchse passend auf Mittelteil ausgespindelt (Lagerspiel +0,05mm bei 20°C)
5.jpg


Fase angebracht, Bund auf Höhe gebracht (MIttelteil steht 0,1mm über = Axialspiel des Korbes) und geplant.
6.jpg


Schmierbohrung vom Paddel gebohrt, Schmiernut axial eingebracht und in Drehrichtung händisch am Übergang verrundet.
7.jpg
Zuletzt geändert von Wolfram am 27.12.2017, 11:03, insgesamt 5-mal geändert.
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Wolfram
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Paßt....wackelt nicht und hat das richtige Laufspiel.
Es gibt viele Wege nach Rom, das hier war halt meiner.
8.jpg
Somit ist das Thema Kupplung erledigt.
Zuletzt geändert von Wolfram am 26.12.2017, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
Curdin
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Curdin »

Saubere Arbeit - sieht nach selbstgefertigtem Weihnachtsgeschenk aus :D

Curdin
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heinkel-bernd
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von heinkel-bernd »

Ja ! Da geht einem Metaller das Herz auf ! :D

Wenn das aber so weiter geht, wird es ein Geschenk zum 100sten Geburtstag :lol: :lol: :lol:
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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Wolfram
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Danke euch beiden.

Und ja, der Spaß dauert durchaus, aber ich bin nicht auf der Flucht, ich habe die Möglichkeiten dazu, es macht mir Spaß und ich denke, einmal richtig machen und nie wieder anfassen müssen -hoffe ich- ist da schon motivierend....zumindest für mich.

Was hätte ich in diesem Fall für eine Alternative?
Beim Club kaufen, obwohl ich es deutlich günstiger -Zeit nicht gerechnet- selbst machen kann ist für mich keine....wenn die Zeit nicht kneift.

P.S.
100ste Geburtstag kommt schon hin, an dem Puzzle ist alles hinüber, was jemals bei einem Heinkel defekt war :?
Und ich wußte das ja vorher schon bei Sichtung der Teile.
Umso größer die Freude, wenn er dann irgendwann trotzdem läuft :mrgreen:
Scoot-Bike
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Scoot-Bike »

Moin,
danke das wir alle an deinen Instandsetzungsarbeiten so detailiert teilhaben können. Ein Bild sagt da oft mehr als all die Worte.
Die von dir eingesetzte Buchse wird bestimmt funktionieren, sieht ja von der Nute her fast aus wie eine Nute des Orginals.
Wichtig erscheint mir die Frage nach dem Höhenschlag des Kettenrad-Grundkreises nach dem Einsetzen und Bearbeiten der Buchse. Dieser sollte, bei dem Durchmesser, max.0,04 mm haben, damit die Kette nicht ungleichmäßig läuft und sich entsprechend spannt - entspannt.
Dafür muß beim Ausrichten / Zentieren, egal ob auf der Drehbank oder auf der Fräsmaschine, der Zugang per Meßuhr ( idealerweise mit Abhebeeinrichtung) zum Grundkreis möglich sein. Bei einem gebrauchten Kettenrad ganz wichtig. Die Orientierung an der geschädigten Bohrung hilft da nicht. Die drei Bohrungen im Gusskörper können, unter Nutzung eines zu erstellenden Hilfs-Spannflansch, für Halteschrauben genutzt werden.
Alternativ wird von Kettenherstellern die Möglichkeit genannt, ein neues Kettenblatt unter Einlegen von entsprechenden Ketten-Einzelrollen im Kettenrad-Grundkreis, in ( passend vorgespannt ) ausgedrehte Weichbacken eines Dreibackenfutters zu spannen und zu bearbeiten.
Dabei sollten pro Weichbacke 2-3 Einzellrollen eingelegt werden.
Bis dann.
Scoot-Bike
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Scoot-Bike »

Moin,
wieder was vergessen. Entschuldigung.
Meine Neugier hat gerade gefragt, wie du das Mittelteil auf der Drehbank aufgespannt hast, damit der frisch gedrehte und gehärtete Korb-Lagerzapfen keinen Höhenschlag auf der Welle hat. Ich hätte die zwische Spitzen gespannt.
Bis dann.
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Wolfram
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Re: Kupplung-Lagerung

Beitrag von Wolfram »

Moin,

danke für dein Post und nee, die Ölnut ist eine "Sackgasse", damit das Öl nicht einfach ungenutzt rausgeschleudert wird.
Abgesehen davon ist es keine einfache Nut, wie beim Heinkel, sondern eine sehr flache, in Laufrichtung mit seichtem Übergang zur Lauffläche, damit das Öl in den Lagerspalt gezogen wird....sehr wirkungsvoll.
Diese Ölnut-Ausführung kannte man m. W. 1960 noch nicht.

Den Korb habe ich auf der Fräsmaschine per Centricator zentriert und über einen 3D-Taster unter Einbeziehung meiner 3D-Digitalanzeige (1/1000) am Kettenrablatt validiert.
In die Zahnlücken habe ich als klassische Meßhilfe keinen Zylinderstift eingelegt, da ich den Zahngrund sauber antasten konnte und jede Meßhilfe auch Meßfehler generieren kann.
Dazu gibt es auch noch einige, nutzbare "Original-Drehkanten", die nicht verschlissen und zur Validierung brauchbar waren.
Das ist alles unter 1/100stel zentrisch...auch in Bezug auf Taumelbewegung.

Das Innenteil konnte ich gut aussen spannen und über die geschliffene Innenbohrung (die liegt frei und wird im Betrieb nicht berührt) am Ende des Lagerzapfens ebenfalls unter 1/100stel ausrichten.
Eine Spitze war nicht sinnig/nötig, da sie einseitig auf der Verzahnung aufliegen würde und ich beim Hartdrehen nur geringe Spantiefen fahre (Hobby halt: Zeit genug und Hartplatten sind sauteuer).

Gruß

Wolfram
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