Lösung Kupplung 102A1?
Verfasst: 14.04.2010, 19:42
Hatte folgendes Problem mit meinem 102A1:
Im letzten Sommer habe ich den Roller wieder fahrbereit gemacht. Es ging auch alles einwandfrei.
Nach mehreren hundert Kilometern fing die Kupplung bei Soziusbetrieb und an starken Steigungen an zu rutschen. In der Ebene gab es keine Probleme.
Irgendwann hatte ich dann große Probleme die Gänge rein zu bekommen.
Es war so schlimm, dass ich mich entschloss, den Motor zu öffnen.
Die Stahllamellen der Kupplung sahen eher wie eine Tellerfeder aus.

Die Kupplung konnte nicht mehr richtig trennen.
Hier ein Bild wieweit die Lamellen die Außenlamellen im entlasteten Zustand auseinander drücken.

Also habe ich sofort neue Außenlamellen beim Club bestellt.
Diese sind aber dicker (2mm) als die verbauten (1mm). Beim Zusammenbau habe ich festgestellt, dass die Kupplung so nicht funktionieren kann, da die Endlamelle beim Ziehen der Kupplung aus der Verzahnung des Kupplungsinnenteil herausrutschen kann.
Hier die Kupplung mit den Innenlamellen vom Club.
Man sieht, dass die Endlamelle am Ende der Verzahnung ist.

Hier mit den original Lamellen.

Es ist noch genug Verzahnung vorhanden, um die Kupplung zu öffnen.
Jetzt war guter Rat teuer.
Innenlamellen auf einer Flächenschleifmaschine abschleifen?
Habe ich aber nicht.
Ein Motocrossfahrer gab mir dann den Tipp, die Innenlamellen zu schlitzen.
Gesagt getan, die Stelle für die Schlitze markiert und dann die 3mm Bohrung gestetzt und mit einer 1mm Flexscheibe die Schlitze gemacht.
Sofort war die Spannung aus der Lamelle und sie war wieder Plan.

Durch die Schlitze wird das Öl auch besser verdrängt wenn die Kupplung schließt und sie kann sich nicht mehr verziehen bei Erwärmung.
Die Kupplung wurde dann mit neuen Druckfedern und den Beilagscheiben unter den Federn zusammengebaut, da der Abstand zwischen dem Federteller und der Endlamelle um 2mm größer ist als z.B. beim 103A0.
Links das Kupplungsinnenteil vom 103A0, rechts vom 102A1.

Man sieht das die Ringnut für den Sicherungsring gleich hoch ist, während die Verzahnung beim 102A1 um 2mm niedriger ist.
Seitdem die Kupplung so von mir verbaut wurde, lässt die Kupplung sich mit einer sehr geringen Handkraft betätigen und kommt auch sehr feinfühlig.
Habe bis jetzt auch noch keine Probleme mit einer rutschenden Kupplung bekommen.
Ich werde bei meinem 103A1 auch so vorgehen. Dort brauche ich momentan noch Hände wie ein Schmied, um die Kupplung zu betätigen.
Auf Dauer ist das die für Kupplungsschnecke bestimmt auch besser.
Gruß Stefan
Im letzten Sommer habe ich den Roller wieder fahrbereit gemacht. Es ging auch alles einwandfrei.
Nach mehreren hundert Kilometern fing die Kupplung bei Soziusbetrieb und an starken Steigungen an zu rutschen. In der Ebene gab es keine Probleme.
Irgendwann hatte ich dann große Probleme die Gänge rein zu bekommen.
Es war so schlimm, dass ich mich entschloss, den Motor zu öffnen.
Die Stahllamellen der Kupplung sahen eher wie eine Tellerfeder aus.

Die Kupplung konnte nicht mehr richtig trennen.
Hier ein Bild wieweit die Lamellen die Außenlamellen im entlasteten Zustand auseinander drücken.

Also habe ich sofort neue Außenlamellen beim Club bestellt.
Diese sind aber dicker (2mm) als die verbauten (1mm). Beim Zusammenbau habe ich festgestellt, dass die Kupplung so nicht funktionieren kann, da die Endlamelle beim Ziehen der Kupplung aus der Verzahnung des Kupplungsinnenteil herausrutschen kann.
Hier die Kupplung mit den Innenlamellen vom Club.
Man sieht, dass die Endlamelle am Ende der Verzahnung ist.

Hier mit den original Lamellen.

Es ist noch genug Verzahnung vorhanden, um die Kupplung zu öffnen.
Jetzt war guter Rat teuer.
Innenlamellen auf einer Flächenschleifmaschine abschleifen?
Habe ich aber nicht.
Ein Motocrossfahrer gab mir dann den Tipp, die Innenlamellen zu schlitzen.
Gesagt getan, die Stelle für die Schlitze markiert und dann die 3mm Bohrung gestetzt und mit einer 1mm Flexscheibe die Schlitze gemacht.
Sofort war die Spannung aus der Lamelle und sie war wieder Plan.

Durch die Schlitze wird das Öl auch besser verdrängt wenn die Kupplung schließt und sie kann sich nicht mehr verziehen bei Erwärmung.
Die Kupplung wurde dann mit neuen Druckfedern und den Beilagscheiben unter den Federn zusammengebaut, da der Abstand zwischen dem Federteller und der Endlamelle um 2mm größer ist als z.B. beim 103A0.
Links das Kupplungsinnenteil vom 103A0, rechts vom 102A1.

Man sieht das die Ringnut für den Sicherungsring gleich hoch ist, während die Verzahnung beim 102A1 um 2mm niedriger ist.
Seitdem die Kupplung so von mir verbaut wurde, lässt die Kupplung sich mit einer sehr geringen Handkraft betätigen und kommt auch sehr feinfühlig.
Habe bis jetzt auch noch keine Probleme mit einer rutschenden Kupplung bekommen.
Ich werde bei meinem 103A1 auch so vorgehen. Dort brauche ich momentan noch Hände wie ein Schmied, um die Kupplung zu betätigen.
Auf Dauer ist das die für Kupplungsschnecke bestimmt auch besser.
Gruß Stefan