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Funktionsprinzip des Vergasers

Verfasst: 03.12.2008, 19:31
von Hans
Hallo zusammen,
der Vergaser hat mit Sicherheit sehr großen Einfluss auf den sauberen Lauf jedes Vergasermotors, d.h.. dass es eine gute Idee sein dürfte, auch beim Vergaser nach Ursachen zu suchen, wenn's Probleme gibt.

Immer wieder wird dann hier bei der Diskussion von Problemen erklärt, wie angeblich ein Vergaser funktioniert.

Ich habe zur Zeit wahrscheinlich auch Vergaserprobleme bei einem Kabinemotor, den ich in den Tourist eingebaut habe.

Wie der Vergaser funktioniert, beschreibt "www.Pteng.de" gut.

Ich hab hier heute schon an anderer Stelle außerdem ein Buch zur Vergaserfunktionsweise und zur 60er-Jahre Motorradtechnik empfohlen. Ich wiederhol's hier noch mal: Zum Verstehen bestens geeignet ist: Carl Hertweck; "Der Kupferwurm - Besser machen - Arbeiten an Motorrädern, Zwei Klassiker in einem Band", Motorbuch Verlag, Stuttgart, ISBN 3-613-02548-5 / ISBN 978-3-613-02548-6; ca. 25 Euro

An ander Stelle (A2 springt nicht mehr an) schreibt Erich:
von Erich am 10.10.2008, 23:29

GerhardM hat geschrieben:
ich habe die Vergasernadel schon bei Stellung 1, kann ihn also nicht mehr magerer einstellen.

Ich schaffe es nicht die Benzinmenge pro Liter Luft zu beinflussen und schreibe mal meine Gedanken.
Wie groß ist die Öffnung an dem Austritt des Benzins an der Nadel im Gegensatz zur Düse?
Wohl sehr viel größer, egal wie hoch, oder tief diese Nadel hängt.
Wenn das die Einstellmenge des Benzins im Luftgemisch wäre, wozu gäbe es dann die verschiedenen Düsengrößen?
Erich, deine Gedanken gehen in eine falsche Richtung!
Eine kleine Öffnung der Hauptdüse kann sehrwohl mehr Benzin durchlassen als die ringförmige Öffnung der Nadeldüse mit Düsennadel. Die Durchtrittsmenge durch die Hauptdüse bestimmt der hydrostatische Druck der Flüssigkeitssäule beim jeweiligen Niveau in der Schwimmerkammer. Die Durchtrittsmenge durch die Düsennadel bestimmt der Unterdruck im Strömungsquerschnitt unterhalb des Schiebers!
von Erich am 10.10.2008, 23:29
Da der Unterdruck im Regelfall immer gleich ist, ...
Der Unterdruck ist keinesfalls immer gleich! Er hängt von der Strömungsgeschwindigkeit im Vergaserquerschnitt ab! Die ist abhängig von der durchströmenden Menge, die wiederrum von der Drehzahl abhängt! Denn je nach Drehzahl muss der Hubraum in der Zeiteinheit mehr oder weniger häufig gefüllt werden.

Die Düsennadel dient also keineswegs dazu das Luft/Benzingemisch zu verwirbeln. Das ist Unsinn!

Noch ein Wort zur Zündkerze:
von Erich am 10.10.2008, 23:29
Eine Zündkerze ist auf die Temperatur des Motors abgestimmt. Was sollte den Motor mehr erhitzen?
Der Wärmewert einer Zündkerze bestimmt nicht, wie heiß der Motor wird! Die bestimmt die Verbrennung. Sie produziert die ihr eigene Vergrennungstemperatur! Die Motorkonstruktion bezüglich der Wärmeleitung nach außen an Kühlrippen oder Kühlwasser bestimmt dann, wie heiß das Gehäuse und die Zündkerze werden! Für diese Temperatur muss die Zündkerze gebaut sein! Sie muss eine bestimmte Wärmeleitung nach außen ermöglichen. Darüber macht der Wärmewert eine Aussage.
Mit Heinkelgruß
Hans

Re: Funktionsprinzip des Vergasers

Verfasst: 04.12.2008, 06:47
von Nansen
Hallo Hans,
ich kann Dir nur zustimmen, "Der Kupferwurm&Besser machen" solle man wirklich unter dem Kopfkissen haben, auch wenn die Dynastartanlage etwas stiefmütterlich behandelt wird.
Ergänzend dazu vielleicht noch:
http://www.autoschrauber.de/content/000 ... uteile.php

... eine nette Serie.

Grüsse Ralf

Re: Funktionsprinzip des Vergasers

Verfasst: 13.03.2009, 13:19
von uwe
Eine gute Erklärung über Vergaser und Einstelltipps gibt es im Internet auf der Seite
http://www.Autoschrauber.de-Motorrad-Vergaser,Grundkurs erster Teil.
Der Grundkurs besteht aus insgesammt 6 Teilen und ist verständlich erklärt.
Auch dasThema Abstimmung ist beschrieben,das wird im dritten Teil behandelt.

Gruß Uwe

Re: Funktionsprinzip des Vergasers

Verfasst: 13.03.2009, 17:30
von Bernd Hünten
Hier der wohl richtige Link:

http://www.autoschrauber.de/content/000 ... uteile.php

Gruß
Bernd